DE55001C - Verfahren und Apparat zur Wiedergewinnung der Kohlensäure aus abgezapften Fässern und aus Flaschen oder Fässern, die vor dem Füllen mit Kohlensäure gefüllt sind - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Wiedergewinnung der Kohlensäure aus abgezapften Fässern und aus Flaschen oder Fässern, die vor dem Füllen mit Kohlensäure gefüllt sindInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- B67D1/04—Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers
- B67D1/0468—Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers comprising means for the recovery of the gas acting on beverages
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Abzapfen von Bier mittelst Kohlensäuredruck geht die in dem leergewordenen
Fafs noch befindliche Kohlensäure ganz verloren, wenn man sie nicht auf andere Weise
nutzbar macht. Nach vorliegender Erfindung wird diese Kohlensäure dazu verwendet, als
Druckmittel für ein frisches Fafs zu dienen.
Dies kann mit Hülfe des in Fig. 1 und 2 dargestellten Apparates geschehen, und zwar
besteht dieser Apparat im wesentlichen aus einem eisernen Behälter, der durch eine
Scheidewand α in die beiden Abtheilungen A und B getheilt ist. Der Behälter wird zweckmäfsig
höher als die .Bierfässer M und N gestellt oder auf entsprechend hohen Füfsen b
aufgesetzt. Der Behälter, in Fig. 1 auf der linken Seite in Ansicht, auf der rechten im
Durchschnitt und in Fig. 2 in Ansicht rechtwinklig zu der in Fig. 1 gezeichneten dargestellt,
ist mit seiner oberen Abtheilung B durch die Rohrleitungen und Schläuche f und g mit
den Zapfhähnen der Fässer M und N verbunden. Die Abtheilung B steht ferner durch
den Schlauch h mit dem eben geleerten Fafs JV in Verbindung, wobei dieser Schlauch auf das
Bierabzapfrohr i aufgesetzt ist. Eine gewöhnliche Saug- und Druckpumpe C steht mittelst
ihres Druckrohres c mit der unteren Abtheilung A in Verbindung, und endlich ist noch
ein Rohr d zum Einführen der Kohlensäure in die Abtheilung A hinten (Fig. 2) angebracht.
Von dem Boden des oberen Raumes B führt ein Rohr e bis nahe zum Boden des unteren
Raumes; ebenso verbindet ein dünneres Rohr e1 beide Räume; am unteren Ende ist dieses Rohr
mit einem Ventil versehen, welches durch einen Schwimmer m geöffnet und geschlossen
werden kann. Ein anderer Schwimmer η mit Ventil schliefst ein Abflufsrohr ο des oberen
Raumes B.
Ist nun der Raum A mit Wasser gefüllt und läfst man frische Kohlensäure in A durch
das Rohr d eintreten, so treibt die Kohlensäure das Wasser durch das Rohr e hindurch
nach dem oberen Raum B. Die hier von früher her noch befindliche Kohlensäure wird
geprefst und kann nur durch das Rohr f nach dem .gefüllten Fafs M entweichen und treibt
das Bier dieses Fasses zum Ausschankhahn.
Ist das Fafs leer, in welchem Zustande sich das andere Fafs JV gerade befindet, dann wird
auf die Zapfleitung i der Schlauch h aufge»-
setzt, und das nunmehr in dem Raum B befindliche Wasser läfst man dann in das Fafs TV
einlaufen, wodurch gleichzeitig die darin enthaltene Kohlensäure durch das Rohr g nach
B zurücktritt. Ist das Fafs JV voll Wasser gelaufen, so nimmt man den Zapfhahn heraus,
setzt das Saugrohr k der Handpumpe C hinein und schafft das Wasser mit einigen Pumpenhüben
wieder in den Raum A zurück. Ist nicht so viel Kohlensäure in B vorhanden, als
nöthig ist," um alles Bier eines Fasses hochzudrücken, so öffnet, nachdem der Wasserspiegel
in A tief genug gesunken, das Schwimmerventil m das Rohr e1 und es strömt frische
Kohlensäure durch e1 nach B. Sollte andererseits
zu viel Wasser in B eingedrungen sein,
so wird dieses dennoch nicht in ein Fafs hineingelangen können, da in diesem Falle der
Schwimmer η sein Ventil hebt und das überschüssige Wasser durch ο ablaufen läfst. Zur
Erkennung des Wasserstandes dient ein Glas p.
Dieser Apparat kann noch wesentlich vereinfacht werden. Fig. 3 zeigt diese Vereinfachung,
auf der linken Seite in Ansicht, auf der rechten im Schnitt. Hier ist der nicht getheilte
Behälter E in einen mit Wasser nahezu gefüllten Bottich F eingesetzt. Eine Handdruckpumpe
G mündet mit dem Saugrohr in diesen Bottich, während das Druckrohr s in
einen Stutzen r ausläuft. Der Bequemlichkeit wegen ist dieser Stutzen r an dem Behälter E
befestigt, steht jedoch mit dem Innern desselben in keiner Verbindung. Auf dem Behälter
E sind zwei sich nach aufsen öffnende Ventile mit Schwimmer in einem Gehäuse angebracht
, welches sich in die Leitung u bezw. ul zu den Fässern R und 5 fortsetzt.
In der Fig. 3 ist angenommen, dafs das links stehende Fafs jR ganz oder theilweise mit Bier
gefüllt ist, während das rechts stehende Fafs 5 leer geworden ist und nur die zum Druck
verwendete Kohlensäure enthält.
