DE55466C - Schraubenschneidmaschine - Google Patents

Schraubenschneidmaschine

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DE55466C
DE55466C DENDAT55466D DE55466DA DE55466C DE 55466 C DE55466 C DE 55466C DE NDAT55466 D DENDAT55466 D DE NDAT55466D DE 55466D A DE55466D A DE 55466DA DE 55466 C DE55466 C DE 55466C
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Germany
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lever
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shaft
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Brown and Sharpe Manufacturing Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23GTHREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
    • B23G1/00Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor
    • B23G1/02Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor on an external or internal cylindrical or conical surface, e.g. on recesses
    • B23G1/04Machines with one working-spindle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die von der neuen Maschine ausgeführten Operationen sind dieselben, die bis heute durch andere Maschinen dieser Gattung ausgeführt wurden, d. h. durch eine hohle, sich drehende Spindel wird eine Stange um so viel vorgeschoben, als nöthig ist, um eine Schraube von bestimmter Länge zu bilden; dann wird diese Stange durch die Klemmbacken einer Spannvorrichtung erfafst, welche am Ende der Spindel sitzt. Eine Anzahl von Werkzeugen zum Abdrehen der Stange und zum Gewindeschneiden sind in radialer Richtung auf dem Revolverkopf angebracht. Letzterer wird von einem Schlitten getragen, welcher eine zur Achse der Stange parallele hin- und hergehende Bewegung besitzt. Der Revolverkopf ist aufserdem mit einer intermittirenden Drehbewegung ausgerüstet, welche gestattet, successive jedes Werkzeug der zu bildenden Schraube gegenüberzustellen, um die ihm zukommende Arbeit auszuführen. Ein Querschlitten löst zum Schlufs die fertige Schraube von der Stange.
Gewisse Neuerungen an der Maschine haben den Zweck, eine grofse Vereinfachung dieser Maschinengattung herbeizuführen, sowie die Productionsfähigkeit derselben bedeutend zu erhöhen. Die wichtigsten dieser Neuerungen sind die folgenden:
ι. Die Länge, um welche die Stange durch die hohle Spindel vorgeschoben wird, kann nach Belieben regulirt werden, und zwar einfach durch Handhabung eines gerändelten Knopfes; es ist dabei nicht nöthig, den Gang der Maschine zu unterbrechen. Dies hat den Wegfall des Zeitverlustes zur Folge, der bei den anderen Maschinen dadurch hervorgerufen wird, dafs man andere Wechselräder u. s. w. einsetzen mufs, um von einer Länge zu einer anderen überzugehen.
2. Die Umkehr der Drehbewegung der Spindel zur Zurückführung der Schneidkluppe, wenn ihre Arbeit vollendet, ist eine plötzliche und wird durch Reibungskupplungen hervorgerufen. Während derselben Zeit tritt auch schon das Werkzeug des Querschlittens zur Abtrennung der Schraube von der Stange in Wirksamkeit.
3. Der Mechanismus für den Antrieb der Spindel, die Regulirung der Schraubenlängen und der Querschlitten sind auf dem Spindelstock der Maschine befestigt. Dieser Spindelstock kann auf dem Bett der Bank gleiten und an irgend einer Stelle durch Druckschrauben befestigt werden. Man kann a\if diese Weise je nach der Länge der herzustellenden Schraube den freien Raum zwischen dem Ende der Stange und den Kanten der im Revolverkopf befestigten Werkzeuge so reguliren, dafs der Weg, den dieser Revolverkopf zu durchlaufen hat, damit seine Werkzeuge das Ende der Stange erreichen,. möglichst klein wird.
4. Die Nuthscheibe, welche das Oeffnen und Schliefsen der Klemmbacken der Spannvorrichtung hervorruft, diejenige zum Hin- und Herführen der Speisehülse und die unrunde Scheibe, welche die Rückbewegung des Querschlittens verursacht, alle sind auf einer be-
sonderen Scheibenwelle angebracht, welche eine intermittirende Drehbewegung besitzt; diese Welle macht nur eine Umdrehung zur Hervorrufung dieser Vorgänge und bleibt dann in Ruhe, bis die Schraube vollendet ist. Es ist einleuchtend, dafs man so dieser Welle eine bedeutend gröfsere Geschwindigkeit ertheilen kann, als wenn diese Scheiben auf derselben Welle angebracht wären, welche die anderen Scheiben der Maschine trägt, deren bezügliche Organe viel langsamer laufen sollen.
