-
Vorrichtung zum Weiterschalten des Papierbandes auf Stenographiermaschinen
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Weiterschalten des Papierbandes
auf Stenographiermascbinen, bei der ein den Antrieb der Schreibwalze bewirkendes
Schaltrad von einer durch die Universalschiene beeinflußten Klinke bewegt wird.
-
Die Erfindung besteht darin, daß die Klinke auf einem unter dem Einfluß
der Universalschiene auf und nieder gehenden Halter scli«-enl:bar gelagert und in
an sich bekannter Weise mit einem das Schaltrad während des Niederganges des Halters
mitnehmenden Schaltzahn und einem am unteren Hubende des Halters gegen einen der
nachfolgenden Zähne anschlagenden Sicherheitszalin versehen ist, die mit dem Klinkenkörper
aus einem Stück bestehen, wobei die Schwenkbewegung der Klinke in einer Richtung
durch einen auf dem Halter angeordneten einstellbaren Anschlag begrenzt wird, gegen
den sich während der Mitnahme des Schaltrades ein ebenfalls mit dem Klinkenkörper
aus einem Stück bestehender Ansatz anlegt.
-
Es sind Vorrichtungen bekannt, die zum Weiterschalten der Schreibwalze
von gewöhnlichen Schreibmaschinen dienen und die mit einem Sicherheitszahn versehen
sind, welcher nach dem Schaltzahn in die Zähne des Sperrrades eingreift. Der Erfindungsgedanke
besteht aber nicht darin, ganz allgemein das Zuweitschalten eines Schaltrades durch
einen Schaltzahn zu verhindern, sondern die Erfindung bezieht sich nur auf die besondere
Anordnung der Teile, welche zur Erzielung dieser Wirkung benutzt werden und -welche
die Anwendung dieses allgemeinen Grund-;gedankens bei Stenographiermaschinen in
besonders vorteilhafter Weise gestattet.
-
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs-Jegenstandes ist auf der Zeichnung
dargestellt.
-
Fig. i ist eine Seitenansicht der Vorrichtung.
-
Fig.2 zeigt in vergrößertem Maßstabe die gemäß der Erfindung ausgebildete
Klinke, deren Wirkungsweise in den Fig. 3 und 4 schematisch dargestellt ist.
-
Die Vorrichtung besteht aus einem Gestell 8, welches derart bearbeitet
ist, daß es sich in eine Gleitführung einschieben läßt, welche im Sockel der Stenographiermaschine
vorgesehen ist. Dieses Gestell trägt ein Widerlager 79, an welchem eine Achse 8o
angelenkt ist, die eine Walze 81 trägt.
-
Im Augenblick des Anschlagens einer Type wird diese Walze durch einen
Riegel 82 festgestellt, der gegen die Achse 8o durch eine Feder 83 gedrückt wird.
-
Die Drehbewegung der Walze 8i -wird durch ein Zahnrad 84 bewirkt,
das selbst durch ein Zwischenrad 85 angetrieben -wird, welches fest mit einem Schaltrad
86 verbunden ist.
-
Dieses Schaltrad wird durch eine Klinke 14 bewegt, die mit drei Zähnen
i4a, i4v, i4c und einem Ansatz i4d versehen ist, -welche sämtlich aus einem Stück
mit dem Klinkenkörper bestehen, der schwenkbar auf einem
fest auf
der bei 6a schwenkbar gelagerten Universalschiene 6 angeordneten Halter
13
gelagert ist.
-
i4a ist der Schaltzahn, welcher in die Zähne des Schaltrades eingreift
und dieses beim j edesmaligen Niedergehen der Universalschiene um einen Zahn weiter
schaltet. 14 b ist ein Sicherheitszahn, der jedes zu weite Fortschalten des Papierbandes
verhindert und der zu diesem Zwecke nach dem Schaltzahn gegen einen der nachfolgenden
Zähne des Schaltrades anschlägt. iq.c ist ein Zahn, auf welchen eine Rückzugfeder
13a einwirkt, welche die Klinke nach jedem Anschlagen in die Ruhelage zurückbringt.
iq.d ist ein Ansatz, welcher während der Mitnahme des Schaltrades durch den Schaltzahn
sich gegen einen Anschlag 15 legt.
