DE549341C - Verfahren zur Herstellung von 1 - 1 - 2-Trichloraethan - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1 - 1 - 2-TrichloraethanInfo
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-
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Description
- Verfahren zur Herstellung von 1 - 1 - 2-Trichloräthan Wenn man bei der Einwirkung von Chlor auf Äthylen auf Äthylenchlorid hinarbeitet, so entsteht bekanntlich auch bei guten Ausbeuten an letzteren immer etwas Tetra- und Trichloräthan. Neuerdings ist behauptet worden, daß man bei niedriger Temperatur fast ausschließlich Äthylenchlorid erhält, daß man dagegen bei etwa 3o° in der Hauptsache Trichloräthan erhalte.
- Bei diesen Versuchen ist so gearbeitet worden, daß man in ein großes Kupfergefäß durch zwei in dasselbe einmündende Rohre getrennt Äthylen und Chlor einleitete.
- Es hat sich nun bemerkenswerterweise ergeben, daß die Art, wie man das Chlor und Äthylen zusammenführt, von entscheidendem Einfluß auf die Natur der Reaktionsprodukte, d. h. auf die Trichloräthanausbeute, ist.
- Wenn man nämlich, wie gefunden wurde, die Gase ganz oder teilweise außerhalb des Katalysators mengt und dann mit dem Katalysator in Berührung bringt, so erhält man wesentlich weniger Trichloräthan und mehr Äthylenchlorid, dagegen verschiebt sich das Verhältnis zugunsten des Trichloräthans, wenn man die Mischung erst innerhalb des Katalysators vornimmt. Weiterhin haben wir gefunden, daß Kupfer im Gegensatz zu den Angaben der Literatur zu den die Reaktion begünstigenden Katalysatoren gehört.
- 'Beispiel Eine 20 cm lange Rolle aus Kupferdrahtnetz befand sich in einem kühlbaren Rohr von 15 mm lichtem Durchmesser. Die Enden zweier dünner Rohre ragten in den Katalysator bis zu einer Tiefe von 3 cm hinein. Die Rohrenden waren etwa i o mm voneinander entfernt. Durch das eine Rohr wurde Äthylen (20 1 pro Stunde), durch das :andere Chlor (,1o 1 pro Stunde) eingeleitet und das den Katalysator umschließende Rohr gekühlt. Die aus dem vertikal stehenden Rohr unten abtropfende Flüssigkeit bestand aus 78 % Trichloräthan, 12 % 'Äthylenchlorid, Rest Tetra-, Fenta- und Hexachloräthan. Dasselbe Ergebnis wurde erzielt, als man nur eines der Gase innerhalb des Katalysators ausströmen ließ, während das andere Gas ihm von oben her zuströmte. Das Beispiel zeigt, daß auf diesem Wege eine wesentliche Verbesserung der Trichloräthanausbeute, dementsprechend eine Verringerung der Bildung von Äthylenchlorid sich ergeben hat. Hieraus ergibt sich weiter, daß die bisherigen Angaben der Literatur entweder den Tatsachen nicht entsprechen (so sollen sich bei 2o bis 30° 70 % Trichloräthan und 15 % Äthylenchlorid gebildet haben), oder sie wurden unter Bedingungen erreicht, die nicht bekannt geworden sind.
- Als man dagegen die Mischung der Gase vor dem Eintritt in den Katalysator vornahm, ergaben sich 52 % Trichloräthan, 310%0 Äthylenchlorid, der Rest wie angegeben. Die Temperatur im Katalysator betrug in beiden Fällen 3o°, sie darf aber ohne irgendwelche erhebliche Änderung des Ergebnisses auf 5o° steigen. Für praktische Zwecke läßt sich die in der Figur im Querschnitt dargestellte Anordnung v eiwenden R ist ein rohrförmiges 2 m langes Gebilde aus Metall, das sich nach unten in einen schmaleren Kasten 1(a fortsetzt. Letzterer ist unten geschlossen. Flüssigkeit und Gas können bei A entweichen. Durch das bei 1 mit einer Reihe feiner Löcher versehene R ohr Ae wird Äthylen durch ein ebensolches Rohr CL Chlor eingedrückt; beide Rohre sind am hinteren Ende geschlossen, so daß die eintretenden Gase gezwungen sind, nur durch die feinen Löcher aufeinander zuzuströmen, sich in dem mit Cu bezeichneten, den ganzen Hohlraum anfüllenden Drahtnetz oder Metallspankatalysatoren miteinander zu mengen und dort zu reagieren und dann nach unten zu strömen. Die ganze Vorrichtung ist von einem Doppelmantel umschlossen, durch den Kühlwasser strömt, das man auch durch die Kühlrohre I<ii strömen lassen kann. Vorn und hinten ist das ganze Gebilde abgeschlossen, Gase und die chlorierten Kohlemvasserstoffe können also nur durch A und evtl. auch durch höher angebrachte öffnungen entweichen.
- Die miteinander reagierenden Gase können auch mit indifferenten Gasen, z. B. Chlorwasserstoffgas, verdünnt angewandt werden. Auch kann man in den Schoß der Reaktion selbst solche Gase einleiten.
- Das hier beschriebene Verfahren erlaubt, Trichloräthan mit wesentlich besserer Materialausbeute herzustellen, als bisher möglich war. Das neue Verfahren des Arbeitens mit einem Kupferkatalysator ermöglicht auch ein wesentlich rascheres Arbeiten, als dies bisher möglich war.
- Es ist behauptet worden, daß das Verhältnis von Äthylen zu Chlor wenig Einfluß auf die Ausbeute von Trichloräthan habe. Im Gegensatz dazu hat sich bei der beschriebenen neuen Arbeitsweise ergeben, daß @es im Interesse einer guten Ausbeute an Trichloräthan durchaus notwendig ist, das Chlor im Überschuß, und zwar im Verhältnis 2 : r, anzuwenden. Bei geringeren Chlormengen bildet sich nämlich mehr Äthylenchlorid.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von i # i # 2-Trichloräthan aus Äthylen und Chlor bei Gegenwart von Metallen, wie Kupfer, dadurch gekennzeichnet, daß man die beiden Gase erst in dem Katalysator miteinander mengt.
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