DE55438C - Luftverdichtungsvorrichtung, durch Eisenbahnfahrzeuge betrieben - Google Patents

Luftverdichtungsvorrichtung, durch Eisenbahnfahrzeuge betrieben

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Publication number
DE55438C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air compression
frame
air
piston
cylinder
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55438D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. K. BOYLE in Shepherd's Bush, 15 St. Stephens Avenue, Grafsch. Middlesex
Publication of DE55438C publication Critical patent/DE55438C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61JSHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
    • B61J3/00Shunting or short-distance haulage devices; Similar devices for hauling trains on steep gradients or as starting aids; Car propelling devices therefor
    • B61J3/08Devices with reciprocated pushing bars or like driving mechanisms combined with the track for shunting or hauling cars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
ROBERT KIRK BOYLE in SHEPHERD'S BUSH
(Grafschaft Middlesex).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni i8go ab.
Durch vorliegende Einrichtungen soll die Aufspeicherung derjenigen Kraft geschehen, welche durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit von Zügen zu gewinnen ist und dabei sollen letztere an bestimmten Stellen zum Stillstand gebracht werden.
A, Fig. ι und 2, ist das Bahngeleise, auf welchem die Züge hinlaufen. In geeigneten Abständen von einander und am besten in oder in der Nähe der Stationen sind zwischen den Schienen entlang des Geleises zwei in Führungen rollende Wagen BB2, sowie ein Luftverdichtungscylinder C angeordnet, dessen Kolben durch Drahtseile D £>2 mit den elastischen beiden Wagen BB2 verbunden ist. Wird nun beim Vorübergang eines Zuges der eine Wagen B mitgenommen, so wird der Kolben des Luftverdichtungscylinders nach dem entgegengesetzten Ende des letzteren verschoben, während bei dem durch den Zug bewirkten Verschieben des anderen Wagens JS1 der Luftverdichtungskolben nach derjenigen Cylinderseite zurückverschoben wird, von welcher aus vorher das Verschieben des Kolbens erfolgte. Es macht also der Kolben des Luftverdichtungscylinders beim Vorübergang des Zuges in der einen Richtung eine Hin- und Herbewegung und wird dabei die in dem Cylinder enthaltene Luft bei jedem Kolbenhube zusammengeprefst und durch die Röhren E E- in einen Behälter gedrückt oder nach der Verwendungsstelle für die verdichtete Luft übergeleitet.
Die in Fig. 7, 8 und 9 ersichtlichen Wagen B tragen die in Führungen G hinlaufenden Räder F; diese Führungen sind zwischen den Schienen A an den Schwellen H befestigt und in geeigneten Abständen mittelst der Querschienen J verbunden, um dem Ganzen eine bessere Festigkeit und Haltbarkeit zu verleihen.
Im Innern des Wagens befindet sich eine starke Schraubenfeder K, die aus einzelnen Theilen oder Längen mit zwischenliegenden Scheiben L zusammengesetzt sein kann, Fig. 8. Das eine Ende dieser Feder legt sich gegen den Deckel M des Cylinders, während das andere Ende von dem Plungerdeckel N bewegt werden kann. Das äufsere Ende des letzteren ist mit dem Querhaupt O und den auf den Führungen G hinlaufenden Laufrädern -F2 versehen, während an das Querhaupt das eine Ende des Seiles D angeschlossen ist, welches durch eine Bohrung im Plunger N durch den Cylinder B und nach aufsen durch eine Oeffnung im Deckel M hindurchgeführt ist, um an den Kolben des Luftverdichtungscylinders C angeschlossen zu werden. Das Seil erhält auf den Führungsscheiben P Führung, die in geeigneter Weise unter dem Geleise angeordnet sind. Durch den Wagen B ist ein Rohr Q hindurchgesteckt, in welchem das
Seil D Lagerung findet, um Reibung des Seiles in der Oeffnung im Deckel M zu vermeiden.
Durch Stopfbüchse R tritt das Seil in den Luftverdichtungscylinder C ein und ist an die eine Kolbenseite angeschlossen. An der anderen Seite dieses Kolbens ist ein zweites Seil P befestigt, das in ähnlicher Weise wie das Seil D angeordnet und an seinem anderen Ende mit dem Plunger JV2 des anderen Wagens B2 verbunden ist.
Luftverdichfungscylinder C ist an seinen beiden Enden mit nach innen sich öffnenden Ventilen xx2 versehen, welche beim Weggange des Kolbens von diesen Ventilen Luft in den Cylinder einströmen lassen; auch sind Ventilgehäuse S S2 angebracht, deren Ventile einen Zutritt von Luft aus dem Cylinder nach den Röhren E E2 gestatten, aber ein Rückströmen dieser Luft in den Cylinder verhindern. Die Röhren EE2 können mit einem geeigneten Behälter für verdichtete Luft oder direct mit Signal- oder anderen Vorrichtungen verbunden werden, welche durch solche Luft bewegt werden sollen.