5. Derselbe Gedanke ist auch für diejenige Welle in Ausführung gebracht, welche die jeweiligen Drehungen des Revolverkopfes um . einen bestimmten f- Winkel hervorrufen soll. Diese Welle wird erst in dem Augenblick mit der Hauptwelle in Verbindung gebracht, wo diese Winkeldrehung statthaben soll.
Die beiliegenden Zeichnungen geben:
Fig. ι einen Längsschnitt nach A-B, Fig. 8,
Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 3 einen Querschnitt nach E-F, Fig. 1, Fig. 4 eine Hinteransicht unter Fortlassung eines Theiles des Gestelles, um so den inneren Mechanismus besser sichtbar zu machen,
Fig. 5 einen Querschnitt nach G-H, Fig. 4, Fig. 6 einen Querschnitt nach C-D, Fig. 1 und 4,
Fig. 7 einen Horizontalschnitt nach Q-R,
Fig- S,
Fig. 8 einen Grundrifs der Maschine,
Fig. 9 einen Schnitt durch den Schneidkluppenträger in gröfserem Mafsstabe. Man erkennt die Frictionsfedern, welche das Herausfallen der Schneidkluppe verhindern,
Fig. 10 einen Querschnitt nach J-K, Fig. 1. Derselbe zeigt den Riegel, der den Revolverkopf festhält und den Hebel zum Oeffnen dieses Riegels,
Fig. 11 einen Horizontalschnitt nach L-M, Fig. 2. Derselbe macht einen Theil des Mechanismus sichtbar, welcher den Hub der Hülse regulirt, die die zu verarbeitende Stange trägt,
Fig. 12 und 13 die Abwickelungen der Nuthscheiben, welche den Vorschub der Stange und die Festklemmung derselben hervorrufen,
Fig. 14 einen Querschnitt nach O-P, Fig. 1,
Fig. 15 die unrunde Scheibe für den Antrieb des Revolverkopfschlittens,
Fig. 16 die unrunde Scheibe für den Antrieb des Querschlittens,
Fig. 17 die Scheibe für die Drehung des Revolverkopfes; dieselbe besitze eine Reihe von seitlichen Aussparungen, je eine für jede Winkelverstellung.
Fig. 18 Seitenansicht von Fig. 17.
Der Mechanismus, durch welchen der Vorschub der zu verarbeitenden Stange regulirt wird, besteht aus einer gerändelten Schraubenmutter i, Fig. 4, welche sich zwischen zwei Anläufen 2 und 4 drehen kann. Die Fortsetzung des Anlaufs 2 bildet der Cylinder 3, welcher mit einem Vorsprung 5 ausgestattet ist.
Im Innern des Cylinders gleitet ein Bolzen 7, welcher einen ähnlichen Vorsprung 6 besitzt, der dem Vorsprung 5 gegenüber steht. Auf der anderen Seite ist der Bolzen mit Gewinde bezw. Schraubenzahnung versehen, um in das Gewinde der gerändelten Schraubenmutter einzugreifen. Wenn man also diese Mutter nach rechts oder links dreht, vergröfsert oder verkleinert man die Entfernung zwischen den Vorsprüngen 5 und 6. Ein Hebel 8, der sich um α drehen kann, greift oben zwischen die beiden Vorsprünge ein, während er unten von der Nuthscheibe 9 geführt wird. Der Hub dieser Nuthscheibe ist so bestimmt, dafs der Weg des oberen Endes des Hebels 8 der Länge der gröfsten herzustellenden Schraube entspricht. Wenn diese beiden Vorsprünge 5 und 6 den Hebel links und rechts berühren, so ist der Hub des Cylinders 3 gleich demjenigen des Hebels; wenn man aber die Entfernung dieser Vorsprünge vergröfsert, so wird der Hub des Cylinders in demselben Mafse abnehmen, obgleich der vom oberen Ende des Hebels beschriebene Bogen immer derselbe bleibt. Auf diesem Cylinder sitzt seitlich eine Gabel 10, Fig. 2, welche in die Nuth 11 eingreift, die in dem Kopf 12 der Hülse 13 angebracht ist. Der Hub dieser Hülse, welche die Maschine mit dem zu verarbeitenden Material versieht, kann auf diese Weise mit Hülfe des gerändelten Kopfes 1 nach Belieben regulirt werden, ohne dafs es dabei nöthig ist, die Maschine anzuhalten.