-
Dieser Anschlag besteht aus einem zusammendrückbaren Material, welches
auf einer Schraube 16 vorgesehen ist, die sich in den Halter 13 einschrauben
läßt und durch eine Sperrschraube 17 festgestellt werden kann. Die Höhe des
Anschlages 15 kann durch Drehen der Schraube 16 in dem Halter geregelt werden.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende; Wird der Hebel
6 um seine Achse 6a in Richtung des Pfeiles A (Fig. 3) verschwenkt, was dann eintritt,
wenn eine vorher angeschlagene Taste losgelassen wird, so geht die Achse der Klinke
nieder, und der Schaltzahn i4a greift in einem gewissen Augenblick in die Verzahnung
des Schaltrades 86 ein. Die Klinke sucht sich dann in Richtung des Pfeiles E zu
drehen, jedoch wird diese Bewegung dadurch verhindert, daß der Ansatz iqd sich gegen
den Anschlag 15 legt. Die Klinke ist somit starr mit dem Halter 13 verbunden, welcher
seine Bewegung in Richtung des Pfeiles A fortsetzt und demgemäß das Schaltrad in
Richtung des Pfeiles C in Drehung versetzt.
-
Nun besitzen aber die Teile der Stenographiermaschine und insbesondere
die Schreibwalze eine gewisse Masse; falls deshalb die Schwenkbewegung des Hebels
in Richtung des Pfeiles A mit einer gewissen Heftigkeit stattfindet, so sucht sich
die Drehbewegung des Schaltrades in Richtung des Pfeiles C unter der Einwirkung
der Trägheit fortzusetzen, selbst wenn der Hebel 6 an seinem unteren Hubende angekommen
ist.
-
Ist die Klinke nicht mit einem Sicherheitszahn versehen, so kann dieser
Nachteil nicht behoben werden, da ja der Schaltzahn in der Drehrichtung des Schaltrades
nachgeben kann und nur durch die Elastizität der Feder zurückgehalten wird.
-
Bei einer Stenographiermaschine muß aber die Drehbewegung des Schaltrades
für jedes Anschlagen genau auf einen Zahn begrenzt sein, welches ein Aufundniedergehen
der Klinke umfaßt. Bei den Maschinen dieser Art läuft nämlich die Schrift nicht
von links nach rechts wie bei gewöhnlichen Schreibmaschinen, :sondern. von oben
nach unten oder umgekehrt. Das die Schrift aufnehmende Papierband muß somit bei
jedem Anschlagen um eine Zeile weiter geschaltet werden, aber nur um eine Zeile.
-
Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird dies durch den Sicherheitszahn
iqv erreicht, welcher sich hinter dem Schaltzahn i4a befindet und welcher derart
angeordnet ist, daß er sich gegen einen der nachfolgenden Zähne des Schaltrades
anlegt, wenn der Schaltzahn i4a an seinem unteren Hubende angekommen ist, wie Fig.
3 zeigt.
-
Die Fig. q. zeigt, wie die Klinke ausweichen kann, wenn der Halter
sich wieder in Richtung des Pfeiles F nach oben bewegt. Der Schaltzahn iq.a hat
zwischen den Zähnen des Schaltrades etwas Spiel. Verläßt er den Zahn, mit dem er
in Eingriff stand, so stößt er nicht sofort gegen den nachfolgenden Zahn, sondern
geht leer um eine kleine Strecke hoch, so daß der Sicherheitszahn sich von der schrägen
Flanke des gegen ihn anliegenden Zahnes abheben kann. Stößt dann der Schaltzahn
beim Hochgehen gegen den nachfolgenden Zahn, so ist der Sicherheitszahn genügend
weit abgerückt, damit die Klinke in Richtung des Pfeiles G ausschwingen kann. Unter
diesen Bedingungen kann der Schaltzahn ungehindert mehrere Zähne beim Hochgehen
überspringen.
-
Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß sie es gestattet,
auf einer Stenographiermaschine die Wirkungen, die mit den bekannten Vorrichtungen
auf gewöhnlichen Schreibmaschinen erreicht werden, mit viel größerer Genauigkeit,
wie sie für solche Maschinen unentbehrlich ist, zu erzielen.