DE545346C - Maschine zum Walzen von Gewindebolzen - Google Patents

Maschine zum Walzen von Gewindebolzen

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DE545346C DE1930545346D DE545346DD DE545346C DE 545346 C DE545346 C DE 545346C DE 1930545346 D DE1930545346 D DE 1930545346D DE 545346D D DE545346D D DE 545346DD DE 545346 C DE545346 C DE 545346C
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H3/00Making helical bodies or bodies having parts of helical shape
    • B21H3/02Making helical bodies or bodies having parts of helical shape external screw-threads ; Making dies for thread rolling
    • B21H3/04Making by means of profiled-rolls or die rolls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Maschine zum Walzelt von Gewindebolzen Das Einwalzen von Gewinde in Schraubenbolzen und andere zylindrische Werkstücke wird zur Zeit in der Weise vorgenommen, daß man das zylindrische Werkstück durch zwei gegenläufig hin und her bewegliche Walzbacken hindurchfährt, die mit einer geradlinigen, in Profil und Neigung dem Profil und dem Steigungswinkel des anzuwalzenden Gewindes entsprechenden Querriffelung versehen sind, und von denen gewöhnlich die eine feststeht, die andere eine hin und her gehende Bewegung vollführt. Hierbei werden die Werkstücke in der einen Endstellung der 'N\"alzbacken zwischen die am T:inbringungsende demWerkstückdurchmesser entsprechend divergierenden Backen gebracht, so daß sie beim Vorgang der beweglichen Walzbacke auf den beiden Backenflächen abrollen und eine Materialverdrängung erleiden, welche die gewünschte Gewindeproiilieruiig ergibt, die nach wesentlich einer einmaligen Abrollung des Werkstückutnfanges durchgeführt ist. Die Zuführung . eines neuen Werkstückes erfolgt bei diesen V`alzvorrichtungen. sowie die bewegliche Walzbacke in ihre -\VerkstückaufnahmesteIIung zurückgegangen ist.
  • Dieser Rückhub ist von Nachteil, weil er ein mit Zeitverlust verbundener Leerhub ist. Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Gewindewalzung besteht darin, daß immer nur die gleichen am vorderen oder Angriffsende liegenden Teile der Backen für den wirklichen Walzprozeß lierangezogeii werden, so daß die an sich teuren Werkzeuge ungleichmäßig beansprucht werden und sich ungleichmäßig abnutzen; es bereitet ferner erhebliche Schwierigkeiten, derartige Backen in der Maschine genau ein- oder nachzustellen. Da weiterhin die Materialverdrängung praktisch während einer einzigen Umdrehung des Werkstückes um die eigene Achse erfolgt, muß die ZValzung unter Aufwendung sehr erheblicher Bearbeitungsdrucke durchgeführt werden, die das Werkzeug und die ganze -Maschine erheblich beanspruchen und abnutzen und die Durchmessergrößen der durch Walzung überhaupt herzustellenden Gewindebolzen erheblich nach unten herabdrücken. Trotzdem ist der Hub der beweglichen Walzbacke, da das Werkstück eine reine Abwälzbewegung auf der feststehenden Walzbacke ausführt, relativ groß, desgleichen die lineare Verschiebung des jVerkstückes, da sich der ZVerkstücksmittelpunkt um einen der Länge des Werkstückumfanges entsprechenden `Veg verlagern muß, wenn das Werkstück sich bei seiner Abrollung auf der feststehenden -#Valzbacke einmal um sich selbst dreht. Endlich wird das mit gerade ausgebildeten '\Valzbacken hergestellte Gewinde durch die beim Härten auftretenden Verzichungen und Verwerfungen der Werkzeuge ungünstig bceinflußt, da es bisher nicht möglich war, diese unvermeidlichen Änderungen der Werkzeuge durch Schleifen oder sonstwie zu beseitigen.