Die federnde Speisehülse 13 erfordert keine specielle Beschreibung; sie bildet einen wohlbekannten Bestandtheil dieser Art von Maschinen.
Die Klemmbacken der Spannvorrichtung sind wie bei allen Metallschraubenschneidmaschinen, die in den letzten Jahren gebaut wurden, angeordnet. Sie werden im richtigen Augenblick durch die Nuthscheibe 14, Fig. 3 und 4, bewegt, welche durch Vermittelung des Hebels 16, Fig. 4, auf den losen Ring 15 einwirkt. Dieser Ring drückt Keile unter die äufseren Enden der Hebel 17, welche sich gegen die Klemmbacken stützen und denselben infolge dessen eine radiale Bewegung ertheilen, wie aus Fig. 1 leicht zu ersehen ist.
Die Spindel der Maschine dreht sich in einer bestimmten Richtung, während die einzelnen Stähle und die Schneidkluppe functioniren, und in der umgekehrten Richtung, während der Zeit, wo die Schneidkluppe zurückgeht und der Schneidstahl des Querschlittens die Abtrennung der fertigen Schraube vornimmt. Die erste dieser Bewegungen wird von der Riem-
scheibe 18, die zweite von der Riemscheibe 19 veranlafst. Beiden Riemscheiben werden von demselben Deckenvorgelege angetrieben, nur mufs einer der beiden Riemen gekreuzt werden. Beide Riemscheiben sitzen lose auf der Spindel, beide können aber abwechselnd mit derselben durch Reibungskupplungen verbunden werden. Eine bewegliche Muffe 20 dient dazu, diese beiden Kupplungen nach einander in Wirksamkeit treten zu lassen. Jede dieser Kupplungen besteht aus zwei halben Ringen B JB, welche im Innern der Riemscheibe gelagert sind. Wenn die Keile 21, Fig. 14, zwischen die zugeschärften Endpunkte dieser halben Ringe gepreist werden, entsteht eine Reibung zwischen der äufseren Seite der Ringe und der inneren Seite der Riemscheibe. Diese letztere wird infolge dessen mit der Spindel verbunden, denn der Kupplungsmechanismus ist auf der Spindel festgekeilt und dreht sich mit derselben.
Der Mechanismus, der die Bewegung der Muffe 20 erzeugt, ist in Fig. 4 dargestellt. Der am unteren Theil der Maschine angebrachte Cylinder 22 dient zwei hohlen Kolben 25 als Führung. Jeder dieser Kolben enthält eine Spiralfeder, welche sich gegen den entsprechenden Gylinderdeckel stützt, und ist aufserdem mit einem Vorsprung c versehen, der an dem unteren Theil des Hebels 26 anliegt. Dieser Hebel ist gabelförmig hergestellt und mit einem in der Nuth der Muffe 20 adjustirten Ring 27 drehbar verbunden. Die Kolben besitzen aufserdem an ihren äufseren Enden Nasen e, weiche sich in die Auskerbungen der durch eine gemeinschaftliche Muffe verbundenen Scheiben 28 einlegen können (Fig. 4 und 7). Bei Drehung der Scheibe werden die Kolben abwechselnd nach rückwärts bewegt und dadurch die entsprechende Feder comprimirt. Später fällt dann die Nase direct in die Auskerbung ein, d. h. die Feder wird plötzlich losgelassen, so dafs der bezügliche Kolben vorwärts gestofsen wird und der Hebel 26 in Bewegung kommt, wodurch also die Muffe 20 nach der einen oder anderen Richtung bewegt wird. Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, wirkt diese Muffe auf die Endpunkte der beiden Hebel h h, welche ihrerseits auf die Reibungskupplung der Riemscheibe 19 einwirken; wird die Muffe im entgegengesetzten Sinne bewegt, so kommen die Hebel Ä1 h1 zur Wirkung, welche dann die Kupplung der Riemscheibe 18 veranlassen.
Diese augenblickliche Umkehr der Bewegung erhöht in hohem Mafse die Schnelligkeit der Arbeit. Man hat es dadurch in der Hand, das Gewinde bis zu einem ganz bestimmten Punkte gehen zu lassen, und macht alle bis jetzt angewendeten Hülfsmittel unnöthig, die in einem bestimmten Augenblick ein Loselaufen der Schneidkluppen mit ihrem Träger möglich machen sollten.
