DE55238C - Generator für hochgespanntes Wassergas - Google Patents
Generator für hochgespanntes WassergasInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G9/00—Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
- C10J3/02—Fixed-bed gasification of lump fuel
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Generator zur Erzeugung eines hochgespannten
Wassergases für Heiz- und Betriebszwecke aus einem Petroleum - Wassergemisch.
Der neue Apparat besteht aus dem eigentlichen Gasgenerator A und dem Speisebehälter
B.
Der Gasgenerator besieht aus der mit feinen Kupfersieben α angefüllten Röhre b und dem
letztere umgebenden Ofen C. Der Ofen C, welcher im dargestellten Beispiele ein durch
die verbrauchten Gase geheizter Gasofe'n ist, aber auch als irgend eine andere Feuerung
construirt werden kann, ist mit versetzten Zügen ausgestattet, durch welche die Heizgase
geleitet, das Rohr b allseitig umspülen, wie dies die Pfeile andeuten, um endlich in das
Abzugsrohr D zu gelangen.
Oberhalb des Ofens ist der Speisebehälter B angeordnet.
Dieser Speisebehälter enthält in seiner Mitte den oben bei c und unten bei c1 offenen.Cylinder
B1. Der Cylinder B] ist mit einer
kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkeit, z. B. Petroleum, gefüllt, während der diesen umgebende
Cylinder das Speisewasser aufnimmt. Den Boden des Cylinders B1 bildet das Ventilgehäuse
E mit dem Doppelventil e. Der Eintritt in das Ventilgehäuse E ist in der Art
hoch über dem Boden des Speisebehälters B angeordnet, dafs bei geöffnetem Ventil e sowohl
Wasser als auch das Petroleum gleichzeitig zum Abflufs gelangt. Das Ventil e ist,
wie schon erwähnt, ein Doppelventil mit oberer Ventilfläche e1 und unterer Ventilfläche e2.
Die Ventilstange f ist mit einem kleinen Dichtungskolben f1 ausgestattet und gelenkig mit
dem Hebel F verbunden. Hebel F wird durch
die Spiralfeder g niedergezogen, so dafs die Ventilfläche e1 den Abflufs aus dem Speisebehälter
abschliefst. , Durch Anhängen eines Gewichtes an den Hebel F kann die Kraft
des Abschlusses beliebig geregelt werden.
Wird der Ofen C angefeuert, so gerathen die Drahtgewebe α ins Glühen, und hat die in
dem Rohr b vorhandene Luft die nöthige Spannung erreicht, so hebt sie das Ventil e
und das Wasser-Petroleumgemisch fliefst durch das Röhrchen h auf die glühenden Kupfersiebe
a.
Hierbei wird das Wasser sofort in über-. hitzten Wasserdampf verwandelt, während sich
aus dem entstehenden Petroleumdampf Kohlenstoff ausscheidet und auf die glühenden Kupfersiebe
niederschlägt. Der Kohlenstoff wird durch die glühenden Kupfersiebe ebenfalls in
den GlUhzustand versetzt, und da er sich in statu nascendi befindet, so bewirkt er eine sehr
schnelle und energische Zersetzung des Wasserdampfes, indem er sich gleichzeitig mit dem'
frei werdenden Sauerstoff des Wassers zu Kohlenoxyd bezw. Kohlensäure verbindet.
Infolge dieser automatischen Beschickung mit Kohlenstoff und der bei Benutzung des
Kohlenstoffes in statu nascendi stattfindenden sofortigen Bildung des Wassergases kann dasselbe
als Kraftmedium benutzt werden, vorausgesetzt, dafs die Mischung von Wasser und Petroleum in einem Verhältnifs erfolgt, bei
dem eine überflüssige Kohlenstoffausscheidung einerseits, andererseits aber eine zu grofse
Sauerstoffbildung nicht auftreten kann.
Ferner darf aber auch bei sonst richtigem Mischungsverhältnifs zwischen Wasser und Petroleum
der Ausflufs aus dem Speisebehälter B nur in solchen Mengen erfolgen, dafs hierdurch
die Glühtemperatur der Siebe α nicht aufgehoben wird.
Diese Bedingungen werden nun dadurch erfüllt, dafs Wasser und Petroleum in einer
ihren chemischen Umsetzungsverhältnissen entsprechenden und den Glühzustand der Siebe α
nicht herabsetzenden Menge mit einander continuirlich in das Rohr b geleitet werden.
Dieses nothwendige Mischungsverhältnifs wird nun durch das Querschnittsverhältnifs der beiden
am unteren Ende mit einander communicirenden Cylinder B B' erhalten, indem
nämlich der Querschnitt des Cylinders B1 zu dem des Cylinders B genau den zur gegenseitigen
Zersetzung von Petroleum und Wasser nothwendigen chemischen Umsetzungsverhältnissen
entsprechend gewählt ist. Da nun in beiden Cylindern der Flüssigkeitsspiegel die
gleiche Höhe hat, beide Cylinder am unteren Ende communiciren und der Eintritt in das
Ventilgehäuse E in der Scheidungslinie des Wassers von dem Petroleum liegt, so strömen
durch das Ventil e gleichzeitig Wasser und Petroleum genau in dem Verhältnifs aus, als
dies die Querschnittsverhältnisse der beiden Cylinder B B1 angeben, und da, wie schon
erwähnt, das Querschnittsverhältnifs der Cylinder B B1 entsprechend dem chemischen Verhältnifs
zur gegenseitigen Zersetzung von Petroleum und Wasser gewählt ist, so wird auch dem Rohr b ein Wasser-Petroleumgemisch zugeführt,
welches diesem chemischen Verhältnifs entspricht.
