DE552496C - Flugzeugantrieb durch mit gegenlaeufigen Kolben arbeitenden und zwei durch ein Verbindungsgetriebe gekuppelte Kurbelwellen aufweisenden Motor - Google Patents

Flugzeugantrieb durch mit gegenlaeufigen Kolben arbeitenden und zwei durch ein Verbindungsgetriebe gekuppelte Kurbelwellen aufweisenden Motor

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DE552496C
DE552496C DEJ40192D DEJ0040192D DE552496C DE 552496 C DE552496 C DE 552496C DE J40192 D DEJ40192 D DE J40192D DE J0040192 D DEJ0040192 D DE J0040192D DE 552496 C DE552496 C DE 552496C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D27/00Arrangement or mounting of power plants in aircraft; Aircraft characterised by the type or position of power plants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

Bei Flugzeugen mit Antrieb durch sogenannte Gegenkolbenmotoren, bei welchen sich zwei Kolben in einem Zylinder gegenläufig bewegen, hat man diese Motoren in Anbetracht ihrer verhältnismäßig großen Baulänge (in Richtung der Zylinderachse gemessen) bisher liegend, d.h.. mit waagerechter Zylinderachse, eingebaut.
Nach der Erfindung werden solche Motoren am Flugzeug in bei Einkolbenmotoren bekannter Weise mit aufrecht stehenden Zylindern so angeordnet, daß sie mindestens mit einem beträchtlichen Teil ihrer Gesamtlänge nacn oben oder unten über eine angenähert in Flugrichtung verlaufende Begrenzungsfläche des Flugzeuges (z. B. Oberseite eines Rumpfes oder Ober- bzw. Unterseite einer Tragfläche) hinausragen. Ferner wird die Propellerwelle an einer von der Begrenzungsfläche entfernt liegenden Stelle an den Motor angeschlossen, so daß die Propellerachse in verhältnismäßig großem Abstand von dieser Begrenzungsfläche vorbeiführt. Dies ist für den Zu- und Abstrom der Luft zum bzw. vom Propeller günstig und insbesondere für die Zusammenwirkung des , Propellerstrahles mit den Tragflächen; denn bei Propellern, die in unmittelbarer Nähe einer Tragfläche arbeiten, ergibt ein solcher, dessen Achse in erheblichem Abstand über oder unter der Tragfläche liegt, erfahrungsgemäß eine bessere Wirkung als ein solcher, dessen Achse etwa im Bereiche der Tragfläche liegt.
Der weit aus. der Umströmungsfläche vorstehende Motor trägt demgemäß den Propeller in der Regel an seinem von dieser Fläche abliegenden Ende. Der Propeller kann aber auch in größerem Abstande vom Motorgehäuse (vorzugsweise senkrecht über diesem) angeordnet und durch besondere Übertragungsglieder (Zwischenwellen, Zahnradgetriebe) mit dem Motor gekuppelt sein.
Zweckmäßig wird der Motor nach der Seite hin durch an sich bekannte Abstrebungen abgestützt, die an seinem freien Ende angreifen und so im wesentlichen dazu dienen, das verhältnismäßig schmale Motorfundament von den Beanspruchungen durch das auf den Motor rückwirkende Drehmoment zu entlasten.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Die Abb. 1 bis 3 zeigen im Aufriß, im senkrechten Schnitt nach Linie 11-11 der Abb. 1 und im Grundriß die Anordnung solcher Motoren auf den Flügeln eines Tiefdeckerflugzeuges .
Abb. 4 zeigt in Vorderansicht die Anordnung der Motoren unter der Tragfläche eines Hochdeckerflugzeuges.
Abb. 5 zeigt im senkrechten Schnitt eine besondere Art der. Motorgehäuselagerung.
Abb. 6 und 7 zeigen in Vorder- und Seitenansicht ein Eindeckerflugzeug mit auf der Rumpfoberseite angeordneten Motoren.
