DE545135C - Durch Seilzug bewegter Kipppflug - Google Patents
Durch Seilzug bewegter KipppflugInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/64—Cable ploughs; Indicating or signalling devices for cable plough systems
- A01B3/68—Cable systems with one or two engines ; e.g. electrically-driven or with diesel generating set
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf durch Seilzug bewegte Kipppflüge, die vorwärts und
rückwärts über das zu pflügende Land hinweg bewegt werden können und zwei Pflugschare
oder zwei Gruppen von Pflugscharen aufweisen, wobei je nach der Richtung, in der
der Pflug sich bewegt, der eine oder andere Satz von Scharen zur Wirkung kommt.
Bekannt sind schon durch Seilzug bewegte Kipppflüge, deren Räder an der dem gepflügten Land zugekehrten Seite des Pflugrahmens quer zur Bewegungsrichtung des Pfluges verstellbar sind, wobei das Führungsrad stets in der im vorhergehenden Arbeitsgang gezogenen Furche und das Tragräd in der grade herzustellenden Furche läuft.
Bekannt sind schon durch Seilzug bewegte Kipppflüge, deren Räder an der dem gepflügten Land zugekehrten Seite des Pflugrahmens quer zur Bewegungsrichtung des Pfluges verstellbar sind, wobei das Führungsrad stets in der im vorhergehenden Arbeitsgang gezogenen Furche und das Tragräd in der grade herzustellenden Furche läuft.
Der Hauptzweck der Erfindung besteht in der Schaffung eines Pfluges, der nach der
Inbetriebsetzung am Ende der Furche selbsttätig in die Lage zum Ziehen einer neuen
Furche gebracht wird, die er dann selbsttätig aushebt, ohne daß für einen dieser Arbeitsgänge
menschliche Hilfe erforderlich ist.
Die Erfindung besteht darin, daß die verstellbaren Achsstummel des Führungs- und des Tragrades untereinander verbunden und unter Einwirkung des Zugseiles bei der Umkehr des Pfluges nur zusammen verstellbar sind. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu erblicken, daß die Vorrichtung zum Heben und Senken der Schar oder Schare, die Vorrichtung zur Bewegung der Führungsund Tragräder in der Querrichtung und die Vorrichtung zur Umkehr der Bewegungsrichtung des Pfluges durch eine Auslösevorrichtung an dem Pflug zur Wirkung kommen, die mit einem Anschlag an dem Seil in Eingriff gebracht werden kann, sobald der Pflug das Ende seiner Bewegungsbahn in einer Richtung erreicht.
Die Erfindung besteht darin, daß die verstellbaren Achsstummel des Führungs- und des Tragrades untereinander verbunden und unter Einwirkung des Zugseiles bei der Umkehr des Pfluges nur zusammen verstellbar sind. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu erblicken, daß die Vorrichtung zum Heben und Senken der Schar oder Schare, die Vorrichtung zur Bewegung der Führungsund Tragräder in der Querrichtung und die Vorrichtung zur Umkehr der Bewegungsrichtung des Pfluges durch eine Auslösevorrichtung an dem Pflug zur Wirkung kommen, die mit einem Anschlag an dem Seil in Eingriff gebracht werden kann, sobald der Pflug das Ende seiner Bewegungsbahn in einer Richtung erreicht.
Ein gemeinsamer Antrieb der Bewegungsvorrichtung wird dadurch erreicht, daß die
Vorrichtung zur Querbewegung der Führungsund Tragräder und die Vorrichtung zum Heben und Senken der Pflugschare untereinander
verbunden sind und durch das gleiche Zugseil beeinflußt werden.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und es zeigen
Abb. ι eine schematische Seitenansicht eines Pfluges nach der Erfindung,
Abb. 2 die Draufsicht auf den Pflug nach Abb. i, in welcher der Deutlichkeit halber gewisse
Teile fortgelassen worden sind,
Abb. 3 und 4 schematische Draufsichten auf den Tragrahmen des Pfluges, auf welchen
die Umstellung ersichtlich ist,
Abb. 5 eine geschnittene Draufsicht auf die Vorrichtung zum Antrieb des Pfluges,
Abb. 6 eine Draufsicht auf die Vorrichtung zur Beeinflussung der Umstellvorrichtung und
zum Heben und Senken der Pflugschare und
Abb. 7 eine teilweise abgebrochene Seitenansicht der Vorrichtung nach Abb. 6.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
trägt der Rahmen A eine Verbrennungskraftmaschine A1 und wird von drei Rädern B,
B1, B2 getragen. Eines dieser Räder unterstützt die dem ungepfLügten Land zugekehrte
Seite des Rahmens .4, und die Achse B3 dieses
Rades liegt etwa in der Mitte der Länge des Rahmens A. Die Welle B3 ruht mit ihren
Enden in Teilen A2 und A3 des Rahmens.