Wie schon früher bemerkt, kann der Spindelstock auf dem Bette der Maschine verschoben werden, je nach der Länge der herzustellenden Schrauben. Obgleich die Wellen, welche die oben erwähnten Scheiben tragen, dieser Bewegung nicht folgen, so kann man doch die gegenseitige Stellung dieser Organe den von ihnen angetriebenen Mechanismen gegenüber wiederherstellen, indem man die Scheiben auf den entsprechenden Wellen verschiebt, auf denen sie mittelst Keilnuth adjustirt sind. Der Cylinder 22 kann ebenfalls in horizontaler Richtung versetzt werden, indem die Löcher, durch welche seine Befestigungsschrauben gehen, länglich hergestellt sind (Fig. 7).
Wir haben ebenfalls schon früher erwähnt, dafs die Welle 29 mit ihren Scheiben für Oeffnen und Schliefsen der Klemmbacken der Spannvorrichtung, für Vor- und Rückwärtsbewegung der Speisehülse u. s. w. eine intermittirende Drehbewegung besitzt. Diese Bewegung erreicht man auf folgende Art: Die Riemscheibe 34 treibt durch Vermittelung der Getriebe 35 und 36 die Welle 37; auf dieser Welle 37 sitzt ein Getriebe 43, Fig. 4, welches das Rad 42 in Umdrehung versetzt. Die Bewegung dieses Rades ist also continuirlich, dasselbe sitzt aber lose auf der Welle 29. Die Welle 37 trägt aufserdem eine Schraube ohne Ende, welche mit dem Schraubenrad 38 der Welle 33 eingreift (Fig. 7). Die Welle 33 setzt ihrerseits mit Hülfe der konischen Räder 39 und 40 die Welle 41 in Bewegung. Die Wellen 33, 37 und 41 drehen sich also fortwährend. Auf der Welle 41 sitzt eine mit Einschnitten versehene Scheibe 44, welche im richtigen Augenblick den Hebel 45 in Schwingung versetzt. Dieser — in Fig. 5 besser . sichtbare — um f sich drehende Hebel bewegt eine Hülse 46, welche in einer Nuth der Welle 29 gleitet und entweder mit dem Rade 42 gekuppelt oder von demselben unabhängig gemacht werden kann. Wenn die Hülse 46 durch diese Scheibe eingerückt wird, ist die Verbindung des Rades 42 mit der Welle 29 hergestellt, und letztere dreht sich. Wird aber die Hülse durch die Scheibe zurückgezogen, so läuft das Rad 42 wieder lose und die Welle 29 bleibt infolge dessen in Ruhe.
Die Schaltbewegung des Schlittens, der den Revolverkopf trägt, wird durch die unrunde Scheibe 32 der Welle 33 erzeugt (Fig. 7). Die Form dieser unrunden Scheibe ist aus Fig. 15 ersichtlich. Dieselbe wirkt auf den Hebel 47, dessen Drehachse in g liegt (Fig. 1). Auf derselben Achse sitzt ein gezahnter Sector, der in der Figur punktirt angegeben ist. Derselbe greift in eine Zahnstange ein, die am unteren Theil des Schlittens 50 befestigt ist. Die
Rückbewegung des Schlittens wird durch ein Zugband 3 1 erreicht, welches durch eine Feder oder ein Gegengewicht belastet wird und mit dem Schlitten verbunden ist. Diese Rückbewegung wird also selbsttätig erfolgen, sobald die unrunde Scheibe den Hebel 47 freigiebt.
