DE557992C - Wassergekuehlte Kokille zum Giessen von Walzplatten u. dgl. - Google Patents

Wassergekuehlte Kokille zum Giessen von Walzplatten u. dgl.

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DE557992C
DE557992C DE1930557992D DE557992DD DE557992C DE 557992 C DE557992 C DE 557992C DE 1930557992 D DE1930557992 D DE 1930557992D DE 557992D D DE557992D D DE 557992DD DE 557992 C DE557992 C DE 557992C
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DE1930557992D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals
    • B22D7/06Ingot moulds or their manufacture
    • B22D7/08Divided ingot moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Wassergekühlte Kokille zum Gießen von Walzplatten ü. dgl. Wassergekühlte Gießformen, Kokillen genannt, sind bekannt und sind. so gebaut, daß bei einer Plattengießform die die eigentliche Gießform bildegden Formplatten an den Innenseiten der beiden Kühlkammerkörper angebracht sind. Diese Formplatten werden, unter Zwischenlage einer Dichtung, am äußeren Rand mit dem Kühlkammerkörper verschraubt. Beim Gießen tritt nun infolge der großen Wärmezufuhr eine Ausdehnung der Formplatten ein, . die sich entweder in einer Durchbeulung der Formplatten nach irgendeiner Seite äußert oder aber in einem Wandern der Formplatte an den verschraubten Stellen zum Ausdruck kommt. - Dieses Wandern ist trotz der zahlreichen Schrauben beobachtet worden. Vielfach treten auch beide Fälle nebeneinander auf.
  • Beim Durchbeulen der Formplatten ist zu beachten, daß die Formplatte meist durch Stützrippen im Kühlkammerkörper gehalten ist, so daß die Durchbeulung wohl oder übel nach der zu gießenden Metallplatte hin vor sich geht. Die Folge davon ist aber, daß die zu gießende Metallplatte keinen,rechteckigen Querschnitt mehr hat, sondern in der Mitte dünner wird.
  • Beim Wandern der Formplatte ist zu bedenken, daß dasselbe nach zwei Richtungen vor sich geht. Beim Erwärmen dehnt sich die Formplatte aus und beim nachfolgenden Abkühlen zieht sie sich wieder zusammen. Durch dieses Wandern der Formplatte hin und her auf der Dichtungsfläche des diesem Wandern der Formplatte in nur verschwindend geringen Maße folgenden Kühlkammerkörpers wird die dazwischenliegende Dichtung zerrieben oder aber bei Verwendung einer Metalldichtung nach außen geschoben, wo sie dann trotz der Abkühlung der Formplatte bleibt und nicht zurückwandert. In beiden Fällen werden sich bald Undichtigkeiten zeigen, die mitunter sehr schnell zur Erneuerung der Dichtung zwingen.
  • Bei den heute bekannten Gießformen werden ferner die Formplatten einerseits von dem heißen eingegossenen Metall und anderseits vom Wasser berührt. Diese Anordnung bedingt einen sehr schnellen Wärmedurchgang und eine schnelle Wärmeableitung durch das Wasser. Es hat sich aber gezeigt, daß diese Abkühlungsgeschwindigkeit von ganz erheblichem Einfluß auf die Güte des erzeugten Gusses ist. Je kleiner diese Geschwindigkeit ist, desto besser wird das erzeugte Material. Die Geschwindigkeit soll dabei immer noch größer sein, als es bei dem früher üblichen Sandguß war.
  • Die angeführten übelstände beseitigt die vorliegende Erfindung. In der Abb. i der zugehörigen Zeichnung ist eine einteilige Plattengießform im Schnitt gezeigt. Die Formplatte i ist eine ebene Platte, die beispielsweise durch eine stopfbüchsenäIuiliche Packung a abgedichtet ist und durch einen am Rand übergreifenden Rahmen 3 gehalten ist. Der Rahmen 3 ist mit dein Kühlkammerkörpex 4 in der üblichen Weise verschraubt. Durch diese Anordnung kann sich die Formplatte i ungehindert ausdehnen und zusammenziehen, es tritt keine Durchbeulung und kein Dichtungsverschleiß mehr auf.
  • In der Abb. 2 ist ferner noch eine Plattengießform der vorstehenden Ausführung gezeigt, bei der die eigentliche Formplatte 5 noch extra vorgebaut ist. Sie ist ebenso wie die den Kühlkammerkörper 6 abschließende Platte 7 frei beweglich angeordnet, so daß sie sich nach allen Seiten ungehindert ausdehnen kann. Die beim Gießen zugeführte Wärme wird sich vorerst der Formplatte 5 mitteilen und von hier aus erst allmählich durch die zweite Trennungswand 7 vom Wasser abgeführt werden. Die Abkühlungsgeschwindigkeit wird hierbei eine bedeutend geringere, ohne dadurch den Lauf der ganzen Produktion irgendwie zu behindern. Durch die Wahl der beiden Platten betreffs Stärke und besserer oder schlechterer Wärmeleitfähigkeit hat man es in der Hand, für jedes zu gießende Metall die richtige Abkühlungsgeschwindigkeit zu erreichen, die für das betreffende Material das beste Gefüge ergibt.
  • Diese zweite Platte als eigentliche Gießformplatte läßt sich auch bei der heute üblichen Ausführung der Kokillen anbringen, wie in Abb.3 dargestellt ist. Hierbei ist die den Kühlkammerkörper abschließende und gegen das Kühlwasser abdichtende Platte mittels zwischengelegter Dichtung mit dem Kühlkammerkörper fest verschraubt. Die als eigentliche Gießformplatbe vorgelegte zweite Platte wird dann so eingesteckt und gehalten, daß sie der durch die Wärmezufuhr hervorgerufenen Ausdehnung nach allen Seiten ungehindert folgen kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i . N Vassergekühlte Kokille zum Gießen von Walzplatten u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die rechteckige Gießformplatte, die einerseits von dem eingegossenen Material und anderseits vom Kühlwasser berührt wird, an dem Kühlkammerkörper derart abgedichtet ist, daß sie der durch die Wärmezufuhr hervorgerufenen Ausdehnung nach allen Seiten ungehindert folgen kann.
  2. 2. Wassergekühlte Kokille nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die eigentliche Gießform bildenden Längswände aus je zwei Blechplatten bestehen.
  3. 3. Wassergekühlte Kokille nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Blechplatten an dem Kühlkammerkörper derart befestigt sind, daß sie der durch die Wärmezufuhr hervorgerufenen Ausdehnung nach allen Seiten ungehindert folgen können. ¢. Wassergekühlte Kokille nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur die eigentliche Gießformplatte der durch die Wärmezufuhr hervoTgerufenen Ausdehnung nach allen Seiten ungehindertfolgen kann.
DE1930557992D 1930-09-14 1930-09-14 Wassergekuehlte Kokille zum Giessen von Walzplatten u. dgl. Expired DE557992C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740393C (de) * 1939-05-28 1943-10-20 Duerener Metallwerke Ag Giesskokille zur Herstellung plattierter Platten
DE745652C (de) * 1938-04-20 1944-03-16 Peter Ostendorf Verfahren zur Herstellung plattierter Bloecke durch Eingiessen des Grundmetalls zwischen die Plattierungsbleche

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745652C (de) * 1938-04-20 1944-03-16 Peter Ostendorf Verfahren zur Herstellung plattierter Bloecke durch Eingiessen des Grundmetalls zwischen die Plattierungsbleche
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