DE55156C - Maschine zum Schlachten von Grofsvieh - Google Patents
Maschine zum Schlachten von GrofsviehInfo
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- DE55156C DE55156C DENDAT55156D DE55156DA DE55156C DE 55156 C DE55156 C DE 55156C DE NDAT55156 D DENDAT55156 D DE NDAT55156D DE 55156D A DE55156D A DE 55156DA DE 55156 C DE55156 C DE 55156C
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A22—BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
- A22B—SLAUGHTERING
- A22B3/00—Slaughtering or stunning
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Chain Conveyers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Maschine zum Schlachten von Grofsvieh
hat den Zweck, dafs die Thierquälerei, wie solche bei den gebräuchlichen Schlachtmethoden
vorkommt, beseitigt und das Fleisch durch völliges Ausbluten haltbarer gemacht werden soll.
Das zu schlachtende Thier wird in die Schlachtmaschine geführt bezw. bei Widerstreben
durch einen an dem Haspel H und dem Kopfe des Thieres befestigten Strick in
die Schlachtmaschine gezogen, bis es mit seiner Brust an einen verstellbaren Brustgurt, der in
der Zeichnung durch den Querriegel Q ersetzt wird, anstöfst.
Ist das Thier so vollständig in die Schlachtmaschine gebracht, so werden demselben
zwischen Hinter- und Vorderbeinen zwei breite, an Walze W befestigte Gurte unter dem Leibe
durchgezogen und an Walze W1 befestigt.
Alsdann wird durch entsprechendes Drehen an der Handkurbel K den Walzen W und W1
entgegengesetzte Drehung ertheilt, wodurch sich die Gurte auf Walzen Wund W1 gleichmäfsig
aufwickeln Und dadurch das zu schlachtende Thier vom Boden abheben.
Sobald das Thier so weit in die Höhe gezogen ist, dafs seine Füfse den Boden nicht
mehr berühren, so ist dem Thiere auch alle Kraft genommen und es kann alsdann, ohne
dafs das Thier noch irgend welchen Widerstand zu leisten vermag, an das Abschlachten
desselben gegangen werden.
Vortheilhaft ist der Gurt G1 etwas kürzer als der Gurt G, bezw. sind die Walzen W
und W1 an der Stelle, an welcher der Gurt G1 aufläuft, etwas dicker, damit das zu schlachtende
Thier mit seinem Hintertheii etwas höher zu liegen kommt, wodurch ein rascheres Ausbluten
des geschlachteten Thieres erreicht wird.
Soll nun auf jüdische Weise geschachtet werden, so.bindet man dem Thiere um Hinter-
und Vorderfüfse Stricke.
Diese Stricke werden zu einem Stück vereinigt, am Haspel L befestigt und durch entsprechendes
Drehen des Haspels das Schlachtvieh aus der senkrechten in die waagrechte Lage gebracht, worauf der Schächter, ohne
niederknieen zu müssen, das Abschlachten des Thieres vornehmen kann. Auf diese Weise kann
auch in christlichen Schlachthäusern das Vieh geschlachtet werden.
Um beim Schlachten ein Herabsinken des
Thierköpfes nach dem Abschlachten auf den Fufsboden zu .verhindern, kann auch für den
Kopf an entsprechender Stelle ein Gurt vor dem Querriegel Q angebracht sein.
Beim Schlachten in christlichen Schlachthäusern kann das Durchschneiden der Hauptblutadern
am Halse des Thieres vortheilhaft auf mechanische und zwar auf verschiedene Art und Weise, unter anderem mit der aus
der Zeichnung ersichtlichen Vorrichtung geschehen.
An dem Querriegel Q ist um den Stift .S das gebogene Messer M drehbar angeordnet,
auf welches durch die Arme AA1 zwei kräftige Federn FF1 wirken.
Vermittelst Winde V wird das Messer M in die aus der Zeichnung ersichtliche gespannte
Lage gebracht.
Auf der dem Messer entgegengesetzten Seite legt sich an den Hals des Thieres ein mit
einem etwas mehr als der Breite des Messerrückens entsprechenden Ausschnitt versehenes
Widerlager an.
Wird nun der Haspel h. der Winde ν auf der Welle w gelöst, so durchschlägt das
Messer M in einem Augenblick. die sämmt-. liehen Hauptblutadern am Hälse des Thieres
und führt auf diese Weise die sofortige sichere Tödtung desselben herbei.
Das auf diese Weise getödtete Thier wird in der Schlachtmaschine auf einen Rollwagen,
welcher nach der Tödtung des Thieres in die Maschine eingeschoben wird, .heruntergelassen,
die Gurte unter dem Bauche hervorgezogen und aus der Maschine transportirt.
Die mechanische Tödtung kann auch ohne die Vorrichtung zum Hochziehen und Querlegen des Schlachtviehes überall vortheilhaft in
Anwendung gebracht werden, was auf folgende Art und Weise geschieht.
Das zu schlachtende Thier wird in die passende Stellung vor das gespannte Messer M
gebracht und ihm darauf die Beine gefesselt. Auf die eine Seite des Schlachtviehes wird ein
niederer Rollwagen gestellt, auf den das Thier sofort, nachdem das Messer die Hauptblutadern
am Halse geöffnet, durch einen Ruck an den Beinfesseln gefällt wird. Sobald das Thier
ausgeblutet, wird es von dem Schlachtraum in einen anderen- Theil des Schlachthauses gebracht,
um dort weiter verarbeitet zu werden.
Durch die getrennte Anordnung des Schlachtraumes von' dem übrigen Theil des Schlachthauses
wird eine bedeutend gröfsere Reinlichkeit in den Schlachthäusern ermöglicht, da
sämmtliche Unreinlichkeiten und alles abfliefsende Blut hier leicht abgefangen werden
können.
Claims (2)
1. Eine Schlachtmaschine, bei welcher das zu schlachtende Thier vermittelst breiter, an
Walzen (WW1) befestigter, unter dem
Bauche des Thieres hingezogener Bänder (G G1) etc. durch gleichzeitiges Drehen an
beiden Walzen (W W1) . bezw. von . nur einer Walze (Woder W) vom Boden abgehoben
wird und nach dem Anheben des Thieres durch gleichzeitiges Drehen an den beiden Walzen (WW1), durch Drehen von
nur einer Walze (W oder W1) oder aber nach Befestigung von Stricken an den
Füfsen des Thieres und an der Walze L, durch Drehen der Walze L aus der senkrechten
in die waagrechte Lage gebracht werden kann.
2. An der durch Anspruch i. geschützten Schlachtmaschine eine Vorrichtung zum
mechanischen Abschlachten, bei welcher ein unter dem Halse, des Thieres bewegtes
Messer (M) eine schnellende Bewegung durch Federn (F) oder Gegengewichte
erhält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55156C true DE55156C (de) |
Family
ID=329699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55156D Expired - Lifetime DE55156C (de) | Maschine zum Schlachten von Grofsvieh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55156C (de) |
-
0
- DE DENDAT55156D patent/DE55156C/de not_active Expired - Lifetime
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