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Geschwindigkeitsmesser mit zeitweise eingeschaltetem Zeiger Die Erfindung
bezieht sich auf Geschwindigkeitsmesser mit zeitweise eingeschaltetem Zeiger und
einem zwecks Abkupplung von der Wegwelle in Richtung seiner Drehachse verschiebbaren
und dabei sich sperrenden Meßstück nach Patent 515 072.
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Die Erfindung betrifft Verbesserungen des Hauptpatents, und zwar hat
das Meßstück gemäß der Erfindung einen zylindrischen Rand, der bei größter axialer
Verschiebung des Meßstückes den die Sperrzähne tragenden Teil des Einstellstückes
überdeckt.
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Die Erfindung ist ferner gekennzeichnet durch ein für Meßstück und
Einstellstück gemeinsames Sperrorgan, das während der Dauer des größten Meßstückausschlages
das Meßstück gesperrt hält und durch dieses so weit ausgerückt wird, daß das Einstellstück
auf die Dauer der Zeigereinstellung freigegeben wird.
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Hierdurch wird erreicht, daß der Geschwindig= keitsmesser einfach
und sehr zuverlässig ist. In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführung
dargestellt.
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Abb. i ist eine Vorderansicht, Abb. 2 ein senkrechter Schnitt nach
Linie .4-_4 und Abb. 3 ein waagerechter Schnitt nach Linie ß-B der Abb. i. In dem
Gehäuse i eines Geschwindigkeitsmessers ist die senkrechte Antriebswelle 2 gelagert,
welche z. B. von einem Lokomotivrad durch Übersetzung angetrieben wird. Auf dieser
Antriebswelle ist eine Schnecke 3 angeordnet, die durch ein Wendegetriebe, welches
z. B. aus den Kegelrädern .4 besteht, ständig in einer Richtung, z. B. nach links,
gedreht wird. Die Schnecke 3 greift in ein auf der waagerechten Gießwelle 5 sitzendes
Schneckenrad 6 ein, das -auf einer Muffe 6' einen mit seitlichen Zähnen versehenen
Antriebsarm 7 trägt. Mit den Zähnen dieses Armes kann eine seitlich verschiebbare,
entsprechend gezahrite Scheibe 8, die an einem Zahnrad 9 befestigt ist, zeitweise
gekuppelt werden. Auf der anderen Seite des Zahnrades 9 sitzt eine Scheibe io mit
einem Sperrzähne ii' tragenden Ringflansch oder Zylinder ii. Die Teile 8 bis ii
bilden zusammen das sogenannte, mit M bezeichnete Meßstück, welches auf der Meßradwelle
5 seitlich verschiebbar ist.
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Das Zahnrad 9 des Meßstücks steht mit einem Rückstellzahnrad 12 in
Eingriff. Letzteres ist auf der im Bock 13 gelagerten Welle 14 angeordnet und wird
durch eine Feder 15 in der Pfeilrichtung F (Abb. 2) derart gedreht, daß es mit einem
an ihm sitzenden Zapfen 16 gegen
einen festen Anschlag 17 gedrückt
wird. Zwischen den Scheiben 8 und io greift mittels einer Rolle 181 ohne Spiel ein
Steuerhebel 18 ein.
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Auf der Meßradwelle 5 ist lose drehbar, jedoch gegen seitliche Verschiebung
gesichert, eine Scheibe ig mit seitlichen Sperrzähnen igl angeordnet. Die Scheibe
ig ist auf einer Hülse 20 befestigt, auf der zwei Zahnräder 21 und 22 und ein Kegelrad
23 festsitzen, welches in die Zähne des Zeigerkegelrades 24 eingreift. Dieses ist
auf der Zeigerwelle 25 befestigt, auf welcher der Zeiger 26 sitzt. Das Zahnrad 21
steht mit einem Rückstellzahnrad 27 in Eingriff, welches ebenfalls auf der Welle
14 angeordnet ist und durch eine Feder 28 in derselben Richtung F (Abb. 2) wie das
Rad i2 gedreht wird, und zwar so weit, bis sein Zapfen 29 gegen einen festen Anschlag
3o anschlägt. Das Zahnrad 22 greift in eine Zahnstange 31 ein, welche die hier nicht
gezeichnete Schreibvorrichtung antreibt.
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Die Teile ig bis 23 bilden zusammen das sogenannte Einstellstück und
werden gemeinsam mit E bezeichnet.
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An der Scheibe io ist ein Stift 32 befestigt, welcher in einen kreisbogenförmigen
Schlitz 33 der Scheibe ig eingreift und durch den der größte Ausschlag des Meßstücks
M auf das Einstellstück E übertragen wird, wie weiter unten beschrieben wird. Durch
ein hier nicht gezeichnetes Uhrwerk wird die sogenannte Zeitwelle 34 im gleichmäßigen
Gang gehalten. Auf der Zeitwelle ist eine Steuerscheibe 35 befestigt, welche z.
B. vier Nocken hat, von denen jeder zwei verschieden hohe Stufen 351 und 352 trägt.
Auf einer waagerechten Welle 36 ist eine Hülse 37 drehbar angeordnet, welche einen
nach unten ragenden, durch eine Feder 38' ständig gegen die Steuerscheibe 35 gedrückten
Arm 38 und den erwähnten Steuerhebel 18 trägt. Die Arme 18, 38 und die Hülse 37
bilden zusammen den sogenannten Steuerhebel und werden gemeinsam mit S bezeichnet.