Bei der Anordnung nach Abb. ι bis 3 stehen die Gegenkolbenmotoren 11, 12 seitlich des Mittelrumpfes 1 derart auf der Oberseite der Tragflügel 2, 3, daß die Achsen der Zylinder 13 senkrecht stehen. Der rechts stehende Motor ist längs eines Zylinders geschnitten, so daß man die beiden Kolben 14, 15 erkennt, welche auf die beiden waagerechten Kurbelwellen 16, 17 arbeiten. Der links stehende Motor 11 ist längs des Getriebegehäuses geschnitten, so daß man die die Kurbelwellen 16, 17 zwangläufig verbindenden Zwischenräder 18, 19, 20 erkennt. Auf der Achse 21 des Rades 20 sitzt gleichzeitig der Propeller 22. Am oberen Ende des Motorgehäuses greifen Streben 25, 26, 27 an, welche das auf den Motor rückwirkende Drehmoment aufnehmen und so das Motorfundament von den Beanspruchungen durch dieses Drehmoment entlasten. Bei dieser Anordnung kommt die Propellerachse 21 verhältnismäßig hoch über die Tragflügel zu liegen, so daß sich ein günstiges Zusammenwirken von Propeller und Tragfläche ergibt.
Bei der Anordnung nach Abb. 4 hängen die Motoren 31, 32 an der Unterseite der Tragfläche 33, sie sind wieder durch am äußeren Gehäuseende angreifende Streben 36, 37, die nach dem Rumpf 3 S hingeführt sind, nach der Seite hin abgestützt. Die Propeller 41, 42 sind in diesem Fall entweder unmittelbar mit dem Motor gekuppelt, die Propellerachse 38 liegt dann ziemlich nahe an der Unterseite der Tragfläche, damit ein genügend großer Zwischenraum zwischen Propellerkreis und Boden verbleibt, oder sie sind zweckmäßig an besonderen Stützgerüsten 43 so gelagert, daß ihre Achse 39 über der Tragfläche und in gewissem Abstande von dieser liegt; der Antrieb eines solchen, hoch über dem Motor liegenden Propellers erfolgt dann zweckmäßig über eine senkrechte Zwischenwelle 45, die gleichzeitig die beiden Motorkurbelwellen miteinander kuppelt.
Nach Abb. 5 ist das Motorgehäuse 50 eines Gegenkolbenmotors mit seinem Fuß 51 nicht starr, sondern mittels eines Gelenks 52, dessen Achse parallel zu den Motorkurbelwellen verläuft, an die Flugzeugbegrenzungsfläche 53 angeschlossen und mittels Seitenstreben 54, die einerseits am Flugzeug, andererseits am freien Motorende angreifen, gegen Umfallen geschützt. Diese gelenkige Auflagerung bietet den Vorteil, daß die Motoranschlußstelle von Biegungsbeanspruchungen durch das Motordrehmoment völlig frei bleibt, so daß besonders klare und deshalb auch rechnerisch leicht erfaßbare Kraftwirkungen geschaffen werden. Die Abb. 6 und 7 zeigen ein Großflugzeug mit zwei als Boot ausgebildeten Rumpfkörpern 63, 64, deren Oberseite annähernd in die obere Tragflügelfläche übergeht, also deren Fortsetzung bildet. Auf dieser Rumpfoberseite steht wiederum aufrecht je ein Gegenkolbenmotor 61, 62 mit Druckpropellern 65, 66, deren Achsen noch etwas höher als die oberen Motorkurbelwellen liegen und die mittels besonderen Stirnzahnradgetriebes mit letzteren gekuppelt sind.

Claims (3)

70 Patentansprüche:
1. Flugzeugantrieb durch mit gegenläufigen Kolben arbeitenden und zwei durch ein Verbindungsgetriebe gekuppelte Kurbelwellen aufweisenden Motor, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor in bei Einkolbenmotoren bekannter Weise nach oben oder unten über eine angenähert in Flugrichtung verlaufende Flugzeugbegrenzungsfläche (Rumpfoberseite, Tragfläche o. dgl.) hinausragt und daß die Propellerwelle an. einer von der Begrenzungsfläche entfernt liegenden Stelle an den Motor angeschlossen ist.
2. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsgetriebe der Motorkurbelwellen in einer senkrechten Zwischenwelle besteht und der Propeller von dieser aus angetrieben ist.
3. Flugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor unter einer Tragfläche hängt und durch eine senkrechte Zwischenwelle einen über der Tragfläche gelagerten Prop euer antreibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEJ40192D 1929-12-22 1929-12-22 Flugzeugantrieb durch mit gegenlaeufigen Kolben arbeitenden und zwei durch ein Verbindungsgetriebe gekuppelte Kurbelwellen aufweisenden Motor Expired DE552496C (de)

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