DE63828C - Eisenbahn-Knallsignal - Google Patents
Eisenbahn-KnallsignalInfo
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- DE63828C DE63828C DENDAT63828D DE63828DC DE63828C DE 63828 C DE63828 C DE 63828C DE NDAT63828 D DENDAT63828 D DE NDAT63828D DE 63828D C DE63828D C DE 63828DC DE 63828 C DE63828 C DE 63828C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/20—Audible signals, e.g. detonator audible signalling
- B61L5/24—Replacement of detonators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
(Grafschaft Stafford, England).
Eisenbahn-Knallsignal.
Zusatz zum Patente No. 61769 vom 21. Mai 1891.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 1. November 1891 ab.
Längste Dauer: 20. Mai 1906.
Die vorliegende Abänderung des die Bewegungen der Nebenschiene auf das Petardenrad
übertragenden Hebelsystems bezweckt, dafs durch einen über den Apparat hinwegfahrenden
Zug nicht mehr eine grofse Anzahl Petarden hinter einander, sondern nur zwei Petarden
zur Explosion gebracht werden.
Das Petardenrad Z, Fig. 1 und 2, besteht
zunächst aus dem eigentlichen, mit Ausbohrungen |2 versehenen Rad ^1, welches in einem
Gehäuse ^8 enthalten ist, und das durch einen
am Scharnier ^7 angelenkten Deckel verschlossen
werden kann. An der Unterseite des Rades ^1
ist ein Sperrrad ^6, Fig. 2, angeordnet, welches
sich zusammen mit Z1 auf der verticalen
Achse ^4 bewegt. Auf dem Gehäuseboden von Z ist eine Sperrklinke ρ 2, Fig. 1, angeordnet,
welche der Rückdrehung des Rades ^ entgegenwirkt. Die absatzweise Bewegung des
Petardenrades geschieht durch eine Sperrklinke ρ1, Fig. ι und 2, welche an einer
Stange P befestigt ist, die durch das Hebelwerk axial hin- und herbewegt wird.
Die beiden Fallhammer XX1, Fig. 1 und 2,
sind mittelst eines Bolzens x2 an einem Consol χ3 angeordnet, und zwar besitzt letzteres über dem
Auge jedes Hammers einen Anschlag x11, um
einem etwaigen rückwärtigen Hinüberfliegen Einhalt zu fhun. Jeder der Hammerhebel
wird durch einen Winkelhebel gebildet, von dessen Armen xi xe der erstere den eigentlichen
Hammer x5 trägt, dessen Spitze durch Niederfallen
auf die in den Ausbohrungen ^2 enthaltenen
Petarden ^3 die Explosion letzterer herbeiführt. Die Arme x6 der beiden Hammerhebel
sind mit einer länglichen Durchbrechung x7 versehen, in denen das zurückgebogene Ende
je eines Hebels x8 spielt. Diese Hebel sind
bei x9, Fig. 2, an die Hammerhebel angelenkt und stehen beständig unter der Wirkung von
Blattfedern x10. Nahe dem Hammerkopf jedes der Hebel X1 ist ein Gehäuse Q. angeordnet,
auf dessen Boden eine Spiralfeder ^1 liegt,
welche einen Kolben q2 beständig von unten gegen den Hebel X und X1 drückt. Diese
Federn bewirken, dafs nach dem Niederfallen der Hammer sofort wieder eine geringe Anhebung
derselben stattfindet, damit die Spitzen derselben wieder über die Oberflächen des
Petardenrades gelangen und so die Drehung des letzteren nicht hindern.
Rechtwinklig zu den Hebeln X und X1 ist
ein doppelarmiger, gerader Hebel T, Fig. 1 und 2, angeordnet, welcher in t1 seinen Drehpunkt
hat. An diesen Hebel ist die vorerwähnte Stange P angelenkt und aufserdem
eine zweite Stange t9, welche durch einen mit Gewicht belasteten Winkelhebel i8, Fig. 1 und 2,
vor- und rückwärts nach Art einer Eisenbahnweiche gelegt werden kann.
