DE528265C - Einrichtung zur selbsttaetigen Speise-Gaswaschwasserzufuehrung fuer elektrolytische Zellen zur Herstellung von Sauerstoff und Wasserstoff - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen Speise-Gaswaschwasserzufuehrung fuer elektrolytische Zellen zur Herstellung von Sauerstoff und WasserstoffInfo
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Description
Diese Erfindung bezieht sich, auf das automatische Einstellen des Flüssigkeitsstandes
in elektrolytischen Zellen, wie sie zur elektro-Iytischen Herstellung von Sauerstoff undWasserstoff
verwendet werden, und auf das Waschen der aus diesen Zellen gewonnenen
Gase.
Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf bekannte Einrichtungen jener Art, bei
der die in einer Zelle oder Zellen entwickelten Gase dadurch gewaschen werden, daß
man die Gasblasen in dem in den Waschkammern enthaltenen Wasser aufsteigen läßt.
Der Wasserzufluß zu diesen Kammern wird von einem Ventil geregelt, welches ein Schwimmer in einem Speisewasserbehälter betätigt,
aus dem das Speisewasser abgeleitet wird, um den Stand des Elektrolyten in der Zelle oder den Zellen auf der gleichen Höhe
so zu erhalten. In dem Maße, als Wasser aus diesem Speisewasserbehälter abgeleitet wird,
fließt Wasser in die Waschkammern nach und aus diesen wieder in den Spedsewasserbehälter
zurück, so daß der gesamte aus den Gasen herausgewaschene Elektrolyt in die Zelle oder Zellen zurückgelangt. Beispiele
dieser Art Einrichtungen sind in den Patentschriften 421 569 und 467 726 beschrieben.
Diese Einrichtungen gestatten jedoch keine Regelung des Gasdruckes in den Gaswaschkammern.
Es ist daher Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die Einrichtung so auszubilden,
daß verhindert wird, daß die in gewissen Grenzen veränderlichen Drücke auf der Gasabzugseite
den Gasdruck innerhalb der Gasglocken beeinflussen.
Ferner bezweckt die Erfindung, in den Gasglocken einen gleichen und konstanten
Gasraum zu sichern, um die wirksame Trennung des Sprühwassers aus dem in den Glokken
befindlichen Gas, bevor das letztere in das Abzugrohr zu der Hauptleitung gelangt,
leichter zu gestalten.
Die Erfindung vereinigt demnach ein Mittel zum Ausgleichen und Regeln des Druckes
in einer Mehrzahl von Zellen 'mit einer Einrichtung zur automatischen Speisewasser-
und Waschwasserzufuhr in diese Zellen.
Der Erfindung entsprechend werden die Gaswaschkammern und der Speisewasserbehälter
mit einem Überlauf rohr aus jeder Gaswaschkammer wie früher verwendet, aber
anstatt das Überlaufrohr direkt in den Speisewasserbehälter mit dem Schwimmer zur Regelung
der Flüssigkeitszufuhr zu führen, wird
das Überlaufrohr aus jeder Gaswaschkammer mit einer besonderen Kammer in dem Speisewasserbehälter
verbunden, aus welcher eine einstellbare Ausflußrohre ia den Behälter
führt. Diese Kammer, in welche die Überlaufröhren aus den Gaswäschern führen, ist
in Wirklichkeit ein kleiner Hilfsbehälter. Derselbe ist zwischen den Kammern so angeordnet,
daß sich die obere Öffnung seines Abflußrohres oberhalb der Gasöffnungen in den Gaswaschkammern befindet.
Auf diese Weise kann dadurch, daß die Höhe eines einzigen Abflußrohres in dieser
Hilfskammer geregelt wird, der Druck des eindringenden Gases, der von dem Wasserstand
in den Gaswäschern oberhalb der Gasöffnungen abhängt, nach Wunsch festgesteEt
werden. Derselbe muß in jedem Gaswäscher gleich sein und ist daher an den Seiten der
Diaphragmen in den betreffenden Zellen gleich.
Bei dem dargestellten Beispiel ist Fig. ι ein Aufriß der Einrichtung, teilweise
geschnitten,
Fig. 2 ein Grundriß derselben,
Fig. 2 ein Grundriß derselben,
Fig. 3 eine Ansicht des den einheitlichen Druck regelnden Apparates, von ""dem Behälter
entfernt.
