DE537844C - Verfahren zur Entfernung von Arsen und Chlor aus Schwefel - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Arsen und Chlor aus SchwefelInfo
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- DE537844C DE537844C DEL77843D DEL0077843D DE537844C DE 537844 C DE537844 C DE 537844C DE L77843 D DEL77843 D DE L77843D DE L0077843 D DEL0077843 D DE L0077843D DE 537844 C DE537844 C DE 537844C
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
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- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
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- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
Der aus sulfidischen Mineralien oder Verbindungen durch metallurgische oder chemische
Verfahren freigemachte Schwefel enthält, wenn er durch geeignete Mittel kondensiert
oder niedergeschlagen wird, im allgemeinen kleine Mengen Verunreinigungen. Die gewöhnlich vorhandenen Verunreinigungen
bestehen aus Verbindungen des Arsens, Antimons, Selens und anderer Elemente, die in
dem behandelten Material vorhanden sind und die unter den Bedingungen des angewendeten
Verfahrens flüchtige Verbindungen bilden. Wenn, um den Schwefel in Freiheit zu
setzen, chlorierende Verfahren benutzt werden, so können auch Chlor und Chlorverbindungen
in dem gebildeten Schwefel zurückgehalten werden. Durch diese Verunreinigungen kann aber der Marktwert des erhaltenen
Schwefels erniedrigt und die Farbe schädlich beeinflußt werden.
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, nach welchem diese Unreinigkeiten
auf einfache Weise entfernt und letztere, insbesondere das Arsen, wenn sie in hinreichender
Menge vorhanden sind, in marktfähiger Form gewonnen werden. Obgleich die Erfindung
vor allem der Behandlung von Schwefel angepaßt ist, der durch chlorierende Verfahren
gewonnen worden ist, so kann sie doch auch ebensogut bei Schwefel beliebiger anderer
Herkunft benutzt werden, aus welchem Arsen und andere Verunreinigkeiten entfernt
werden sollen.
Die Erfindung beruht auf der Behandlung des Schwefels mit Chlor oder Chlorschwefel,
wodurch die Chloride der Elemente, wie Arsen, Antimon und Selen, gebildet und durch
Verflüchtigung entfernt werden. Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß dem Schwefel Chlor oder Chlorschwefel im
Überschuß gegenüber der zur Bildung der Chloride der vorhandenen anderen Elemente
erforderlichen Menge zugesetzt wird, die flüchtigen Chloride durch Destillation oder
Skrubben oder durch beide Maßnahmen entfernt \verden und schließlich das in dem
Schwefel als Chlorschwefel zurückgebliebene Chlor durch eine Behandlung mit Dampf entfernt
wird.
Die Erfindung kann in der Weise durchgeführt werden, daß das Chlor oder der
Chlorschwefel dem Schwefel zugesetzt wird, während letzterer in Dampf form vorliegt oder
nachdem er in den flüssigen Zustand übergeführt worden ist. Im ersten Falle werden die
gebildeten, flüchtigen Chloride zwar durch den Schwefelkondensator hindurchzugehen suchen,
im besonderen, wenn inerte Gase vorhanden sind, aber eine geringe Menge kann immerhin
mit dem Schwefel auskondensieren. So
wurde beispielsweise gefunden, daß kleine Mengen Arsen hartnäckig von geschmolzenem
Schwefel zurückgehalten werden, selbst wenn das Arsen als Chlorid vorliegt. Gleichgültig
5 ob daher das Chlor oder der Chlorschwefel dem Schwefel zugesetzt wird, während letzterer
als Dampf oder in flüssiger Form vorliegt, es kann in jedem Falle erforderlich sein,
daß flüchtige Chloride gegebenenfalls aus dem ίο flüssigen Schwefel entfernt werden müssen.