  • lIan hat deshalb auch schon vorgeschlagen, das An walzen des Gewindes mit Hilfe zylindrischer Walzen vorzunehmen, welche ain ihrem äußeren Umfang mit einer Walzgewindeprotilierung versehen sind, die das Spiegelbild des anzuwalzenden Gewindes ist und diesem auch hinsichtlichderSteigung entspricht. ZVenu man derartig prolilierte Gewindewalzen mit ihren Achsen parallel stehend so anordnet, daß die von den Flankendurchmessern beschriebenen Zylinder einen Spalt festlegen, der an der engsten Stelle init dein Flankendurchmesser des zu walzenden Gewindes übereinstimmt, und wenn man diese J)ciden Walzen gleichsinnig, aber mit verschiedenen Umlaufsgeschwindigkeiten antreibt, so kann sich ein zwischen sie eingeführtes Werkstück auf beiden Walzprofilen gleichzeitig abrollen, so daß das Gewinde mit der gewünschten Allmählichkeit aasgewalzt wird- Dabei ist allerdings wesentlich; daß im Augenblick des, Ersteingriffes des «'erkstückes mit den beiden zen diese bezüglich der zur Erstanlage gelangenden Teile der Walzenpro hlierung genau Zahn auf Lücke stehen, da sonst ein einwandfreies Gewinde nicht zu entstehen vermag. U%enn diese Bedingung erfüllt ist, kann man es bei geeignet großer Durchmesserbemessung der zylindrischen Walzen und durch geeignete Bemessung der Umfangsgeschwindigkeiten beider Walzen erreichen, daß das Merkstück längs des relativ kleinen linearen Vorschubweges zwischen seiner Stellung erstmaligen Angriffes und dem engsten, durch die gemeinsame Mittelebene beider «'filzen bestimmten Durchgangsquerschnitt mehrere Male auf beiden Walzenumfängen abrollt, so daß das Gewinde allmählich eingearbeitet wird und die Walzen nicht übermäßig beansprucht werden müssen. Diese Stetigkeit und Allmählichkeit der Werkstoffverdrängung ist namentlich beim Kaltwalzen von Gewinde an sich äußerst erwünscht, da bei zu plötzlicher Materialverdrängung sonst unter Umständen vom Kaltwalzen zum Warmwalzen übergegangen werden muß, von denen das letztere die Einhaltung so enger Toleranzen, . wie das Kaltwalzen, nicht ermöglicht.
  • Anderseits haben sich aber derartige zylindrische Gewindewalzen, obwohl ihnen neben der Möglichkeit, die '-flaterialverdrängung trotz eines verhältnismäßig kleinen linearen Walzweges unter mehrfacher Abrollung auf den Walzumfängen allmählich vorzunehmen, noch der weitere Vorteil anhaftet, daß bei ihnen die Bewegungsrichtung niemals umgekehrt werden muß, in der Praxis nicht durchsetzen können, weil man bisher nicht daran gedacht hat, derartige Gewindewalzmaschinen so auszubauen, daß die beiden Gewindewalzen genügend häufig in diejenige Relativstellung gebracht werden können, in welcher an der Werkstfckanlagestellung ihre Gewindewalzprotile Zahn auf Lücke. stelivu, so daß eine praktisch stetige und ununterbrochene Werkstückzuführung emög licht werden kann. Die Erfindung sucht diese Mängel dadurch zu beseitigen, daß sie bestimmte zahlenmäßige Beziehungen zwischen den Durchmessern und der Gewindeausbildung der V,-alzen zu dein Flankendurchmesser und der Ganghöhe des zu 11'alzenden Gewindes in Verbindung mit einer bestimmten Gesetzesmid3igkeit des Antriebes der Walzen und des Werkstückzubringers vorschreibt.
  • In Abb. i und e, welche eine Gewindewalzmaschine gemäß der Erfindung im Augenhlick des Durchganges eines Werkstückes durch die engste Stelle zwischen den Gewindewalzen im mittleren Schnitt und in Aufsicht schematisch wiedergeben, sind mit ae und b die zwei mit ihren Achsen genau parallel stehenden Gewindewalzen bezeichnet, die durch irgendein geeignetes Gefriebe, z. B. ein Zahnradgetriebe z, z", zr,, in Richtung der Pfeile b in gleichem Drehsinn, aber in bekannter V@ eise finit verschieden großen Umfangsgeschwindigkeiten in Umdrehung versetzt wer-0 en. Beispielsweise ist infolge geeigneter Wahl der Cbersetzungsverhältnisse des Antriebes die Umfangsgeschwindigkeit . der \1% alzc b größer wie diejenige der Walzea; im übrigen stimmen die beiden Walzen genau überein.