A, b sind die beiden Gaswaschkammern und c der Speisewasserbehälter, welcher den
Überlauf aus den beiden Gaswaschkammern erhält und durch die Verbindungsstücke X
hindurch die Zellen mit Flüssigkeit speist.
d zeigt das in diesem Speisewasserbehälter angeordnete Ventil, das von dem Schwimmer e
betätigt wird und die Wasserzufuhr zu den Gaswaschkammern regelt.
Die aus den Zellen in die Gaswaschkammern α undö führenden Gaseinlaßröhren sind
bei / und die Gasabzugröhren bei g angezeigt. Ia den Gaswaschkammern befinden
sich Mittel, um das Gas und die Waschflüssigkeit in innige Berührung zu bringen, und
zwar offene Röhren h, die durch eine Zwischenwand i oberhalb des Gasabzugs g zu
einer unteren Platte / reichen, welche sich unter dem Ende der aus den Kammern a, b
in den Speisewasserbehälter c führenden Überlaufröhren k befindet.
Der Speisewasserbehälter c ist als ein niedriger
Tank mit großen Horizontaldimensionen unterhalb der Kammern α und b angeordnet,
so daß eine große Menge Flüssigkeit mit niedrigem und beinahe gleichförmigem Gefälle verfügbar ist, um plötzlichen
Erfordernissen in den elektrolytischen Zellen (nicht gezeigt) zu entsprechen.
Er ist rechteckig geformt, und auf ihm sitzen die beiden Gaswaschkammern a, b mit
genügendem Zwischenraum für die Regeleinrichtung. So weit sind die Anordnungen im
wesentlichen dieselben wie bei der eingangs erwähnten Einrichtung.
Das Überlaufrohr k für die Flüssigkeit, sowohl das aus der Kammer α als das
aus b, ist so einstellbar, daß seine Höhe über dem unteren Ende der Röhren h
und· daher die Höhe der Flüssigkeit, durch welche das Gas! in Blasen aufsteigt, ganz
genau den Erfordernissen entsprechend festgesetzt werden kann. Diese Überlauf röhren k
sind mit einer Hilfskammer m im Speisewasserbehälter c verbunden, mit dem Speisewasserbehälter
c selbst nur durch: ein in der Hilfskammer angeordnetes, einstellbares Stehrohr
n. Die Hilfskammer m erstreckt sich über den Speisewasserbehälter c genügend
weit hinaus, damit die im Stehrohr η befindliche Öffnung oberhalb der unteren Öffnungen
der Röhren h in den Gaswaschkammern eingestellt werden könne.
Am zweckmäßigsten verbindet man die beiden Überlaufrohre k und die Hilfskammer m
durch Flanschenverbindungen o, so daß man die Hilfskammer m (die bloß eine unten geschlossene
Röhre zu sein braucht) und die Röhren k bei der Einstellung der Röhren
in den Gaswaschkammerna undo als Ganzes
bewegen kann und daß die Hilfskammer m ausschließlich von den Röhren k getragen
wird. Außen sind die Röhren k im größten Teil ihrer Länge mit Gewinden und aufgeschraubten
Muffen ρ versehen, welch letztere in Öffnungen in den Gaswaschkammern a, b
eingefügt und eingelötet werden; es können an diesen Muffen auch Außengewinde angebracht und sie mittels Muttern an den
beiden Seiten der Bodenplatte angeklemmt oder auf eine andere geeignete Weise befestigt
werden. Die ebenfalls auf den Röhrengewinden befindlichen Gegenmuttern q werden
fest an die Muffen ρ angeschraubt, um die Röhren in ihrer Lage in den Muffen festzuhalten.
Das schmale Stehrohr η in der Hilfskammer
m ist ebenfalls vom unteren Ende aufwärts außen ein gewisses Stück hindurch
mit Gewinden versehen, in eine mit Innengewinde ausgestattete Muffe r eingeschraubt
und durch eine Gegenmutter s befestigt. Die Muffe r kann in den Boden der Kammer m
eingeschweißt sein.
Die Flüssigkeitszufuhr zu den Gaswaschkammern auf dem vom Ventil d gesteuerten
Wege zu den Abzweigungen t und dea Verbindungsstücken u in den Bodenteil der Gaswaschkammern
α und b folgt der Anordnung der eingangs erwähnten Einrichtung.