Es ist nun an der einen Seite der einen Schiene K eine Schiene Y von winkelförmigem
Querschnitt angeordnet, deren Oberkante beständig etwas über die Schienenoberkante hervorragt.
Die Winkelschiene Y ist durch Gelenke y1 an Füfsenj*'2 befestigt und wird durch
Federn J beständig nach oben in die eben erwähnte Höhenlage gedrückt. Anstatt der einfachen
Gelenke yl kann man auch entweder allein oder in Verbindung mit diesen Gelenken
die in Fig. 4 gezeigte Modification verwenden. Bei dieser sind an entsprechenden Ansätzen der
Füfse y1 Rohre yh mittelst eines kugelförmigen
Ansatzes gelagert; in den Rohreny5 sind Spiralfedern
yi angeordnet, welche kleine Kolbeny3,
die an der Schiene J-* befestigt sind, beständig
nach aufsen bezw. oben zu drücken bestrebt sind. Diese Einrichtung arbeitet im wesentlichen
ebenso wie die einfachen Gelenkeyl.
Die Winkelschiene Y trägt einen bei r2, Fig. 3, angelenkten Winkelhebel R, an dessen
Arm r1 vermittelst der Stange r3 ein Gewicht r4
aufgehängt ist, welch letzteres in einer entsprechenden Höhlung im Boden seinen Platz
hat. Der andere kleinere Arm r6 des Hebels R ist mittelst Ketten q und ρ mit einem Signalmast
O verbunden, bei welchem durch die Bewegung der Signalscheiben bezw. Laternen
auch eine Bewegung der Ketten q bewirkt wird, und zwar ist die Wirkung derart, dafs, wenn
die grüne Scheibe bezw. das grüne Licht sichtbar, also die Einfahrt frei ist, der Explosionsapparat ausgeschaltet ist j während hingegen
bei Umschaltung der Signalscheiben auf roth, also auf verbotene Einfahrt, gleichzeitig der
Petardenapparat automatisch eingeschaltet wird. Es wird dies in folgender Weise bewirkt:
Gegen das unterhalb der Schiene Y hervorragende Ende des. Hebels T liegt ein Pendel S,
Fig. 3, welches bei s1 an die Schiene Y angelenkt
ist. Dieses Pendel besitzt am unteren Ende einen Ansatz, auf welchem der beschwerte
Hebelarm rl des Hebels R ruht. Der Hebel T
besitzt aufserdem zwei Anschläge f5, Fig. 2, welche gegen die Hebel x8 anliegen.
Wird nun die Schiene Y durch einen über die Schiene K hinwegfahrenden Zug nach unten
gedrückt, so macht sie aufserdem unter der Wirkung der Gelenkeyl eine geringe Längsbewegung,
so dafs der Hebel R das Pendel S gegen das äufsere Ende des Hebels T drückt
und dieser somit um f1 gedreht wird. Hierbei
also gelangen die vorerwähnten Ansätze if5
des Hebels T gegen und unter die Enden der Hebel x8, wodurch ein Anheben von XX1
herbeigeführt wird. Sowie dann beide Ansätze i5 unter den Enden der Hebel x8 hinweggeglitten
sind, fallen die Hämmer XX1 nach unten und werden somit zwei Petarden zur
Explosion bringen. Infolge der schrägen Lage des Hebels T werden aber die Hämmer nicht
zn derselben Zeit, sondern nach einander herunterfallen, so dafs zwei auf einander folgende
Explosionen entstehen. Die Schiene Y ist so lang, dafs mindestens stets zwei Eisenbahnräder
sich auf ihr befinden, so dafs sie also während der ganzen Dauer des Darüberfahrens des Zuges
niedergedrückt bleibt und somit der ganze Hebelmechanismus überhaupt nur einmal zur
Wirkung gelangen kann, in der Weise, wie es oben beschrieben worden ist. Wird der Signalmast
von roth auf grün gestellt, so findet ein Zug an den Ketten ρ q statt, durch welchen
dem Hebel R die Lage ertheilt wird, welche Fig. 5 zeigt. Bei dieser Lage wird also bei
dem Niederdrücken und der Längsverschiebung der Schiene Y das Pendel S einfach ausweichen,
ohne dafs der Hebel T in Bewegung versetzt wird; es können somit auch keine Petarden
zur Explosion gelangen. Durch Umlegen des belasteten Winkelhebels i8 kann man dem Hebel
T mittelst einer Stange i9 eine solche Lage
ertheilen, dafs sie auch bei abwärts hängendem Hebel R durch die dann erfolgende Bewegung
des Pendels S nicht getroffen werden kann. Diese Lage wird der Apparat stets im Normalzustande
haben, während eine Einschaltung durch Umlegen des Hebels i8 in die in Fig. 2
gezeigte Lage bei nebligem Wetter u. s. w. eintritt.
