DE554807C - Rundstrickmaschine zum gleichzeitigen Verstricken mehrerer Verstaerkungsfaeden - Google Patents
Rundstrickmaschine zum gleichzeitigen Verstricken mehrerer VerstaerkungsfaedenInfo
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- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/38—Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
- D04B15/54—Thread guides
- D04B15/58—Thread guides for circular knitting machines; Thread-changing devices
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine zur Herstellung von Rundstrickware,
bei welcher außer dem üblichen Verstärkungsfaden, der beispielsweise zur BiI-dung
einer verstärkten Hochferse dient, noch ein weiterer Verstärkungsfaden eingestrickt
wird. Derartige Rundstrickware mit zwei Verstärkungsfäden ist an sich bekannt. Die
Erfindung betrifft nun eine Rundstrickmaschine, auf der solche Strickware besonders
zweckmäßig hergestellt werden kann, da sie eine von den übrigen Fäden unabhängige
Behandlung des zweiten Verstärkungsfadens ermöglicht. Gemäß der Erfindung ist außer
der Hauptmustertrommel noch eine zweite Mustertrommel vorgesehen, welche, wenn sie
durch die Hauptmustertrommel eingeschaltet ist, gedreht wird und dabei die Einführung
des dritten Fadens, seine Ausschaltung, die
ao Tätigkeit seines Aufnehmers für den Fadendurchhang
sowie die Einwärtsbewegung bestimmter Platinen steuert.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigt
Abb. ι eine Ansicht auf die rechte Seite einer Rundstrickmaschine mit der Vorrichtung
nach der Erfindung,
Abb. ι a eine Teilansicht eines Musters in und an der Hochfersenzone eines Strumpfes,
welcher mit der Vorrichtung nach der Erfindung gestrickt ist,
Abb. 2 eine Ansicht auf die linke Seite der Maschine,
Abb. 3 eine Hinteransicht des oberen Teiles der Maschine nach' Abb. 1 und 2 in größerem
Maßstabe,
Abb. 4 eine Draufsicht auf die Maschine unterhalb der Maschinenplatte mit einzelnen
Teilen in horizontalem Schnitt,
Abb. 5 einen Aufriß nach der Linie 5-5 der Abb. 4,
Abb. 6 einen senkrechten Schnitt mit dem Fadenhebelkasten und den damit unmittelbar
zusammenhängenden Teilen,
Abb. 7 einen senkrechten Schnitt rechtwinklig zur Abb. 6 mit dem Nadelzylinder im
Aufriß,
Abb. 8 einen Grundriß des Strickkopfes und .
Abb. 9 einen senkrechten Schnitt nach Linie 9-9 der Abb. 8.
Die Erfindung kann bei den verschiedenen Arten von Strickmaschinen angewendet werden
und bei verschiedensten Strickverfahren. In dem vorliegenden Fall wird die Vorrich-
tung bei einer Rundstrickmaschine mit umlaufendem Nadelzylinder beschrieben mit
einer Vorrichtung, um Splitarbeit ausführen zu können. · D. ■ h. die Maschine besitzt an
einer Seite eine Anzahl von Fadenführern, die oberhalb oder in entsprechender wirksamer
Lage zu dem Hauptsatz der Strickdreiecke liegen und denen diametral gegenüber ein oder mehrere Fadenführer oberhalb
ίο oder in entsprechender wirksamer Lage zu dem Hilfsdreiecksatz angeordnet sind.
Die Nadeln können entweder Zungen- oder Federhakennadeln sein.
Der Maschinenrahmen ist mit ι bezeichnet, die Grundplatte mit 2, der Nadelzylinder
mit 3, der Zungenring mit 4, der zugehörige Tragbock mit 5, die Haupttriebwelle mit 6
und das Zahnrad zum Antrieb des Zahnquadranten mit 7, welches auf der Welle 8
angebracht ist. Auf der Stange 9 sind die bekannten Fadenspannvorrichtungen in üblicher
Weise angebracht. In dem üblichen Hohlständer 10 (Abb. 7) sind die Hebel angeordnet,
welche die Fadenführer an der Hauptstrickseite betätigen.
