DE552267C - Verfahren zur Darstellung von O-AEthern der 2-Acylamino-1-oxybenzolarsinsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von O-AEthern der 2-Acylamino-1-oxybenzolarsinsaeuren

Info

Publication number
DE552267C
DE552267C DE1930552267D DE552267DD DE552267C DE 552267 C DE552267 C DE 552267C DE 1930552267 D DE1930552267 D DE 1930552267D DE 552267D D DE552267D D DE 552267DD DE 552267 C DE552267 C DE 552267C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
water
added
acids
hydrochloric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930552267D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr L Benda
Dr Otto Sievers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE552267C publication Critical patent/DE552267C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74Aromatic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
11. JUNI 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVe 552267 KLASSE 12 q GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1930 ab
In der britischen Patentschrift 295 744 und im Chem. Zentralblatt 1929 I, Seite 531, ist ein Verfahren zur Herstellung einer Alkoxyacylaminobenzolarsinsäure beschrieben, dadurch gekennzeichnet, daß man die entsprechenden Oxyacylaminobenzolarsinsäuren alkyl iert. Die bei der Alkylierung entstehenden Nebenprodukte (unalkylierte und entacylierte Verbindungen) sind bei diesem Verfahren schwer abzutrennen, da alle Produkte als Arsinsäuren eine ähnliche Löslichkeit aufweisen.
Es wurde nun gefunden, daß man auf ein-
OH O-R
ι ι
-NH---acyl
NH-acyl
NO.,
NO,
(worin R einen Alkylrest bedeutet, der andere Radikale, wie z.B. OH oder COOH, enthalten kann).
Beispiel 1
a. 4-Nitro-2-acetylamino-i -phenoxyessigsäure.
In 10 1 Wasser werden zunächst 7 kg Monochloressigsäure und 7 kg Natriumcarbonat gelöst und dann ι ο kg 4-Nitro-2-acetylaminoi-oxybenzol eingetragen. Diese Suspension wird auf 6o° angewärmt und nach und nach facherem Weg zu reinen Alkoxyacylaminobenzolarsinsäuren gelangt, wenn man die Substitution der Hydroxylgruppe vor der Einführung der Arsinsäuregruppe bewirkt. Gemäß vorliegender Erfindung führt man in die Oxygruppe von 2-Acylatninonitro-i-oxybenzolen aliphatische Reste ein und wandelt die entstehenden Alkoxyacylaminobenzole nach dem Verfahren der Patentschrift 487 420, Klasse 120, über ihre Aminoverbindungen in die Alkoxyacylaminobenzolarsinsäuren um. Die Reaktionsfolge wird durch nachstehende Formein veranschaulicht:
\ NH-acyl
O — R
NH-- acyl
NH9 AsOxH,
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. L. Benda in Frankfurt a. M. und Dr. Otto Sievers in Hohe Tanne b. Hanau a. M.
45
eine Lösung von 3 kg Kaliumhydroxyd in 5 1 Wasser zugefügt. Die klare Lösung wird 4 Stunden gekocht, auf Eis gegossen und mit 13 1 roher Salzsäure angesäuert. Die 4-Nitro-2-acetylamino-1-phenoxyessigsäure wird abgesaugt und gut gewaschen.
b. 4-Amino-2-acetylamino-1 -phenoxyessigsäurehydrochlorid.
15 kg feine Eisenspäne werden mit 120 J Wasser in 1,1 1 Eisessig eine Viertelstunde gekocht. Dazu fügt man in kleinen Anteilen
12,25 kg der nach a erhaltenen 4-Nitro-2-acetylamino-1-phenoxyessigsäure, wobei jedesmal vor Zufügen neuer Mengen die vollständige Reduktion abgewartet werden muß, was s sich durch Tüpfelprobe mit Natriumcarbonat leicht ermitteln läßt. Wenn alles eingetragen ist, wird noch eine Viertelstunde gekocht, mit etwa 2 kg Natriumcarbonat genau eisenfrei gestellt und abgesaugt. Das Filtrat wird mit
ίο Natriumchlorid versetzt und gerührt, bis die Temperatur auf etwa 500 gesunken ist und mit etwas Hydrosulfit entfärbt. Auf Zusatz von 8 1 Salzsäure (1,35) erstarrt es zu einem Kristallbrei des Hydrochloride, der abgesaugt wird und gleich als Paste weiterverarbeitet werden kann.
c. 2-Acetylamino-1 -oxyessigsäurebenzol-4-arsinsaure.
