DE540809C - Steuereinrichtung fuer Auswertmaschinen - Google Patents

Steuereinrichtung fuer Auswertmaschinen

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DE540809C
DE540809C DES83551D DES0083551D DE540809C DE 540809 C DE540809 C DE 540809C DE S83551 D DES83551 D DE S83551D DE S0083551 D DES0083551 D DE S0083551D DE 540809 C DE540809 C DE 540809C
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DE
Germany
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differential
gear
control device
drive
drive means
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Expired
Application number
DES83551D
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English (en)
Inventor
Paul Mansel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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Description

  • Steuereinrichtung für Auswertmaschinen Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für Rechen-, Sortier- oder sonstige Auswertmaschinen mit mehreren hintereinandergeschalteten Differentialtriebwerken, bei denen das Bogenmaß der auf die nächste Stufe übertragenen Drehbewegung einen Teil des Bogenmaßes der ursprünglichen Bewegung beträgt. Bei den bekannten Steuerungseinrichtungen dieser Art stehen die Differentialtriebwerke lediglich mit meist als Zahnräder ausgebildeten Antriebsmitteln in Verbindung. Da aber das einzelne Differentialtriebwerk nicht nur bei einer Betätigung des zugehörigen Antriebsmittels bewegt wird, sondern auch bei einer Verstellung eines vorgeschalteten Differentialtriebwerkes diese Verstellbewegung an das nächstfolgende weitergeben soll, wobei diese Verstellbewegung sich fehlerhaft rückwärts auf das diesem Triebwerk zugeordnete Einstellmittel auszuwirken bestrebt ist, muß eine besondere Sperrung vorgesehen werden, welche die Rückwirkung der durchzugebenden Verstellbewegung auf das zugeordnete Einstellmittel verhindert.
  • Ist wie bei den vorerwähnten Steuerungsvorrichtungen lediglich ein beispielsweise als Zahnrad ausgebildetes Antriebsmittel vorgesehen, so muß dieses Zahnrad entweder unmittelbar oder über weitere vorgeschaltete Antriebseinrichtungen mittelbar gesperrt werden. Eine in dieser Weise wirkende Steuerungsvorrichtung bedingt einmal nachteilig einen umständlichen Aufbau, des weiteren eine überflüssige und nachteilige Beanspruchung des Antriebsmittels und des angetriebenen Teiles des Differentialtriebwerks; da diese beiden Einrichtungen aus naheliegenden Gründen nicht starr, sondern mit Spiel ineinander eingreifen. Innerhalb dieses Spieles kann daher der angetriebene Teil des Differentialtriebwerkes jedesmal der zu unterdrückenden Rückwirkung der durchzugebenden Verstellbewegung folgen, so daß unnötige relative Bewegungen entstehen, die naturgemäß einen Verschleiß sowohl des Antriebsmittels als auch des Differentialtriebwerkes bedingen. Außerdem muß das Antriebsmittel nicht nur für die Antriebskräfte, sondern auch für die infolge der Fortsetzung zwischen den einzelnen Differentialtriebwerken die mehrfach größeren Rückwirkungskräfte ausreichend bemessen werden.
  • Erfindungsgemäß werden die vorerwähnten Nachteile dadurch vermieden, daß die Antriebsseite jedes einzelnen Differentialgetriebes, an welche das dem einzelnen Getriebe zugeordnete Antriebsmittel angreift, mit einer besonderen Sperrvorrichtung versehen ist, die bei Auslösung des zugehörigen, vorzugsweise durch einen Elektromagneten bewegten Antriebsmittels gelüftet wird. Die Abb. i bis 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. In den Abb. i bis 3 ist ein Differentialgetriebe im einzelnen und in verschiedenen Ansichten dargestellt, welches sich für die Zwecke der Erfindung besonders günstig erweist. Abb.4 veranschaulicht schematisch eine Zusammenstellung von vier derartigen Getrieben zu einer Steuervorrichtung nach der Erfindung.
