DE54423C - Neuerung in der Erzeugung von Magnesiumlicht - Google Patents

Neuerung in der Erzeugung von Magnesiumlicht

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DE54423C
DE54423C DENDAT54423D DE54423DA DE54423C DE 54423 C DE54423 C DE 54423C DE NDAT54423 D DENDAT54423 D DE NDAT54423D DE 54423D A DE54423D A DE 54423DA DE 54423 C DE54423 C DE 54423C
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magnesium
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DENDAT54423D
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C. C. SCHIRM in Berlin W., Potsdamerstrafse 20
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. März 1890 ab.
Bei der nachfolgend beschriebenen Vorrichtung wird dem die gewöhnliche Flamme und die Verbrennung des Magnesiums herbeiführenden Gasstrom das Magnesium schon vor der Brennstelle, also bevor es zur Entzündung gelangt, beigemengt und gleichzeitig die Geschwindigkeit des Gasstromes so gesteigert, dafs derselbe im Stande ist, das Magnesiumpulver, fein zerstäubt, zu transportiren und durch die Brenneröffnung hinauszuschleudern.
Hierdurch soll eine vortheilhaftere Ausnutzung des verbrauchten Glühkörpers und eine leichte Transportirbarkeit der Vorrichtung erzielt werden. Auch soll diese Vorrichtung noch den Vortheil bieten, dafs keine dauernde Brennflamme nöthig ist, so dafs also wesentlich an Leuchtmaterial gespart wird, da der Photograph im gegebenen Augenblick die Brennflammen selbst mit dem Lichteffect erzeugt, während im übrigen eine wenig kostende Hülfsflamme genügend zur sofortigen Inbetriebsetzung des Apparates ist.
Diese Vorrichtung läfst sich bei Gas-, Petroleum-, Benzin-, Alkohol- und Ligrombrennern anwenden.
Fig. ι und 2 zeigen die Anwendung bei einem Gasbrenner, Fig. 3 und 4 bei einem Benzinbrenner.
Es ist in der Zeichnung, Fig. 1 und 2, der besseren Wirkung halber ein Bunsen - Brenner vorgesehen, es kann aber auch ein gewöhnlicher Gasbrenner angewendet werden.
In das Zuleitungsrohr α für den Brenner mündet vor der Brennöffnung CL1 seitlich das Zuführungsrohr b für das Magnesium-, Zinkoder Aluminiumpulver, welches zum Glühen gebracht werden soll. Es wird eine continuirliche Zuführung des Magnesiumpulvers angenommen für den Fall, dafs continuirliches Licht erzeugt werden soll, und eine absatzweise Zuführung für den Fall der Blitzlichterzeugung. Der durch das Rohr α. sich bewegende Gasstrom vertheilt sofort infolge seiner Geschwindigkeit das Magnesium, und bei Zutritt der Luft zum Gasstrom an der Mündungsstelle ax wird bei Entzündung der Mischung eine constante Bunsen-Flamme erzielt, in welcher das continuirlich oder absatzweise zugeführte Magnesiumpulver zum hellsten Glühen gelangt. a& ist der bekannte Schornstein des Bunsen-Brenners.
Der nothwendige Druck für das Gas wird in einem Gasometer erzeugt. Der Gasstrom kann auch saugend auf den Inhalt des Magnesiumbehälters einwirken, wie dies Fig. 1 a und 2a zeigen, bei welchem der Gasstrom, als Strahlapparat wirkend, das Magnesiumpulver aus dem Behälter r und Rohr b ansaugt.
Will man Blitzlicht erzeugen, so empfiehlt es sich, eine kleine Hülfsflamme α 4 zu benutzen, welche vor der Mündung des Bunsen-Brenners constant brennt und im geeigneten Augenblick die Hauptflamme entzündet.
Fig. ι b und 2 b zeigen die bei Erzeugung von Blitzlicht gebrauchte Anordnung, α αλ ist der Bunsen-Brenner, m die Schlauchzuleitung für das Gas, c der Behälter für das Magnesiumpulver, ρ eine Klappe in der Leitung α für den Bunsen-Brenner, q ein kleiner Vertheilungskolben, welcher das zwischen Klappe ρ und Kolben q hereinfallende Magnesiumpulver in