  • Die parallel stehenden Achsen der beiden «'alzscheiben a und b sind in solchem Al:-stand angeordnet, daß die Entfernung ihrer Flankendurchmesser an der engsten von ihnen festgelegten Durchgangsstelle mit dem Flankendurchmesser des zu walzenden Gewindes übereinstimmt. Die Walzenumfänge legen dabei einen sich beiderseits der engsten, in der gemeinsamen Achsenmittelebene Ah-Mb der beiden Walzen liegenden Durchgangsstelle erbeiternden «'alz- und Abrollspält fest.
  • Der zu walzende Gewindebolzen s besitzt einen Gewindedurchmesser D" einen Kerndurchmesser dis, einen (mittleren) Flankendurchmesser d_," und die Ganghöhe 1z5. Die Walzen a und b sind in ihrem äußeren Umfang mit Walzgeii,inde g, und gb, versehen, deren im mittleren axialen Querschnitt der Walzen gesehenes Profil das genaue Spiegel-Bild des zu walzenden Gewindes des Bolzens s ist und in dieseln entgegengesetzten Sinn verläuft. Ist Glas Ge@%-inde des Bolzens s also rechtsgüng.ic-, so verlaufen die Walzgewinde j" und g;, linksgängig und umgekehrt. Mit D,t und Dl" d", und dir" d,,, und d-b sind die Gewindedurchmesser, Kerndurchmesser und (mittleren i Flankendurchmesser der Gewindewalzen a und b bezeichnet. Diese Durchmesser sind in Abb. i und -2 unter der Annahme, däß bei dem, diesen Abbildungen zu-runde liegenden .Xusfiilirtiii"sbeispiel der Erfindung die Walzscheibe b pro Zeiteinheit öfter umläuft als die Scheibea, bei beiden Walzen genau gleich.
  • Gemäß der Erfindung sind die Flankendurchmesser des Walzgewindes o.-" und äl, der beiden '\Valzscheiben ganzzahlige Vielfache des Flankendurchmessers d.=, des zu walzenden Bol.engewindes. bei der in Abb. r und 2 angedeuteten Ausführungsform der Erfindung, also gleiche ganzzahlige Vielfache desselben. Da das Walzgewinde denselben Steigungswinkel wie das zu walzende Gewinde besitzen muß. so ergibt sich aus der Forderung der Erfindung, die Flankendurchmesser der Walzgewinde als ganze Vielfache des zu walzenden Gewindes zu wählen, die weitere Eigenschaft der Gewindewalzen, daß die Gangzahlen und Ganghöhen -ihrer Walzgewinde das gleiche ganzzahlige Vielfachverhältnis zur Ganghöhe und Gangzahl des zu walzenden Gewindes besitzen, das für das Verhältnis der Flankendurchmesser einzuhalten ist.
  • Die noch unbearbeiteten zylindrischen Werkstücke, welche über den mit Gewinde zu versehenden Teil ihrer Länge im Außendurchmesser ungefähr auf den Flankendurchmesser des zu walzenden Gewindes abgesetzt sind, «-erden in der Richtung des Pfeiles f zugeführt, d. h. so, daß sie sich in der gleichen Richtung wie der ihnen während des Vorschubes' rascher laufende Walzscheibenumfang, im Falle der Zeichnung demnach in gleicher Richtung wie die 'Walzscheibe b, nach dem engsten Durchgangsquerschnitt hin bewegen. Sie werden durch irgendeine geeignete Führung g zugeleitet und einzeln durch einen hin und her beweglichen Schieber oder Zubringer e zwischen die Walzen a und b geschoben. Der erste Eingriff des Werkstückes und der Walzen a, b ist durch die Ebene A-A bestimmt, in welcher die tangentiale Berührung der beiderseitigen äußeren Umfänge erfolgt. Dann wird das Werkstück durch die zwischen ihm und den Walzscheibenumfängen bestehende Keilwirkung von den Walzscheiben sofort gefaßt und unter allmählichen Eindrücken des Gewindes durch die engste Durchgangsstelle hindurchgedreht.