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In die seitlichen Sperrzähne iil und igl greift eine gemeinsame Sperrklinke
39, welche zwei seitliche Sperrzahnreihen 391 und 392 hat. Eine hier nicht
gezeichnete Feder drückt die Sperrklinke 39 nach links, so daß durch diese
einzige Klinke abwechselnd das Meßstück und das Einstellstück gesperrt bzw. freigegeben
wird.
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Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Von der Antriebswelle 2 wird
durch das Wendegetriebe die Schnecke 3 ständig in einer Richtung angetrieben, z.
B. nach links gedreht, wodurch das Schneckenrad 6 in Richtung des Pfeiles R in Abb.
2 gedreht wird. Durch die Antriebswelle 2 wird ferner die Uhrfeder ständig aufgezogen,
und dadurch erhält auch die Zeitwelle 34 eine Drehung in der Pfeilrichtung Q (Abb.
3). Durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Ankerhemmung erhält die Zeitwelle
34 einen gleichmäßigen Gang, und zwar macht sie in einer Minute z. B sechs Umdrehungen.
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Durch die Feder 381 wird der Arm 38 des Steuerhebels S' gegen die
Steuerscheibe 35 gezogen, gleichzeitig stehen Antriebsarm 7 und Scheibe 8 in Eingriff,
so daß auch der Stift 32 im Kreise bewegt wird. Durch den Stift 32 wird das Einstellstück
E mitgenommen, wodurch gleichzeitig der j eweiligen Geschwindigkeit entsprechend
der Zeiger 26 und die Stange 31 der Schreibvorrichtung eingestellt werden. Wenn
nun einer der Nocken der Steuerscheibe 35 gegenüber dem Arm 38 gelangt, so wird
dieser durch die vorderste und höchste Stufe 351 ganz zurückgedrückt, dadurch .das
Meßstück M nach rechts verschoben und die Kupplung zwischen diesen und dem Antriebsarm
7 aufgehoben. Gleichzeitig wird der Zylinder ii in seiner Lage durch die Sperrklinke
39 festgehalten, nachdem das Meßstück so weit weggedrückt ist, daß die- Sperrzähne
iil über die Sperrzähneigl reichen, und diese von der Sperrklinke 39 frei geworden
sind. In diesem Augenblick ist also das Einstellstück frei, worauf bei Abnahme der
Geschwindigkeit das Rückstellzahnrad 27 durch das Zahnrad 21 das Einstellstück so
weit zurückdrückt, bis das Ende des Schlitzes 33 am Stift 32 liegt, d. h. der Zeiger
auf die letzte 'Geschwindigkeit eingestellt ist. Durch die größte Verschiebung des
Meßstücks M nach rechts ist also die Klinke 39 in Eingriff mit den seitlichen Sperrzähnen
iil gekommen, so daß während der Zeigereinstellung das Meßstück festgehalten ist.
Wenn nun die niedrigere zweite Stufe 352 zur Anlage an den Hebel 38, kommt,
so wird durch ihn und die Feder 381 das Meßstück M etwas nach links gerückt,
ohne aber mit dem Antriebsarm 7 in Eingriff zu kommen; dabei werden die Sperrzähne
igl wieder durch die Sperrzähne 392 der Klinke 39 gesperrt und dadurch der
Zeiger und die Schreibvorrichtung festgehalten. Das Meßstück M wird aber in dieser
Stellung des Hebels 38 von der Klinke 39 freigegeben, so daß es infolge des Rückstellzahnrades
12 so weit zurückgedreht wird, bis das Zahnrad 12 mit seinem Zapfen 16 den Anschlag
17 erreicht; jetzt ist das Meßstück wieder in seine Anfangslage zurückgebracht.
Die Steuerscheibe 35 dreht sich weiter, so daß die Nockenstufe 352 an dem Hebelarm
38 vorbeigeht, wodurch dieser ganz frei wird. Infolgedessen wird das Meßstück mit
dem Antriebsarm 7 wieder gekuppelt und die Messung wiederholt sich.
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Die einzelnen Schaltungen erfolgen immer zwischen zwei Hemmungsschlägen,
so daß die Schaltungen augenblicklich geschehen, wodurch die einzelnen Perioden,
wie Meßzeit, Zeigereinstellung, Zurücklaufen des Meßstücks, haarscharf
voneinander
getrennt sind. Wie ersichtlich, treibt das Meßstück M das Einstellstück E unmittelbar
an, und zwar in der Weise, daß der Stift 32 die Bewegung auf das Einstellstück unmittelbar
überträgt. Die Rückstellzahnräder i2 und 27 ermöglichen, daß. die Anschläge nicht
an dem Meßstück und Einstellstück angeordnet sind, sondern an diesen Zahnrädern,
wodurch das Meßstück und Einstellstück von harten Schlägen geschont werden und diese
Teile bei Stillstand des Fahrzeugs nicht durch die Rückstellfedern 15, 28 belastet
sind. Dadurch läuft das Uhrwerk während des Stillstandes leichter und die Abnutzung
ist viel geringer.