Damit nun dieses Gemisch aus dem Speisebehälter ausfliefsen kann und nicht durch den
in dem Generatorrohr b herrschenden Druck zurückgehalten wird, geht von dem Gasableitungsrohr
H ein Zweigrohr h h1 in den Speisebehälter
hinein und bis über den höchsten Flüssigkeitsstand in demselben, so dafs die beiden Flüssigkeiten unter demselben Druck
stehen, welcher in dem Gasgeneratorrohr b herrscht.
Um einen zu starken Zuflufs zum Gasgeneratorrohr b einerseits zu vermeiden, andererseits
aber auch eine zu starke Gasentwickelung zu verhindern, ist der Hub des Ventils e in
der Art begrenzt, dafs der Durchgang durch das Ventil nach dem Ueberschreiten einer gewissen
Hubgrenze allmälig, bevor der gänzliche Abschlufs erfolgt, bis auf ein Minimum beschränkt wird. Diese Regulirung wird dadurch
erreicht, dafs die Rinnen zwischen den Ventilführungsflügeln e4, Fig. 2, im unteren
Theil sich verjüngend oder kugelig in den die untere Ventilfläche e2 tragenden und den
Durchgang genau ausfüllenden Cylindertheil e5 übergehen. Ist nun das Ventil bei normalem
Betriebe angehoben, so entspricht die freie Querschnittsfläche der Rinnen e3 der gröfst
zulässigen Zunufsmenge des Petroleum-Wassergemisches
zur Generatorröhre,. durch welche eine Herabminderung des Glühzustandes der Kupferspäne nicht bewirkt wird. Steigt aber
der zulässige Gasdruck in der Röhre b durch irgend eine Veranlassung, so wird zwar das
Ventil e noch weiter angehoben, da aber nunmehr der sich verjüngende Theil der
Rinnen e'6 in das Ventilgehäuse eintritt, so wird hierdurch der Durchgang für die Flüssigkeit
verengt, es kann demnach auch nur eine geringe Menge des Flüssigkeitsgemisches auf
die Kupferspäne gelangen, infolge dessen die Gasbildung und damit auch die Gasspannung
verringert wird. Wird der Gasaustritt aus dem Generator plötzlich ganz abgeschnitten,
so schliefst sich das Ventil e vollständig, indem dann die untere Ventilfläche e2 die Speisung
gänzlich abschliefst.
Diese Regulirvorrichtung ermöglicht eine sehr genaue Regelung der Speisung und damit
auch einen äufserst gleichmäfsigen Betrieb. Ist dieser vollkommen' gleichmäfsige Betrieb nicht
erforderlich, so kann man das Ventil e insofern vereinfachen, dafs man die Führungsflügel e* in gewöhnlicher Weise ausführt und
die Stellung der unteren Ventilfläche e2 zum Regeln der Speisung benutzt.
Der Abstand der Ventilfläche e2 von dem unteren Ventilsitz wird dann so gewählt, dafs,
wenn der Abstand der oberen Ventilfläche e1
von ihrem Sitz gleich dem Abstand der unteren Ventilfläche e2 von dem unteren
Ventilsitz ist, die gröfst. zulässige Zuflufsmenge austritt, bei welcher der Glühzustand der Kupfersiebe
nicht herabgemindert wird. Steigt bei dieser Ventilstellung der Gasdruck, so wird
zwar das Ventil e noch weiter angehoben, die untere Ventilfläche e2 verengt aber hierbei den
Ausflufs, trotzdem der Durchflufs unter der Ventilfläche e1 vergröfsert ist. Die Gasentwickelung
im Gasgeneratorrohr b wird also verringert, so dafs auch hierdurch die Gasspannung
abnimmt.
Das gebildete Wassergas wird durch Rohr H der Betriebsmaschine zugeführt und, nachdem
es seine Arbeit verrichtet hat, durch Rohr / wieder in den Ofen C geleitet, wo es zur
Feuerung desselben dient.
Bei dem beschriebenen und dargestellten Gasgenerator liegt Cylinder -B1 innerhalb des
Cylinders B und beide Cylinder communiciren durch die Oeffnungen c cl mit einander.
Hält man es nicht für vortheilhaft, den Speisebehälter über dem Ofen anzuordnen, so kann
der Wasserbehälter B von dem Petroleumbehälter getrennt aufgestellt werden; beide Behälter
müssen dann aber am Boden durch ein
Rohr verbunden sein, welches das Ventil E e in sich birgt, bezw. das Ventil E e mufs von
einem Gehäuse umgeben sein, in welches sowohl das Abflufsrohr des Wasserbehälters, als
auch dasjenige des Petroleumbehälters mündet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Gasgenerator, bestehend aus einem in einer Feuerung (C) liegenden, mit 'Kupfersieben (a) angefüllten Generatorrohr (b), einem Wasserbehälter (B) und einem Behälter (B1J für eine Kohlenwasserstoffflüssigkeit, wobei diese beiden Behälter (B Βλ) durch eine gemeinsame Regulirvorrichtung (E e) mit dem Generatorrohr (b) verbunden sind, welche den Zuflufs beider Flüssigkeiten zu letzterem unter einem Mischungsverhältnifs regelt, welches den chemischen Verhältnissen zur gegenseitigen Zersetzung beider Flüssigkeiten entspricht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55238C true DE55238C (de) |
Family
ID=329778
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55238D Expired - Lifetime DE55238C (de) | Generator für hochgespanntes Wassergas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55238C (de) |
-
0
- DE DENDAT55238D patent/DE55238C/de not_active Expired - Lifetime
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