In der Praxis regelt nach erfolgter Zusammenstellung des Apparates die Einstellung
der Höhe der Stehröhre ti den Druck des einströmenden Gases. Wenn z. B. die in
die Hilfskammer m führende Rohröffnung ίο cm über dem unteren Ende der Röhrenh
in den Gaswaschkammern α und b ist, so wird auf dem Gas in sämtlichen Glocken der
mit diesen Gaswäschern verbundenen Zellen ein konstanter Druck von ι ο cm Wasser herrschen.
Wenn die Flüssigkeit in den Zellen sinkt, so Hießt das Wasser aus dem Speisewasserbehälter
c in die Zellen; der Schwimmer e
ίο fällt, und das Schwimmerventil d liefert Wasser
in die Gaswaschkammern α und b durch die Abzweigungen und Verbindungsstücke t, u.
In den Gaswaschkammern ist die Wasseroberfläche durch die Höhe der oberen Öffnung
der einzigen einstellbaren Abflußröhre η bestimmt.
Überschüssiges Wasser fließt daher durch die Röhren k aus diesen Kammern in
den Hilfsbehälter nt und durch den Abfluß von η in das Reservoir c, um daselbst
das Niveau wiederherzustellen. Es wird so die Flüssigkeitsoberfläche in den beiden Gaswaschkammern
und daher der Druck auf die in diese Kammern eindringenden Gase konstant erhalten und das Flüssigkeitsniveau
in allen Zellen außerhalb der Gasglocken durch das einzige einstellbare Abflußrohr η
geregelt, welches in dem Behälter c, der die Flüssigkeit in die Zellen liefert, angeordnet
ist. Das bedeutet, daß der vom Gas eingenommene Raum in den Glocken konstant ist und nach Belieben so geregelt werden
kann, daß ein gewisser Minimalraum gewährleistet ist, um eine wirksame Trennung des
Sprühelektrolyten vom Gase zu ermöglichen.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Überlaufröhren k über den Boden der Gaswaschkammern
nicht hervorragen müßten, da das Wasserniveau nur durch das Abflußrohr η
eingestellt wird. Die beschriebene Anordnung hat jedoch den Vorteil, daß ein flüssiger
Gasabschluß in den Gaswaschkammern α, b auch dann vorhanden bleibt, wenn
zwischen den Gaswaschkammern α, b und dem Behälter c ein Leck entstünde. Im
ersten Falle könnten Gase in den Speise
wasserbehälter c einströmen und darin Knallgas erzeugen.
Claims (2)
1. Einrichtung zur selbsttätigen Speise-Gaswaschwasserzuführung
für elektrolytische Zellen zur Herstellung von Sauerstoff und Wasserstoff, bei welcher man
jedes Gas nach Verlassen der Zellen in Blasen durch die Gaswaschkammern aufsteigen
läßt, durch welche das Speisewasser für die Zellen fließt, geregelt durch
ein Ventil, das von einem Schwimmer in einem Behälter betätigt wird, welcher den
tatsächlichen Speisewasserbehälter für die Zellen bildet, dadurch gekennzeichnet, daß
das Überlaufrohr (k) für die Flüssigkeit aus jeder Gaswaschkammer (α, b) zu einer
weiteren, innerhalb des Speisewasserbehälters (c) für die Zellen befindlichen
Kammer im) geführt wird, in welcher ein einstellbares Abflußrohr (η) angeordnet
ist, welches zum Speisewasserbehälter (c) führt, so daß durch das Einstellen
dieses einzigen Abflußrohres (η) der Druck beider Gase gleichgemacht wird
und ein gleichförmiger Raum in allen Gasglocken der Zellen erhalten bleibt.
2. Einrichtung zur selbsttätigen Speise- und Gaswaschwasserzuführuqg nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufröhren (k) für die Flüssigkeit
aus den Gaswaschkammern (α, b) zum Speisewasserbehälter (c) für die Zellen
mit einem röhrenförmigen Abteil {m), das gegen den Speisewasserbehälter (c) abgeschlossen
ist, verbunden sind und dasselbe stützen und daß sich im Innern des Abteils im) eine einstellbare Abflußröhre
(η) befindet, deren obere Öffnung oberhalb des Niveaus der Gasöffnungen
am Boden der Röhren (A) in den Gaswaschkammern angeordnet ist und deren untere Öffnung mit dem Behälter
(c) kommuniziert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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1930
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