DE54305C - Tiegeldruckpresse - Google Patents

Tiegeldruckpresse

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DE54305C
DE54305C DENDAT54305D DE54305DA DE54305C DE 54305 C DE54305 C DE 54305C DE NDAT54305 D DENDAT54305 D DE NDAT54305D DE 54305D A DE54305D A DE 54305DA DE 54305 C DE54305 C DE 54305C
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rollers
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DENDAT54305D
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J. THOMSON in 190 Carollton Avenue, Brooklyn, Grafsch. Kings, NewrYork, V. St. A
Publication of DE54305C publication Critical patent/DE54305C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft an Accidenz-Druckpressen die Mittel für eine geregelte Hin- und Herbewegung oder Führung des Tiegels, ferner das Farbwerk und eine Vorrichtung zur Ausrückung des Treibriemens und zum Stillsetzen des Schwungrades.
Auf der anliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht einer Presse mit den neuen Einrichtungen,
Fig. 2 und 3 zeigen in Gegenüberstellung einen schon bekannten und den neuen Bewegungsmechanismus des Tiegels,
Fig. 4 ist in gröfserem Mafsstabe eine Einzelansicht des Farbwalzenschlittens und der zugehörigen Bahn,
Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Einrichtung nach Fig. 4,
Fig. 6 ist eine Einzeldarstellung der Einstellhülse für die Reitwalze,
Fig. 7 und 8 sind Vorder- bezw. Seitenansicht des Schwungrades mit Fest- und Losscheibe und der Einrichtung zum Ausrücken des Treibriemens und zum Bremsen.
Fig. 9 ist eine Oberansicht des Handhebels und des Bremsschuhes.
Die Neuerungen an der Tiegelführung sollen wegen leichteren Verständnisses in Gegenüberstellung zu der in Fig. 2 dargestellten bekannten Einrichtung beschrieben werden. '
Hierbei ist die Hauptwelle 12 an der Form ι ο in dem Gestell 11 gelagert und trägt auf den gegenüberliegenden Enden die Hauptzahnräder bezw. Kurbelräder 13, die von dem Zahnrade 14 gedreht werden. An der Fläche der Kurbelzahnräder sitzen die Kurbelzapfen 15. Auf gegenüberliegenden Seiten des Gestelles angeordnete Wiegebahnen 16 dienen zur Aufnahme der Wiegeleisten 17, die einen Theil der Tiegelbrücke 18 bilden, an welcher der Tiegel 19 befestigt ist. An die Sitzfläche 20 der unteren Brückenseite ist die Brückencoulisse 21 angeschraubt, und in Consolstücke 22 der dem Gestell 11 zugehörigen Versteifungsplatte 23 ist die Drehstange 24 mit der Laufwalze 25 derart eingesetzt, dafs diese Walze innerhalb der BrUckencoulisse liegt. Die Zapfen 26 an der Brücke und die Kurbelzapfen stehen durch die Lenker 27 mit einander in Verbindung. An die Fläche jedes Kurbelzapfens ist eine Curvenscheibe 28 angesetzt, in deren nach innen gekehrter Schubbahn oder Nuth 29 die Laufrolle 30 mit dem am Lenker befestigten Drehstift 31 läuft. Der Pleuelkopf 32 ist dabei, wie bei 33 ersichtlich, oval ausgespart.
