DE1671C - Bierfafs mit metallischer Umhüllung - Google Patents

Bierfafs mit metallischer Umhüllung

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DE1671C
DE1671C DE000000001671DA DE1671DA DE1671C DE 1671 C DE1671 C DE 1671C DE 000000001671D A DE000000001671D A DE 000000001671DA DE 1671D A DE1671D A DE 1671DA DE 1671 C DE1671 C DE 1671C
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beer
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G Stange Bierbrauereibesitzer
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Description

PATENTSCHRIFT
1878.
Klasse 64.
GUSTAV STANGE in HEIDE (Holstein). Bierfals mit metallischer Umhüllung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Januar 1878 ab.
Die Erfindung betrifft ein Bierfafs, welches gleich die nöthige Menge geprefste Kohlensäure in einer metallenen Umhüllung des Fasses mit sich führt, um '. den Inhalt des Fasses auf die gewöhnliche, zum Ausschank -gebräuchliche Höhe zu schaffen, z. B. vom Keller in die Einschänke. Die dabei verwendete Kohlensäure wird in der Brauerei selbst als Neben-■product gewonnen, oder dort eigens fabricirt, und mittelst Pumpen in die luftdichten eisernen FafsumhüUungen in den freibleibenden Zwischenraum eingeprefst.
A ist das Bierfafs, dessen Wände aber, da sie von der eisernen Umhüllung umgeben sind, nicht so stark als gewöhnlich zu sein brauchen. Das Fafs steht in einem cylindrischen Behälter B von galvanisirtem Eisenblech, der vernietet und verlöthet ist.
Die Köpfe des Fasses berühren Boden und Deckel des eisernen Behälters. Der Bauch des Fasses liegt nicht an der Eisenwand an, sondern es befinden sich zwischen dieser und dem ersteren acht bis zehn Holzklötzchen α auf dem Fasse befestigt, die aufsen nach der Rundung des eisernen Cylinders bearbeitet sind. Das Fafs kann sich daher in seiner Umhüllung nicht bewegen.
Die Deckel des Cylinders sind Scheiben von gleichem Metall, welche, am Rande aufgebördelt, in die etwas aufgetriebenen Cylinderränder eingetrieben und vernietet, sowie verlöthet werden. Zum besseren Schutz wird der Rand nach Einsetzen der Böden etwas nach innen eingezogen, wie die Zeichnung darstellt.
An dem oberen Cylinderdeckel befindet sich eine Verschraubung b zum Einpumpen der Kohlensäure. Die Verschraubung d dient zum ■· Herauslassen der Luft, wenn das Bier durch die Verschraubung /«und die Rohre/ ins Fafs gefüllt wird,, h ist eigentlich eine Stopfbüchse und schliefst die Röhre p dadurch, dafs der unten geschlossene Rohrstummel k durch sie verdichtet wird. Diese Stopfbüchse dient auch zum Einsetzen des Hahnes, der nöthigenfalls mit einer Schlauchverschraubung versehen ist, um mittelst eines Schlauches das Bier nach der Einschänke' zu fördern.
Die Verschraubung b besteht aus einer Messingbüchse mit Rand, die in den Blechdeckel eingelöthet ist. Sie enthält inneres Gewinde und kann durch einen hineingeschraubten Messingpfropfen luftdicht verschlossen werden.. Um den Behälter mit Kohlensäure zu füllen, schraubt man den Propfen heraus und schraubt dafür das Schraubstück eines Schlauches ein, der mit der Kohlensäure - Prefspümpe in Verbindung steht.
Damit nach dem Füllen mit Kohlensäure, welche bis auf ungefähr 1 '/2 AtmosphärenDruckzusammengeprefst wird, der Schlauch entfernt werden kann, ohne dafs das Gas herausströmt, ist innen an der Messingbüchse eine Kappe angeschraubt, in welcher ein Gummiventilchen liegt. Beim Abschrauben des Schlauches wird dieses Gummiventilchen gegen den Rand der Messingbüchse gedrückt und verhindert den Austritt des Gases.
Beim Einpumpen des Gases wird es zurückgedrückt und das Gas dringt durch Seitenlöcher der Messingbüchse in den Blechbehälter ein. Diese Verschraubung ist in Fig. 4 für sich gezeichnet.
Die Verschraubung d zum Herauslassen der Luft beim Einfüllen des Bieres in das Fafs besteht wiederum aus einer in den Blechdeckel eingelötheten Messingbüchse mit innerem Gewinde, in welches ein Propfen von Metall mit Gummi- oder Lederscheiben eingeschraubt wird, um sie luftdicht zu schliefsen. An der Büchse ist ein Blechröhrchen / angelöthet, welches mittelst einer in dem Fafsboden eingesteckten Gummiröhre g so dicht als möglich in dem Boden des Fasses eingedichtet ist. In das Röhrchen ist ein Stück Gummischlauch e eingesteckt, welches die kleine Oeffnung / des Röhrchens verschliefst. Die Kohlensäure, welche den ganzen leeren Raum ausfüllt, kann daher in das Fafs hinein, dagegen kann das Bier nicht aus diesem heraus, wenn das Fafs auf dem Kopf steht, weil alsdann der Gummischlauch e sich vor die Oeffnung legt.
Die Verschraubung h ist eigentlich eine Stopfbüchse. Sie dichtet nämlich das unten geschlossene Blechrohr k in der Büchse m mittelst einer Hanf-, Gummi- oder sonstigen Verpackung ab und verhindert dadurch das Austreten des Bieres durch die Röhre p. Diese Röhre ist nämlich an der Büchse m angelöthet und dringt mittelst einer Gummidichtung 0 durch den Fafsdeckel bis auf den Boden herab. Die Büchse m