Die anderen beiden Räder B1, B2 tragen die
ίο dem gepflügten Land zugekehrte Seite des Rahmens _<4, und jedes dieser Räder sitzt auf
einem Achsstummel B*, der von dem Außenende eines Armes B5 getragen wird. Letzterer
ist an seinem Innenende durch einen senkrechten Zapfen B6 mit dem Rahmen A verbunden.
Die Arme B5 erstrecken sich, wie die Zeichnung erkennen läßt, schräg von dem
Rahmen ^a, so daß bei ihrer Schwingung um
die Zapfen Be die Räder B1, B2 gegen die
Längsachse des Rahmens A oder von dieser fort bewegt werden können. Zwischen den
Armen B5 ist eine Verbindung vorgesehen,
durch welche, wenn der eine Arm auswärts schwingt, der andere einwärts sich bewegt,
so daß die Querlagen der Räder B1, B2 gegenüber dem Rahmen in der für die Erfindung
erforderlichen Weise geändert werden. Die verschiedenen Lagen, in welche die Räder B1,
B2 beim Pflügen in der einen und anderen Bewegungsrichtung gebracht werden können,
sind in den Abb. 3 und 4 angedeutet. Die Verbindung zwischen den Armen B5 besteht
aus einem von jedem Arm getragenen Hebel C1 der durch einen Lenker C1 mit einem
Kurbelzapfen C2 an einem Kurbelsteg Cs verbunden
ist. Letzterer ist beiden Kurbelzapfen gemeinsam und starr auf einer quer zum Rahmen
verlaufenden Welle D befestigt. Durch Drehen der Welle D durch eine teilweise Drehung
einer später beschriebenen Vorrichtung wirken die Kurbelzapfen C2 über die Lenker
C1 und die Hebel C an den drehbar gelagerten Armen B5, um die Querlagen der
Räder B1, B2 gegenüber dem Rahmen A am
4S Ende der Bewegung des Pfluges in der einen
Richtung zu ändern, so daß sie als Umstellvorrichtung wirken, um den Pflug selbsttätig
in die richtige Lage zum Herstellen der nächsten Furche zu bringen, sobald der Pflug
beginnt, nach der entgegengesetzten Richtung sich zu bewegen.
Es sind zwei nach entgegengesetzten Richtungen sich erstreckende Pflugschare E vorgesehen,
und diese werden von Armen E1 getragen.
Die Arme E1 sind starr mit einer gemeinsamen Nabe E2 verbunden, die auf das
Ende der WeIIeD aufgekeilt ist. Jeder Arm E1 trägt weiter einen Kolter Es. Es leuchtet
ein, daß, wenn eine der Pflugschare gehoben wird, die andere gleichzeitig gesenkt wird.
Gleichzeitig wird hierbei die WeIIeD teilweise gedreht, um die Umstellvorrichtung zu
beeinflussen.
Die Achsen der Räder B1, B2 werden im
wesentlichen rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Pfluges trotz der Bewegung der
Arme 5 dadurch gehalten, daß die Achsstummel B4, wie bei B7 angedeutet ist, an den
Armen B5 drehbar gelagert werden und jeder Achsstummel mit einem Hebel B8 versehen
wird, der durch einen Lenker B9 mit einem
Quadranten B10 in Verbindung steht. Letzterer kann um die Achse des Zapfens B0 geschwungen
werden, mit welchem er unabhängig von dem Arm B5 starr verbunden ist.
Die Quadranten B10 sind durch ein Lenkersystem miteinander verbunden, welches einen
bei F1 drehbar gelagerten Hebel F aufweist.