Nimmt man Drehung des Hauptrades in Richtung des Pfeiles 34 an, so ergiebt sich, dafs vermöge des horizontalen Verlaufes des Coulissenstückes 35 der Tiegel sich zuerst von der Form in gerader Richtung nach der Stellung 36 hin entfernt, und dafs danach, wenn die Walze 25 im Curvenstück 37 liegt, die Wiegeleisten zu gleichzeitiger Rollung und theilweiser Gleitung veranlafst werden, wobei die seitlich fortschreitende Bewegung des Tiegels in eine schwingende übergeht. Weiterhin gestattet die Form des Coulissenstückes 38 bis 39 eine reine Rollung zwischen den Wiege-
leisten und ihren Bahnen, und wenn die Stelle 39 vom Walzenmittelpunkt erreicht ist, wird die Tiegelfläche in der durch die punktirte Hülfslinie 40 gekennzeichneten Stellung stehen oder unter einem Winkel von ungefähr 450 zur Formebene, während gleichzeitig die Kurbelzapfen die mit 41 markirte Stellung einnehmen und die Schildzapfen 26 an der Stelle 42 sich befinden. Der Kurbelzapfen hat, wie besonders hervorzuheben ist, auf dieser Strecke der Kreisbahn 43 seine gröfste Geschwindigkeit; bei weiterer Drehung hört nun aber der Leerlauf der Rolle 30 in der bis dahin kreisförmigen Curvenschubbahn auf, indem sie in das Curvenstück 44 derselben gelangt; ihre Wirkung besteht darin, dafs die Tiegelbewegung verzögert wird, während sich die Kurbelzapfen 15 in den Kopfaussparungen 33 der Lenker verschieben. Wenn die Stelle 45 der Curvennuth erreicht ist, nimmt der Tiegel seine äufserste Winkelstellung ein — ungefähr 68° — durch die punktirte Linie 46 angedeutet; gleichzeitig kommt auch das Ende der Brückencoulisse über der Laufwalze zu stehen, und der Schildzapfen 26 befindet sich bei 48. Zwischen den Stellen 45 und 49 ist die Gestalt des Curvenschubs eine derartige, dafs die Lenker- und Tiegelbewegung gerade stillgesetzt wird. Bei weiterer Drehung wiederholt sich einfach der beschriebene Vorgang, so dafs beim Uebergange von 50 nach 41 bezw. von 51 nach 50 der Tiegel mit der vollen Geschwindigkeit der Kurbeln zurück- bezw. vorschwingt, und dafs auf der Strecke zwischen 41 und 51 der Tiegel eine langsamere Bewegung hat als die Kurbelzapfen; diese Beziehungen folgen aus der Wirkung der eingeschalteten Compensations-Schubcurve.
Es sei hier bemerkt, dafs ein Grenzwinkel des Tiegels von mehr als 65 bis 70° zur Verticalen eher nachtheilig als günstig für die Schnelligkeit und Genauigkeit der Anlegearbeit ist; andererseits soll die Hand aufserhalb des Tiegels bleiben, sobald der Winkel ungefähr 35 bis 40 ° beträgt. Je schneller daher der Tiegel auf den kleinsten, zum Anlegen geeigneten Winkel herübergeschwungen wird, um so gröfser wird die nutzbare Zeit danach ausfallen.
Hierzu kommt noch der Vortheil, dafs an der Maschine ein Farbwerk bequemer anzubringen ist, in welchem ein gröfserer Spielraum für die Bewegung der Farbwalzen vorgesehen werden kann. Man gewinnt also gewissermafsen beides, Raum und Zeit.
An der neuen Einrichtung, welche Fig. 1 und 3 darstellt, entspricht der Vorgang insoweit genau dem bei Fig. 2 beschriebenen, als die Kurbelstellungen 50 bis 41 und 50 bis 51, die Grenzstellung 40 des Tiegels, 42 des Schildzapfens und 35, 38 und 39 der Brückencoulisse in Betracht kommen.
Dabei sind aber, wie ersichtlich, die compensirenden Curvenscheiben, die zugehörigen Laufrollen nebst Drehstiften und die Kopfaussparungen in den Lenkern vollständig fortgelassen, indem die Lenker die einfache Bohrung für die Kurbelzapfen haben und gegen seitliche Verschiebung nur durch eine gewöhnliche Unterlagsscheibe bei 52 gesichert sind. Dagegen ist die Brückencoulisse jenseits des Punktes 39 abweichend von der in Fig. 2 dargestellten Form gestaltet, und diese Eigenthümlichkeit bildet allein den diesbezüglichen Theil vorliegender Erfindung.
