DE53933C - Selbstthätiges Revolver-Knallsignal - Google Patents

Selbstthätiges Revolver-Knallsignal

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DE53933C
DE53933C DENDAT53933D DE53933DC DE53933C DE 53933 C DE53933 C DE 53933C DE NDAT53933 D DENDAT53933 D DE NDAT53933D DE 53933D C DE53933D C DE 53933DC DE 53933 C DE53933 C DE 53933C
Authority
DE
Germany
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lever
axis
arm
shots
oscillation
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53933D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. SCARTAZZI in Mailand, via Teragg/o 28, und die Firma ANTONIO OPESSI in Turin, Corso Raffaello 22
Publication of DE53933C publication Critical patent/DE53933C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/20Audible signals, e.g. detonator audible signalling
    • B61L5/22Devices for initiating the release of detonators in a certain position of a signal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 2Ö: Eisenbahnbetrieb.
Selbsttätiges Revolver-Knallsignal.
Die gefährlichen Punkte der Eisenbahnlinien werden durch feste Signale angedeutet, und zwar sind dies Lichtsignale, welche den Zügen anzeigen, ob das Geleise frei oder besetzt ist. Durch atmosphärische Störungen, Auslöschungen der Lampe oder ungünstige Bahnverhältnisse sind diese Signalvorrichtungen oft für den Lokomotivführer nicht bemerkbar, und es werden deshalb Knallsignale in Anwendung gebracht, welche meist besonders gelegt werden müssen. ' 4 ■
Die nachfolgend beschriebene und in der Zeichnung in Fig. 1 bis 9 dargestellte Knallsignalvorrichtung wirkt automatisch, giebt mehrfach Schüsse ab und ist unwirksam, wenn die Bahn frei ist. Sie besteht im wesentlichen aus einer, durch den darüber sich bewegenden Zug in Drehung versetzten Achse J in Verbindung mit einer Revolverpatronenscheibe a, deren Antriebsvorrichtung durch Zugdraht mit dem Signal und mit der Weichenstellvorrichtung verbunden ist und welche bei freier Bahn, also bei entsprechender Stellung der Weiche und des Signals, durch die oscillirende Achse J nicht bethätigt werden kann, während sie umgekehrt bei besetzter Bahn zur Wirkung gelangt.
Zur näheren Erläuterung der Fig. 6 diene Folgendes:
C ist die Weichenstellvorrichtung, B das Lichtsignal, A die Schufsvorrichtung. ff1 sind die Zugdrähte und u1 ist ein durch die Stellung der Weiche beeinflufstes, durch den Draht/1 bewegtes Gewicht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Kommt ein Zug von der Ankunftsseite bei besetzter Bahn (Fig. 1 und 2), so wirkt sein erstes Rad E auf Niederlegung des Hebels D, welcher auf der Achse J ebenso befestigt ist wie die Arme F G G1 G2 G3 und H. Durch diese Drehung von / wird in Fig. 3 ,der Arm G3 umgekehrt, wie der Zeiger einer Uhr, also nach links bewegt, trifft gegen den in der Stellung 4 befindlichen Arm η des Hebels ran1«2 und bewegt ihn aus der Stellung 4 nach der Stellung 3. Dabei schiebt der Zahnt und Arm κ das Rad 0 in der Pfeilrichtung o1, und diese Bewegung des Rades 0 wird zum Abfeuern eines oder einer Reihe von Schüssen benutzt, wie später erläutert werden soll.
Kommt dagegen der Zug, Fig. 1, von der Abfahrtsseite, so legt das erste Rad desselben den Hebel D nach der Richtung\D2 um; es erfolgt wieder eine Oscillation der Achse. /, aber bei dieser entgegengesetzten Bewegung von / wird G3 aus der Stellung Fig. 3 in die Stellung I, Fig. 3, bewegt; es hebt dabei gleichzeitig der Arm G1 das lose auf Achse J sitzende Gewicht F an, aber eine Bewegung des Hebelarmes η mit Sperrklinke t wird dadurch nicht herbeigeführt, demgemäfs also auch die Schufsvorrichtung nicht bethätigt.
Ist der Zug passirtj so- drückt das herab-· sinkende Gewicht F die Arme G1 G2 G3 in die Ursprungsstellung Fig. 3 zurück.
Kommt der Zug von der Ankunftsseite, Fig. i, und die Bahn ist frei, so ist "durch

Claims (2)

