DE537189C - Verfahren und Vorrichtung zum Entnehmen des untersten Stueckes von einem Stapel ungefalteter Blaetter oder gefalteter Bogen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entnehmen des untersten Stueckes von einem Stapel ungefalteter Blaetter oder gefalteter Bogen

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H1/00Supports or magazines for piles from which articles are to be separated
    • B65H1/08Supports or magazines for piles from which articles are to be separated with means for advancing the articles to present the articles to the separating device
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entnehmen des untersten Stückes von einem Stapel ungefalteter Blätter oder gefalteter Bogen Das Entnehmen des jeweils untersten Stükkes von einem Stapel ungefalteter Blätter oder gefalteter Bogen, wie es bei den verschiedensten Arbeitsmaschinen Anwendung findet, erbringt gegenüber dem Entnehmen des jeweils obersten Stückes erhebliche Vorteile. Deren wichtigste sind darin zu erblicken, daß dabei die Nachfüllung des Stapels ohne jede Unterbrechung des Arbeitsganges geschehen kann, und daß der Stapel nicht entsprechend seiner Abnahme dauernd in der Höhenlage verstellt zu werden braucht, um das einwandfreie Arbeiten der Entnahmewerkzeuge zu sichern. Auf der andern Seite wirkt aber beim Entnehmen des untersten Werkstückes von einem Stapel das auf diesem Werkstück lastende, gesamte Stapelgewicht nachteilig infolge der dadurch auftretenden, starken Reibung zwischen dem Stapel einerseits und der den Stapel tragenden Platte andererseits beim Herausziehen des Stückes. Diese Reibung hat häufig ein Mitnehmen eines zweiten Blattes oder mehrerer Blätter zur Folge, wodurch Störungen oder, wenn die Blätter gemeinsam in die jeweils in Frage kommende Verarbeitungsmaschine eingezogen werden, hohe Ausschußmengen verursacht werden. Auch die zur Minderung des auf dem untersten Stück lastenden Stapeldruckes angewandte schräge Stapelanordnung vermag diesen übelstand wohl abzuschwächen, aber nicht zu beseitigen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Entnehmen des jeweils untersten Stückes eines Blätter- oder Bogenstapels, durch das die Reibung zwischen diesem und dem darüberliegenden Stapel wie auch der Stapelplatte in einem solchen Maße vermindert wird, daß das Herausziehen des Blattes leicht und ohne die erwähnten schädlichen Nebenerscheinungen geschehen kann. Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß unter den Stapel an einer oder an mehreren Stellen Druckluft geblasen wird, und zwar derart, daß diese Druckluft gezwungen ist, zwischen dem Stapel und der ihn tragenden Platte hindurchzustreichen und wieder zu entweichen. Es entsteht dadurch zwischen dem untersten Stapelstück und der Stapelplatte ein dünnes Luftkissen, das die sonst beim Herausziehen des Stückes entstehende Reibung zwischen diesem und der Platte aufhebt. Weiterhin erbringt die zwischen dem Stapel und der Stapelplatte hindurchstreichende Druckluft die Wirkung, daß das unterste Blatt eine in wellenförmigen Bewegungen sich äußernde Vibration erfährt, wie man sie beobachten kann, wenn man Luft unter ein Papierblatt bläst, und die ein Ablösen des untersten Blattes von dem nächstfolgenden herbeiführt.
  • Das Verfahren der Erfindung ist völlig unabhängig von denjenigen Mitteln, die für die Einleitung der Abtrennung des untersten Blattes vom Stapel und für dessen Herausziehen unter dem Stapel angewandt werden; es kann vielmehr in Verbindung mit allen bislang für diesen Zweck bekannt gewordenen Einrichtungen zur Anwendung kommen, und zwar sowohl für gewöhnliche Einzüge, bei denen das Blatt in seiner vollen Größe ohne gleichzeitiges einmaliges Falzen vom Stapel entnommen wird, wie auch für die unter dem Namen Falzeinzüge bekannt gewordenen Vorrichtungen, die mit dem Entnehmen des Blattes vom Stapel gleichzeitig dessen einmaliges Falzen bewirken.
