DE545130C - Verfahren zur Entfernung von Eisen und anderen Metallen der Eisengruppe aus Loesungen durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Eisen und anderen Metallen der Eisengruppe aus Loesungen durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode

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DE545130C
DE545130C DEP58622D DEP0058622D DE545130C DE 545130 C DE545130 C DE 545130C DE P58622 D DEP58622 D DE P58622D DE P0058622 D DEP0058622 D DE P0058622D DE 545130 C DE545130 C DE 545130C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions or iron group metals, refractory metals or manganese

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  • Materials Engineering (AREA)
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Description

Die Metalle der Eisengruppe, ζ. Β. Eisen und Nickel, können in gewissen Mengen in Quecksilber gelöst werden, sofern vollständig reine, von Oxydhäutchen und anderen Be-
'S lägen freie Flächen der fraglichen Metalle mit dem Quecksilber in Kontakt gebracht werden. Diese Tatsache kann auf verschiedene Weise für die Extraktion der Eisengruppenmetalle aus verschiedenen Materialien bzw. Lösungen ausgenutzt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren aus Lösungen, welche die Salze eines bzw. mehrerer Metalle der Eisengruppe enthalten, eins bzw. mehrere dieser Metalle durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode zu entfernen. Das neue Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilber kontinuierlich fließt und die Strömungsgeschwindigkeit so bemessen ist, daß bei der angewendeten Stromdichte das angefüllte Eisengruppenmetall nicht einen Belag auf der Kathode bildet, sondern in amalgamiertem Zustande vom strömenden Oueeksilber restlos abgeführt wird.
Um das Quecksilber besonders gut auszunutzen und mit einer verhältnismäßig gerin gen Quecksilbermenge auszukommen, wird das neue Verfahren erfindungsgemäß vorzugsweise derart ausgeführt, daß die als Kathode dienende Quecksilbermasse in vertikaler oder geneigter Richtung mit vertikaler oder geneigter wirksamer Oberfläche zum Strömen gebracht wird. Eine derartige Kathodenvorrichtung ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
Abb. ι ist ein Schnitt durch die .Vorrichtung gemäß der Linie I-I in Abb. 2.
Abb. 2 zeigt die in Abb. 1 dargestellte Vorrichtung in Vorderansicht.
An einer Platte 1 aus Porzellan oder anderem indifferenten Stoff ist mittels der Arme 3 ein längs der Plattenoberkante verlaufendes Rohr 2. aus Porzellan o. dgl. befestigt. Dieses Rohr ist bei 5 mit den Armen 3 drehbar verbunden, damit die ditrchgehenden, in einiger Entfernung voneinanderliegenden Öffnungen oder Schlitze 4 der Rohrwand in beliebiger Weise gegen die Platte 1 gerichtet werden können. Das Rohr ist an beiden Enden geschlossen und mit einem Stutzen 7 für den Zulauf des Quecksilbers versehen. Die ganze Vorrichtung steht entweder senkrecht oder ist in beliebigem Winkel zur Horizontalebene ge-
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stellt. Das- mit dem Minuspol der Stromquelle verbundene Quecksilber fließt von 7 ir das Rohr 2 und sodann, durch die Öffnungen 4, in eine !Mehrzahl von Einzelströmeii ö geteilt, längs der Platte 1 und wird unten durch eine nicht gezeigte Fangrinne aufgesammelt und weitergeleitet. Wenn das Rohr statt - mit Lochungen mit Schlitzen 4 versehen ist, kann man, wenn erwünscht, erreichen, daß die Platte ι vollständig oder nahezu vollständig von dem Quecksilber bedeckt wird.
Gewisse'Metalle werden bekanntlich durch ■ die Elektrolyse auf ihre niedrigste Oxydationsstufe reduziert. Gemäß der Erfindung wird vorzugsweise schon vor 'Beginn der Elektroh'Se eine solche Reduktion mit Hilfe geeigneter Reduktionsmittel vorgenommen und im Elektrolyt gegebenenfalls vorhandenes Perrisalz vor Beginn der Elektrolyse zu Ferrosalz reduziert.
Die Erfindung kann mit großem Vorteil z. B. zur Herstellung von eisenfreien Aluminiumsalzen angewandt werden. Bei dem Aufschluß des Tones mit Säuren gehen nebst Aluminium erhebliche Mengen Eisen in Lösung und verunreinigen die gewonnenen Aluminiumsalze. Verschiedene Methoden sind schon vorgeschlagen worden, um Eisen aus diesen Salzlösungen zu entfernen, aber keine von diesen hat sich technisch-wirtschaftlich bewährt. ·
Nach vorliegender Erfindung wird bei der Elektrolyse von eisenhaltiger Aluminiumsulfatlösung, die gegebenenfalls im voraus auf geeignete Weise reduziert worden ist, vorzugsweise Blei als Anodenmaterial verwendet und dieses gegebenenfalls von einem geeigneten Diaphragma umgeben, um das Hinabfallen von Bleisuperox3rd zu verhindern. Bei der Elektrolyse von Aluminiumchloridlösung wird zweckmäßig Kohlenstoff als Anodenmaterial verwendet.