Sobald eines der Werkzeuge des Revolverkopfes seine Operation vollendet hat, dreht sich letzterer um einen bestimmten Winkel, um das nachfolgende Werkzeug der herzustellenden Schraube gegenüberzustellen. Diese intermittirende Drehbewegung erreicht man durch folgenden Mechanismus: Mit dem Rade 42,- welches auf der Welle 29 lose sitzt, sich aber, wie schon oben bemerkt, beständig dreht, ist das konische Zahnrad 44 fest verbunden, welches infolge dessen das mit ihm eingreifende Rad 55 in continuirliche Umdrehung versetzt (Fig. 6 und 7). Dadurch werden die Räder 56 und 57 bewegt, welch letzteres auf der Welle 58 lose läuft. Auf derselben Welle gleitet in einer Keilnuth eine Kupplungsmuffe 67, mit deren Hülfe das Rad 57 mit der Welle 58 verbunden werden kann. In dem Augenblick, wo dies geschieht, dreht sich die Welle 58, und der auf ihr sitzende Sector 68 nimmt also das Rad 61 mit, das auf der Achse des Revolverkopfes aufgekeilt ist (Fig. 4); eine Spiralfeder 64, welche im Innern der Welle gelagert ist, hat beständig das Bestreben, die Muffe 6j in das Rad 57 zu pressen. Ein um m drehbarer Hebel 63, dessen oberer Theil in den mit Muffe 67 verbundenen Ring 66 eingreift (Fig. 6), verhindert jedoch diese Kupplung von 57 mit 67, so lange der Knopf 62, der sich am unteren Theile jenes Hebels befindet, sich gegen die ebene Fläche der Scheibe 53 stützt (Fig. 7). Diese Scheibe besitzt eine Anzahl von Vertiefungen k, Fig. 17 und 18, in welche der Knopf 62 bei Drehung der Scheibe einfällt. Dadurch kommt alsdann die Feder 64 zur Wirkung, die Kupplung bei 67 schliefst sich, der Sector 59 kommt in Bewegung und überträgt eine partielle Rotationsbewegung auf das Rad 61 und mithin auf den Revolverkopf. Indem eine Druckfeder in die Auskerbung 69 einfällt, wird der Sector 59 verhindert, sich durch eigenen Impuls weiter zu drehen, wenn die Kupplung bei wieder gelöst ist (Fig. 4),
Um den Revolverkopf nach jeder partiellen Drehung an seinem Platze festzuhalten, bedient man sich des folgenden Mechanismus: Der Riegel 70, Fig. 6, liegt in'einem Cylinder des Revolverkopfsupports, und eine Spiralfeder 71 sucht ihn beständig in das Loch 72 des Revolverkopfes zu drücken (Fig. 10). Kurz bevor sich dieser Kopf zu drehen beginnt, zieht ein Hebel 85 auf einen Augenblick diesen Riegel zurück, der nachher, wenn die Drehbewegung beendet ist, in ein ähnliches Loch des Kopfes einfällt und diesen in seiner neuen Stellung wieder festhält. Der Hebel 85 wird durch den Vorsprung 74 der Scheibe 73 bewegt, welch letztere auf der Welle 58 festgekeilt ist.
Die Schaltbewegung des Schlittens, der den Revolverkopf trägt, wird für die erste Operation durch die unrunde Scheibe 32, für die zweite Operation durch 32 1 hervorgerufen; da das Werkzeug beim zweiten Angriff weniger Material wegzunehmen hat, so wird man dasselbe mit einer schnelleren Schaltung ausstatten können; die unrunde Scheibe 32l wird infolge dessen ein steileres Profil bekommen.
Für die dritte Operation, das Gewindeschneiden, braucht die unrunde Scheibe den Schlitten nicht auf der ganzen Länge zu drücken, es genügt, ihn so weit vorzuschieben, bis die Schneidkluppe sich am Ende der zu verarbeitenden Stange festgesetzt hat. Der weitere Vorschub der Schneidkluppe geht dann von -selbst vor sich. Diese anfängliche Bewegung wird durch das Stück 75 der unrunden Scheibe 321 hervorgerufen (Fig. 15). Die Schneidkluppe ist mit ihrem Träger in Fig. 9 in gröfserem Mafstabe gezeichnet. Die beiden Blattfedern 76 rufen eine genügende Reibung hervor, um ein Herausfallen des Trägers aus dem Revolverkopf zu vermeiden. Wenn die Schneidkluppe genügend weit vorgegangen . ist, wird die Drehbewegung der Spindel mit Hülfe der schon früher beschriebenen Mechanismen umgekehrt; die Schneidkluppe kommt zurück, während zugleich der Schneidstahl des Querschlittens die Abtrennung der Schraube beginnt. Dieser Querschlitten 78, Fig. 5, besitzt also eine zur Achse der herzustellenden Schraube senkrechte Bewegung. Diese Bewegung wird durch die unrunde Scheibe 79, Fig. 5, hergestellt, welche auf den unteren Theil des um η drehbaren Hebels 80 einwirkt, dessen oberer Theil als Zahnradsector ausgebildet ist, der in eine unter dem Schlitten befestigte Zahnstange eingreift. Der beschleunigte Rückgang des Schlittens nach Beendigung der Operation wird durch die unrunde Scheibe 30, Fig. 5 und 7, erzielt, welche auf der sich intermittirend drehenden Welle 29 sitzt. Um die Stellung des Schneidstahles γγ genau reguliren zu können, kann die Zahnstange 81 in der Längsrichtung des Schlittens 78 verstellt werden; dies geschieht mittelst der gerändelten Schraubenmutter 83; nach zweckmäfsiger Einstellung befestigt man die Zahnstange an dem Schlitten, indem man einfach die gerändelte Schraubenmutter 82 anzieht.
