DE548150C - Verfahren zur Herstellung von Cadmiumfarben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cadmiumfarben

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DE548150C
DE548150C DE1930548150D DE548150DD DE548150C DE 548150 C DE548150 C DE 548150C DE 1930548150 D DE1930548150 D DE 1930548150D DE 548150D D DE548150D D DE 548150DD DE 548150 C DE548150 C DE 548150C
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DE
Germany
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cadmium
manganese
sulfide
selenide
paints
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Expired
Application number
DE1930548150D
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English (en)
Inventor
Dr Ekbert Lederte
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/10Compounds of cadmium
    • C09C1/12Cadmium sulfoselenide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Cadmiumfarben Es ist bekannt, Cadmiumfarben in der Weise herzustellen, daß nan Cadmiumsalzlösungen mit einem Gemisch einer Sulfid- und Selenidlösung der Alkali- oder Erdalkaliverbindungen fällt und die erhaltenen Sulfid-bzw. Selenidniederschläge einem Glüh- und Abschreckprozeß unterwirft. Diese Farben haben jedoch den Nachteil, daß sie sich aus Pasten infolge ihres hohen spezifischen Gewichts leicht absetzen; ferner steht ihr hoher Preis größerer Anwendung entgegen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man mit Vorteil in diesen Farben einen Teil des C:admiüms durch Mangan ersetzt. Man erhält dann Mischkristalle, in denen die Bestandteile, wie z. B. Cadmiumselenid und Manganselenid, nicht in stöchiometrischen, sondern in beliebigen Verhältnissen vorzuliegen brauchen. Der teilweise Ersatz von Cadmium durch Mangan bedingt den Vorteil, daß die Farben spezifisch leichter werden nach Maßgabe ihres Gehaltes an Mangansulfid, das ein spezifisches Gewicht von etwa 3,8 gegenüber 4.7 von Cadmiumsulfid besitzt. Neben dem Vorteil geringeren spezifischen Gewichts haben die neuen Farben auch noch den Vorzug eines wesentlich niedrigeren Preises, zumal es sich in überraschender Weise gezeigt hat, daß die Mischkristalle eine ähnliche oder eine gleiche Farbe besitzen wie die bisher bekannten Cadmiumfarben mit entsprechendem Verhältnis von Schwefel zu Selen. Der feurige Glanz, der bei Cadmiumsulfid und C admiumselenid so sehr geschätzt wird, erfährt außerdem noch eine wesentliche Erhöhung.
  • Die Herstellung des Produkts erfolgt durch Vereinigung von Cadmiumsulfid und bzw. oder Cadmiumselenid mit Mangansulfid und bzw. oder Manganselenid zu Mischkristallen und anschließendes Glühen und Abschrecken. Die Vereinigung geschieht zweckmäßig durch gemeinsame Fällung der Komponenten, indem man z. B. eine Cadmium und zweiwertiges Mangan enthaltende Lösung oder eine wäßrige Aufschlämmung schwerlöslicher Verbindungen dieser Elemente mit Schwefelwasserstoff oder Sulfiden der Alkalien oder Erdalkalien oder Ainmoniumsulfid, die gegebenenfalls noch Selenide enthalten, versetzt. Zur Erzielung möglichst leuchtender Farben von gutem Verteilungsgrad unterwirft man die aus der Fällung erhaltenen Rohprodukte in an sich bekannter Weise einem Glüh- und Abschreckprozeß. Man kann auch mechanische Mischungen der Komponenten dem Glüh- und Abschreckprozeß unterwerfen,-wobei man ebenfalls Produkte von gutem Verteilungsgrad erhält.
  • Die Farbe des Produkts läßt sich weitgehend variieren, indem man wechselnde Verhältnisse von Cadmium zu Mangan und Schwefel zu Selen wählt. Mit steigendem Gehalt an Selen wird der Farbton- von Gelb über Orange bis nach D_ unkelblaurot verschoben.
  • Beispiel i-,5--2 g Cadmiumsulfat und iSo g Mungänosulfat werden in etwa 3 1 Wasser gelöst und mit einer Lösung von 572 g Natriumsulfid in 11 Wasser versetzt. Man erhält einen Niederschlag von der Zusammensetzung (Cd3;, Mrj,;,) S, Nach gründlichem Auswaschen, Filtrieren und Trocknen glüht man das Produkt bei etwa 4oo bis 6oo° C und erhält nach dem Abschrecken in Wasser ein leuchtendes, farbkräftiges Gelb von sehr feiner Verteilung. Zum Vergleich wurde ein manganfreies Cadmiumgelb, wie es z. B. aus der Patentschrift 337 992 bekannt ist, hergestellt, indem die oben angegebene Manganosulfatmenge durch 174 g Cadmiumsulfat ersetzt, aber sonst in gleicher Weise, wie oben beschrieben, gearbeitet wurde. Gegenüber diesem Produkt hat das mit einem Zusatz von Mangansulfid hergestellte Gelb den Vorteil geringeren spezifischen Gewichts, größerer Farbstärke und niedrigeren Gestehungspreises. Beispiel 2 Man erhält ein Cadmiumrot von der Zusammensetzung (Cdo,$ Mno,'#) (S"_, Seo,3), wenn man eine Lösung von 547 g Cadmiumsulfat und i2o g Manganosulfat mit einer Lösung von 440 g Natriumsulfid und 6o g Selen in 1-1 Wässer versetzt und das ausgefällte rot braune Rohprodukt bei etwa 4oo bis 6oo° C glüht und nach Erzielung des gewünschten Farbtones in Wasser abschreckt. Einem zuni Vergleich unter Zusatz der angegebenen Manganosulfatmenge durch 138 g Cadmiumsulfat, jedoch unter Einhaltung der sonstigen oben angegebenen - Bedingungen hergestellten bekannten Cadmiumrot ist das obige manganhaltige Cadmiumrot intolge seiner größeren Farbstärke und der Verbilligung - der Gestehungskosten überlegen.

Claims (1)

  1. PATGNTANSPIRUCII Verfahren zur Herstellung von Cadmiumfarben, dadurch gekennzeichnet, daß Cadmiumsulfid und bzw. oder Cadmiumselenid mit Mangansulfid und bzw. oder Manganselenid, zweckmäßig durch Umsetzung von Verbindungen des Cadmiums und des zweiwertigen Mangans mit Lösungen von Sulfiden und bzw. oder Seleniden, zu Mischkristallen vereinigt und die erhaltenen Produkte einem an sich bekannten Glüh- und Abschreckprozeß untel'-lvorfer! werden. '
DE1930548150D 1930-07-17 1930-07-17 Verfahren zur Herstellung von Cadmiumfarben Expired DE548150C (de)

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