Eine nach b erhaltene Paste, entsprechend 37,5 S Mol. ^Amino-a-acetylaminoi-1-phenoxyessigsäure, wird mit 20 kg Eis und 2,6 1 Salzsäure (ij35) angerührt und mit einer Lösung von 2,6 kg Natriumnitrit in 5 1 Wasser diazotiert. Dann fügt man nacheinander 10 kg Natriumarsenit, 1Z2 kg Tierkohle und
-· 250 g Kupfersulfat (gelöst in Wasser und Ammoniak) zu und versetzt allmählich mit 4 kg Natriumcarbonat. Nachdem die Umsetzung unter starkem Schäumen zu Ende gegangen ist, fügt man 2,5 1 Salzsäure (1,35) und i,S 1 Eisessig zu und saugt ab. Das Filtrat wird mit 10 1 roher Salzsäure angesäuert und die Arsinsäure unter Zusatz von Hydrosulfit ausgefällt. Durch Umlösen aus Natriumcarbonat oder -acetat erhält man farblose Nadeln.
Beispiel 2"
a. 4-Nitro-2-acetylamino-I-oxyäthoxybenzol. In 10 1 heißes Wasser werden~iο kg 4-Ni-
- - tro - 2 - acetylamino -1 - oxybenzol eingetragen und dann eine Lösung von 3 kg Kaliumhydroxyd in 5 1 Wasser zugegeben. Die Lösung wird am Rückflußkühler erhitzt, und durch den Kühler werden in kleinen Anteilen ab-• wechselnd 500 ecm Äthylenchlorhydrin und 100 ecm heiße Natriumcarbonatlösung eingetragen — im ganzen 5 kg Äthylenchlorhydrin und 5,3 kg Natriumcarbonat (gelöst in 10 1 Wasser). Man läßt noch einige Zeit kochen (im ganzen 6 Stunden seit Beginn des Eintragens von Äthylenchlorhydrin) und dann abkühlen. Durch Ansäuern mit roher SaIzsäure erhält man die gewünschte Verbindung, die gleich als Paste reduziert werden kann. F. 2680 nach Umlösen aus Wasser.
b. 4-Amino-2-acetylamino- i-oxyäthoxybenzol.
In einem Eisenkessel werden 120 1 Wasser mit 15kg Eisen und 1,1 hEisessig ^Stunde gekocht und dann 12 kg der trockenen nach a erhaltenen Nitroverbindung sehr allmählich eingetragen. Nach beendigter Reduktion wird mit etwas Tierkohle versetzt, mit Natriumcarbonat neutralisiert, bis die Lösung eisenfrei is£ und vom Eisenschlamm abgepreßt. Das heiße Filtrat wird auf 25 kg Salz gedrückt. Nachdem es auf etwa 400 abgekühlt ist, setzt man etwas Hydrosulfit zu und fällt mit 6 1 reiner Salzsäure das salzsaure Salz in Form weißer Kristalle.
c. 2-Acethyl amino-1 -oxyäthoxybenzol-4-arsinsäure.
22 kg des nach b erhaltenen salzsauren Salzes (entsprechend 37,5 Mol.) werden mit 20 kg Eis und 2,6 kg Natriumnitrit in 5 1 Wasser diazotiert. Nun wird die Diazolösung mit Natriumacetat neutral gestellt, dann werden 10 kg Natriumarsenit, 500 g Tierkohle und 250 g Kupfersulfat zugegeben. Die Temperatur wird allmählich auf 6o° gesteigert. Wenn keine Diazoverbindung mehr nachweisbar ist, wird mit Eisessig angesäuert, von Verunreinigungen abgesaugt und aus dem klaren Filtrat die Arsinsäure -mit Salzsäure gefällt. Sie läßt sich über ihr Mononatriumsalz gut reinigen und bildet farblose Nadeln, die in Alkalien löslich sind.