Obgleich die Vorrichtung zum Einführen des zusätzlichen Fadens durch irgendeinen
Teil der Maschine gesteuert werden kann, wird im vorliegenden Fall hierzu das Zahnrad
7 verwendet. Zu diesem Zweck sind auf einer Seite dieses Rades zwei Nocken 11 angeordnet,
welche mit bogenförmigen Schlitzen 12 versehen sind, so daß sie in einstellbarer
Stellung durch Schrauben 13 befestigt werden. Dieses Zahnrad 7 dreht sich in der
Pfeilrichtung der Abb. 5, und zwar im Verhältnis einer vollkommenen Umdrehung bei
vier vollkommenen Umdrehungen des Nadelzylinders oder einer entsprechenden Zahl von
Pendelhüben desselben. Die führenden Enden der Nocken n verlaufen bei 14 schräg, so
daß eine Rolle 15 auf ihnen bis auf den äußeren Umfang 16 auflaufen kann. Die
Rolle 15 sitzt an einem Hebelarm 17, welcher
auf einem Zapfen 18 gelagert ist, der in einem Bock 18' und einer Stange 19 sitzt, die
ihrerseits im Innern des Kastens 10 bei 20 befestigt ist. Der Zapfen 18 ist in horizontaler
Richtung angeordnet, und auf ihm ist gleitbar die Nabe 21 des Hebelarmes 17. Es
kann also die Rolle 15 in horizontaler Richtung inner- und außerhalb der Reichweite
der Nockensegmente 11 bewegt werden.
Gegenüber dem Hebelarm 17 ist an der Nabe 21 ein Arni2i' angeordnet (Abb. 5,6,7),
wobei die Bewegung der Arme 21' und 17 durch die Stellschraube 21" begrenzt wird.
Von dem Arm 21' erstreckt sich in dem Kasten 10 nach oben ein Glied 22, welches an
seinem oberen Ende bei 23 mit einem horizontalen Hebel 24 verzapft ist. Der Hebel
24 ist bei 25 in dem oberen Teil des Kastens 10 gelagert.
Das äußere Ende des Hebels 24 kann auf die untere Kante des Fadenführers 26 so einwirken,
daß der sogenannte dritte Faden bei der Hochferse des Strumpfes eingeführt wird,
um eine Musterung zu bilden, die mit 27 in Abb. la bezeichnet ist. Dieses Muster befindet
sich zweckmäßigerweise innerhalb der Begrenzungslinien der Hochferse. Es kann sich
aber auch bis in den Hacken erstrecken, wie es in Abb. ia dargestellt ist. Obwohl diese
Musterung verschiedene Formen besitzen kann, ist bei dem vorliegenden Beispiel dieses
Muster mit parallelen Seiten dargestellt derart, daß es in einem Teil seiner Fläche die
senkrechten Kanten 28, 28 und darunter senkrechte Kanten 29, 29 besitzt, wodurch ein
oberer Teil A und ein unterer, engerer Teil Ζ?
gebildet wird. Der Teil A befindet sich vollständig innerhalb der Hochferse des Strumpfes
und daher in der Zone C, welche selbst in ihrer Gesamtheit mit einem Hochfersenfaden
versehen ist, der somit den ersten Verstärkungsfaden darstellt. Die Zone A wird also
durch einen dritten Faden gebildet, welcher mit dem Grundfaden und mit dem Hochfersenfaden
eingestrickt wird, so daß dabei drei Fäden denselben Nadeln zu gleicher Zeit zugeführt werden. Die Zone B, welche
die untere, schmalere Verlängerung der Zone A darstellt, befindet sich hingegen in
dem Hackenteil des Strumpfes. Die Erfindung ist natürlich in keiner Weise auf irgendeine bestimmte Form der Zonen A
und B oder einer von ihnen beschränkt. Zweckmäßig wird der dritte Faden, welcher
die Zonen A und B strickt, auch in den oberen Teil der Strumpfspitze eingeführt, um
diese zu verstärken.