Im Hinblick auf die einzelnen bei dem Bewegungsvorgang erreichten Stellungen, des Kurbelzapfens bei 41 oder 51, des Tiegels bei 40, des Walzenmittelpunktes 25 an der Stelle 39 der Brückencoulisse, ergiebt sich, dafs eine solche einfache Umbiegung des oberen Stückes der Coulissenbahn nach innen, von 39 bis 53, die Wiegeleisten veranlafst, an einer Stelle 17 auf ihren Bahnen zu gleiten, wie durch einen Pfeil 54 mit doppelter Spitze angedeutet; infolge dessen wird der Tiegel mit einer Geschwindigkeit, welche beziehentlich von der des Kurbelzapfens abweicht, herumbewegt, wobei die Schildzapfen als Drehpunkte dienen. Die Fig. 3 zeigt eine derartig abgepafste Gestalt der Coulissenbahn auf dem Stücke zwischen 39 und 53, dafs infolge der Gleitbewegung der Tiegel bis zu demselben Winkel, 68°, ausschwingt, wie bei dem ersten Beispiel angenommen. Da sich übrigens die Lenker 27 ununterbrochen mit den Kurbeln fortbewegen, gelangen die Mittelpunkte der Schildzapfen weiter nach aufsen oder in die Stellung 55. An dieser Verschiebung nimmt auch der Tiegel Theil, wie durch Vergleich der Kantenstellungen 56, Fig. 2, und 57, Fig. 3, zu ersehen.
Die Bedingungen, nach welchen die Gestalt des Coulissenstückes 39 bis 53, wie hier dargestellt, einzurichten ist, liegen darin, dafs der Tiegel allmälig nach bezw. von den Stellungen 40 oder 46 verschoben werden soll, und zwar mit einer hinter derjenigen der Kurbeln zurückbleibenden Geschwindigkeit, während diese die Winkeldrehung von 58 nach 41 bezw. 51 ausführen ; für den schnellen Gang schwerer Massen ist dies die theoretisch beste Einrichtung, doch können offenbar Aenderungen an der Tiegelführung in der Richtung vorgenommen werden, dafs der Tiegel während eines Theiles der Kurbelbewegung eine bestimmte Winkelstellung beibehält, dafs die beschriebenen Beziehungen umgekehrt werden, oder dafs die Compensation zu zeitweisem Stillstande durch dieses einfache Hülfsmittel allein erzielt wird.
Trotzdem die besondere Formgebung keineswegs die Kosten der einfachen Herstellung erhöht, so erfüllt sie nicht nur die Zwecke der complicirteren und theureren Einrichtung, sondern gewährleistet auch, was wichtiger ist, einen ruhigeren Gang bei gröfserer Geschwindigkeit und Dauerhaftigkeit.
Vorliegende Erfindung betrifft ferner Neuerungen am Farbewerk, welche dahin gehen, einmal an Stelle der den Gang lähmenden Federn positiven Bewegungsantrieb einzuführen, dann ein gröfseres Fassungsvermögen für die Farbe und eine ausgedehntere sowie schnellere Farbvertheilung zu sichern und überhaupt den Mechanismus mit Bezug auf Zugänglichkeit und Wirksamkeit zu vervollkommnen.
Der Schlitten wird aus rechts und links angebrachten Gestellplatten 60 und den Versteifungsstangen 63 gebildet und enthält in verschiebbaren Achslagern 61 die Zapfen der Schaftenden der Farbwalzen.
An nach innen vorstehenden Stiften der Seitentheile sind je zwei Laufrollen, eine untere 64 und eine obere 65, vorgesehen, welche beide versenkt in einer Nuth oder Bahn aufsen an den Schlittenschienen 67 laufen und die Führung und Bewegung des Schlittens sichern. Als Antriebsvorrichtung für denselben ist eine Curvenschubbahn am Zahnrade 13 dargestellt (Fig. 1), welche den Hebel 68 und unter Vermittelung eines Zwischengliedes eine Welle mit schwingenden Armen 69 bethätigt, die vermöge der Lenkstangen 70 an dem Schlitten angreifen.
Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, wird der die Farbe zuerst verreibende Farbcylinder 71 durch ein (links gelegenes) Zahnrad gedreht, während dessen Welle beiderseits in den Schlittenschienen bei 72 gelagert ist.
Der besondere Zweck der aus einander spannenden Federn 73 in Verbindung mit den Zapfenlagern des Schlittens ergiebt sich wie folgt. Früher kamen solche direct zwischen dem Gestell eingeschaltete Federn zur Wirkung auf den Stellring 74 und die Stange 75 und so auf die Zapfenlager und die Formwalze, wobei der nach innen gerichtete Schub durch den Anstofs an die Form begrenzt wurde, oder dadurch, dafs die gewöhnlichen Formwalzenräder oder Laufgestelle sich- gegen die Flächen beider Schlittenschienen anlegten. Indem nun hier an den Gestellplatten einstellbare Hülsen 76 angewendet sind, welche an einem Ende mit Gewinde' und am anderen mit einem durch einen Schlüssel drehbaren Vierkant versehen sind und durch welche hindurch die an die Achsbüchsen anschliefsenden Stangen frei hindurchgehen, ist die Wirkungsweise eine andere; die Federn üben ihre ganze Spannung auf die Achslager aus und ziehen sie zu unmittelbarer Berührung an die Hülsen heran.
Durch Drehung dieser Hülsen wird die Lage und Spannung der Federn nicht geändert, sondern es findet nur eine positive Verschiebung der Achslager und Abstandsänderung der Walzen in Beziehung zur Form statt. Somit kann jede gewünschte Einstellung zur Vermehrung oder Verminderung des Auftrages an den Walzen eingerichtet werden, und es ist nicht nothwendig, die Drehung stets entgegen einer Reibung vorzunehmen, welche aus der Gesammtspannung der Federn entspringt. Diese Vorrichtung entlastet auch die Laufrollen von dem genannten Drucke, indem die Spannung der Federn durch sich selbst am Gestell beschränkt bleibt, anstatt dafs sie Gestellpunkte und Schlittenschienen von einander zu trennen sucht, während schliefslich die Federn doch auch leicht ein theilweises Abheben der Achslager zum Entfernen der Walzen gestatten und eine elastische Spannung zwischen Walzen und Form aufrecht erhalten.
Die beschriebene Anordnung der Achslager führte auf eine andere Neuerung, welche darin besteht, die Laufräder ganz entbehrlich zu machen. Verwendet man nämlich nicht die auf der linken Seite (Fig. 5) dargestellte Anordnung mit freien Schaftenden yy, sondern läfst die Walzen quer über die Schlittenschiene, wie bei 78 auf der rechten Seite dargestellt, herüberreichen, so dienen diese Walzenenden selbst dazu, die Drehbewegung einzuleiten, bevor die Form berührt wird.
An die (rechte) Schlittenschiene kann eine besondere Laufschiene 79 angeschraubt werden. Die Dicke derselben beträgt, wenn sie fest an die Schlittenschiene angezogen ist, ungefähr 1,6 mm weniger als die gewöhnliche Satzhöhe. Durch einfaches Zwischenlegen dünnen Bleches oder von Papierstreifen kann die Laufschiene schnell, genau und fest aufgehöht werden, wodurch in Verbindung mit den einstellbaren Hülsen jeder Intensitätsgrad des Anliegens an die Form erzielt werden kann; eben dadurch kann auch der Schlitten verschiedener Satzhöhe sowie verschiedenen Walzendurchmessern angepafst und bei Aenderung der Durchmesser infolge Abnutzung etc. nachgestellt werden, wobei eine normale, rein rollende Bewegung vor der Berührung mit den Typen einzurichten ist.