B e i s ρ i e 1 3 a. s-Nitro^-acetylamino-r-methoxybenzol.
2 kg 5 - Nitro - 2 - acetylamino -1 - axybenzol werden in 20 1 Wasser und 550 ecm Natron- .-lauge 500 Be gelöst und mit 1,26 kg Dimethylsulfat bei Wasserbadtemperatur 5 Stunden lang digeriert. Man säuert an und saugt das gebildete S-Nitro^-acetylamino-i-methoxybenzol ab.
b. S-Amino^-acetylamino-i-methoxybenzol.
20 1 Wasser, 200 ecm Eisessig und 2,5 kg feine Eisenspäne werden */4 Stunde gekocht; in die stark kochende Mischung wird die nach a erhaltene Paste allmählich eingetragen und unter gutem Rühren reduziert. Nach beendigter Reduktion wird mit Natriumcarbonatlösung eisenfrei gestellt, abgesaugt und mit etwas vorgelegter Essigsäure unter Ersatz von wenig Hydrosulfit die Base abgeschieden.
c. 2-Acetylamino-I-methoxybenzol-5-arsin-
säure.
2 kg der nach b erhaltenen Aminoverbindung (entsprechend etwa 10 g Mol.) werden mit 5 kg Eis und 500 ecm Salzsäure (1,35) angerührt und mit einer Lösung von 700 g Natriumnitrit in 11 Wasser diazotiert. Dann fügt man 2,5 kg Natriumarsenit, 120 g Tier-
kohle und 60 g Kupfersulfat (gelöst in Wasser und etwas Ammoniak) zu und versetzt allmählich mit ι kg Natriumcarbonat. Die Umsetzung geht unter heftigem Schäumen allmäh-Hch zu Ende. Wenn keine Diazoverbindung mehr nachweisbar ist, säuert man mit roher Salzsäure gerade eben an und saugt sofort ab. Aus dem Filtrat erhält man durch einen Überschuß von Salzsäure die 2-Acetylaminoi-methoxybenzol-5-arsinsäure als braune Fällung. Durch Umlösen über das Natriumsalz oder Ammoniaksalz erhält man sie rein in Gestalt von farblosen Nadeln, die sich in Alkalien, Alkalicarbonaten und in Acetat leicht lösen, in den meisten organischen Lösungsmitteln und in verdünnten Mineralsäuren unlöslich oder fast unlöslich sind.
Beispiel 4
a. 4-Nitro-2-benzoylamino-1 -phenoxyessigsäure.
7 kg Monochloressigsäure und 7 kg Natriumcarbonat werden in 20 1 Wasser gelöst und dann 13 kg 4-Nitro-2-benzoylaminoi-oxybenzol eingetragen. Dazu gibt man allmählich eine Lösung von 3 kg Ätzkali in 5 1 Wasser und kocht 4 Stunden unter Rühren. Die Suspension reagiert dann schwach sauer.
Man gibt 1,25 kg Natriumcarbonat zu, saugt vom Ungelösten ab und fällt nach Stehen über Nacht aus dem Filtrat die Säure in Gestalt eines grünlichgelben Pulvers.
b. 4-Amino-2-benzoylamino-i-phenoxyessigsäure.
1201 Wasser werden mit 15 kg feinen Eisenspänen und 1,1 1 Eisessig 1Ji Stunde gekocht und dann 12,25 kg der nach a erhaltenen Säure ganz allmählich eingetragen (wie
im Beispiel ι unter b). Durch Aussalzen und Ansäuern erhält man das salzsaure Salz der
4 - Amino - 2 - benzoylamino -1 -phenoxyessigsäure.
c. 2-Benzoylamino-i-oxyessigsäurebenzol-4-arsinsäure.