Ein Ende dieses Hebels ist durch einen Lenker G an einem danebenliegenden Quadranten
B10 befestigt, während das andere Ende durch einen Lenker G1 mit dem anderen Quadranten
in Verbindung steht. Die Steuerung kann durch eines der beiden Räder H erfolgen, von
denen jedes auf dem oberen Ende einer Welle Ji1 angeordnet ist. Das untere Ende
dieser Welle trägt ein Zahnrad H2, welches mit einem starr mit dem Quadranten B10 verbundenen
gezahnten Quadranten H3 kämmt. Die Steuervorrichtung wird jedoch für ge- go
wohnlich durch die Geradführungen G2 gegen
Bewegung gesichert, und die Geradführung G2 ist starr mit den unteren Enden der Zapfen Ba
verbunden. Das zur Bewegung des Pfluges dienende Seil H4 läuft durch diese Geradführungen
G2 hindurch, so daß der Zug an dem Seil H4· für gewöhnlich die Steuervorrichtung
in der richtigen Lage hält.
Das verankerte Seil Jf4 läuft, nachdem es
durch eine der Geradführungen G2 hindurchgeleitet worden ist, unterhalb einer von dem
Rahmen getragenen Führungsrolle / und dann über eine mit einer V-förmigen Rille versehene
Seilscheibe J1, von welcher aus es um eine Trommel J2 (Abb. 5) geführt wird. Von
hier aus läuft das Seil über eine zweite Scheibe/1 unterhalb einer zweiten Führungsscbeibe
/ und schließlich! durch die andere Geradführung G2. Nahe jeder Seilscheibe/1
ist ein Rad /s vorgesehen, welches von einem bei P drehbar gelagerten Hebel P getragen
wird. Das Rad P hat eine abgeschrägte Kante und dient dazu, das Seil H* unter
Wirkung einer auf den Hebel/4 wirkenden Feder P in die Rille der danebenliegenden
Scheibe Z1 zu drücken.
Die Vorrichtung zum Drehen der Trommel P und der Scheiben I1 kann verschiedener
Bauart sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Scheiben Z1 auf Wellen P an-
geordnet, und jede von ihnen ist mit der Trommel P durch ein Kegelrad M verbunden
(Abb. 5), welches von der Scheibe 71 getragen
wird und mit einem an dem einen Ende einer Welle M2 vorgesehenen Kegelrad M1 kämmt.
Das andere Ende der Welle M2 trägt ein Kegelrad M3, welches mit einem Kegelrad M4
an der Trommel J- zusammenarbeitet. Die Trommel selbst ist frei auf der Welle D angeordnet
und wird von einer Vorgelegewelle N getrieben. Letzteres erfolgt durch eine über
ίο Kettenräder JV1 und M0 der Welle Λ7 und der
Trommel J" laufende Kette M5.
Die Anordnung der Seilscheiben J1, der Führungsscheiben J, der Trommel /2 und der
hiermit verbundenen Antriebsteile ist in großen Zügen in den Abb. 1 und 2 dargestellt,
während Abb. 5 eine genauere Ansicht zeigt.
Die Vorgelegewelle N erhält Kraft durch
eine Kette N2. die über ein Kettenrad Ns der
Welle N und ein Kettenrad O1 einer zweiten Welle O läuft. Letztere trägt zwei Kupplungen,
und die getriebenen Organe O2 einer jeden Kupplung sind starr mit der Welle O
durch einen Keil o. dgl. verbunden, während die beiden treibenden Teile O3, die nebeneinander
liegen, Kegelräder O4 tragen, die beide mit einem gemeinsamen Kegelrad P1 am einen
Ende einer mit dem Motor A1 in Verbindung stehenden Welle P kämmen. Die Kegelräder
O4 und die treibenden Organe O3 der
beiden Kupplungen werden nach entgegengesetzten Richtungen getrieben, wodurch beim
Eingriff der einen oder anderen Kupplung die Welle O und mithin die Vorgelegewelle N
nach der einen oder anderen Richtung gedreht werden kann.
Die Vorrichtung zum Anstellen und Lösen der Kupplungen O2, O3 weist zwei Arme O5
auf, die von einer Stange Q getragen werden. Letztere ist gleitbar in festen Trägern Q1 angeordnet,
so daß, wenn eine Kupplung O2, O3
in Eingriff steht, die andere gleichzeitig außer Eingriff sich befindet.
Einer der Arme O5 ist durch einen Lenker Q2 mit dem einen Arm Q° eines bei Q4
drehbar gelagerten Winkelhebels verbunden, dessen anderer Arm mit einem Ring R1 einer
in der Längsrichtung beweglichen Stange R in Eingriff steht. Die Wirkungsweise der
Stange R wird später beschrieben.