In der gezeichneten Stellung wird durch den Druck der Kohlensäure in E das Bier zu der
Zapfstelle gedruckt. Während des. Abzapfens oder nach Beendigung desselben pumpt man
mittelst der Pumpe G aus dem Bottich durch das Druckrohr s und den Stutzen r und den
daran angeschlossenen Schlauch t Wasser in das Fafs S, wodurch' die Kohlensäure in S
gezwungen wird, durch die Leitung u1 in den Behälter E zurückzutreten. Ist das Fafs S
ganz mit Wasser gefüllt und inzwischen das Fafs R leer geworden, so schliefst man die
Leitung m1, legt den Schlauch t an die Bierleitung
des Fasses R an, entfernt den Zapfhahn aus dem Fafs S und entleert das in
letzterem befindliche Wasser in den Bottich, während man inzwischen an die Stelle von S
ein frisches Fafs setzt und jetzt von diesem abzapft. Das Fafs R und das an Stelle von S
gesetzte ■ frische Fafs haben nunmehr ihre eingangs erwähnten Stellungen und Functionen
verlauscht. Sollte-durch Unachtsamkeit zu viel.
Wasser in eines der oberen Fässer eingepumpt werden, so tritt dieses durch die Leitung u
bezw. M1 in das Ventilgehäuse, hebt den Schwimmer und schliefst dadurch das Ventil,
so dafs das Wasser nicht in den Behälter E eindringen kann.
Auf diese Weise ist es möglich, die zum Bierdruck benutzte Kohlensäure stets wieder
aufzufangen und immer wieder zu verwenden, wobei nur von Zeit zu Zeit die durch Undichtigkeiten
u. s. w. verloren gegangene Säure ersetzt zu werden braucht.
Der Apparat ist indessen nicht nur beim Abzapfen von Bierfässern verwendbar, sondern
eignet sich auch besonders zum Füllen von Gebinden von einem Lagerfafs. Bekanntlich ist es
sehr vortheilhaft für das Bier, wenn es thunlichst wenig mit Luft in Berührung kommt;
beim Füllen der Transportgebinde in der bisherigen Weise mufs aber das einlaufende Bier
die darin befindliche Luft erst verdrängen. Diese Berührung mit Luft läfst sich mit Hülfe
des dargestellten Apparates auch beim Abfüllen der Gebinde vom Lagerfafs vermeiden.
Zu diesem Zwecke füllt man das Transportgebinde mit Wasser und verdrängt dadurch
die darin befindliche Luft; dann läfst man Kohlensäure aus dem Behälter B, Fig. 1, bezw.
E, Fig. 3, auf das Wasser drücken und verdrängt dieses Wasser in derselben Weise wie.
das Bier beim Abzapfen oder Ausschänken. In das nunmehr nur mit Kohlensäure gefüllte
Fafs wird jetzt Bier aus dem Lagerfafs eingelassen, wodurch die Kohlensäure in der
beschriebenen Weise wieder in den Behälter E zurückgedrückt wird.
Auf diese Weise ist es auch möglich, Transportgebinde vom Lagerfafs aus zu füllen, ohne
dafs das Bier mit atmosphärischer Luft in Berührung kommt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren, die bei dem Abzapfen eines Fasses mit Hülfe eines Bierdruckapparates verwendete Kohlensäure, sowie die beim Füllen von Flaschen und Fässern verbrauchte Kohlensäure wieder zu verwenden, darin bestehend, dafs man das abgezapfte Fafs zugleich mit einem Kohlensäurebehälter und einer Druckpumpe verbindet bezw. die Versandtfässer oder die Flaschen, nachdem sie erst mit,Wasser gefüllt worden sind und das Wasser durch Kohlensäure mittelst des Bierdruckapparates ersetzt ist, mit dem Kohlensäurebehälter und dem Lagerfafs verbindet, so dafs die bei dem Abzapfen verbrauchte Kohlensäure durch das Wasser der Druckpumpe bezw. die bei dem Füllen der Versandtfässer oder Flaschen verbrauchte Kohlensäure durch das zu füllende Bier nach dem Kohlensäurebehälter zurückgedrängt wird.
- 2. Zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens ein Behälter mit zwei Kammern A und B, die durch ein Rohr e mit einander verbunden sind und von denen die Kammer A unmittelbar von der Kohlensäureleitung und der Leitung einer Druckpumpe aus mit Kohlensäure und Druckwasser gespeist werden' kann, die Kammer B sich mittelst der Leitungen g und h an das Lagerfafs oder die Versandtfässer und Flaschen anschliefsenläfst, so dafs das in die Kammer A gefüllte Wasser von der in derselben Kammer eingelassenen Kohlensäure durch das Rohr e in den Behälter B gedrängt wird und entweder dazu dient, die in die Kam- · mer B von der Kammer A aus vorher eingelassene Kohlensäure in das mit Bier gefüllte Lagerfafs oder in das mit Wasser gefüllte Versandtfafs u. s. w. zu drücken und so zum Abzapfen des Bieres oder zum Füllen des Versandtfasses u. s. w. mit Kohlensäure verwendet zu werden, oder dazu dient, nach der Entleerung des Lagerfasses durch die Leitung h in dasselbe zu fliefsen und die darin enthaltene Kohlensäure in die Kammer B zurückzudrängen (Fig. ι und 2).Zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens ein Behälter E zur Aufnahme und Abgabe der Kohlensäure, der durch Leitungen mm1 mit den abzuzapfenden oder zu füllenden Fässern verbunden wird und in einem Bottich F steht, aus welchem durch die Saugpumpe G Wasser entnommen und durch die Leitungen st nach den Fässern gedrückt wird (Fig. 3).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
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