  • Damit die Walzen gleich an dieser Stelle an dem Werkstück mitnehmend eingreifen können, ist erforderlich, daß die Umfänge der beiden Walzscheiben a, b von der Ebene :I-A des ersten Eingriffs bis zur Ebene !YI«.iYIb des engsten Durchgangsquerschnitts hin einen sich schlank verengenden keilförmigen Spalt festlegen. Diese ganz allmähliche Konvergenz der für die Gewindewalzung in Frage kommenden Teile der Walzscheibenumfänge wird erreicht. wenn die Flankendurchmesser der Walzscheiben genügend groß sind.
  • In 2 ist der lineare Walzweg, d. h. die gerade Bahn, welche der Werkstückmittelpunkt von seiner der ersten Berührung mit den Gewindewalzen entsprechenden Ansteillage bis zu der im engsten Walzquerschnitt Ebene Ma-INU) liegenden Fertigwalze zu durchlaufen hat, mit w1 bezeichnet. Dieser Weg ist zwar relativ kurz, reicht aber trotzdem aus, um das Einwalzen des Gewindes mit der gewünschten Allmählichkeit und unter mehrfacher Drehung des Werkstückes um die eigene Achse durchzuführen, da das Werkstück infolge der Verschiedenheit der Drehgeschwindigkeiten der mit ihm in Abrolleingriff befindlichen Gewindewalzen a, b und infolge der im Walzendurchgangsspalt bestehenden Gegenläufigkeit der Bewegungsrichtungen der sich gleichsinnig drehenden Walzen eine vollständige Abwälzung seines Umfanges auf einem sehr viel kleineren linearen Mittelpunktsweg ausführen kann, als wenn es durch ein hin und her bewegliches auf einem unbeweglichenWalzwerkzeug abg erolltwird. Die Vorlaufrichtung des Werkstückes wird dabei durch die im Walzbereich vorhandene Umfangsbewegungsrichtung der rascher laufenden Walzscheibe b festgelegt, und da gemäß Abb. r und 2 diese rechtssinnig umlaufende Walze b an ihrem jeweils mit dem Werkstück in Walzeingriff befindlichen Umfangsteil eine in der Zeichnung nach oben gerichtete Richtungskomponente besitzt, wird das Werkstück weiterhin in Richtung des Pfeiles f, d. h. nach der Ebene Ma-Alb hin, selbsttätig und unter gleichzeitiger Abwälzdrehbewegung um die eigene Achse vorbewegt, obwohl die langsamer laufende Walze a dieser Vorlaufbewegung entgegenwirkt. Die Größe des linearen Vorlaufs in der Richtung/ bei einmaliger Umfangsabwälzung auf beiden Walscheiben wird durch die Differenz der Umfangsgeschwindigkeiten der Walzscheiben bestimmt, kann also durch geeignete Wahl beliebig groß oder klein gehalten werden. Die Differenz dieser Umfangsgeschwindigkeiten bestimmt ferner in Verbindung mit dem Verhältnis der Walzendurchmesser zum Durchmesser des gewalzten Gewindes die Zahl der Umdrehungen des Werkstückes um die eigene Achse beim Durchlaufen des Walzweges tvl und damit die Allmählichkeit der Gewindeeinwalzung innerhalb des sich allmählich verengenden Walzspaltes.
  • Nach dem Durchtritt durch den engsten Walzquerschnitt, d. h. die Ebene llTa-l11@" ist das Gewinde fertiggewalzt. Das MTerkstück verbleibt dann noch mit den beiden Gewindewalzen a, b in losem Eingriff, ohne aber von ihnen noch eine Bearbeitung zu erfahren. Spätestens beim Durchgang durch die Ebene B-B, in welcher an der Austrittsseite eine tangentiale Berührung der Werkstücks - und Walzgelvindeumfänge erfolgt, d. h. nachdem der Werkstücksmittelpunkt den linearen Austrittshub i"2 zurückgelegt hat (Abb, z ), hört jegliche Berührung mit den Walzen auf und der fertige Gewindebolzen bolzen fällt ab. Bis dahin wird er aber beiderseits von den Walzen d, b unterstützt, so daß man an der Austrittsstelle Führungen k vorsehen kann, welche die fertige Ware in ausgerichtetem Zustand einer Sammel-, Verpakkungs-, Verbrauchs- oder Weiterverarbeitungsstelle, z. B. einer Meßvorrichtung, zuführen.