Der dritte Faden, welcher die Zonen A und B der Abb. 1 a bildet, wird beständig bei
jedem Rundgang oder teilweisem Rundgang, d. h. für die entsprechende Länge, in die Zuführstellung
und wieder zurück bewegt, so daß er an oder oberhalb der Ferse dort, wo
er nicht eingestrickt wird, flott liegt. Wenn jedoch dieser Faden aufgenommen wird, um
die obere Hälfte der Spitze zu bilden, so wird er während der Bildung der oberen
Hälfte der Spitze, welche durch hin und her gehendes Arbeiten gestrickt wird, ständig zugeführt.
Solche Ein- und Auswärtsbewegung des Fadenfingers 26 für diesen dritten Faden wird,
wie gesagt, durch die Nockensegmente 11 des Zahnrades 7 bewirkt. Wenn die Rolle 15
sich auf dem äußeren Umfang 16 der Nocken befindet, so ist die Fadenführung 26 für
den dritten Faden außer Tätigkeit. Es bildet somit das Zahnrad 7 mit seinen Nocken die
Auswähl vor richtung, durch welche bei jedem gewünschten Maschengang der dritte Faden
in oder außer Tätigkeit gebracht wird.
Es ist eine Vorrichtung vorgesehen, durch welche der Fadenführer 26 bei dem Beginn
der Zone A oder einer anderen gewünschten Zone in Tätigkeit gesetzt wird. Im vorliegenden
Fall dient hierzu folgende Schaltoder Mustervorrichtung:
Die Hauptmusterwelle 30 ist mit der üblichen Mustertrommel 31 versehen. Damit
verbunden ist das Schaltrad 32 und die Hauptmusterkette 33, welche einen oder mehrere besondere Nocken 34 besitzt, die bei
der Bewegung der Kette unter einer Klinke 35 vorbeigehen, die bei 36 gelagert ist, und
diese anheben. An der Klinke 35 ist bei 37 eine Stange 38 verzapft, die unten bei 39 mit
einem Hebel 40 gelenkig verbunden ist, der bei 41 auf einem Bock 42 gelagert ist. Der
Hebel 41 ist an seinem anderen Ende durch eine Schraube 43 in einem länglichen Schlitz
45 eines Gliedes 44 verbunden. Gewünschtenfalls kann das Glied 44 noch mit einer Längseinstellvorrichtung
46 versehen sein. A_n seinem oberen Ende ist das Glied 44 bei 47 mit einem Klinkenarm 48 verbunden. Der
Arm 48 und der Hebel 40 sind beide durch eine Spiralfeder 49 verbunden. Der Klinkenarm
48 ist bei 50 mit einem Hebelarm 51 gelenkig verbunden, welcher fest auf der
Welle 52 des in Abb. 2 gestrichelt dargestellten Zahnquadranten für die Pendelbewegung
des Nadelzylinders angeordnet ist. Die Konstruktion ist derart, daß bei jeder Pendelbewegung
der Ouadrantenwelle der Klinkenarm 48 beständig hin und her schwingt, sich aber außerhalb seiner Arbeitsstellung befindet
so lange, bis er durch Glied 44, Hebel 40, Glied 38, Klinke 35 und einen der Musteranschläge
34 abwärts bewegt wird.