die Rohrleitung α befördern kann, wobei beim Herausbefördern die Klappe ρ ausweicht und nach Zurückziehen des Kolbens q die Zuführöffhung wieder verschliefst. Es ist bei dieser Kolbenfortbewegung eine bestimmte Menge Magnesiumpulver in α eingebracht. Es befindet sich nun an der Rohrleitung a noch ein Stutzen f, an dem der Gummiball g angebracht ist. In der Rohrleitung α befindet sich ferner ein zweisitziges Ventil ν V1, Fig. 2 c, dessen Sitz und Durchlafsöffnung V1 gröfser ist als bei v. Eines von diesen fest mit einander verbundenen Ventilen kann nur in geschlossener Stellung sich befinden, Fig. 2 c, während das andere geöffnet ist. Bei gewöhnlichem Druck in der Gasrohrleitung m wird demgemä'fs der auf V1 wirkende Druck dieses Ventil öffnen und das Ventil ν schliefsen und geschlossen halten. Der Gummiball g füllt sich mit brennbarem Gas. In dem Augenblick, wo der Photograph den Ball mit der Hand zusammendrückt, entsteht in demselben ein Ueberdruck; das Ventil V1 wird sich schliefsen, das Ventil ν geöffnet werden und das in g enthaltene Gasquantum wird mit entsprechender Gewalt durch die Gasleitung α nach der Mündung aY bewegt. Bei dieser Bewegung zerstäubt das Gas das in der Leitung angehäufte Magnesiumpulver, und die einströmende Mischung wird sich an dem constant brennenden kleinen Hülfslämpchen, welches durch Ableitung ^1 constant gespeist wird, entzünden und den Lichteffect herbeiführen.
Die Verwendung des Verfahrens bei Benzin-, Ligroin-, Alkohol- oder Petroleumbrennern ist in Fig. 3 und 4 dargestellt. Es ist hier f ein mit Schwamm fL ausgefüllter Behälter, der oben das Einströmrohr α und den Magnesiumbehälter V2 trägt, sowie eine kleine Hülfsflamme h x, welche von dem Benzin und Benzindampf des vollgesogenen Schwammes gespeist wird.
An dem Schwammbehälter _/ ist ein Stutzen / angebracht, an welchem der Handgummiball mittelst des Schlauches 5 hängt. Es wird nun aus dem Behälter V2 eine Quantität Magnesium in das Brennerrohr α eingebracht, und wenn in dem entsprechenden Augenblick das Blitzlicht erzielt werden soll, so braucht der Photograph nur den Gummiball schnell zusammenzupressen , dann werden die im Schwamm J1 und Behälter _/ befindlichen Benzindämpfe und das zerstäubte Benzin mit grofser Geschwindigkeit zum Rohr α hinausgetrieben, zerstäuben das darin befindliche Magnesiumpulver und treten bei at innig gemischt aus, um sich dort an der Hülfsflamme zu entzünden und das Blitzlicht hervorzurufen.
Es ist bei dieser Oeffhung das Rohr α nicht gegen den Schwammbehälter f abgeschlossen, so dafs Luft in denselben eintreten und sich mit dem Benzindampf mischen kann. Es kann aber ebensogut eine Ventilanordnung, wie vorher beschrieben, angewendet werden, welche für gewöhnlich den Behäter / abschliefst und erst im geeigneten Moment sich öffnet. Als Glühkörper finden am besten Magnesium, Zink und Aluminium Verwendung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zur Erzeugung von Magnesiumlicht unter Verwendung eines derart in das Brenngasleitungsrohr einmündenden Zuführungsrohres für das Magnesium- oder Glühpulver, dafs der Gasstrom selbst die Zerstäubung und Fortbewegung des eingeführten Magnesiumoder Glühpulvers entweder beim continuirlichen Ausströmen oder bei dem plötzlich erzeugten Gasdruck übernimmt.
2. Bei der unter 1. geschützten Vorrichtung die Verwendung einer Hülfsflamme (aj, welche vor der Mündung des Hauptbrenners angeordnet ist, in Verbindung mit einem in die Gasleitung eingeschalteten, zusammendrückbaren Behälter (g), zum Zweck einer augenblicklichen Druckerzeugung und Entzündung des zugeführten brennbaren Gemisches von Glühkörper und Brenngas.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54423D Neuerung in der Erzeugung von Magnesiumlicht Expired - Lifetime DE54423C (de)

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