  • Abb. i zeigt eine Seitenansicht eines Differentialgetriebes. In einem aus den Platinen 1, 2 gebildeten Gehäuse sind Zahnräder 3, 4 gelagert. Die Platinen 1, 2 sind mit einem mittleren kreisförmigen Teil 5 zusammengefügt, der auf einem Teil seines Umfanges als Zahnrad ausgebildet ist. Ferner sind in diesem Teil 5 Ausnehmungen zur Aufnahme der in den Platinen gelagerten, unter sich gleichen Zahnräder .4 und 3 vorgesehen. Die Platinen weisen zentrale Ausnehmungen für Zahnräder 6, 7 auf. Die Räder 6, 7 sind drehbar auf dem Stift 8 angebracht, ebenso Teil 5. Der Achsstift 8 ist gleichzeitig als Träger des ganzen Getriebes an einer Montageplatte io ausgebildet. Am Rade 6 ist eine Scheibe ii mit Stiften 12, 13 und am Rade 7 ein Zahnsegment 14 befestigt. Das Rad 7 steht im Eingriff zeit dem Rade 4, welches das Rad 6 über das Rad 3 antreibt. Wird das Zahnsegment 14 in Richtung in die Zeichnungsebene hinein angetrieben und das Rad 6 festgehalten, so dreht sich das ganze Gehäuse mit seinem gezahnten Teil 5 in gleicher Richtung, wobei jedoch das Bogenmaß des Weges eines Punktes auf diesem Teil nur halb so groß ist als das eines Punktes auf dem Segment 14. Der Grund hierfür liegt in der Wahl der Übersetzung i : i der Zahnräder und darin, daß sich das Rad 4 bei der Drehung des Rades 7 auf diesem abwälzt, wodurch eine entgegengesetzte Drehbewegung auf den Teil 5 ausgeübt wird. Die Wahl des Verhältnisses richtet sich nach der Art der anzuwendenden Kombination von Zahlenwerten. In diesem Falle sind die Kombinationszahlen i, 2, 4, 8 zugrunde gelegt, die in verschiedener Zusammensetzung sämtliche Zahlenwerte von i bis g ergeben und vier Antriebsysteme voraussetzen.
  • Wie bereits erwähnt, muß das Rad 6 festgehalten werden. Diese Sperrung darf aber nur wirksam sein, wenn der Antrieb des Differentialgetriebes vom Rade 7 bzw. Segment 14 erfolgt. Es ist aber auch notwendig, daß ein Antrieb vom Rade 6 vorgenommen werden kann. Nach der Erfindung wird daher die Sperrung des Rades 6 nur dann aufgehoben, sobald der zugehörige Antriebselektromagnet in Tätigkeit tritt. In Abb. 3 ist eine solche selbsttätig bei Anzug des Elektromagnetankers sich aufhebende Sperrvorrichtung gezeigt. 14 bedeutet das Differentialgetriebe mit der Scheibe ii und den darauf befestigten Stiften 12, 13. Wie ersichtlich, sind die Stifte 12, 13 auf aufeinander senkrecht stehenden Radien . der Scheibe ii angeordnet. Der bei 18 drehbar gelagerte Anker 15 des Elektromagneten 16 ist in entsprechender Weise mit einer Klaue 17 versehen, die mit einem waagerechten Schlitz ig für den Stift 13 und mit einem in senkrechter Richtung dazu wirksamen Haken 2o für den Stift 12 ausgerüstet ist. Der Anker wird durch eine Feder 21 in die Abfallstellung gedrückt, bei der die Sperrvorrichtung wirksam ist. Dadurch, daß die Scheibe mit zwei Stiften versehen ist, die an nach verschiedener Richtung hin wirkenden Anschlägen des Ankers ruhen, wird erreicht, daß der Anker durch ein auf die Scheibe wirkendes Drehmoment aus der aberregten Stellung nicht herausbewegt werden kann, wie es z. B. bei nur einem in einem Schlitz geführten Stift der Fall sein würde. Wird nun der Anker durch Erregung des Elektromagneten 16 in die punktiert gezeichnete Stellung gebracht, so setzt er dabei die Sperrvorrichtung außer Wirkung, da bei einem Druck von oben auf den Stift 13 dieser nach unten nachgeben kann, weil das Ausweichen des Stiftes 12 nach links durch die ebenfalls nach unten zurückgehende Nase 2o ermöglicht ist. In der angezogenen Stellung des Ankers nehmen die Stifte die Stellung ia', 13' ein.
  • Abb. 4 zeigt vier Differentialgetriebe 22, 23, 24, 25 mit ihren Elektromagneten 26, 27, 28, 29 und den Ankern 30, 31, 32, 33 auf einem nicht dargestellten Gestell vereinigt. Die Differentialgetriebe sind durch Zahnräder 34, 35, 36 untereinander in der Weise verbunden, daß das vorangehende Getriebe mit dem in Abb. 1 gezeigten gezahnten Teil 5 mit dem Übersetzungszahnrad (34 bzw, 35 bzw. 36) und dieses mit dem Zahnsegment (Abb. i, Pos. 14) des folgenden Getriebes in Eingriff steht. Das letzte Getriebe 25 wirkt auf ein Zahnrad 37 ein, an dem ein auf einer Skala 38 spielender Zeiger 39 angebracht ist. Die vier Elektromagnete 26 bis 29 werden von je einer nicht gezeichneten, durch Fühlhebel oder Tasten betätigten Kontaktanordnung gesteuert. Die vier Fühlhebel eines Magnetsatzes können in bekannter Weise an der Unterseite der Kartenführung der Maschine angeordAet sein. Diese vier Fühlhebel sind ebenso wie die zugehörigen Elektromagnete 26 bis 29 beispielsweise für die vier Kombinationswerte i, 2, 4 und 8 bestimmt, aus denen die Zahlenwerte von i bis g gebildet werden können. Dabei ist der Elektromagnet 26 dem Fühlhebel oder der Taste für den Wert i, der Magnet 27 dem Fühlhebel oder der Taste für den Wert 2 und der. Magnet 28 dem Fühlhebel oder der Taste für' den Wert 4 usw. zugeordnet.