Eine nach b erhaltene Paste, entsprechend 37,5 g Mol. 4-Amino-2-benzoylamino-1 -phenoxyessigsäure, wird mit 20 kg Eis und 2,6 1 Salzsäure (1,35) angerührt und durch Zusatz einer Lösung von 2,6 kg Natriumnitrit in
5 1 Wasser diazotiert. Dann fügt man 10 kg Natriumarsenit, 1Z2 kg Tierkohle und 250"g Kupfersulfat (gelöst in Wasser und etwas Ammoniak) zu und versetzt vorsichtig mit 4 kg Natriumcarbonat. Unter starkem Schäumen geht die Umsetzung zu Ende. Man fügt nun 1,5 1 Salzsäure (1,35) und 1,5 1 Eisessig zu und saugt sofort ab. Das Filtrat wird mit 10 1 roher Salzsäure stark sauer gestellt und die ausfallende rohe Arsinsäure durch Zusatz von etwas Hydrosulfit entfärbt. Durch Umlösen aus Natriumcarbonat- oder -acetatlösungf erhält man farblose Nadeln, die etwas weniger leicht löslich sind als die vorher beschriebenen Arsinsäuren.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung von o-Äthern der 2-Acylamino-i-oxybenzolarsinsäuren, darin bestehend, daß man 2-Acylaminonitro-i-oxybenzole in der Oxygruppe durch aliphatische Reste substituiert, die erhaltenen Nitroverbindungen der Reduktion unterwirft und die entstehenden Aminoverbindungen in an sich bekannter Weise in die entsprechenden Arsinsäuren überführt. "
DE1930552267D 1930-11-30 1930-11-30 Verfahren zur Darstellung von O-AEthern der 2-Acylamino-1-oxybenzolarsinsaeuren Expired DE552267C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE552267T 1930-11-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE552267C true DE552267C (de) 1932-06-11

Family

ID=34484622

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930552267D Expired DE552267C (de) 1930-11-30 1930-11-30 Verfahren zur Darstellung von O-AEthern der 2-Acylamino-1-oxybenzolarsinsaeuren

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE552267C (de)
GB (1) GB373071A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB373071A (en) 1932-05-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE552267C (de) Verfahren zur Darstellung von O-AEthern der 2-Acylamino-1-oxybenzolarsinsaeuren
DE852392C (de) Verfahren zur Darstellung von Selencyanverbindungen bzw. Selenazolen von aromatischen Aminen
DE543556C (de) Verfahren zur Darstellung wasserloeslicher Salze von Aminoessigsaeurebenzylestern
AT132721B (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Alkoxy-2-acylaminobenzolarsinsäuren.
DE541474C (de) Verfahren zur Darstellung von basisch substituierten Derivaten aromatischer Aminooxy-und Polyamino-Verbindungen
DE614941C (de) Verfahren zur Herstellung von Arsenobenzolmonosulfoxylaten
DE282214C (de)
AT130233B (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten.
DE423028C (de) Verfahren zur Darstellung eines Derivats des 1-Phenyl-2, 3-dimethyl-5-pyrazolons
DE506425C (de) Verfahren zur Erhoehung der Loeslichkeit von halogensubstituierten Oxpyridinen in Wasser
DE217557C (de)
AT154021B (de) Verfahren zur Darstellung von Formaldehydalkalisulfoxylaten von Arsenobenzolverbindungen.
AT69741B (de) Verfahren zur Darstellung eines Hexaaminoarsenobenzols.
DE646931C (de) Verfahren zur Darstellung von Barbitursaeureabkoemmlingen
DE433099C (de) Verfahren zur Darstellung von im aromatischen Kern halogensubstituierten Oxindol-3-essigsaeuren und deren Homologen
DE641598C (de) Verfahren zur Darstellung heterocyclischer Verbindungen
DE440052C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Aminozimtsaeure
DE511211C (de) Verfahren zur Darstellung von o-Cyanaryirhodanverbindungen
DE589187C (de) Verfahren zur Herstellung asymmetrischer Arsenoverbindungen
DE526389C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylenrot
AT106480B (de) Verfahren zur Darstellung eines jodsubstituierten Oxindols.
DE697758C (de) Verfahren zur Herstellung von 3, 5-Dijodpyridin
CH158079A (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Oxyäthoxy-2-acetylaminobenzol-4-arsinsäure.
DE279957C (de)
AT151014B (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalsäure-bis-[diäthylamid].