Um den Unterschied zwischen dem Aus-
fällungspotentiäl ^des Wasserstoffs und des Metalls bzw. der Metalle zu vergrößern und hierdurch die Stromausbeute zu vermehren, ist es gemäß der Erfindung zweckmäßig, den Elektrolyt weitestgehcnd zu neutralisieren.
Vor der Elektrolyse wird daher gegebenenfalls die Acidität der Lösungen durch Zusatz von geeigneten Neutralisationsmitteln, wie
z. B. CaC O3, Al (OH)n usw., vermindert.
Durch Zusatz von Calciumcarbonat kann man die Acidität einer infolge Hydrolyse" sauren AluminiumsulfatlÖsung- auf etwa o.ooör normal bringen.
Beispiel
Eine Menge-von 100 ecm Aluminiumsulfatlösung, welche etwa 100 g Aluminiumoxyd und 3,45 g Eisen (hauptsächlich in zweiwertiger Form) im Liter enthält und im voraus reduziert sowie durch Zusatz von iöog CaI-ciumcarbonat-je Liter neutralisiert ist, wurde unter Verwendung einer strömenden Quccksilberkathode, die außerdem umgerührt wird, während 50 Minuten elektrolysiert. Die Mittelspannung betrug 6.2 Volt, die Stromstärke Oj 60 Ampere, die Kathodenfläche 20 cm2, somit die Stromdichte 3 Ampere/dm2. Der Eisengehalt war am Ende des Versuches auf 0,048 g/Liter gesunken, d. h. auf das in der Lösung befindliche Al2 O3 berechnet, von 3,45% auf 0,048% heruntergegangen. Die Stromausbeute wurde somit
(3.45 — 0,04s) · 0,1· 96 500 · 100 _ .
28 · 3600 · >-·Ό,6
OO
Das bzw. die aus der Lösung extrahierten bzw. ausgefällten, im Querschnitt enthaltenen Metalle werden ständig oder von Zeit zu Zeit von dem. Quecksilber getrennt, so daß letzteres mit möglichst geringem Verlust alsExtraktions- bzw. Kathoclenmateriäl zirkulieren kann. Die Befreiung des Quecksilbers von den darin enthaltenen Metallen kann beispielsweise durch Behandlung mit Merkuronitratlösung oder in einer anderen geeigneten Weise go erfolgen, worauf das Quecksilber dem Vorgang wieder zugeführt wird.
Das neue Verfahren ist keineswegs an das angegebene Ausführungsbeispiel gebunden, sondern kann in verschiedener Weise abgeändert werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    r. Verfahren, durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode ein Metall oder mehrere Metalle der Eisengruppe aus Lösungen zu entfernen, welche die Salze eines bzw. mehrerer Metalle der Eisengruppe enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilber kontinuierlich fließt, wobei die Strömungsgeschwindigkeit so bemessen ist, daß bei der angewendeten -"Stromdichte das ausgefällte Eisengruppen- 11c metall in amalgamiertem Zustand vom strömenden Quecksilber restlos abgeführt wird.
    1. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ouecksilbermasse in vertikaler oder geneigter Richtung zum . Strömen gebracht wird.mit vertikaler oder . geneigter wirksamer Oberfläche.
    3. Verfahren nach Anspruch ι oder 2,' dadurch gekennzeichnet, daß im Elektrolyt evtl. vorhandene Ferrisalze vor Beginn der Elcktrolvse mittels geeigneter Reduk-
    tionsmittel zu Ferrosalzen reduziert werden. -
    4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt weitestgehend neutralisiert wird.
    um den Unterschied zwischen dem Ausfällungspotential des Wasserstoffs und des Metalls bzw. der Metalle zu vergrößern und dadurch die Stromausbeute zu vermehren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEP58622D 1928-08-28 1928-09-21 Verfahren zur Entfernung von Eisen und anderen Metallen der Eisengruppe aus Loesungen durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode Expired DE545130C (de)

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DEP58622D Expired DE545130C (de) 1928-08-28 1928-09-21 Verfahren zur Entfernung von Eisen und anderen Metallen der Eisengruppe aus Loesungen durch Elektrolyse unter Verwendung einer aus bewegtem Quecksilber bestehenden Kathode

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746215C (de) * 1937-06-22 1944-12-09 Duisburger Kupferhuette Metallelektrolyse-Verfahren
DE1038291B (de) * 1952-10-24 1958-09-04 Siemens Ag Verfahren zur elektrolytischen Aufbereitung von schwefel- oder phosphorsauren Salzloesungen der Eisenmetalle, vornehmlich Beizfluessigkeiten
DE1051827B (de) * 1955-06-13 1959-03-05 Aluminium Ind Ag Verfahren zur elektrolytischen Behandlung einer Alkalialuminatloesung

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DE746215C (de) * 1937-06-22 1944-12-09 Duisburger Kupferhuette Metallelektrolyse-Verfahren
DE1038291B (de) * 1952-10-24 1958-09-04 Siemens Ag Verfahren zur elektrolytischen Aufbereitung von schwefel- oder phosphorsauren Salzloesungen der Eisenmetalle, vornehmlich Beizfluessigkeiten
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