Dies kann in der Weise erfolgen, daß der geschmolzene Schwefel eine kurze Zeit einem
sehr niedrigen Druck, beispielsweise von 25 bis 50 mm Quecksilbersäule, ausgesetzt oder
indem, er durch einen Luft- oder inerten Gasstrom kräftig geskrubbt wird. Selbstverständlich
können das Skrubben und der verminderte Druck auch gleichzeitig angewendet
werden.
Ein einfaches Verfahren zur Durchführung des Skrubbens besteht darin, daß man den geschmolzenen
Schwefel in fein verteiltem Zustand durch einen Turm gegen einen aufsteigenden Luft- oder inerten Gasstrom hindurchgehen
läßt, oder indem man ihn durch eine Düse, die durch Luft oder ein inertes Gas
unter Druck gespeist wird, in eine Kammer spritzt.
Die austretenden Gase, welche die flüchtigen Chloride mitführen, läßt man dann
durch Türme oder andere Waschvorrichtungen, die mit Wasser oder einer anderen geeigneten
wässerigen Lösung, wie einer Natriumcarbonat- oder Natriumhydroxydlösung, gespeist
wrerden, hindurchgehen, wodurch die flüchtigen Chloride zerlegt und Oxyde oder
Oxychloride niedergeschlagen werden.
Wenn der zu reinigende Schwefel mehr als Spuren Arsen enthält, so kann er in flüssigem
Zustande mit überschüssigem Chlorschwefel behandelt werden. Ein Teil des so gebildeten
Arsenchlorids destilliert ab und kann in einem geeigneten Kondensator gewonnen werden.
Die Destillation des Arsenchlorids wird dabei durch Rühren, durch Steigerung der Temperatur
oder durch Verminderung des Druckes oder durch eine Kombination dieser Maßnahmen
erleichtert. Es wurde gefunden, daß bei Gegenwart selbst sehr geringer Mengen von Chlorschwefel der geschmolzene Schwefel
bei Temperaturen oberhalb i6o° nicht dunkel und viskos wird, wie es der Fall bei reinem
Schwefel ist, sondern daß er leichtflüssig und durchsichtig bleibt, so daß er leicht bei Temperaturen
durchgerührt werden kann, die sonst im Bereich der hohen Viskosität liegen. Selbst bei erhöhten Temperaturen und erniedrigten
Drucken können aber Spuren von Arsenchlorid zurückgehalten werden, so daß es im allgemeinen zweckmäßig ist, falls vollkommen
arsenfreier Schwefel hergestellt werden soll, das Skrubben mit Luft oder einem inerten Gase anzuwenden, nachdem der größte
Teil des Arsenchlorids abdestilliert worden ist.
Während das Arsen und Antimon, wenn sie in Mengen vorhanden sind, die ihre Gewinnung
rechtfertigen, leicht zum größten Teil durch eine Behandlung mit nur einem geringen
Überschuß von Chlor oder Schwefelchlorid mit anschließender Verflüchtigung und Behandlung der abgetriebenen Dämpfe abgeschieden
werden können, wird das Selen nicht vollständig entfernt, wenn nicht ein bedeutender
Überschuß an Chlor oder Chlorschwefel benutzt wird. Wenn dieses Element daher entfernt werden soll, so ist es am besten,
wenn der Schwefel in geschmolzenem Zustand unter Rühren mit einem bedeutenden Überschuß
an Chlorschwefel behandelt wird, beispielsweise mit Y1 bis 1Z2 des Gewichtes des
zu reinigenden Schwefels. Der größte Teil des nicht umgesetzten Schwefelchlorids mit dem
Arsen, Antimon und Selen wird dann vorzugsweise durch Verringerung des Druckes
auf unter 100 mm Quecksilbersäule entfernt. Das Destillat kann dann je nach der Art der
vorhandenen Verunreinigungen fraktioniert oder mit einer kleinen Menge heißen Wassers
durchgerührt werden, um den größten Teil des Chlorschwefels für die Weiter verwendung
zurückzugewinnen. Der geschmolzene Schwefel wird dann, wie vorstehend, mit Luft oder
einem inerten Gase behandelt oder kurze Zeit einem verhältnismäßig niedrigen Drucke von
beispielsweise 20 bis 25 mm Quecksilber bei einer Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes,
beispielsweise von 120 bis 15015C, ausgesetzt,
wodurch die letzten Spuren der vorhandenen Verunreinigungen entfernt werden.