  • Damit die Walzvorrichtung arbeiten kann, müssen die beiden Walzen a und b im Augenblick der erstmaligen Anlage des unbearbeiteten Werkstückes in den Punkten A-A, d. h. zu Beginn des Walzweges ivl, so stehen, daß ihre Walzprofile in der Ebene A-A Walzgewindezahn auf Walzgewindelücke stehen. Diese relative _Umfangsstellung der beiden Walzen a und b kann sich -während jedes einzelnen Walzenumlaufes infolge der Vielgängigkeit des Walzgewindes mehrere Male, und zwar, auf die einzelne Walze bezogen, so oft wiederholen, wie die Gangzahl beträgt. Bezeichnet man mit N ganz allgemein die Gangzahl des Walzgewindes, mit Na und Nb insonderheit die Gangzahlen der Walzen a und b, so wiederholt sich, nachdem die beiden Walzen erst einmal richtig in der Umfangsrichtung gegeneinander eingerichtet sind, die richtige Anlagestellung immer wieder, wenn die `Falzen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Werkstücksanlagen eine Teildrehung von bzw. erfahren, wobei x und y. jede beliebige ganze Zahl bedeuten kann. Ist insbesondere Na = Nb = N, so muß außerdem y größer als x sein, damit der oben geschilderte Walzvorgang sich abspielen kann. Die tatsächliche Größe der Werte x und y wird bei der praktischen Ausführung der Erfindung durch die Torderung bestimmt, Werkstücke in möglichst rascher und ununterbrochener Folge, aber derart der Maschine zuzuführen, daß sie sich bei ihrem Durchlauf durch die Maschine gegenseitig nicht hindern, und richtet sich deshalb nach den in Frage kommenden Größenverhältnissen zwischen den Flankendurchmessern der Walzgewinde und dem Flankendurchmesser des zu walzenden Gewinde bzw. nach den Antriebsgeschwindigkeiten der beiden Walzen. Nimmt man z. B. Gewindewalzen, deren Flankendurchmesser, Ganghöhe und Gangzahl das r Sfache der entsprechenden Werte des zu walzenden Bolzens beträgt, so steht die Maschine jedesmal in Werkstückaufnahmebereitscbaft sowie jede der Walzen a und b um ein oder mehrere- i8tel des Walzumfanges gedreht worden ist. Es ergibt sich daraus, daß die Stetigkeit der Werkstückzufuhr auch von der Einhaltung eines bestimmten übersetzungsverhältnisses zwischen den Scheiben a und b abhängt, indem jede Walze zwischen aufeinanderfolgenden Werkstücksanlagen um einen Winkel gedreht werden muß, deren Werte den Teildrehungen bzw. entsprechen.
  • Es muß also auch, wenn eine selbsttätige Zubringung der Werkstücke zur Maschine vorgenommen werden soll, wie sich dies für die praktische Ausgestaltung der Erfindung von selbst versteht, auch zwischen dem Spiel des hin und her gehenden Werkstückzubringers e und der Drehbewegung der beiden Walzen a und b eine ganz bestimmte getfiebliche und zeitliche Beziehung bestehen, die raan ' dadurch sicherstellt, daß die Zubringerbewegung durch den Antrieb der Walzen a oder b zwangsläufig gesteuert wird, daß also die Anlage des Werkstückes an die beiden Walzen a und b in der Ebene A-A stets in dem Augenblick erfolgt, wo die Walzgewinde beider Walzen Zahn auf Lücke stehen. Die Mittel für diesen Antrieb des Zubringers e können von jeder bekannten oder beliebigen Art sein, bilden an sich nicht den Gegenstand der Erfindung, und sind deshalb in der Zeichnung nicht dargestellt. Der Antrieb des Zubringers e ist dabei hinsichtlich der Zahl der je Walzenumlauf erfolgenden Hinundherbewegungen so auszubilden, daß die einzelnen Werkstücke in möglichst gedrängter Reihenfolge, aber so, daß sie bzw. ihre Köpfe sich nicht berühren können, den Walzen in den jeweils richtigen Walzenstellungen dargeboten werden.