Claims (1)

  1. ist mit ihrem Rande in den einwärts gezogenen Blechdeckel des Eisencylinders eingelöthet.
    Um das Fafs anzustecken, schlägt man einen Hahn, z. B. einen wie Fig. 3 gebildeten, in die Oeffnung der Stopfbüchse ein, und treibt damit das Rohr k herab. Wenn es durch die Verpackung hindurch, ist, fällt es in der etwas weiteren Röhre ρ auf den Boden des Fasses herab (siehe die punktirte Stellung desselben) und das Bier kann nun am Umfange desselben in die Rohre p eindringen und aufsteigen.
    Es dient daher die Stopfbüchse h gleichzeitig als eine Verschraubung. Der Hahn hat an seinem langen Hals zwei Lappen η η, Fig. 3, welche in zwei entsprechenden Einschnitten der Stopfbüchse Platz finden, nachdem das Rohr k durchgeschlagen ist. Der Abstand der Lappen η η von dem Ende des Hahnes mufs daher lang genug sein, dafs der Hals die ganze Stopfbüchse durchdringt. Um den Hahn dicht zu machen, wenn dies nicht der Fall sein sollte, braucht man denselben nur ein wenig zu drehen, wobei er mit den Lappen η η wie ein Schlüssel wirkt und die Stopfbüchse anzieht.
    Um das Rohr k beim Wiederfüllen des Fasses herausziehen zu können, ist es innen am oberen Rande mit einem eingelötheten Ring versehen. Man erfafst diesen vorstehenden Ring mit einem Drahthaken und zieht damit das Rohr heraus.
    Beim Schwenken des Fasses stellt man es auf den Kopf, läfst das Wasser bei h unter Druck mit einem Schlauch eintreten und bei d ausfiiefsen.
    Die Vortheile dieses Bierfasses sind folgende:
    Die Frischerhaltung des Bieres durch die Kohlensäure, die Bequemlichkeit, ohne einen Apparat das Bier aus dem Keller in die Einschänke zu treiben, die beständige Einwirkung geprefster Kohlensäure auf das Bier; keine Verluste an im Bier gebundener Kohlensäure wegen des beständigen Druckes; die Fässer können aus dünneren Dauben gefertigt sein; die Kohlensäureschicht um das Fafs herum bietet einen guten Schutz gegen die Wärme beim Transport.
    Diese Vortheile entschädigen reichlich für die durch die Anschaffung der Eisenblechcylinder entstehenden Ausgaben.
    Pa tent-Ansprüche: Ein Bierfafs, mit einem metallenen Cylinder umhüllt, so dafs zwischen Fafs und Cylinderwand ein Raum bleibt, der mit geprefster Kohlensäure gefüllt wird, in Verbindung mit einer Gaseinlafs-Verschraubung mit Ventil, eine Biereinlafsschraube mit Einlafsventil von Gummi für die Kohlensäure, und einer ' Stopfbüchse zum Verschlufs des Fasses und Behälters, und zum Einstecken des Schlauchhahnes, wie beschrieben und zu dem angegebenen Zweck.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE000000001671DA 1878-01-26 1878-01-26 Bierfafs mit metallischer Umhüllung Expired - Lifetime DE1671C (de)

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  • 1878

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