An der hinteren Seite der Maschine ist eine horizontale Welle 53 vorgesehen, welche
eine Mustertrommel 54 trägt, die auf ihrem Umfang Exzenternocken besitzt. Der erste
linke Nocken 55 (Abb. 3 und 4) hat eine solche Ausdehnung, daß beim Drehen der Trommel 54 die führende Kante des Nockens
das Ende 56 desjenigen Hebels hochhebt, durch welchen die erste Einführung des dritten
Fadens bei dem Stricken der Hochfersenzone gesteuert wird. Neben dem Nocken 55 befindet sich der Nocken 57, welcher unmittelbar
danach oder auch im wesentlichen gleichzeitig mit dem Nocken 55 in Tätigkeit tritt und den Aufnehmer für den Fadendurchhang
steuert. Neben dem Nocken 57 befindet sich der Nocken 58, durch welchen die Rolle 15 axial in oder aus der Bahn der
Nocken 11 des Zahnrades 7 bewegt wird, und neben dem Nocken 58 befindet sich der
Nocken 59, durch welchen bestimmten Platinen eine ungewöhnliche Einwärtsbewegung
erteilt wird, wenn der dritte Faden eingeführt ist, um so die dadurch gebildeten Maschen 6g
zu erweitern oder zu strecken.
Auf der Welle 53 ist ferner fest eine Scheibe 60 (Abb. 1 und 3). Diese ist mit einer
Anzahl von Stiften 61 versehen, bei der dargestellten Ausführungsform vier, und diese
sind derart auf der äußeren Fläche der Scheibe 60 verteilt, daß, wenn der Klinkenarm 48 heruntergedrückt wird, dessen hakenförmige
Verlängerung 62 an einen der Stifte öl anstößt derart, daß bei der folgenden Bewegung
der Ouadrantenwelle 52 und des Hebelarmes 51 nach links eine teilweise Drehbewegung
der Scheibe 60 erteilt wird und infolgedessen auch der Welle 53 und der
Nockentrommel 54. Dadurch werden dia Nocken zu bestimmten Zeiten in solche Stellungen
gebracht, daß sie dadurch auf die von ihnen gesteuerten Teile einwirken. Diese schrittweise Bewegung wird also in erster
Linie durch die Hauptmusterkette 33 veranlaßt.
Ein Hebelarm 63 (Abb. 5) ist bei 64 an dem Maschinenrahmen gelagert. Das mit
einer Nase versehene Ende 56 des Hebels 63 (Abb. 4) ruht auf der Nockentrommel 54 in
der Bahn des Nockens 55. Wenn der Hebel 63 die in Abb. 5 gezeichnete Lage inne hat,
so hat er das Herunterdrücken des dritten Fadenführers 26 in die Arbeitsstellung veranlaßt,
und zwar durch die schon beschriebe- «S nen Teile in Verbindung mit einem Draht 65,
der durch eine öffnung in dem Ende 66 des Hebels 63 hindurchgeht und unterhalb desselben
mit einem Bund 6γ versehen ist. So wird bei der weiteren Abwärtsbewegung des
rechten Endes von Hebel 63 der Draht 65 herunterbewegt, und da das obere Ende dieses
Drahtes bei 68 mit dem äußeren Ende des Hebels 24 verbunden ist (Abb. 7), so hebt
die weitere Abwärtsbewegung des Drahtes 65 das andere Ende des Hebels 24 und bringt
dadurch den dritten Fadenführer 26 außer Arbeitsstellung.
Dieser selbe Fadenführer 26 wird auch beim Stricken der oberen Hälfte der Spitze
in die Arbeitsstellung gebracht und in dieser Stellung gehalten. Zu diesem Zweck ist das
untere Ende des Drahtes 65 bei 69 mit einem Hebel 70 verbunden, welcher bei 71 an dem
Maschinenrahmen gelagert ist und zu den Hebeln gehört, die durch die auf dem Umfang
der Mustertrommel 31 angeordneten Exzenternocken betätigt werden. Zu gegebener, von
dem betreffenden Nocken abhängender Zeit fällt das Ende 72 des Hebels 70 nach unten
und hebt so den Draht 65. Infolgedessen wird durch den Hebel 24 der Fadenführer 26
in seine Arbeitsstellung gebracht, so daß er beim Stricken des oberen Teiles der Spitze
einen zusätzlichen Faden zuführt.
