DE540709C - Verfahren zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen

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DE540709C
DE540709C DEI35844D DEI0035844D DE540709C DE 540709 C DE540709 C DE 540709C DE I35844 D DEI35844 D DE I35844D DE I0035844 D DEI0035844 D DE I0035844D DE 540709 C DE540709 C DE 540709C
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DE
Germany
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sulfur
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brown
production
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Expired
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DEI35844D
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English (en)
Inventor
Dr Bernhard Bollweg
Dr Erwin Kramer
Dr Ludwig Zeh
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen. In dem Hauptpatent q_77 698 werden Schwefelfarbstoffe beansprucht, welche durch Erhitzen von Binaphthylendioxyd mit Schwefel auf höhere Temperaturen, und in dem ersten Zusatzpatent 478 351 solche, die durch Einwirkung von Schwefelhalogeniden auf Binaphthylendioxyd erhältlich sind.
  • Bei der letzteren Reaktion wirkt das Schwefelhalogenid, wie gefunden wurde, zunächst halogenfierend, und beim weiteren Erhitzen auf höhere Temperatur wird erst der Schwefelfarbstoff unter dem Einfluß des bei der Reaktion abgeschiedenen oder zusammen mit dem gleich anfangs oder nachträglich zugesetzten Schwefels gebildet.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Verschmelzen von fertig gebildeten Halogenbinaphthylendioxyden mit Schwefel oder Polysulfiden zu besonders wertvollen Schwefelfarbstoffen von hervorragenden Echtheitseigenschaften gelangen kann, die teilweise die Farbstoffe der vorgenannten Erfindungen noch an Kochechtheit übertreffen und wertvollere Nuancen besitzen. Die halogenierten Binaphthylendioxyde kann man durch direkte Halogenierung nach dem Verfahren gemäß Patent 538 312 darstellen; man kann aber auch die mit Schwefel vermischten primären Einwirkungsprodukte von Halogenschwefel auf Binaphthylendioxyd mit gleichem Erfolg verwenden. Die Nuancen schwanken mit dem Halogengehalt des Ausgangsmaterials:, steigend von gelbbraun über rotbraun bis schwarzbraun. Außerdem ist die Art des Halogens selbst von Einfluß; da Bromsubstitutionsprodukte bedeutend gelbere Farbstoffe liefern als die entsprechenden Chlorderivate. Beispiel 1 2o Gewichtsteile Tetrachlorbinaphthylendioxyd werden mit 15 Gewichtsteilen Schwefel 3 Stunden auf 18o bis Z15° erhitzt. Die gemahlene Schmelze wird dann mit i 5o Gewichtsteilen kristallisiertem Schwefelnatrium bei 120 bis 13o° gelöst und, wie üblich; abgeschieden. Der Farbstoff ist ein dunkles Pulver, das sich mit Schwefelnatrium rot in Wasser löst; ebenso auf Baumwolle zieht und nach dem Verhängen ein Rotbraun liefert. Zu einem ähnlichen Farbstoff gelangt man, wenn man das Erhitzen mit Schwefel in einem hochsiedenderiLösungsmittel, wie Triclilorbenzol; durchführt -15 Gewichtsteile Dichlorbinäphthylendioxyd werden mit i2o Gewichtsteilen kristallisiertern Schwefelnatrium und q:8 Gewichtsteilen Schwefel 7 Stunden auf i8o bis -goo° erhitzt. Durch Lösen mit Schwefelnatrium, Filtrieren und Fällen mit Säure wird der Farbstoff gereinigt. Derselbe ist ein braungelbes Pulver, löst sich mit Sch«-efelnatrium gelb und färbt Baumwolle nach dem Verhängen kochecht gelbbraun.
  • Nimmt man in diesem Beispiel .Trchlorhinaphthylendioxyd, so erhält man einen rotstichig gelbbraunen Farbstoff.
  • Beispiel 3 -22,5 Gewichtsteile Tetrachlorbinaphthylendioxyd werden mit 18o Gewichtsteilen kristallisiertem -Schwefelnatrium und 96 Gewichtsteilen Schwefel 7 Stünden -auf 18o bis Zoo' erhitzt. Zur Reinigung löst man die Schmelze mit 18o Gewichtsteilen kristallisiertem Schwefelnatrium in Wasser, filtriert und fällt den Farbstoff mit Säuren aus. Derselbe ist ein rotbraunes Pulver, welches sich mit Schwefelnatrium rot in Wasser löst; mit gleicher Farbe auf Baumwolle zieht und nach dem Verhängen ein Braunrot von sehr guter Koch-.und Lichtechtheit liefert. Beispiel q.
  • 1s Gewichtsteile Pentachlqrb'inaphthylendioxyd werden mit i2o Gewichtsteilen kristallisiertem Schwefelnatrium und 6o Gewichtsteilen Schwefel 7 Stunden lang auf i8o bis 2oo° erhitzt und, wie im Beispiel 3 angegeben, aufgearbeitet. Man erhält so ein violettbraunes Pulver; welches sich mit Schwefelnatrium rot in Wasser löst und nach dem Verhängen auf Baumwolle klare, sehr echte rotbraune Färbungen liefert.
  • Beispiels _5 Gewichtsteile Tetrabrombinaphthylendioxydwerden mit i2o Gewichtsteilen kristallisiertem Schwefelnatrium und 56. Gewichtsteilen Schwefel im Verlauf von z3 Stunden auf i8o bis 23o° erhitzt. Der Farbstoff wird durch. Umlosen - mit Schwefelnatrium und Fällen mit Säure ;gereinigt. Er stellt ein gelbbraunes Pulver dar; das sich mit Schwefelsäure orangegelb in Wasser löst und auf Baumwolle ein koch- und lichtechtes Gelbbraun liefert. . " Beispiel 6 5 Gewichtsteile Ilexachlörbinäphthylendioxyd werden in i8o Gewichtsteilen. kristallisiertem Schwefelnatrium und 96 Gewichtsteilen Schwefel 7 Stunden auf z8o bis 2oo° erhitzt und, wie im Beispiel 5 angegeben, aufgearbeitet. Der Farbstoff ist ein dunkelbraunes Pulver, welches aus rotem, schwefelnatriumhaltigem Bade -Baumwolle schwarzbraun färbt.
  • Ersetzt man in diesem Beispiel das Hexachlorderivat durch das Dekachlorbinaphthylendioxyd und erhitzt z2 Stunden auf i8o bis 23o°, so erhält man einen grau färbenden Schwefelfarbstoff.

Claims (1)

  1. PATBNTANSP'RU.CI3 " Abänderung des durch das Hauptpatent "geschützten Verfahrens- zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen aus Binaphthylendioxyd, darin bestehend, daß man Halogenbinaphthylendioxyde mit Schwefel allein oder mit Schwefel in hochsiedenden Ver-" dünnüngsmitteln erhitzt bzw. mit Polysulfiden den üblichen Schmelzverfahren unterwirft.
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