Eine weitere Neuerung bildet die Anordnung einer dritten oberen Walze 80. Diese Reitwalze nimmt Farbe von der oberen Formwalze ab, um sie wieder daran abzugeben, und ist in besonderen Lagerstücken 81 gelagert, deren jedes nach Art eines Drehringes an eine Stellhülse 82 anschliefst (Fig. 6). Die letztere wird in ein Schraubengewinde an der Gestellplatte, senkrecht zur Mittellinie der Formwalzen, eingeschraubt. Durch Anziehen der Schraubhülsen kann man nun die Reitwalze
zum genauen Anliegen bringen und dieselbe nur abnehmen, wenn man die Hülsen ganz herausschraubt. Dies ist übrigens nicht absolut nöthig, denn durch eine leichte Verstellung der Schraubhülsen kann die Reitwalze entweder aufser oder zur Berührung mit der Formwalze gebracht werden, wie es die Arbeit in jedem Falle erfordert. Die Reitwalze kann aus einem leichten Rohre hergestellt werden, dessen Abschlufsenden die Zapfen bilden.
Zu den Neuerungen an der vorliegenden Tiegeldruckpresse gehört ferner die Einrichtung, wie die Formwalzen durch positiven Antrieb an die Hauptwalzen oder Farbcylinder heranbewegt werden. Dies geschieht durch Krümmung der seitlich an den Schlittenschienen vorgesehenen Laufrollenbahnen in ihrem oberen Theile nach einem Kreisbogen bei 83, welcher derart bemessen ist, dafs nur die oberen Laufrollen 65 in die Krümmung eintreten; dabei dreht sich der Schlitten um die unteren, nur vertical verschieblichen Laufrollen und schwingt in der erwünschten Weise ohne Stofs an die Cylinder heran. Die Einrichtung vereinigt die Vortheile eines leichten und dauerhaften Betriebes.
Anläufe 84 an den oberen Wangen begrenzen den Hub des Schlittens, indem sie die obere Versteifungsstange 63 auffangen. Diese lagerartig ausgebildeten Anläufe ersetzen die gewöhnlichenBegrenzungsschraubenundkönnen durch einfache Ausfütterung genau abgepafst werden. Die in Fig. 4 punktirt eingezeichnete Grenzstellung 85 der Formwalzen läfst erkennen, wie deren Contact mit dem Cylinder mittelst der Anläufe zwecks Erzielung der besten Farbvertheilung eingestellt werden kann.
Die ebenfalls punktirte Zwischenstellung 86 soll zeigen, wie ein Vortheil des dargestellten positiven Schlittenantriebes auch darin besteht, dafs nach einfacher Fortdrehung des Schlittens vom Cylinder die Walzen gänzlich aufser Berührung gehalten werden, sowohl mit dem Cylinder, als auch mit den Schlittenschienen. Der Nutzen dieser Einrichtung ist, dafs man einerseits bei stillstehender Maschine weder die Walzen noch die Form herauszunehmen hat, da sich die Composition bei dieser Stellung nicht abflacht, und dafs andererseits bei niedergehendem Schlitten die Walzen sich zunächst frei mit der ihnen vom Cylinder ertheilten Geschwindigkeit drehen und daher nicht aus der Ruhestellung, sondern mit einer gewissen Drehgeschwindigkeit auf die Fläche der Schienenbahn auflaufen.
Vorliegende Erfindung umfafst noch eine neue, ebenso einfache wie anpassungsfähige Vorrichtung zur ,Ausrückung des Treibriemens mit gleichzeitiger Bremsung des Schwungrades.
Das Schwungrad 9 5, Fig. 7 und 8, trägt die Festscheibe 101 und davor die Losscheibe 102, aufweiche der Riemen 96 zwecks Abstellung hinüberzuschieben ist.