  • Die neue Steuereinrichtung wirkt in folgender Weise. Wird der Elektromagnet 26 erregt, so zieht sein Anker 30 an und dreht das Differential um einen Betrag in der eingezeichneten Pfeilrichtung. Diese Bewegung des Teiles 5 des Differentials wird durch das Zahnrad 34 auf das Segment 14 des nächsten Getriebes 23 übertragen. Infolge der Differentialwirkung dreht sich der Teil s dieses Getriebes nur um die Hälfte der Bewegung, der auf den Teil 1q. vom Getriebe 22 übertragen wurde. Beim nächsten Getriebe 24. wird von dieser Bewegung wiederum nur die Hälfte, also ein Viertel der ursprünglichen Bewegung auf das letzte Getriebe 25 übergeführt, und dieses übermittelt davon die Hälfte, also ein Achtel dem Zahnrad 37. Die Skala 38 ist so geteilt, daß der Zeiger bei der eben übertragenen Bewegung sich auf den Zahlenwert i einstellt. Wenn man den Elektromagneten 27 erregt, so wird der Zeiger, wie leicht einzusehen, sich auf die Zahl 2 einstellen, da die Bewegung der Anker sämtlicher Elektromagnete gleich groß ist, aber in diesem Falle eine Halbierung durch das erste Differential 22 nicht stattfindet. Würde man den Elektromagneten 28 erregen, so wird die Bewegung seines Differentials nur einmal durch das folgende und letzte Differential 25 geteilt, so daß sich der Zeiger auf den Wert 4. einstellt. Das letzte Differential stellt bei Erregung seines Elektromagneten 29 den Zeiger auf 8, da die Bewegung ohne Teilung auf den Zeiger übertragen wird. Mittels der Kombinationszahlen =, 2, q, 8 läßt sich jeder Zahlenwert von i bis 9 zusammenstellen. Will man z. B. den Zeiger39 auf denWV ert3 einstellen, so wird der Elektromagnet 26 und 27 erregt. Der erste überträgt mittels des Getriebes 22 den Wert i, zu dem die Einstellung 2 des Getriebes 23 addiert wird. Den Zahlenwert 5 erzielt man durch Bewegen der Getriebe 22 plus 2q., den Zahlenwert 6 durch Getriebe 23 plus 2.4, den Zahlenwert 7 durch Getriebe 22 plus 23 plus 24 USW. Zur Übertragung von Minuswerten können zwischen Zahnrad 37 und dem vorangehenden Differential umsteuerbare Wende- oder Differentialgetriebe vorgesehen werden. Es ist auch möglich, die Elektromagnete oder deren Anker so einzurichten, daß eine Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung der Differentialgetriebe erreicht werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Steuereinrichtung für Rechen-, Sortier-und Auswertmaschinen mit mehreren hintereinandergeschaltetenDifferentialtriebwerken, bei denen das Bogenmaß der auf die nächste Stufe übertragenen Drehbewegung einen Teil des Bogenmaßes der ursprünglichen Bewegung beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsseite (ii) jedes einzelnen Differentialgetriebes, an welche das dem einzelnen Getriebe zugeordnete Antriebsmittel (i5) angreift, mit einer besonderen Sperrvorrichtung (i2, 13, ig, 2o) versehen ist, die bei Auslösung des zugehörigen, vorzugsweise durch einen Elektromagneten (i6) bewegten Antriebsmittels (i5) gelüftet wird.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (i5) des antreibenden Elektromagneten (i6) mit nach zwei um go ° verschiedene Richtungen wirkenden Anschlägen (ig, 2o) für am Differentialantrieb (6, 1i) angebrachte Anschlagstifte (i2, 13) versehen ist.
  3. 3. Steuereinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Differentialtriebwerke (22 bis 25) und deren Antriebsmittel (26 bis 29) mit ihren wesentlichen Teilen in einer Ebene angeordnet sind, um mehrere Steuereinrichtungen mit möglichst geringem Abstand nebeneinander anordnen zu können.
DES83551D 1928-01-11 1928-01-11 Steuereinrichtung fuer Auswertmaschinen Expired DE540809C (de)

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