DE54404C - Gasdruckregulator - Google Patents
GasdruckregulatorInfo
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- DE54404C DE54404C DENDAT54404D DE54404DA DE54404C DE 54404 C DE54404 C DE 54404C DE NDAT54404 D DENDAT54404 D DE NDAT54404D DE 54404D A DE54404D A DE 54404DA DE 54404 C DE54404 C DE 54404C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
- G05D16/12—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a float
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Der nachstehend beschriebene Gasdruckregulator bezweckt, nicht nur den meist zu
hohen Druck in der Gasleitung auf einen bestimmten niedrigeren Druck zu reduciren, sondern
auch den reducirten Druck für die Consumleitung derart selbsttätig zu reguliren,
dafs für jedes beliebige Verbrauchsquantum pro Zeiteinheit der für dasselbe zweckmä'fsigste
Druck vorhanden ist. Es soll also mit Zunahme des Verbrauchs der Druck steigen, und
umgekehrt soll derselbe wieder abnehmen.
Der Apparat ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. i, 2 und 3 dargestellt.
Das Rohrverbindungsstück a, welches im Innern etwa wie der Körper eines gewöhnlichen
Absperrventils beschaffen ist, trägt in der Mitte ein Standrohr, an dessen oberem
Ende sich der nach unten gekehrte Ventilsitz B befindet. Ferner trägt das Verbindungsstück a
den Behälter C nebst Deckel D, welch' ersterer dazu dient, in seinem Innern ein beliebiges
Flüssigkeitsbad (Quecksilber, Glycerin oder Wasser) und, in dieses eintauchend, die
Glocke E, sowie den unter der Glocke befindlichen, auf dem Ventilsitz mittelst dreier Säulchen
befestigten Schutzbecher G aufzunehmen.
Im Innern der Glocke und mit dieser unter dem Flüssigkeitsspiegel durch einige Speichen
fest verbunden, befindet sich aufserdem dem Ventilsitz B gegenüber das Absperrventil F,
welches zwecks vollständiger Entlastung hohlcylinderförmig
gebildet ist und zur Erreichung eines dichten, reibungslosen Abschlusses zwischen
Vordruck und reducirtem Druck mit dem unteren Ende ebenfalls in die Flüssigkeit
eintaucht.
Das Ventil F bewegt sich also mit der Glocke E ohne jede Reibung in der Flüssigkeit
auf und ab und regulirt so mit seinem oberen Ende, dem Abstand vom Ventilsitz B
entsprechend, die Durchgangsöffnung.
Die Führung erhält die Glocke E durch eine in der Mitte derselben befindliche Achse.
Der Schutzbecher G, welcher, ebenfalls in die Flüssigkeit eintauchend, verhindert, dafs
das durch die Durchgangsöffnung strömende Gas direct unter die Glocke gelangt, trägt in
der Mitte einen oder mehrere in die Consumleitung b ragende Rohrstutzen H, so dafs das
Gas erst von der Consumleitung b aus durch die betreffenden Kanäle unter die Glocke gelangen
kann. Die Anordnung dieser düsenartig geformten Kanäle ist nun derart getroffen,
dafs das in der Consumleitung an den Düsen vorbeiströmende Gas je nach dessen Flufsgeschwindigkeit
nach der Glocke hin mehr oder weniger saugend wirkt, so dafs sich der durch das Eigengewicht der Glocke bedingte
theoretisch constante Druck unter derselben um so mehr künstlich verringert, je mehr Gas
pro Zeiteinheit durch den Apparat strömt.
Druckverminderung unter der Glocke kommt einer Mehrbelastung derselben gleich, so dafs
hierdurch ein künstliches Mehröffnen des Ventils und hiermit eine thatsächliche Drucksteigerung
in der Consumleitung erreicht wird, welche im Verhältnifs zur Geschwindigkeit des
Gases bezw. zur Verbrauchsmenge pro Zeiteinheit steht. Ferner befindet sich, da die einfache
Saugwirkung oft nicht ausreicht, an dem unteren Ende eines der Rohrstutzen ein zur
Hälfte in denselben ragendes turbinenartiges
Schaufelrad J, welches von dem Gas gedreht wird und ebenfalls saugend nach der Glocke
wirkt. Aufserdem kann eine im Verhältnifs zur Flufsgeschwindigkeit des Gases höhere Belastung
der Glocke dadurch erreicht werden, dafs man an der Glocke einen in die Consumleitung
b herabhängenden, beliebig geformten oder auch porösen Körper K anbringt, welchen
das Gas einestheils durch die Reibung, anderentheils durch den Stofs herabzuziehen
bestrebt ist und so die Glocke bei wachsendem Consum künstlich mehr belastet.
Regulirt wird die beschriebene Vorrichtung durch beliebige Verschiebung der Querschnittsverhältnisse und entsprechende Veränderung
der Düsenform.
Das Gas strömt also, wie die Pfeile anzeigen, zunächst bei α mit beliebig hohem Druck
in den Apparat, wo dasselbe durch das mit der Glocke E verbundene , vollkommen entlastete
Ventil F. zunächst auf einen der Theorie nach constanten niedrigeren Druck reducirt wird,
und bewirkt alsdann beim Passiren der Saugvorrichtungen etc. durch seine in vorstehendem
beschriebene Wirkung eine künstliche Mehröffnung des Ventils und hierdurch eine Erhöhung des theoretisch reducirten Druckes,
welche stets genau im Verhältnifs zu der den Apparat durchfliefsenden Gasmenge steht, eine
Einrichtung, welche besonders bei mangelhaften Leitungen und auch bei Gasfabriken zur
Erzielung der denkbar höchsten Ersparnifs von grofsem Werth ist. Im Falle bei guten Leitungen
der reducirte Druck constant bleiben
soll, wird die Saugvorrichtung durch Heben des Schutzbechers G aus dem Bad ausgeschaltet.
Claims (2)
1. Bei Druckregulatoren die Anwendung des vollkommen entlasteten hohlcylindrischen
oder hohlprismatischen, mit dem unteren Ende behufs reibungsloser Dichtung in Flüssigkeit getauchten Ventils F, um zunächst
einen theoretisch constanten Druck unter der Glocke zu erzielen, und die Verwendung
der Gasströmung zur künstlichen Verminderung besagten Druckes unter der Glocke im Verhältnifs zur Verbrauchsmenge
mit Hülfe der in der Consumleitung b angebrachten, beliebig gestalteten Saugvorrichtungen
H und J, gemäfs Fig. ι und 2.
2. In Verbindung mit der Einrichtung gemäfs Anspruch i. die Anordnung eines an der
Glocke E aufgehängten, beliebig geformten Körpers K, welcher im Verhältnifs zur
Flufsgeschwindigkeit des Gases durch die Reibung und den Stofs desselben mehr oder weniger nach unten gezogen wird
und so die Wirkung der in Anspruch i. angeführten Saugvorrichtung unterstützt
bezw. wie diese bei wachsendem Consum eine künstliche Mehröffnung des Ventils und hiermit eine thatsächliche Drucksteigerung
in der Consumleitung veranlafst, gemäfs Fig. 3.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54404C true DE54404C (de) |
Family
ID=328998
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54404D Expired - Lifetime DE54404C (de) | Gasdruckregulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54404C (de) |
-
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