DE553779C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Marmor - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem MarmorInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von künstlichem Marmor Die Erfindung betrifft die Herstellung von künstlichem Marmor, wobei von Blöcken ausgegangen wird, die aus durch hin Bindemittel zusammengehaltenen natürlichen Kalkstücken bestehen.
- Es ist bekannt, Blöcke in der Weise herzustellen, daß sehr kleine Gesteinsbrocken mit einer beträchtlichen Menge Zement verbunden werden, so daß in den fertigen Stücken die Gesteinsbrocken in einer körnigen Masse verstreut sind. Der so hergestellte künstliche Marmor besitzt weder das Aussehen noch die äußeren Eigenschaften von natürlichem Marmor und weist zudem ,auch eine geringere mechanische Festigkeit auf.
- Gemäß der Erfindung werden jedoch die Blöcke aus großen Stücken hergestellt, deren Abmessungen größer sind als die Stärke der Platten, die durch Zersägen der Blöcke @erzeugt werden, wobei das Verhältnis zwischen diesen Stücken und dem zum Binden derselben verwendeten Zement ungefähr 1o : i beträgt.
- Auf diese Weise werden künstliche Blöcke erzeugt, die aus großen, untereinander durch nur geringe Mengen Zement verbundenen Kalkstücken bestehen, so daß die Oberfläche der :aus diesem Block ausgesägten Platten den inneren Aufbau der Kalkstücke erkennen läßt, aus denen sie fast ausschließlich bestehen. Die fertigen Stücke haben die gleiche mechanische Widerstandsfähigkeit wie natürliche Kalkstücke.
- Im folgenden wird an Hand eines Ausführungsbeispiels die Herstellung künstlicher Marmorplatten gemäß der Erfindung beschrieben.
- Unter Anwendung der gebräuchlichen Regeln wird eine Masse hergestellt, die ungefähr folgendes enthält: 9oo 1 Blöcke oder Stücke Kalkgestein (z bis 15 cm dick); 3001 kleinerer Stücke Kalkstein (i bis i oo mm dick); 35o kg eines Zements hoher Festigkeit, etwa 18o 1 Wasser und 5 bis i o kg Farbmittel entsprechend der gewünschten Farbintensität und dem Vermögen der benutzten Masse, Farbe anzunehmen. -Die Masse wird in Formen gegossen, deren Abmessungen denen der Blöcke entsprechen, aus denen dann die Platten von gewünschter Dicke hergestellt werden. Die Blöcke läßt man 5 bis 6 Tage stehen, ehe man sie in Platten sägt, die dann ihrerseits 15 bis 2o Tage, stehengelassen werden; dann erfolgt das Polieren, das nach den üblichen Verfahren und mit den zur Bearbeitung Fechten Marmors benutzten Maschinen ausgeführt wird.
- Man erhält auf diese Weise Platten, die durch Bearbeiten und Polieren eine schöne Politur annehmen und die gleichen Eigenschaften aufweisen wie Platten aus natürlichem Marmor, d. h. sie sind dicht und hart, was darauf beruht, daß die Oberfläche fast ausschließlich aus durchgeschnittenen Kalkstükken und sehr wenig Zement besteht.
- Um die Platten besser polieren zu können, ist es zweckmäßig, dem für den Teig benutzten Wasser einen Zusatz von flußspatsaurem Magnesiumsalz (Fluosilikat) oder einem gleichwertigen Salz zu geben. Nach dem Aussägen aus dem Block und nach Ausfüllen der Löcher in der Oberfläche der so gewonnenen Platten wird die Oberfläche mittels, einer Lösung des gleichen Salzes behandelt; nach Ablauf der Lagerzeit, geht man schließlich zum Polieren über.
- Für das vorhergehend angeführte Beispiel wird dem in einem Verhältnis von 18o 1 pro Kubikmeter Teig verwendeten Wasser für je 18 o 1 Wasser i kg einer 33 %igen Lösung von lußspatsaurem Magnesiumsalz, d. i. 33o g flußspatsaures Salz und 670 g Wasser, zugesetzt.
- Nach dem Zersägen des Blocks in Platten und .nach der ersten Politur werden die Platten ausgeglichen, und zwar mit demselben Zement, der zum Teig verwendet wird, und nach einer Pause von etwa 24 Stunden wird zwei- oder dreimal die gleiche Lösung von flußspatsaurem Magnesi!umsalz (Fluosililrat) auf die Plattenoberfläche aufgebracht. Man läßt die Platten hierauf 5 bis 6 Tage stehen und geht dann zum Polieren über.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung von Kunstmarmorplatten durch Zersägen von Kunststeinblöcken, bestehend aus einem abbindefähigen Bindemittel und stückigem Kalkstein als Füllstoff, dadurch gekennzeichnet, daß Füllsboffstücke verwendet werden, deren Abmessungen im wesentlichen ein Vielfaches der Plattenstärke sind und der Füllstoff mit dem als Bindemittel verwendeten Zement in .einem Volumenverhältnis von etwa io : i gemischt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllstoffe Stalaktiten oder Stalagmiten verwendet werden.
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