In den beiden gleichartig ausgebildeten Lagern 97, die direct an den Fufsboden oder an das Maschinenbett angeschraubt sind, lagert eine Welle 98. An deren hinterem Ende sitzt die den Riemen gehörig umfassende Riemengabel 99 und am oberen ist in ähnlicher Weise der Handhebel 100 angebracht. Durch Vor- oder Rückwärtsbewegung des Handhebels kann somit der Riemen von der Treibscheibe oder auf dieselbe geschoben werden. Von der Nabe des Handhebels steht ein kurzer Arm 103 im Winkel zum Handhebel derart vor, dafs er unterhalb des Schwungradrandes liegt, und schliefst hier mittelst Kugelgelenkes 104 an einen Bremsschuh 105, wobei die Kugelgelenkverbindung durch die mittelst Schrauben 107 befestigte Kappe 106 gesichert ist. In der Fläche des Bremsschuhes sind zwei Aussparungen vorgesehen, in die Stücke von halbelastischem Material 108, wie aus Leder, Papier, Gummi oder Holz, eingetrieben werden, so dafs sie über die Fläche vorstehen. Gleichzeitig mit dem Ausrücken des Treibriemens findet somit eine Bremsung des Schwungrades statt.
Eine genaue Einstellung der verschiedenen Theile ist hierbei wegen der Kugelgelenkverbindung nicht nöthig, die nichtsdestoweniger ein gutes Anlegen des Bremsklotzes sichert.
Bei der Montirung bestimmt der Winkelausschlag zwischen den Stellungen 109 und 111 nach Feststellung der Gabel mittelst der Stellschraube 11 ο in einfachster Weise die Einstellung des Bremsarmes, dessen Bewegung eine Stellschraube 112 begrenzt. Werden unter die Schrauben 107, die zur Befestigung der Ueberwurfkappe 106 an der Kugel 104 dienen, Gummi- oder Lederscheiben eingelegt, so verhindert die hervorgebrachte Reibung von selbst ein Lockern aus der gehörigen Stellung, während die selbsttätige Einstellung der Bremsfläche dadurch nicht beeinträchtigt wird.
Wenn die Drehrichtung umgekehrt zu der dargestellten ist, mufs nur die Riemengabel in die punktirte Stellung 11 3 gebracht werden.
Die Vorrichtung kann aufserdem leicht in Verbindung mit einem Trittbrett, wie bei 114 angedeutet, benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Tiegeldruckpresse, bei welcher der aus der Patentschrift No. 37535 bekannte Bewegungsmechanismus für den Drucktiegel dahin abgeändert ist, dafs unter Fortfall der den zeitweisen Stillstand des Tiegels veranlassenden, zwischen Kurbel 1 5 (Fig. 2) und Lenker 27 eingeschalteten Curven-
    scheibe 28 die Brückencoulisse 21 eine geradlinig nach vorn gekrümmte Fortsetzung 53 am oberen Ende 39 erfahren hat (Fig. 3), wodurch unter Mitwirkung der zeitweilig auf ihren Wiegebahnen 16 gleitenden Wiegeleisten 17 an der Tiegelbrücke 20 ein Herumschwingen des fortschreitenden Tiegels 19 mit zwischen den Grenzwinkeln stattfindender Verzögerung erfolgt, während die einfache Kurbelbewegung 15 mit ihrer vollen Geschwindigkeit in der übrigen Zeit ausgenutzt wird.
    An einer Druckpresse der unter 1. gekennzeichneten Art ein Farbwerk, bei welchem der die Form walzen 62 tragende Schlitten jedesmal in dem oberen, kreisförmig abgebogenen Ende 83 seiner Bahnen 66 die Formwalzen derart gegen die festliegend umlaufenden Farbcylinder hin- und zurückführt, dafs die Formwalzen beim Verlassen der Farbcylinder sich vor dem Auflaufen auf die Leitschienen 79 frei drehen können. An einer Druckpresse der unter 1. gekennzeichneten Art, in Verbindung mit dem unter 2. genannten Schlitten die einstellbare federnde Lagerung der Form walzen 62, vermittelt durch die in das Gestell 60 einzuschraubenden Anschlaghülsen y6, welche die den Federdruck aufnehmenden Stangen frei hindurchgehen lassen und eine Einstellung ohne Aenderung des Federungsspielraumes gestatten, während ähnliche, nicht mit Federn verbundene Schraubhülsen 82, an denen die Zapfenbüchsen 81 drehringartig eingepafst sind, eine nachstellbare Lagerung für die Reitwalze 80 bilden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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