Wir wollen in Kürze dem Gange der verschiedenen Operationen der Maschine folgen und uns zu dem Zwecke in den Augenblick
versetzt denken, wo die zu verarbeitende Stange vorgeschoben werden soll. Der Quer·- schlitten ist bereits zurückgetreten; die Klemmbacken der Spannvorrichtung sind geöffnet; die Stange kann also frei im Innern der Spindel gleiten; diese letztere dreht sich in der durch Riemscheibe 18 bestimmten Richtung. Die Speisehülse wird .nun um das gewünschte Stück vorgeschoben, die Klemmbacken schliefsen sich und erfassen die Stange, dann tritt die Speisehülse wieder zurück; die Welle 29, welche die Organe trägt, von denen diese Bewegungen ausgehen, bleibt dann bis zur folgenden Schraube in Ruhe.
Der erste Stahl des Revolverkopfes tritt dann vor und dreht das aus der Spannvorrichtung vorstehende Stück der Stange ab und kehrt hierauf zurück. Der Revolverkopf dreht sich jetzt um einen bestimmten Winkel, der zweite Stahl tritt zum Nachdrehen vor und geht nach beendigter Operation ebenfalls zurück. Nach einer weiteren partiellen Drehbewegung des Revolverkopfes stellt sich die Schneidkluppe der herzustellenden Schraube gegenüber, um das Gewinde einzuschneiden. Sowie die richtige Gewindelänge erreicht ist, ändert sich der Drehungssinn der Spindel, die Schneidkluppe kehrt zurück und zugleich tritt der Schneidstahl des Querschlittens zur Abtrennung der fertigen Schraube vor, und das Spiel beginnt von neuem.
In dem Falle, in welchem das Stahlband 31 durch die damit verbundene Feder oder das Gegengewicht den Revolverkopfschlitten nicht zurückzöge, würde derselbe doch durch die unrunde Scheibe 51 direct zurückgestofsen. Diese Scheibe sitzt auf der Welle 58 und wirkt auf den Hebel 52, der sich um g drehen kann (Fig. 1 und 6).
Im obigen Beispiel hat der Revolverkopf nur drei Werkzeuge, welche um 900 von einander entfernt sind; das Loch für das vierte Werkzeug ist nicht besetzt, so dafs die unrunde' Scheibe 32, Fig. 15, den Schlitten mit dem Revolverkopf während der Periode, wo dieses Loch der Schraube gegenübersteht, nicht in Bewegung setzt. Wenn dieses vierte Werkzeug nöthig würde, so müfste man die Scheibe so anordnen, dafs sie diesem Werkzeug eine ähnliche Schaltbewegung ertheilte, wie den übrigen Werkzeugen des Revolverkopfes.
Obgleich die Maschine speciell für die Fabrikation der Metallschrauben bestimmt ist, so sei bemerkt, dafs auf derselben vortheilhaft auch ähnliche Stücke ohne Gewinde hergestellt werden können, z. B. Bolzen, die auf einen kleineren Durchmesser als der Kopf abgedreht werden sollen und die in einen Konus oder eine andere Form auslaufen.