Unmittelbar nachdem das führende Ende S des Nockens 55 mit der Nase 56 des Hebels
63 in Eingriff gelangt ist, betätigt der Nocken 57 mit seinem führenden Ende die
Nase 73 eines Hebels, welcher mit einem Glied 74 verzapft ist (Abb. 3). Das Glied 74
ist bei 75 mit einem Hebel j6 verzapft, der bei yy an einem Bock 78 gelagert ist. Dieser
ist mit der Nabe 79 auf der Stange 9 befestigt, welche die Fadenspannvorrichtungen
trägt. Der Hebel 76 ist an seinem anderen Ende bei 80 mit einem Glied 81 gelenkig verbunden
(Abb. 2 und 3), welches bei 82 mit einem Hebel 83 verzapft ist. An dem Hebel 83 ist ferner bei 84 eine Stange 85 verzapft,
welche sich nach dem nicht dargestellten Aufnehmer für den Fadendurchhang erstreckt
und durch welche der Aufnehmerdraht nach unten gehalten wird, um ihn zeitweilig festzustellen
und ein Herabziehen des Fadens unter der Fadenklemme hervor zu verhindern.
Der Hebel 83 ist mit einem Stift 86 versehen, welcher von Zeit zu Zeit mit dem als
Haken ausgebildeten Ende 87 eines Hebels 88 in Eingriff kommt. Der Hebel 88 ist bei 89
drehbar angeordnet und besitzt einen Arm, welcher in die Bewegungsbahn eines Stiftes
oder einer Schraubego ragt, welche auf der Nabe des Quadrantenarmes 91 angeordnet ist.
Die Wirkungsweise des Hakenendes 87 des Hebels 88 besteht darin, daß es in Eingriff
mit dem Stift 86 kommt und so den Hebel 83 mit seinem linken Ende heruntergedrückt
hält. Dieses Hakenende 87 wird dann bei der nächsten Bewegung des Quadrantenhebels
durch den Stift oder die Schraube 90 wieder gelöst.
Die Hauptmustertrommel 31 ist mit einem
Nocken 92 versehen, welcher zu gegebener Zeit auf den Hebelarm 93 einwirkt, der die
Verlängerung des Hebels 83 bildet (Abb. 2 und 4), so daß er diesen Hebel hochhebt und
die linke Seite des Hebels 83 senkt. Diese Bewegung wird ausgeführt, wenn aus der
breiteren Zone^ä (Abb. ia) in den schmaleren Zonenteil B übergegangen wird. Der Aufnehmer
wird wieder nach unten gehalten, wenn aus der Zone B in den übrigen Teil des
Hackens übergegangen wird, in der dann der dritte Faden beim Stricken ausgelassen wird.
Die Aufnehmersteuervorrichtung hält also zu gegebenen Zeiten die Aufnahmevorrichtungen
der beiden Verstärkungsfäden nieder. Der Hebel 88 (Abb. 2) ist durch die Spannfeder
mit der Schraube 95 oder einem anderen Teil verbunden, um den Haken 84 in Eingriff
mit dem Stift 86 zu bringen.
Der Nocken 58 betätigt zu gegebener Zeit die Nase 96 eines Hebels (Abb. 3 und 4),
welcher mit einem Hebel 97 verbunden ist, der seinerseits bei 98 mit einer senkrechten
Stange 99 verzapft ist. Diese Stange ist an ihrem oberen Ende bei 100 mit dem einen
Arm 101 eines Winkelhebels verbunden, welcher bei 102 gelagert ist und dessen anderer
Arm 103 an seinem unteren Ende bei 104 mit einer Stange 105 verzapft ist. Die Stange
105 ist bei 106 (Abb. 4) gelenkig mit einem Arm 107 eines Hebels verbunden, welcher bei
108 gelagert ist. Der andere Arm 109 dieses Hebels ist durch Schlitz und Stift 110 mit der
Gleitnabe 21 für die Rolle 15 verbunden, so daß dadurch die Rolle 15 in und aus der Bahn
der Nocken 11 des Zahnrades 7 gebracht werden kann.