Nach der vollständigen Entfernung der anderen Verunreinigungen enthält der Schwefel
noch Spuren von Chlorschwefel, welche noch entfernt werden müssen, wenn ein sehr reines
Produkt hergestellt werden soll. Um noch diese Verunreinigung zu entfernen, wird der
geschmolzene Schwefel sorgfältig mit Dampf geskrubbt, und zwar entweder in einem Strahl
oder in Türmen, wie bei dem oben angegebenen Skrubben mit Luft, oder einem inerten
Gas. Der so erhaltene gereinigte, geschmolzene Schwefel wird dann erforderlichenfalls
durch ein geeignetes Filter aus Sand, Asbest, Metallgaze oder Leinen oder einem anderen
Filterstoff nitriert und ist dann von den letzten Spuren von Verunreinigungen und Chlor
vollkommen frei. Das so gewonnene Produkt ist äußerst rein und von sehr guter Farbe.
Claims (8)
- Patentansprüche:I. Verfahren zur Reinigung von Schwefel, dadurch gekennzeichnet, daß demSchwefel Chlor oder Chlorschwefel zugesetzt und die zu verflüchtigenden Stoffe dann entfernt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel zur Entfernung von Spuren Chlorschwefel der Einwirkung von Dampf unterworfen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gereinigte Schwefei vor dem Erstarrenlassen in geschmolzenem Zustand nitriert wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel in Dampfform oder in flüssigem Zustande mit Chlor oder Chlorschwefel behandelt, zur Abscheidung der flüchtigen Chloride fraktioniert und/oder geskrubbt und aus dem Schwefel der zurückgebliebene Chlorschwefel durch Dampf entfernt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abscheidung des größeren Teiles der flüchtigen Chloride durch Fraktionieren die zurückgebliebenen flüchtigen Chloride durch Skrubben und/oder Behandlung unter vermindertem Druck entfernt werden und etwaiger in dem Schwefel verbliebener Chlorschwefel durch Dampf abgeschieden wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 und zur Gewinnung von Arsen und der anderen vorhandenen Elemente, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel in geschmolzenem Zustande oder in Dampfform mit Chlor oder Chlorschwefel in geringem Überschuß gegenüber der zur Bildung der Chloride des Arsens und Antimons erforderlichen Menge behandelt wird, die gebildeten flüchtigen Chloride abdestilliert werden und der größte Teil des Arsens und der anderen flüchtigen Verbindungen kondensiert oder abgeschieden wird und daß dann der Rest des Arsens und der anderen Chloride aus dem geschmolzenen Schwefel durch Skrubben und/oder Behandlung unter vermindertem Druck entfernt wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1 und zur Gewinnung unter anderem von Selen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel in geschmolzenem Zustande mit Chlor oder Chlorschwefel in bedeutendem Überschuß gegenüber der zur Umwandlung der Verunreinigungen in flüchtige Chloride erforderlichen Menge durchgerührt, der nicht umgesetzte Chlorschwefel mit den Verbindungen des Arsens, Antimons und Selens abdestilliert und das Destillat zur Rückgewinnung des Chlorschwefels behandelt und daß dann der geschmolzene Schwefel mit Luft oder inerten Gasen geskrubbt und/oder einem verminderten Druck ausgesetzt und der Schwefel schließlich mit Dampf behandelt wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase mit den flüchtigen Chloriden durch Türme oder andere Skrubbvorrichtungen geschickt werden, die zur Zerlegung der flüchtigen Chloride mit einer wässerigen Lösung gespeist werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB8442/30A GB350574A (en) | 1930-03-15 | 1930-03-15 | A method of removing arsenic and chlorine from sulphur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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