In diesem Fall wird die Schneidkluppe durch ein Werkzeug ersetzt, welches geeignet ist, dem Ende des Bolzens die gewünschte Form zu geben. Die unrunde Scheibe 32 ist dann dahin abzuändern, dafs sie diesen neuen Bedingungen entspricht. Aufserdem kann man auch mehr als drei oder vier Werkzeuge auf dem Revolverkopf befestigen, je nach den Operationen, die man ausführen will; dies hätte einige Abänderungen an der Maschine zur Folge, jedoch wird hierdurch das Princip und die Wirkungsweise der Maschine nicht geändert. Die Wirkungsweise charakterisirt sich dadurch, dafs alle unrunden Scheiben und Nuthscheiben durch die Riemscheibe 34 angetrieben werden, dafs aber diejenigen, welche die Klemmbacken öffnen und schliefsen, die Speisehülse bewegen und den Querschlitten zurückführen, eine intermittirende Bewegung besitzen und dabei eine gröfsere Geschwindigkeit entwickeln als die übrigen Scheiben; die unmittelbare Folge hiervon ist eine bedeutende Zeitersparnifs.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Schraubenschneidmaschine, gekennzeichnet durch folgende, gleichzeitig vorhandene Einrichtungen:
    ι. Die Vorrichtung zur regelbaren Bewegung der Speisehülse für verschiedene Vorschublängen, bestehend aus schwingendem Hebel (8), welcher zwischen zwei in ihrem Abstande veränderliche Vorsprünge (5, 6) tritt und bewirkt, dafs der Hub der Speisehülse gleich oder infolge des gelassenen Spielraumes kleiner als der Ausschlag des Hebels ausfällt.
  2. 2. Die Vorrichtung zur Umkehrung der Drehung der Spindelwelle, wonach dieselbe mit einer der beiden losen, beständig in entgegengesetzter Richtung umlaufenden Riemscheiben (18, 19) abwechselnd durch Reibungskupplung dadurch gekuppelt wird, dafs der die Kupplungsmuffe verschiebende Hebel (26) zwischen zwei unter sich verbundene Scheiben (28) tritt, die vermöge ihrer gekerbten Anlaufflächen bei der gemeinsamen Drehung abwechselnd einer Federkraft entgegengespannt und im richtigen Augenblick selbstthätig ausgelöst werden.
  3. 3. Die Anordnung des die Spindel, Spann-, Ein- und Ausrückvorrichtung, sowie die Speisehülse und den das Abschneiden vollziehenden Querschlitten tragenden, verschiebbaren Spindelstockes auf dem Maschinenbett zwecks Veränderbarkeit der Entfernung des Spindelstockes von dem die Werkzeuge tragenden Revolverkopf.
  4. 4. Die Einrichtung, wonach die Curvennuthscheiben zum Oeffnen und Schliefsen der Klemmbacken der Spannvorrichtung zum Hin- und Herführen der Speisehülse (a)
    und die die Rückwärtsbewegung des Querschlittens mit dem Abstichstahl veranlassende unrunde Scheibe auf einer besonderen Welle (29) angebracht werden, welche mit einer continuirlich umlaufenden Welle (37) unter Vermittelung eines durch eine gekerbte Scheibe bewegten Schalthebels nur zu je einer verhältnismäfsig schnellen Umdrehung gekuppelt und danach zur Vollendung der Schraube stillgesetzt wird.
    Die Antriebsvorrichtung für den Revolverkopf, welcher einerseits entgegen einer Gewichts- oder Federspannung durch eine von einer unrunden Scheibe (Fig. 15) abgeleitete Zahnsectorbewegung vorgeschoben wird, andererseits die erforderliche Winkeldrehung dadurch erhält, dafs eine mit der unrunden Scheibe umlaufende ausgesparte Anlaufscheibe (53) einen Schalthebel zur Kupplung einer Welle (58) mit Zahnsector (59) freisetzt, welch letzterer bei seiner Drehung eine theilweise Drehung des Revolverkopfrades (61) veranlafst, wobei die Feststellung durch einen unter Federwirkung stehenden und in Löcher des Supportcylinders passenden Riegel (70) erfolgt, der mittelst eines bei der Zahnsectorbewegung bethätigten Hebels (85) zeitweise ausgehoben wird.
    Die Vereinigung der Schaltbewegung des Querschlittens für den Trennstahl, welche durch Eingriff einer am Schlitten nachstellbaren Zahnstange mit einem durch Curvenschub bethätigten Zahnsector vermittelt werden kann, mit der bei der Umkehrung der Spindelbewegung selbstthätig eintretenden Zurückführung der Schneidkluppe, zu dem Zwecke, die Abtrennung der Schraube von dem Arbeitsstück gleichzeitig bei der Rückwärtsbewegung der Schneidkluppe erfolgen zu lassen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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