Die Stange R ist gleitbar in feststehenden Führungen R2 angeordnet und trägt ein Querstück
R3, welches in einer Fläche einen Schlitz i?4 aufweist und an der anderen Fläche
einen Zapfen R5 trägt. Der Zapfen Rs greift
in einen Schlitz E3 in einem Arm E4· ein, der
starr mit dem Teil E2 verbunden ist. Hierdurch wird, wenn die Stange R und das Querstück
Rz in der Längsrichtung bewegt werden, der Teil E2 sowie die Welle D geschwungen,
um eine Pflugschar zu heben und die andere zu senken und durch, den Kurbelzapfen C2
und die Kurbel C3 die Umstellvorrichtung zu beeinflussen.
Die Längsbewegung der Stange R und des Querstückes R? wird wie folgt erzielt:
In den Schlitz i?4 des Querstückes R3 greift
ein von einer Platte S1 getragener Zapfen S
ein. Die Platte S1 ist drehbar auf der Welle D1
angeordnet, wodurch bei einer Drehung der Platte das Querstück R3 und die Stange R
rückwärts und vorwärts bewegt werden. Es sind Mittel vorgesehen, um die Platte S1 nur
um eine halbe Umdrehung beim jedesmaligen Wenden des Pfluges zu drehen, so daß das
Querstück aus der einen in die andere Lage bewegt wird. Diese Vorrichtung weist eine
Klinke S2 auf einem Zapfen S3 der Platte S1
auf, auf welche eine Feder S4 einwirkt
(Abb. 6). Letztere hat das Bestreben, die Klinke S2 stets mit einem Sperrad S* in Eingriff
zu bewegen. Das Sperrad S5 ist starr
mit einem dauernd umlaufenden Zahnrad Sü
verbunden oder aus einem Stück mit diesem hergestellt. Das Rad S" kämmt mit einem
Zahnrad S7 einer Welle Ss, die durch Kegelräder
P2, S0 von der Welle P getrieben wird.
Wenn mithin der Motor A1 arbeitet, läuft
das Sperrad S5 dauernd um, und wenn die Klinke S2 mit diesem Sperrad in Eingriff
kommt, wird auch die Platte S1 gedreht. Es ist eine Vorrichtung vorgesehen, durch welche
die Klinke S2 für gewöhnlich außer Eingriff mit dem Sperrad S5 gehalten wird und durch
die der Eingriff nur erfolgt, wenn die Bewegungsrichtung des Pfluges geändert wird. Die
Klinke S2 kommt dann mit dem Sperrad Ss in
Eingriff, bis die Platte S1 eine halbe Umdrehung
ausgeführt hat. Der Teil £2 wird somit teilweise gedreht, um eine Pflugschar anzuheben
und die andere zu senken, und ran die Umstellvorrichtung zu beeinflussen sowie eine
der Kupplungen O2, O3 zu lösen und die
andere in Eingriff zu bringen, worauf die Klinke S2 selbsttätig außer Eingriff mit dem
Sperrad 5"3 kommt. Die Bewegung der
Platte S1 wird mithin unterbrochen, und die Platte bleibt so lange stehen, bis die das
Sperrgetriebe auslösende Vorrichtung wieder zur Wirkung kommt.
Diese Vorrichtung weist zwei plungerähnliehe, in Löchern eines Trägers T2 gleitende
Teile T, T1 auf. Jeder dieser Teile ist an einem Ende durch einen Zapfen Ts mit einer
bei T5 drehbar gelagerten Querstange T4 verbunden,
die mit Schlitzen Te versehen ist. In letztere greifen die Zapfen T3 ein. Wenn mithin,
wie Abb. 6 zeigt, der Teil T verschoben wird, um in der Bahn des Ansatzes S10 der
Klinke S2 zu liegen, wird der Teil T1 aus der
Bewegungsbahn dieser Klinke herausbewegt und umgekehrt. Die Wirkungsweise der Teile T, T1 ist wie folgt:
Angenommen, der Teil T befindet sich in der in Abb. 6 veranschaulichten Lage, in welcher
er mit dem Ansatz S10 der Klinke S2 in Eingriff steht und diese mithin außer Eiingriff
mit dem Sperrad Ss hält. Wird nun die Ouerstange T4 geschwungen, um den Teil T
aus der Bahn der Klinke S2 und den Teil T1 in deren Bahn zu bewegen, wird die Klinke
ausgelöst und kommt mit dem Sperrad Ss in ίο Eingriff. Die Klinke S2 und die Platte S1
werden somit mit dem Zapfend um eine halbe Umdrehung mitgenommen, worauf der
Ansatz S10 der Klinke mit dem Teil T1 in Berührung kommt, der sich nun in der wirksamen
Lage befindet. Die Klinke wird daher außer Eingriff mit dem Sperrad S5 bewegt,
und die Platte S1 kommt zum Stillstand. Durch eine Schwingung des Teiles T4 aus
der einen in die andere Lage wird mithin die Teildrehung der Platte S1 bewirkt, um den
Teil jE2 zu schwingen und mithin die Umstellvorrichtung
zu beeinflussen, eine Pflugschar zu heben sowie die andere zu senken und eine Kupplung O2, O3 ein- und die andere auszunicken.