Die in den Fig. 6 und 7 gezeigte Modification weist den Unterschied auf, dafs die Hämmer
nicht von oben, sondern von unten aus wirken, und dafs noch eine besondere Vorrichtung zum
Ausstofsen der gebrauchten Hülsen der Petarde angebracht worden ist. Der zweiarmige Hebel
T befindet sich hier oberhalb der Achse der beiden Hämmer und wird in zwei Böcken
geführt, welche ihn zwar in der richtigen Höhe erhalten, aber durch passend angeordnete
Schlitze seine Seitenverschiebungen nicht hindern.
Die Hämmer XX1 besitzen bei dieser Ausführungsform
am hinteren Ende je einen kleinen Ansatz x14, Fig. 7, gegen welchen eine Blattfeder
x13 in der Weise drückt, dafs die Hammerköpfe
x5 in der gehörigen Arbeitslage verbleiben. Während nun bei der in Fig. 1 gezeigten
Construction die Hämmer durch Linksbewegung des längeren Armes von T sogleich
bethätigt waren, geschieht dies bei der Modification Fig. 7 erst dann, wenn der betreffende
Arm von T nach erfolgter Linksverschiebung in die erste Lage zurückgeführt wird. Wenn
die Anschläge t 5 der Stange T nach links bewegt
werden, so drücken sie die Hebel x8 einfach nach unten, ohne die Hammerstangen
zu beeinflussen. Bei der Zurückbewegung hingegen können die Hebel xa infolge der Form
ihres Kopfes nicht zurückweichen, so dafs ein Anheben der Hämmer XX1 und das Gegenschlagen
der mit Spitzen χ12 versehenen Köpfe x5
gegen die Petarden ^3 erfolgt. Bei dieser Ausführung
wird man die Schiene Y zweckmäfsig nur so lang machen, dafs sie hinter jedem.
Wagen aufsteigt, so dafs also ebenso viel Explosionen erfolgen, wie Wagen über den
Apparat hinwegfahren. Am Hebel T ist aufserdem noch eine Seitenstange angelenkt, welche
einen an der anderen Seite des Petardenrades angeordneten Hebel d2, Fig. 7, bethätigt, welcher
vermittelst eines Doppelgelenkes d1 auf den Ausstofser d wirkt. Dieser letztere stöfst
die leeren Hülsen der verbrauchten Petarden bei jeder Linksbewegung des längeren Hebelarmes
von T nach unten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei der im Haupt-Patent geschützten Eisenbahn-Knallsignalvorrichtung die Abänderung, dafs an Stelle der zwei vertical schwingenden, doppelarmigen Hebel χ χ5 und χ2 χ* nur ein horizontal schwingender Hebel T Verwendung findet, von welchem sowohl die axial verschiebbare, zur absatzweisen Drehung des Petardenrades dienende Stange P (x%) als auch die Hämmer XX1 (w w2) bethätigt werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63828C true DE63828C (de) |
Family
ID=337730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63828D Expired - Lifetime DE63828C (de) | Eisenbahn-Knallsignal |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE63828C (de) |
-
0
- DE DENDAT63828D patent/DE63828C/de not_active Expired - Lifetime
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