DE550331C - Haltsperre fuer Weichen- und Signalantriebe - Google Patents
Haltsperre fuer Weichen- und SignalantriebeInfo
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- DE550331C DE550331C DE1930550331D DE550331DD DE550331C DE 550331 C DE550331 C DE 550331C DE 1930550331 D DE1930550331 D DE 1930550331D DE 550331D D DE550331D D DE 550331DD DE 550331 C DE550331 C DE 550331C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L7/00—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks
- B61L7/06—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission
- B61L7/061—Remote control of local operating means for points, signals, or track-mounted scotch-blocks using electrical transmission using electromotive driving means
- B61L7/063—Construction of driving mechanism
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Stopping Of Electric Motors (AREA)
Description
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Haltsperre für Weichen- und
Signalantriebe wird erfindungsgemäß vom Motor durch beliebig gestaltete Fliehkörper außer
Eingriff gehalten. Zur Erfindung gehört auch die Ausbildung dieser Sperre für zweiflügelige
Signale derart, daß eine nach beiden Drehrichtungen hin wirksame Sperre für die eine
oder die andere Drehrichtung des Antriebsmotors ausgeschaltet werden kann. Ein weiterer
Vorteil der Erfindung ergibt sich aus der Benutzung der Fliehkörper, die die Sperre ausgeschaltet
halten, als Mittel zum Einschalten von Bremswiderständen in Fällen zu hoher Geschwindigkeit
des Motors. An sich ist es bekannt, Fliehkörper als Bremsschuhe bei Signalantrieben
zu benutzen. Hiervon unterscheidet sich jedoch die vorliegende Bremseinrichtung dadurch, daß
die Fliehkörper Bremswiderstände einschalten und zugleich als Schaltmittel für die Haltsperre
dienen.
Die Abbildungen zeigen ein schematisches Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Dargestellt ist eine Sperre für zweiflügelige Signale, also eine solche, die in beiden Richtungen
wirkt. Für diese Zwecke ist mit dem Gestänge 1 und 2 der Signalflügel 3 und 4 eine
Sperrscheibe 5 starr verbunden, welche Sperrlücken 6 für Rechtsdrehung und Sperrlücken 7
für Linksdrehung aufweist. Vor jeder Sperrlückengruppe 6 bzw. 7 liegt eine zugehörige
Sperrklinke 8 bzw. 9, die eine gemeinsame Zugfeder 10 in die Lücken 6 bzw. 7 hineinzudrängen
sucht. Die Ausrückung der die jeweils gewünschte Drehrichtung sperrenden Klinke erfolgt
vom Motor 11 aus unter Benutzung der Fliehkraft. Für diesen Zweck besitzen die Klinken 8
und 9 einen zweiten Hebelarm 12 bzw. 13, an denen je eine Abstützstange 14 bzw. 15 gelenkig
angreift: Die unteren Enden dieser Stangen 14 und 15 greifen mit Längsschlitzen über Stifte 16
und 17 eines Ringes 18, der frei drehbar über eine Scheibe 19 geschoben ist. In sechs Einschnitten
dieser auf der Achse 20 des Motors 11 befestigten Scheibe 19 können sich unter dem
Einfluß der Zentrifugalkraft sechs Klötzchen 22 radial verschieben und sich bei einer bestimmten
Geschwindigkeit an den Ring 18 so stark anlegen, daß sie diesen um ein bestimmtes Maß verdrehen.
Je nach der Drehrichtung wird dabei die eine oder die andere der Sperrklinken 8 bzw.
9 durch Anheben der entsprechenden Stützstange 14 bzw. 15 abgestützt und am Einfallen
in ihre Sperrlücken 6 bzw. 7 gehindert. Der Motor kann dann in der gewünschten Richtung
den oder die Signalflügel auf Fahrt stellen.
Die Verhältnisse sind so gewählt, daß bei normaler Drehzahl des Motors die Zentrifugalklötzchen
22 den Ring 18 nur um so viel mitnehmen, wie zur Abstützung der Sperrklinke 8
bzw. 9 notwendig ist. In jedem Falle aber wird mittels ein und derselben Einrichtung eine rechts
und links wirkende Sperre für ein und für zweiflügelige Signalstellung beeinflußt.
Da zu hohe Drehzahlen des Motors ein zu heftiges Aufschlagen der Flügel und damit
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unter Umständen Zerstörungen o. dgl. bewirken, so muß in solchen Fällen der Motor gebremst
werden, z. B. durch Einschalten von Widerständen. Es ist ein wesentliches Merkmal der
vorliegenden Erfindung, daß auch das Einschalten der elektrischen Bremse für den Motor
von dieser Haltsperre aus vorgenommen wird. Im gezeigten Beispiel ist für diesen Zweck mit
jeder Sperrklinke 8 bzw. 9 eine Kontaktbrücke 25 verbunden, die nacheinander die Kontakte
26, 27, 28 schließt und damit die in Abb. 3 dargestellten Widerstände 29, 30, 31 einschaltet,
und zwar auf folgende Weise:
Läuft der Motor 11 mit zu hoher Drehzahl,
so pressen sich die Zentrifugalklötzchen 22 stärker als gewöhnlich an den Ring 18 und verdrehen
diesen über das normale Maß hinaus. Dabei gelangt die Kontaktbrücke 25 über die Kontakte 26, 27 oder 28 und schaltet je nach
dem Grad der Geschwindigkeitsüberschreitung einen, zwei oder alle drei Widerstände 29, 30
und 31 ein. Auch hier'wird wieder mittels ein
und derselben Einrichtung der Motor in beiden Drehrichtungen gebremst.
Die Kontakte 26, 27 und 28 können auch zwischen den beiden Sperrklinken 8 und 9 liegen
und für deren Brücken 25 gemeinsam sein.
Claims (5)
1. Haltsperre für Weichen- und Signalantriebe, dadurch gekennzeichnet, daß der
umlaufende Motor mittels beliebig gestalteter Fliehkörper (22) die Haltsperre (8 bzw. 9)
außer Eingriff hält.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die gleichen Fliehkörper
(22) bei zu hoher Drehzahl des Antriebsmotors Bremswiderstände (29, 30, 31)
eingeschaltet werden.
3. Haltsperre nach Anspruch 1 für zweiflügelige Signale, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperre (6, 8 bzw. 7, 9) für Links- und für Rechtsdrehung des Antriebs wirksam ist.
4. Haltsperre nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fliehkrafteinrichtung
(22, 18) die Wirkung der Haltsperre (6, 8 bzw. 7, 9) bei Rechtslauf des
Motors (11) in der einen, bei Linkslauf des Motors (11) in der anderen Richtung aufhebt.
5. Elektrische Bremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Einschaltung
sowohl bei Rechts- als auch bei Linkslauf des Motors (11) erfolgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
GfebnudKT im bfeft
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE550331T | 1930-10-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE550331C true DE550331C (de) | 1932-05-12 |
Family
ID=6562634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930550331D Expired DE550331C (de) | 1930-10-04 | 1930-10-04 | Haltsperre fuer Weichen- und Signalantriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE550331C (de) |
-
1930
- 1930-10-04 DE DE1930550331D patent/DE550331C/de not_active Expired
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