DE536853C - Windlade fuer Orgeln - Google Patents

Windlade fuer Orgeln

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DE536853C
DE536853C DEH117679D DEH0117679D DE536853C DE 536853 C DE536853 C DE 536853C DE H117679 D DEH117679 D DE H117679D DE H0117679 D DEH0117679 D DE H0117679D DE 536853 C DE536853 C DE 536853C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/04Reservoirs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
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Description

  • Windlade für Orgeln Es ist bekannt, daß bei den heutigen Orgeln mit pneumatischer Traktur die Pfeifen, besonders bei längeren Rohrleitungen, etwas verspätet ansprechen, daher für größere Orgeln eine teurere, aber präzisere Traktur bevorzugt wird.
  • Die nach dem vorliegenden Erfindungsgedanken auf die Erreichung einer präziseren Ansprache abzielenden Verbesserungen sind in Fig. i bis ¢ in beispielsweiser Ausführungsform zum Ausdruck gebracht.
  • Fig. i veranschaulicht einen Querschnitt der Windlade, Fig. 2 einen Schnitt in der Höhe der Pfeifenventile, Fig. 3 einen Querschnitt des Relais, während Fig. 4. einen Querschnitt des Spielkanals erkennen läßt.
  • Im Querschnitt der Windlade sind die Relaiskanzellen A und A1 sowie die Registerkanzellen j und j1 ersichtlich.
  • Zum Zwecke des präzisen und zugleich milden Ansprechens der Pfeifen (beispielsweise a) wird das Pfeifenventil l aus einer zusammenklappbarenTaschenmembran h (nach Art eines kleinen Blasbalges mit oberer Öffnung) mit angeleimter metallischer Ventilplatte hergestellt.
  • Der obere Teil der Membran ist an eine auf dem Fundamentstock o angeschraubte und mit Windkanälen i versehene Membranleiste n angeleimt. Der Pfeifenkanal in ist im Zustande der Ruhe durch das Pfeifenventil l geschlossen und die Taschenmembran k auseinandergezogen. Soll die Pfeife a zum Tönen gebracht werden, so wird durch die Spieltaste durch das Rohr b Wind eingelassen, die Relaismembran c (in Fig. 3 ist dieselbe weggelassen) bläht sich auf und drückt das Relaisventil d nach oben. Hierdurch werden die drei oberen, durch Kanäle y mit der Relaiskanzelle A in Verbindung stehenden W indausflußöffnungen c für die Windzufuhr in den Spielkanal geschlossen und die unteren drei Windauslaßöffnungen f geöffnet, so daß aus letzteren -der in dem Spielkanal g und in den Kanälen h und i sowie in der Membran k befindliche Wind entweichen kann. Der in der Registerkanzelle j befindliche gespannte Wind drückt nun infolge des im Spielkanal entstehenden Unterdruckes die Taschenmembran zusammen und damit das Pfeifenventil l in die Höhe, so daß der Wind durch den Pfeifenkanal in zur Pfeife a abströmen und dieselbe zum Ertönen bringen kann. Die einzelnen Ventilstöcke der Taschenmembranen sind durch Zwischenräume q 2s (Fig. z) voneinander getrennt, welche ihrerseits aber auch wieder durch einen im Fundamentstock eingearbeiteten und im Verein mit der Membranleiste ia gebildeten Querkanal p (Fig. i) in Verbindung stehen, so daß die Taschenmembran tatsächlich von allen Seiten durch den in der Registerkanzelle vorhandenen Wind beim Heben des Relaisventils d rasch nach aufwärts getrieben wird. Das in diesem Moment unter dem Pfeifenventil 1 entstehende Vakuum saugt nun einen Teil des zur Pfeife strömenden Windes auf und verhindert den plötzlichen Einsturz des vollen Windes in den mit seinen mehrfachen Windungen eine Art Luftpuffer bildenden Pfeifenkanal, so daß eine milde Ansprache der Pfeife bewirkt wird.