Zur mittelbaren Verschiebung des Kolbens des Luftverdichtungscylinders dient der aus Fig. 6 ersichtliche, an dem Lokomotivrahmen drehbar aufgehängte Rahmen U, dessen unteres Ende F, sofern die Einwirkung verhindert werden soll, von einer Feder W oder einem Gewicht gehalten wird. Dieser Rahmen kann durch den Lokomotivführer zeitweise gesenkt oder in solche Stellung gebracht werden, dafs er auf genannte Wagen wirkt; zu diesem Zwecke erfafst der Führer einen auf der Achse Y für den Rahmen U sitzenden Handhebel X.
Genannter Rahmen wird in seiner gesenkten Stellung durch ein fest auf der Achse α sitzendes Schild Z gehalten, das sich in einen Ansatz oder Knick b am Rahmen U einlegt. Achse α wird in den Augen α2 am Lokomotivoder Wagenrahmen gelagert und sitzt auf ersterer aufserdem ein Hebel c, Fig. 6, der beim Vorübergang des Zuges gegen einen schrägen Klotz d antrifft; bei diesem Antreffen wird das Schild Z von dem Rahmen U getrennt, der dann unter Einwirkung der Feder W aus dem Bereiche der Wagen B gehoben wird.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nähert sich beispielsweise ein Zug einer Eisenbahnstation oder einer anderen Stelle, an welcher sich die vorbeschriebenen Wagen und der Luftverdichtungscylinder befinden, so senkt der Lokomotivführer mittelst des Handhebels X den Rahmen U, worauf das Schild Z infolge seines Gewichtes in den Knick b einfällt und hierdurch den Rahmen U in seiner gesenkten Stellung festhält. Das untere Ende V des letzteren trifft dann gegen den Wagen B an, wodurch dieser in seinen Führungen G fortgeschoben wird, wobei die im Cylinder enthaltene Feder K gleichzeitig nachgiebt und dadurch den beim Zusammentreffen der Theile auftretenden Stofs aufnimmt. Die Bewegung des Wagens B in seinen Führungen veranlafst durch Seil D die Verschiebung des Kolbens im Luftverdichtungscylinder C von e nach/, wobei die im Cylinder vor dem Kolben befindliche verdichtete Luft durch das Ventil im Gehäuse S nach dem Rohr E gedrückt wird, welches diese Luft in einen geeigneten Behälter überleitet.
Ist der Wagen B in seinen Führungen eine genügende Strecke verschoben, die sich nach der Länge des Luftverdichtungscylinders oder nach dem Grade des Zusammendrückens der Luft richtet, so kommt der Hebel c am Lokomotivrahmen mit dem festliegenden schrägen Klotz d in Berührung, Fig. i, wodurch Schild Z sich vom Ansatz b auf dem Rahmen U entfernt, welcher sich dann unter der Einwirkung der Feder W aus dem Bereich des Cylinders B nach oben hebt.
Der Führer, welcher noch auf den Hebel X drückt, schwingt dann den Rahmen U in der eben beschriebenen Weise wieder nach unten, wodurch wiederum das Schild Z an den Ansatz b zu liegen kommt und der Rahmen mit dem Ende M2 des anderen Wagens B 2 in Berührung kommt. Dieser Wagen B 2 wird dann von dem Rahmen U ebenfalls in seinen Führungen G verschoben, so dafs durch Vermittelung des Seiles D der Kolben im Luftverdichtungscylinder sich von dem Ende f, wohin er vorher durch den Cylinder B verschoben wurde, nach dem Ende e zurückverschiebt, wobei die zwischen den Kolben und dem Ende e eingeschlossene, durch Ventil x2 eingelassene Luft zusammengedrückt und durch das Ventil im Gehäuse S2 nach dem Rohr E2 übergeleitet wird, welches nach dem Behälter für verdichtete Luft führt. Die Wagen B bewirken nicht nur die Verdichtung der Luft im Cylinder C, sondern wirken auch als Buffer, wenn bei langsamerer Fahrt oder beim Anhalten die Zuggeschwindigkeit verzögert werden soll.
Der die Deckel der Wagen B verschiebende, an der Lokomotive angebrachte Apparat kann auch an jedem beliebigen Wagen im Zuge oder an einem beliebigen anderen Gefährt angebracht werden. Auch kann, statt den Rahmen U in Arbeitsstellung zu den Wagen B durch den Führer und aufser Arbeitsstellung durch eine Feder bringen zu lassen, die letztere im Bedarfsfalle wegfallen und der Rahmen nach seiner Freigabe aus dem Knick durch sein Eigengewicht in die Stellung zum Zusammentreffen mit genanntem Wagen übergehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Luftverdichtungseinrichtung, welche die überschüssige Kraft eines Eisenbahnfahrzeuges aufspeichern soll, gekennzeichnet durch den am Fahrzeuge befestigten hebbaren, senkbaren und feststellbaren Rahmen (U) in Zusammenwirkung mit dem im Geleise oder in der Nähe des letzteren liegenden elastischen Schlitten oder Wagen (B) (bezw. zweier solcher Wagen B und B2), welcher mit dem Kolben einer festliegenden Luftverdichtungspumpe (C) durch ein Seil verbunden ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT55438D Luftverdichtungsvorrichtung, durch Eisenbahnfahrzeuge betrieben Expired - Lifetime DE55438C (de)

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