  • In bezug auf die letzterwähnte Art von Einzügen ist besonders zu erwähnen, daß es bei diesen bekannt geworden ist, in den Raum, der oberhalb der Berührungslinie der beiden das Entnehmen des Blattes und dessen Falzen bewirkenden Walzen von diesen und dem untersten Stapelstück umschlossen wird, Druckluft einzublasen. Diese Maßnahme ist jedoch nicht gleichbedeutend mit derjenigen, die das Verfahren der vorliegenden Erfindung kennzeichnet, weil dort das Einblasen der Druckluft lediglich den Zweck hat, beim gleichzeitigen Erfassen mehrerer aneinander haftender Blätter diese zu trennen und die über dem untersten liegenden zurückzuhalten. Gleichzeitig unterstützt dabei die Druckluft den Einlauf des zwischen den Einzugwalzen gebildeten Blattbausches zwischen diese Walzen zum Zwecke der Verwandlung des Bausches in einen Falz. Eine Verminderung der beim Herausziehen des untersten Blattes auftretenden Reibung zwischen diesem und dem übrigen Stapel bzw. der Stapelplatte kann durch diese Einrichtung nicht herbeigeführt werden.
  • In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in senkrechtem Längsschnitt dargestellt.
  • In dem gezeichneten Beispiel ist angenommen, daß es sich um einen Blatteinzug handelt, mittels dessen das jeweils unterste Blatt eines Stapels in seiner vollen Ausdehnung, d. h. ungefaltet, vom Stapel entnommen werden soll. Der Stapel i ruht dabei mit seiner größten Fläche auf der Stapelplatte z und wird durch Stapelanschläge 3 in seiner richtigen Lage gehalten. Unterhalb des über die Stapelplatte z hinausragenden Stapelteiles ist die das Trennen des untersten Blattes vom Stapel einleitende und dessen volles Herausziehen unter dem Stapel bewirkende Vorrichtung angeordnet. Sie besteht bei dem gewählten Ausführungsbeispiel aus einem oder mehreren um die hohle Saugerwelle q. schwenkbaren Saugern 5, die das Trennen des Blattes vom Stapel einleiten, indem sie es bei ihrer höchsten, in der Zeichnung ausgezogen gezeichneten Stellung in der Nähe seiner vorderen Kante saugend erfassen und so weit niederbiegen, daß es von den Walzensegmenten 6, die sich in der angegebenen Pfeilrichtung drehen, zunächst an die Gegen-,valze 7, wie dies durch die gestrichelte Linie w angedeutet ist, angelegt werden kann, worauf es dann zwischen den Walzensegmenten 6 und der Gegenwalze 7 zwangsweise erfaßt und unter dem Stapel um einen bestimmten Betrag herausgezogen wird, der so groß ist, daß das Blatt mit seiner vorderen Kante zwischen die Walze 7 und die um die Rollen 8 geführten Gurte g gelangt, die alsdann das völlige Herausziehen unter dem Stapel übernehmen und das Blatt gleichzeitig der weiteren Verarbeitung zuführen. Die Führungen 1o leiten das Blatt nach seinem Austritt aus den Segmenten 6 und der Walze 7 zwischen die letztere und die mit ihr zusammenarbeitenden Gurte z o. Auf der Welle 6' der Walzensegmente 6 sind Laufringe i i befestigt, die auf der Walze 7 laufen und dadurch die Lage der Segmente 6 dieser gegenüber sichern. Die Welle 6' ist in Hebeln i z gelagert, die unter der Wirkung von Zugfedern stehen, so daß die Laufringe i i dauernd gegen die Walze 7 gepreßt werden, während bei dem Erfassen eines Blattes zwischen den SegMenten 6 und der Walze 7 die ersteren entsprechend der jeweiligen Papierstärke zurückfedern können. Auch die Welle 8' der Gurtrollen 8 kann federnd an Hebeln gelagert sein, so daß auch die Gurte 9 dauernd gegen die Walze 7 gepreßt werden. In der Zeichnung ist dies jedoch nicht dargestellt.