vorherige Stellung der Weiche C, des Signals B und damit auch des Gewichtes u1, welches am Hebel u, Fig. 3, sitzt, der Hebelarm η nl n2 durch den Arm ν des Hebels u derart bewegt worden, dafs der Arm η sich in der Stellung 5, Fig. 3, befindet. Wenn nun in dieser Stellung durch Niederdrücken des Hebels D die Achse J und der Arm G3 in Oscillation versetzt wird, so ist doch der Hebel η mit Sperrklinke t aufser den Bereich von G3 gelangt und kann nicht bethä'tigt werden. Es findet also bei freier Bahn auch für die ankommenden Züge keine Schufssignalgebung statt. . Um nach Passiren des Zuges den Hebel D in die Verticalrichtung zurückzuführen, dient der auf der Achse des Hebelarmes u sitzende Arm %, an den, wie aus Fig. 4 ersichtlich, zugleich der Zugdraht f1 zur Bewegung des Hebelarmes u anfafst. Dieser Arm % besitzt, um ^2 drehbar, die elastisch gelagerte Sperrklinke ^3, deren beide Endstellungen bei entsprechender Stellung des Gewichtes ul M und N sind. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, kann von der Stellung M die Sperrklinke ^3 infolge ihrer elastischen Lagerung den Daumen H der Welle / passiren, wobei sie dann in die Stellung JV gelangt. Erfolgt nach Passiren des Zuges die Umlage des Weichenhebels C, so dreht der in der untersten Stellung befindliche Hebel \ auch den Daumen H, so dafs er in die Stellung H1 gelangt, und hebt damit den Hebel D behufs späterer Function. Es ist nun noch die Schufsvorrichtung selbst und deren Bethätigung zu erklären. Die Patronen g, welche einfache Jagdpatronen ohne Blei sind, sind in der Scheibe a in mehreren Kreisen zu einander angebracht. Diese Scheibe wird durch eine Haube b geschützt und ist am Gestell drehbar in den Scharnieren c gelagert; sie wird in geschlossener Stellung durch den Vorstecker dz, Fig. 5 bis 7, gehalten und gegen die Unterlegscheibe h geprefst, welche mit den Zündschlägern i, Fig. 2 und 9, ausgerüstet ist. Für jede Patrone g ist ein besonderer Schläger i angewendet. Fig. 9 zeigt die Construction eines solchen Schlägers. Die Scheibe h trägt nun an ihrer inneren Seite, wie Fig. 5 erkennen läfst, einen Zahnkranz Ar1, dessen Zähne auf der flachen Seite der Scheibe h sich befinden. Centrisch zur Scheibe h sitzt die Achse /, auf welcher das Sperrrad 0 angebracht ist. Dieses Sperrrad 0 besitzt einen cylindrischen Vorsprung ρ, Fig. 2, in dem ein Hammer mit breiter Basis q federnd gelagert ist. Das äufserste Ende der Hammerbasis q legt sich in den Zahnkranz k1 der Scheibe h ein, und ist die Hammerbasis so beschaffen, dafs sämmtliche in einem Radius liegenden Schüsse durch dieselben entzündet werden. Wird das Sperrrad 0 durch die vorhin beschriebene Oscillationsbewegung von J um einen oder mehrere Zähne weiter bewegt, so gleitet die Hammerbasis q auf der Scheibenflache des Zahnkranzes A:1 aufwärts und schlägt in die nächste Lücke nieder, wobei die entsprechenden Schüsse abgefeuert werden. Je nach der Gröfse des Transportes werden eine oder mehrere Serien von Schüssen hinter einander abgefeuert. Die Schüsse brauchen nicht jedesmal erneuert zu werden; sondern das Knallsignal reicht für mehrfache Betriebsstörungen aus, da stets entweder nur ein Radius Schüsse oder ein geringer. Theil der Schüsse abgefeuert wird. Um eine langsame Rückbewegung der von den Eisenbahnwagen niedergedrückten Hebelräder zu erzielen, wird eine Luftbremse angewendet, welche eine schnelle Niederlegung des Hebels D gestattet, aber nur eine langsame Aufrichtung, da der durch Kolbenstange cJ bewegte Kolben bl im Cylinder α1, Fig. 8, nach der einen Richtung wohl das Ventil schnell aufstöfsen und alle Luft herausdrücken kann, aber nach entgegengesetzter Richtung nur langsam die Luft durch den einstellbaren Hahn f ihren Austritt findet. Zur Erläuterung einiger noch nicht erklärter Buchstaben diene Folgendes : D1D"2, Fig. i, bezeichnet die Abfahrts- und Ankunftsseite. K, Fig. 2, bedeutet das Lager der Oscillationsachse /. . E ist das Waggonrad. L M sind ebenfalls Lager für die Oscillationsachse. m ist das Lager für die Achse I, c das Scharnier für die Schutzklappe b, welche die Schufsscheibe überdeckt. N, Fig. 3, ist die Stütze zur Begrenzung des Falles vom Gewicht F, d1 ein Stift am Hebel F, der vom Arm G1 beeinflufst wird, n3 n5 zeigt die ausgelöste Stellung des Hebelarmes n. »»-.ist die Achse für den Gewichtshebel u v. v1 bedeutet die niedrigste Stellung des Hebels v, Fig. 3. Patenτ-Ansprüche: Bei selbstthätigen Knallsignalen für Eisenbahnen: .
1. Die durch den Zug in Oscillation versetzte Achse (J) in Verbindung mit einem durch ihre Oscillation bethätigten und aufserdem von der Weichenstellung beeinflufsten Transporthebel (η) mit dem absatzweise rotirenden Schlaghammer (p) und mit den die Schüsse und die Schläger enthaltenden (Revolver-) Scheiben (a h) zum Zweck selbstthätigen Abfeuerns von Schüssen bei entsprechender Weichen- oder Signalstellung.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Anordnung der mit Sperrhaken t ausgerüstete
Transporthebel η η1 η2 in Verbindung mit dem doppelarmigen, von der Weichenstellung beeinflufsten Gewichtshebel UU1V, zum Zweck, eine Auslösung des Sperrhebels durch Umstellung der Weichen, herbeizuführen, so dafs er nicht von der Oscillation der Achse J beeinflufst werden kann.
Bei der unter i. gekennzeichneten Anordnung der auf der Achse J lose sitzende Gewichtshebel F, welcher durch die Oscillation der Achse / angehoben werden kann, in Verbindung mit dem auf der Achse J befindlichen festen Daumen H und der am Gewichtshebel u u1 \ befindlichen federnden Sperrklinke ^3, zum Zweck, die durch den Zug in Oscillation versetzte Achse wieder aufzurichten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen,
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