Der Teil T* wird durch einen Hebel U geschwungen,
dessen einer Arm durch einen Lenker C/1 mit dem einen Ende des Teiles T4
verbunden ist, während der andere Arm in Ringe U2 einer in der Längsrichtung beweglichen,
im wesentlichen über die ganze Länge des Rahmens A sich erstreckenden Stange Us
eingreift. Jedes Ende der Stange U3 ist mit einem Arm eines Winkelhebels U4 verbunden,
dessen anderer durch einen Lenker L?"5 mit dem einen Ende eines Hebels [7° in Verbindung
steht. Das andere Ende des Hebels U0 steht mit einem Ring V in Eingriff, der gleitbar
an dem unteren Ende des Zapfens BB angeordnet ist. Mit dem Ring V steht ein Arm
eines Winkelhebels V1 in Eingriff, auf dessen anderes Ende ein Abzugsorgan V2 einwirkt.
Letzteres ist gleitbar an der Geradführung G2 angeordnet und weist einen Teil V3 auf, der,
wenn die Bewegungsrichtung des Pfluges geändert wird, mit einem Anschlag an dem Seil H4 in Eingriff kommen kann.
Die Wirkungsweise des Pfluges ist kurz wie folgt:
Angenommen, der Pflug bewegt siele nach einer Richtung mit dem Führungsrad in der
vorher ausgeworfenen Furche und dem Tragrad in der gerade herzustellenden Furche, wie
dies in Abb. 3 veranschaulicht ist. Wenn der Pflug das Ende des zu bearbeitenden Landes
erreicht, kommt ein Anschlag an dem verankerten Seil H* in Eingriff mit dem Teil Vs
und verschiebt das Abzugsorgan V2, welches durch die Hebel V1, U", den Lenker IIs, den
Hebel fj4, die Stange U\ den Hebel U und
den Lenker U1 den Schwingarm T4 schwingt, so daß durch einen der Teile T1 T1 die
Klinke S2 ausgelöst wird. Letztere kommt dann mit dem Sperrad S5 in Eingriff und
nimmt die Platte S1 für eine halbe Umdrehung mit, worauf die Klinke S2 mit dem
anderen Teil T1 T1 in Berührung kommt und
außer Eingriff mit dem Sperrad^5 gebracht wird, worauf die Platte 6"1 zum Stillstand
kommt. Durch diese halbe Umdrehung der Plattev?1 wird durch den Zapfend an dem
Querstück Rs letzteres und idie Stange R in der
Längsrichtung verschoben, so daß eine Pflugschar gehoben und die andere gesenkt sowie
der Welle D eine Teilumdrehung gegeben wird, wodurch die Umstellvorrichtung beeinflußt
wird. Gleichzeitig wirkt die Bewegung der Stange R durch die Hebel Q5, Q3 und den
Lenker Q2 auf den Arm O5 der die Kupplung beeinflussenden Vorrichtung, um eine Kupplung
O2, O3 auszulösen und die andere anzustellen
sowie hierdurch die Umdrehungsrichtung der Trommel J2 und der Scheiben 71
und mithin die Bewegungsrichtung des Pfluges umzukehren.