  • Das bisher Gesagte dient lediglich dem Verständnis der Wirkungsweise der in der Zeichnung dargestellten Vorrichtung; für den eigentlichen Erfindungsgedanken ist jedoch das bisher Beschriebene nicht von Bedeutung; das Trennen des untersten Blattes vom Stapel und sein Herausziehen unter dem Stapel kann vielmehr ohne Einfluß auf den Erfindungsgedanken auch durch jede andere geeignete Einrichtung bewerkstelligt werden. Zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung dient die in folgendem beschriebene und in der Zeichnung beispielsweise dargestellte Vorrichtung: In der Stapelplatte a ist eine öffnung 13 oder eine Mehrzahl solcher öffnungen vorgesehen, durch welche Druckluft unter den Stapel geblasen wird. Die Zuführung der Druckluft zu den öffnungen 13 kann durch einen einfachen festen Anschlußstutzen geschehen, an welchen die mit einem Gebläse in Verbindung stehende Druckluftleitung angeschlossen ist. .Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist an Stelle eines festen Anschlußstutzens ein verstellbarer Düsenteil 1 4. vorgesehen, dessen eines Ende die Form einer Kugel aufweist, die auf den Rand der kegelig gehaltenen Öffnung 13 aufgeschliffen ist und mittels einer über den Düsenteil 14 geschobenen, an der Stapelplatte 2 verschraubten Flacheisenpratze 15 gegen diesen Rand der Öffnung 13 gepreßt wird. Am freien Ende des Düsenteiles 1,1 kann ein Druckluftschlauch angeschlossen werden, der mit einem Gebläse in Verbindung steht. Durch diese in der Zeichnung dargestellte Einrichtung ist es, sofern dies notwendig erscheint, möglich, den Düsenteil 1 4. in verschiedene Winkelstellungen zur Stapelplatte a einzustellen und dadurch dem Druckluftstrom eine bestimmte Richtung zu geben. Die so durch die Öffnung 13 unter den Stapel gelangende Druckluft ist gezwungen, sich unter dem Stapel zu verteilen und, unter dessen ganzer Fläche hindurchstreichend, an seinen Rändern wieder auszutreten. Der Stapel ruht infolgedessen nicht mehr unmittelbar auf der Stapelplatte 2, sondern auf der so entstehenden Luftschicht über der Stapelplatte, und beim Herausziehen des untersten Blattes ist bei genügend starkem, dem Gewicht des Stapels entsprechend geregeltem Druck der Luft dessen Reibung mit der Stapelplatte vollständig aufgehoben. Gleichzeitig bewirkt der unter dem untersten Blatt des Stapels vorbeistreichende Luftstrom eine wellenförmige Vibrationsbewegung des untersteh und teilweise auch der darüberliegenden Blätter, wodurch die Lösung der Blätter voneinander unterstützt wird. Das unterste Blatt kann auf diese Weise selbst bei sehr hohem Stapel mühelos unter diesem herausgezogen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entnahme des jeweils untersten Stückes von einem Stapel urgefalteter Blätter oder gefalteter Bogen unter Anwendung beliebiger Entnahmemittel, gekennzeichnet durch die Einführung von Druckluft an einer oder mehreren Stellen unter den Stapel derart, daß diese Druckluft gezwungen ist, zwischen dem Stapel und der ihn tragenden Platte hindurchzustreichen und wieder zu entweichen.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die den Stapel (i) tragende Platte (2) mit einer oder mehreren Öffnungen (i3) und an der Unterseite der Platte (2) mit sich daran anschließenden Stutzen, Blasdüsen (1 4.) o. dgl. versehen ist, durch die Luft zwischen die Stapelplatte(2) und den Stapel (i) geblasen werden kann.
DE1930537189D 1930-10-07 1930-10-07 Verfahren und Vorrichtung zum Entnehmen des untersten Stueckes von einem Stapel ungefalteter Blaetter oder gefalteter Bogen Expired DE537189C (de)

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