Der Nocken 59 wirkt zu gegebener Zeit auf die Nase 111 eines Hebels, welcher mit
einem Hebel 112 verbunden ist (Abb. 3), der bei 113 gelagert und bei 114 mit einer Stange
115 verzapft ist, welche an ihrem oberen Ende
bei 116 mit dem Kurbelarm 117 einer Welle
118 verzapft ist. Die Welle 118 ist (vgl.
auch Abb. 8 und 9) in dem Lager 120 des Fadenhebelkastens schwingbar gelagert. Auf
dieser Welle sind die beiden Arme 121, 122
befestigt, welche in der in Abb. 3, 8, 9 dargestellten Stellung gegen die besonderen Platinensegmente
123, 124 schlagen, die auf Zapfen 125, 126 des Platinennockenringes
drehbar sind. Bei der hin und her gehenden Bewegung des Platinenbettes 127 werden die
Hebel 121, 122 gegen die Nocken 128 und 129
der Segmente 123 und 124 bewegt, und diese werden derart einwärts gedreht, daß sie eine
gewisse Gruppe von Platinen 130 fassen und diese ungewöhnlich so weit nach innen stoßen,
daß sie die Maschen weitern oder strecken. Diese besondere Bewegung der Platinen
findet während der ganzen Einführung des dritten Fadens in die Hochferse und gewünschtenfalls
in einen Teil des Hackens statt, um so das richtige Verstricken des dritten Fadens mit dem Hauptfaden und dem
ersten Verstärkungsfaden zu erleichtern. Jede der Platinen des besonderen Satzes 130
ist mit einem Fuß 131 von besonders großer no
Höhe gegenüber den Füßen 132 der übrigen Platinen ausgestattet. Dadurch wird erreicht,
daß die besonderen Segmente 123, 124 nur die Füße des Platinensatzes 130 betätigen
und daß daher nur die Platinen dieses besonderen Satzes diese ungewöhnlich weite
Einwärtsbewegung ausführen können. Die Anzahl der Platinen der Gruppe 130 ist die
gleiche wie die Anzahl der Nadeln, welchen in dem breitesten Teil des auf diese Weise 12c
hergestellten Musters der dritte Faden zugeführt wird.
Die Aufnehmevorrichtung für den dritten Faden wird, wie gesagt, von dem Nocken 57
der Trommel 54 derart gesteuert, daß dieser Faden nicht unter der Klemmvorrichtung
herausgezogen wird. Mit anderen Worten, die Aufnehmevorrichtung wird während dieser Zeit niedergehalten, so daß jede Spannung
auf den dritten Faden fortfällt. Dieser Faden wird also im Augenblick seiner Ein-ό
führung ohne jede Spannung verstrickt, aber sobald der Faden in ein Paar Nadeln eingestrickt
worden ist, erfolgt die Spannung des Fadens wie üblich. Der dritte Fadenführer 26 wird am Ende der besonderen Verstär-'5
kungs- oder Musterfläche durch den Nocken 58 der Nockentrommel 54 außer Tätigkeit
gesetzt, und in demselben Augenblick wird die Klemmvorrichtung von der Nockenscheibe
132 (Abb. 3) durch eine besondere nicht darao
gestellte Verbindung geöffnet.
Wie gesagt wird der Führer 26 für den dritten Faden auch beim Stricken der oberen
Hälfte der Spitze in Tätigkeit gesetzt, so daß der Faden hier als zweiter oder Verstärkungsfaden
für den oberen Teil der Spitze wirkt. Wenn die zweite oder obere Hälfte der Spitze erreicht wird, so wird der Finger
26. zuverlässig in dieser Arbeitsstellung durch den Hebel 70 und die Nocken der Mustertrommel
31 gehalten. Nach Beendigung des Strickens der Zone B wurde die Rolle 15
seitwärts aus der Bewegungsbahn der Nocken 11 des Zahnrades 7 heräusbewegt, so daß der
dritte Fadenhebel beständig während des Strickens des oberen Teiles der Spitze in
Arbeitsstellung verbleibt, bis die obere oder zweite Hälfte der Spitze fertiggestrickt ist.