  • Infolge des bisherigen Einbaues des Relaisventils d unmittelbar in die Relaiskanzelle A ist eine schwere Zugänglichkeit für dasselbe gegeben, indem einerseits das Deckelbrett D abgehoben werden muß, .oder die Kammer A ist außerhalb der Pfeifenstellung angeordnet, wodurch die Windlade wesentlich breiter gehalten werden muß, als dies für die Pfeifenstellung notwendig ist. Die Relais werden nunmehr bei der zur Anmeldung gebrachten Windlade entweder paarweise, d. h. je ein Stück für zwei Töne, oder auch einzeln vor den Kanälen h bzw. den Pfeifenventilen angeordnet und unter der Relaiskanzelle A (bzw. Al) leicht zugänglich und bequem abnehmbar angeschraubt, so daß Fehler an den Ventilen oder an den Membranen sofort und unmittelbar beseitigt werden können.
  • Auch die Spielkanäle können paarweise und in gleicher Größe ausgeführt werden. Der Relaiskörper wird zweckmäßig aus einem oberen und unteren Teil B und C mit den oberen und unteren Ein- und Auslaßöffnungen e und f hergestellt, wobei die diesfälligen Ventilsitze klein ausgeführt werden können.
  • Bei den tiefen Pfeifen mit ihren großen Pfeifenkanälen, für welche auch große Pfeifenventile und breite Membranen notwendig sind und die mit der korrespondierenden Teilung des zugehörigen Relais für ein Paar nebeneinander nicht Platz haben würden, wird ein Ton bzw. Pfeifenkanal samt Ventil und Membran versetzt, wie dies aus der Fig. 2 durch Anordnung des Hilfskanals y in der Membranleiste n hervorgeht, welcher durch die Kanäle i und k die Kommunikation zwischen der Membran und dem Spielkanal g bewirkt.
  • Die vorliegende Erfindung enthält auch eine Verbesserung der bekannten Transmission-eine Pfeife a, von verschiedenen Tasten bzw. Relais d oder dl und voneinander getrennten Spielkanälen g und g,. aus selbständig zu spielen-, indem die von den unteren Membranventilen s und s,, zu dem Pfeifenventil nach aufwärts führenden Kanälen h,. statt wie bisher horizontal, nunmehr schräg und zum senkrechten Kanal h einen stumpfen Winkel bildend, geführt werden, wodurch eine Verbesserung der Funktion erzielt wird.
  • Schließlich erstreckt sich die vorliegende Erfindung auch noch auf eine Verbesserung der Präzision des Relaisventils d bzw. dessen Membran c, indem durch Herstellung eines mit dem Spielkanal g sowie auch mit der Windrohrleitung b in Verbindung stehenden, in seinem Querschnitt durch eine hineinragende Schraube ?a regulierbaren kleinen Kanals v der aus dem Spielkanal g austretende Wind den in der Rohrleitung b vom Spieltische kommenden Wind beim Heben des Relaisventils kräftigst unterstützt und die Membran c rasch aufbläht. Zum Zwecke einer genauen Regulierung des durch den Verbindungskanal v strömenden Windes wird in der Rohrleitung b unterhalb der Membran c noch eine Öffnung angebracht, welche bei Entfernung eines Stöpsels w die Anbringung einer Windwaage ermöglicht, mittels welcher sowohl der Winddruck, der auf die Membran c durch den Verbindungskanal v ausgeübt werden soll, sowie auch der Druckabfall, welchen der Rohrleitungswind in b durch den Verbindungskanal v erleidet, ersichtlich gemacht und durch die Regulierschraube 2z genau eingestellt werden kann. Nach erfolgter Regulierung wird diese Öffnung mit dem Stöpsel w wieder winddicht verschlossen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Windlade für Orgeln, bei der die Relais unterhalb der Relaiskanzelle angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil der Relaiskanzelle (A) die Bohrungen für die Windführung in die Relaiskanzelle (A) und zu den Spielkanälen (g) enthält und die die Relais umschließenden, aus einem oberen und unteren, die Einlaß- und Auslaßöffnungen (e, f) enthaltenden Teile (B, C) bestehenden Gehäusekörper einzeln oder paarweise nach oben derart anschraubbar sind, daß die Regulierung des Abhubstiftes des Relaisventils von außen leicht möglich ist.
DEH117679D 1927-08-20 1928-08-08 Windlade fuer Orgeln Expired DE536853C (de)

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