Um Gewähr dafür zu leisten, daß die Abzugsvorrichtung V2 und die Vorrichtung,
durch welche dem Schwingarm T4 Bewegung übermittelt wird, in der richtigen Lage während
der ganzen Bewegung des Pfluges in einer Richtung gehalten werden, ist ein Lenker
W vorgesehen, durch welchen ein Punkt des Teiles E2 mit dem einen Ende eines Hebels
W1 verbunden wird, dessen anderes Ende mit einem Ring W2 an der Stange U3 in Eingriff
steht. Der Ring W2 ist frei gleitbar auf der Stange UB angeordnet, und auf ihn wirkt
das eine Ende jeder der beiden Federn W3, deren andere Enden auf starr mit der Stange W
verbundene Ringe W* einwirken. Es leuchtet ein, daß, wenn bei dieser Anordnung die Auslösevorrichtung
V2 zuerst beeinflußt wird, eine der Federn W3 zusammengedrückt und
die andere freigegeben wird. Sobald jedoch der Teil jj2 infolge der Wirkung der Auslösevorrichtung
V2 geschwungen worden ist, wirkt der Lenker W durch den Hebel W1, um
den Ring W2 in die in Abb. 1 veranschaulichte Lage zu bewegen, in welcher beide
Federn Ws unter gleichem Druck stehen und mithin das Bestreben haben, die Stange U3
in Stellung zu halten.
Wenn die Umstellvorrichtung zur Wirkung gekommen und der Pflug umgekehrt worden
ist, bleibt das neue Führungsrad B1 in der beim vorhergehenden Arbeitsgang hergestellten
Furche, und das Tragrad B2 bewegt sich schräg durch die vorher ausgeworfene Furche
und gelangt in die jetzt durch die Pflugschar herzustellende Furche. In dieser verbleibt das
Rad, und diese Lage ist in Abb. 4 angedeutet. Es leuchtet ein, daß der Druck auf die ar-
beitende Pflugschar zur Folge hat, daß diese ι in der Arbeitsstellung gehalten wird, wodurch
die Stange D und die ganze Umstell vorrichtung sicher gehalten werden. Durch die Geradführungen
G" wird durch den Zug an dem Seil H4 auf den Drehzapfen Ββ eingewirkt, um
die Steuervorrichtung in der genauen Richtung zu halten. Nachdem der Pflug umgekehrt
worden ist, erfolgt das Pflügen in der
ίο gleichen Richtung, bis ein Anschlag nahe dem
anderen Ende des verankerten Seiles H* mit dem anderen Organ Vs in Berührung kommt,
worauf die oben beschriebene Wirkung abermals erfolgt und der Pflug wieder umgekehrt
wird.
Bei dem auf den Zeichnungen veranschaulichten Pflug sind die Verankerungen der
Enden des Seiles H4 zweckmäßig selbsttätig
entlang Verankerungsseilen o. dgl. beweglich, die sich quer zu dem zu bearbeitenden Land
an dessen Enden erstrecken. Die selbstätige Bewegung dieser Verankerungen erfolgt
zweckmäßig durch den Zug an dem Seil H*,
sobald der Pflug beginnt, sich nach der einen oder anderen Richtung zu bewegen. Da diese
Anordnung jedoch keinen Teil der Erfindung bildet, ist es nicht für notwendig erachtet
worden, ihn zu erläutern.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Durch Seilzug bewegter Kipppflug, dessen Räder an der dem gepflügten Land zugekehrten Seite des Pflugrahmens quer zur Bewegungsrichtung des Pfluges verstellbar sind; wobei das Führungsrad stets in der im vorhergehenden Arbeitsgang gezogenen Furche und das Tragrad in der gerade herzustellenden Furche läuft, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Achsstummel des Führungs- und des Tragrades untereinander verbunden und unter Einwirkung des Zugseiles bei der Umkehr des Pfluges nur zusammen verstellbar sind.
- 2. Kipppflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Heben und Senken der Schar oder Schare, die Vorrichtung zur Bewegung der Führungs- und Tragräder in der Querrichtung und die Vorrichtung zur Umkehr der Bewegungsrichtung des Pfluges durch eine Auslösevorrichtung an dem Pflug zur Wirkung kommen, die mit einem Anschlag an dem Seil in Eingriff kommen kann, sobald der Pflug das Ende seiner Bewegungsbahn in einer Richtung erreicht.
- 3. Kipppflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Querbewegung der Führungs- und Tragräder und die Vorrichtung zum Heben und Senken der Pflugschare untereinander verbunden sind und durch das gleiche Zugseil beeinflußt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB545135X | 1927-09-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE545135C true DE545135C (de) | 1932-02-26 |
Family
ID=10471266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF66805D Expired DE545135C (de) | 1927-09-27 | 1928-09-15 | Durch Seilzug bewegter Kipppflug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE545135C (de) |
-
1928
- 1928-09-15 DE DEF66805D patent/DE545135C/de not_active Expired
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