  • Es empfiehlt sich, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Werkstücksanlagen erfolgenden Teildrehungen der Walzen so zu wählen, daß die Zahlen x und y der Drehungswerte und zwar ganze Zahlen, aber keine Faktoren von N sind. Man erreicht dadurch, daß die Anlagepunkte A an beiden Walzen schrittweise um die Walzenumfänge herumwandern und die Werkstücke nacheinander an sämtliche Walzenumfangspunkte an-' gelegt werden, die bei einer gegebenen umfänglichen Einstellung der beiden Walzen für die Werkstücksanlage überhaupt in Frage kommen. Da in der Praxis der für den Durchtrieb des Werkstückes durch den Walzweg ivl in Anspruch genommene Umfangsteil jeder Walze stets größer ist als des gesamten Walzenumfangs, ergibt sich weiterhin und infolge der allmählichen Einwalzung der Gewindenuten in das Werkstück, daß die jeweils für die Walzarbeit in Anspruch genommenen Umfangspartien sich gegenseitig überschneiden und eine gleichmäßige Beanspruchung des Walzwerkzeuges sichergestellt ist.
  • Gemäß der Erfindung kann deshalb praktisch kontinuierlich, d. h. ohne tatsächlichen Leerlauf der Walzwerkzeuge gearbeitet werden. Da diese selbst als Schraubengewinde ausgebildet sind, können sie bequem hergestellt und nach dem Härten mit an sich bekannten Mitteln auf die erforderliche Genauigkeit geschliffen werden. Im Falle einer etwaigen Walzenabnutzung känn die Nachstellung der Walzen durch Parallelverstellung der Walzenachsen mit einfachen 'Mitteln bequem und trotzdem mit größter Genauigkeit vorgenommen werden.
  • Die an der Austrittsseite der Maschine beiderseits des linearen Walzweges angeordnete Führung h, auf welcher beim 'Walzen von Kopfschrauben diese mit ihren Köpfen auf der Oberseite der Führungsschienen aufsitzend von der Maschine weglaufen, sind für die Leistungsfähigkeit und Selbsttätigkeit des ganzen Walzbetriebes von besonderer Bedeutung, weil die gewalzten Bolzen ausgerichtet und unter Wahrung der Reihenfolge ihrer Zubringung weitergeleitet und deshalb nach den Vorschriften der Fließfertigung Anlaß-, Ziel-, Verpackungs- u. dgl. Vorrichtungen zugeführt werden können.

Claims (2)

  1. PATI:NTANSPRÜcFIt:: t. Maschine zum Walzen von Gewindebolzen. bei welcher die Werkstücke gleichzeitig auf den Umfängen von zwei mit ihren Achsen parallel stehenden zylindrischen Walzwerkzeugen abrollen, die mit einem mit dem zu walzenden Gewinde spiegelbildlich profilierten und im Steigungswinkel damit übereinstimmenden Walzgewinde versehen sind, an der engsten Durchlaßstelle mit ihren Flankendurchmessern um das Maß des Flankendurchmessers des zu walzenden Gewindes voneinander abstehen und im gleichen Drehsinn, aber mit verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß Flankendurchmesser, Ganghöhe und Gangzahl des Walzgewindes jeder der beiden Walzen ganze Vielfache der entsprechenden Werte des zu walzenden Gewindes sind und der die selbsttätige Anlage der Werkstücke an die Walzen bewirkende Zubringer in solcher Abhängigkeit von den Walzen angetrieben wird, daß er die Werkstücke an die Walzen anlegt, wenn deren Walzgewinde in der 'Verkstücksanlagcebene Zahn auf Lücke stehen.
  2. 2. Masclüne nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenantrieb den Walzen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Werkstücksanlagen eine Teildrehung erteilt, deren Wert kein Faktor der 'Falzgewindegangzahl ist, so daß die Walzgewinde nacheinander in alle überhaupt möglichen Werkstücksanlagestellungen gebracht und über ihre ganze Länge gleichmäßig zur Walzarbeit herati#,ezogen werden.
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