Kurz bevor dieser Teil der Spitze fertig ist, wird der Faden, welcher durch den Führer 26
eingeführt wird, zurückgezogen, wobei die Klemmvorrichtung offen ist, und dann wird
ein Rundgang mit nur einem Faden gestrickt. Die Platinen 130 mit den besonders hohen
Füßen werden bei dem Stricken des oberen Teiles der Spitze nicht um das außergewöhnliche
Maß einwärts bewegt, sondern nur dann, wenn der Fadenfänger 26 in Tätigkeit
ist, um den dritten Faden bei der Hochferse oder angrenzenden Flächen einzuführen.
50
50
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Rundstrickmaschine zur Erzeugung von Rundstrickware, bei welcher außer dem üblichen Verstärkungsfaden, der beispielsweise zur Bildung einer verstärkten Hochferse dient, noch ein weiterer Verstärkungsfaden eingestrickt wird, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Hauptmustertrommel (31) noch eine zweite Mustertrommel (54) vorgesehen ist, welche, wenn sie durch die Hauptmustertrommel eingeschaltet ist, gedreht wird und dabei die Einführung des dritten Fadens, seine Ausschaltung, die Tätigkeit seines Aufnehmers für den Fadendurchhang sowie die Einwärtsbewegung bestimmter Platinen steuert.
- 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der zweiten Mustertrommel (54) durch mustergemäße Kupplung mit der Quadrantenwelle (52) erfolgt.
- 3. Rundstrickmaschine nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß· die schrittweise Bewegung der zweiten Mustertrommel (54) mit Hilfe eines Gelenkes erfolgt, von dem der erste Arm (51) auf der Quadrantenwelle (52) verkeilt ist und der zweite Arm (48) mit der Nase (62) seines Endes über seitliche Stifte (61) einer auf der Welle (53) der zweiten Mustertrommel befestigten Scheibe (60) schleift und diese mitnimmt und wobei der zweite Arm (48) des Gelenkes mustergemäß mit Hilfe eines Gestänges (38, 40, 44) gehoben und gesenkt wird.
- 4. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des zusätzlichen Verstärkungsfadens innerhalb der einzelnen Maschenreihen von dem die Hinundherbewegung des Nadelzylinders durch den Zahnquadranten erzeugenden Zahnrad (7) erfolgt.
- 5. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnehmevorrichtung für den dritten Faden durch einen Nocken (57) der zweiten Mustertrommel (54) beim Beginn des Verstrickens desselben niedergehalten wird, so daß der Faden zunächst einigen Nadeln ohne Spannung zugeführt wird und dann die weitere Zuführung desselben unter Spannung erfolgt.
- 6. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung der zum Einstricken des dritten Fadens dienenden Maschen durch eine das übliche Maß überschreitende Einwärtsbewegung der betreffenden Platinen, bewirkt wird, die zu diesem Zweck von durch die zweite Mustertrommel (54) mustergemäß gesteuerten beweglichen Platinennocken (123, 124) betätigt werden.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US658234XA | 1927-08-18 | 1927-08-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE554807C true DE554807C (de) | 1932-07-15 |
Family
ID=22065343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH117620D Expired DE554807C (de) | 1927-08-18 | 1928-08-02 | Rundstrickmaschine zum gleichzeitigen Verstricken mehrerer Verstaerkungsfaeden |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE554807C (de) |
| FR (1) | FR658234A (de) |
-
1928
- 1928-07-28 FR FR658234D patent/FR658234A/fr not_active Expired
- 1928-08-02 DE DEH117620D patent/DE554807C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR658234A (fr) | 1929-06-01 |
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