DE545882C - Verfahren zum UEberziehen von Metallkoerpern mit Wolframbronzen oder Molybdaenbronzen - Google Patents

Verfahren zum UEberziehen von Metallkoerpern mit Wolframbronzen oder Molybdaenbronzen

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DE545882C
DE545882C DE1930545882D DE545882DD DE545882C DE 545882 C DE545882 C DE 545882C DE 1930545882 D DE1930545882 D DE 1930545882D DE 545882D D DE545882D D DE 545882DD DE 545882 C DE545882 C DE 545882C
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D9/00Electrolytic coating other than with metals
    • C25D9/04Electrolytic coating other than with metals with inorganic materials
    • C25D9/08Electrolytic coating other than with metals with inorganic materials by cathodic processes

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf das Versehen von Metallkörpern mit Überzügen, welche aus Wolframbronzen bzw. Molybdänbronzen bestehen und somit wohlbekannte Verbindungen darstellen.
Die Wolframbronzen und Molybdänbronzen sind Verbindungen, die nach den bisher bekannten Verfahren durch Reduktion bei hoher Temperatur von sauren Wolframäten bzw. von sauren Molybdaten dargestellt wurden. Auf diese Weise kann z. B. die Bariumwolf rambronze von der Zusammensetzung BaW4Oj2 oder z. B. die Natriummolybdänbronze von der Zusammensetzung Na2 Mo5 O15
>5 gewonnen werden. (Nähere Angaben bezüglich dieser Verbindungen sind in den Handbüchern, wie z. B. Abegg-Auerbach: »Handbuch, der organischen Chemie«, oder Gmelin-Kraut: »Handbuch der anorganischen Chemie«, zu finden.) Zur Reduktion der Wolframate oder Molybdate ist Wasserstoff oder auch Zinn verwendet worden. Es ist auch bekannt, die Wolframbronzen mittels Elektrolyse einer Wolframatschmelze an der Kathode zu gewinnen.
Es wurde nun gefunden, daß in einfacher Weise an beliebigen Metallkörpern Überzüge hergestellt werden können, die aus den bekannten Bronzen bestehen. Das Wesen der Erfindung liegt darin, daß der Metallkörper, welcher zu überziehen ist, in einö passend gewählte Lösung von Wolfram- oder Molybdänverbindungen gebracht, als Kathode geschaltet und die Lösung einer Elektrolyse unterworfen wird. Nach den bisherigen Kenntnissen können durch Elektrolyse von Lösungen der normalen Orthowolframate oder Orthomolybdate Wolfram- bzw. Molybdänoxyde niederer Oxydationsstufe hergestellt werden. So wird z. B. bei der Elektrolyse einer mit Schwefelsäure oder Salzsäure schwach angesäuerten Lösung von Natriumorthomolybdat von der Zusammensetzung Na2MoO4 an der Kathode ein Molybdänoxyd von der Zusammensetzung Mo2O3aqu. abgeschieden. Demgegenüber wurde gefunden, daß auf einem Metallkörper, der bei der Elektrolyse von meta- und polywolframsauren bzw.-von meta- und polymolybdänsauren Salzlösungen als Kathode geschaltet ist, Wolframbronzen oder Molybdänbronzen abgeschieden werden können.
Bei richtiger Wahl und strenger Einhaltung der Bedingungen, wie z. B. Temperatur und Konzentration der Lösung, ferner kathodisehe Stromdichte, kann die Elektrolyse derart geleitet werden, daß die entstandenden Bronzen auf dem zur Kathode geschalteten Metall-
körper in Form eines festhaftenden, vollkommen gleichmäßigen Überzuges hergestellt werden. , ,.;
Zur Herstellung des Überzuges können mit gutem Erfolg besonders die Alkalimetallsalzlösungen und Erdalkalimetallsalzlösungen der Meta- und Polywolframsäure bzw. der Meta- und Polymolybdänsäure zur Anwendung kommen. So können z. B. sehr vorteilhaft die ίο wäßrigen Lösungen von Bariummetawolframat von der Zusammensetzung BaW4O13, 9H2O und Strontiummetawolframat von der Zusammensetzung SrW4O13, 9H2O benutzt werden. Durch Änderung der Konzentration der Lösungen und gleichzeitiger Änderung der kathodischen Stromdichte können Bronzeüberzüge verschiedener Schichtdicke in der gleichen Zeitdauer erzeugt werden.
Eine beispielsweise Ausführungsart des Verfahrens besteht in folgendem:
Ein Metallkörper z. B. von ϊοο mm2 Oberfläche wird zwecks Überziehens mit Bariumwolframbronze in eine 700/oige, auf 8o° C erwärmte Bariummetawotframatlösung gebracht und der Metallkörper gegenüber einer aus Edelmetall hergestellten Anode kathodisch geschaltet. Es wird an die Elektroden eine solche Spannung angelegt, daß die Intensität des durch die Lösung fließenden Stromes Dk = 100 Milliampere pro cm2 kathodischer Stromstärke entsprechen soll. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispieles wird demnach die Elektrolyse mit einem Strom von 0,1 Amp. Stromstärke ausgeführt. Als Folge 35. der Elektrolyse erfolgt sozusagen augenblicklich die Bildung des blauen, gut zusammenhängenden Bronzeüberzuges. Der Metallkör- . per wird nach dem Ausheben aus der Lösung mit heißem Wasser abgespült und getrocknet. Das Verfahren gestattet das Versehen j edweden Metallkörpers, z. B. von Wolfram, Molybdän, Platin, Nickel usw., mit einem Bronzeüberzug. Mit solchen Überzügen versehene Metallkörper eignen sich infolge ihrer vorteilhaften Eigenschaften besonders zur Herstellung von Oxydkathoden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Versehen von Metallkörpern mit einem Überzug, bestehend aus Verbindungen bzw. aus deren Gemengen, welche unter der Bezeichnung Wolframbronzen bzw. Molybdänbronzen bekannt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die den Überzug bildenden Bronzen durch Elektrolyse der Lösungen von meta- oder polywolframsauren Salzen bzw. meta- oder polymolyhdänsauren Salzen auf den in die Lösung gebrachten und als Kathode geschalteten Metallkörper abgeschieden werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Überzuges die Lösungen der Alkalimetallsalze und Erdalkalimetallsalze von Meta- oder Polywolframsäure bzw. Meta- oder Polymolybdänsäure oder deren . Gemenge, z. B. die wäßrige Lösung von Bariumwolframat von der Zusammensetzung BaW4O13,9 Hg O verwendet werden.
DE1930545882D 1929-12-23 1930-05-17 Verfahren zum UEberziehen von Metallkoerpern mit Wolframbronzen oder Molybdaenbronzen Expired DE545882C (de)

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US2608530A (en) * 1945-03-24 1952-08-26 Kahn Milton Electrodeposition of metal salts
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GB355334A (en) 1931-08-24

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