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Antrieb eines Stufenschalters, bei dem in der Reihe der Schaltschritte
unwirksame, d. h. die Regelung nicht beeinflussende Schaltschritte vorgesehen sind,
insbesondere für Stufentransformatoren Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur
Verstellung eines Stufenschalters, insbesondere bei einem Stufentransformator, unter
Verwendung eines Antriebsmotors für den Stufenschalter, der sich nach Vollendung
eines Schaltschrittes selbsttätig stillsetzen kann.
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Bei gewissen bekannten Formen von Stufenschaltern für Transformatoren
kommen unwirksame Schaltschritte vor, d. h. solche Schaltschritte, die die geregelte
Größe nicht verändern. In einem solchen Falle kann es erwünscht sein, den Antriebsmotor
des Stufenschalters mehrere Schaltschritte unmittelbar nacheinander ausführen zu
lassen nach einmaliger Betätigung des Druckknopfes oder sonstigen Anlaßschalters.
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Nach der Erfindung wird diese Möglichkeit dadurch geschaffen, daß
der Stufenschalter mit einem in die Steuerung des Motors eingreifenden, beim Eingriff
den Motor selbsttätig anlassenden oder während des Eingriffs die Vorrichtung zur
selbsttätigen Stillsetzung des Motors unwirksam erhaltenden Schaltwerk ausgerüstet
und dieses Schaltwerk so gestaltet und angeordnet wird, daß es bei einem unwirksamen
Schaltschritt in Tätigkeit, bei dem ersten darauffolgenden wirksamen Schaltschritt
außer Tätigkeit tritt.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist auf der
Zeichnung in schematischer Weise dargestellt.
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Die Regulierwicklung i zerfällt in beispielsweise fünf Teile mit den
Anzapfungen a, b, c,
d, e, f. Das Ende g des nicht regelbaren Wicklungsteiles
2 ist durch eine Leitung 3 an den Schaltarm q. eines Umschalters 5 angeschlossen.
Die festen Kontakte a und f des Umschalters sind durch Leitungen 6 bzw. 7
an die gleichbezeichneten Anzapfungen der Regulierwicklung i angeschlossen. Der
Stufenschalter besteht aus der festen Kontaktbahn 8 und dem Schaltarm 9 auf der
Welle To. Der Schaltarm 9 ist durch eine Leitung ii mit einer Klemme KI verbunden;
eine zweite Klemme K° bildet das Ende des nicht regelbaren Wicklungsteiles 2. Von
diesen Klemmen wird die geregelte Spannung abgenommen.
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Die Kontaktbahn 8 trägt acht Segmente. Die ersten sieben sind der
Reihe nach mit den gleichbezeichneten Punkten der Wicklungsteile i und 2 verbunden.
Das achte Segment A ist durch eine Leitung 12 an das vorhergehende Segment g angeschlossen.
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Der Schaltarm ist in seiner Mittelstellung auf dem Segment e dargestellt,
der Umschalter 5 in jener Stellung, bei der die Spannung der Regulierwicklung i
zu der Spannung des nicht regulierbaren Wickelteiles 2 hinzugesetzt wird. Wird nun
durch Drehung der Welle To im Uhrzeigersinn der Schaltarm 9 auf das Segment f gebracht,
so sinkt die Spannung um eine Stufe. Auf diesen wirksamen Schaltschritt folgt nun
ein unwirksamer Schaltschritt, denn durch den Übergang des Schaltarmes 9 auf das
Segment g
wird die Spannung zwischen den Klemmen KI und K2 nicht
verändert. Bei Stellung des Schaltarmes g auf dem Segment g kann der Umschalter
5 praktisch stromlos umgelegt werden. Diese Umlegung, bei der der Schaltarm 4 auf
den Kontakt a kommt, wird bewirkt durch die auf der Welle zo sitzende Scheibe 13
mit dem Nocken 14, während der Schaltarm g von dem Segment g auf das Segment
da übergeht. Dies ist also ein zweiter unwirksamer Schaltschritt. Der Übergang
des Schaltarmes g von dem Segment h auf das Segment a ist ein dritter un--Nirksamer
Schaltschritt, weil die Spannung, die sich dabei zwischen den Klemmen KI und K2
einstellt, ebenso groß ist wie die Spannung bei Stellung des Schaltarmes g auf dem
Segment f, die die Spannung des nicht regelbaren Wicklungsteiles 2 ist. Erst das
Fortschreiten des Schaltarmes g auf das Segment b ist wieder ein wirksamer Schaltschritt,
der nun, nach Umpolung des Wicklungsteiles z, die Spannung um eine Stufe unter die
Spannung des Wicklungsteiles z herabsetzt.
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Nach der Erfindung ist die Einrichtung so ausgeführt, daß der Motor
15, der die Welle zo mit dem Schaltarm g dreht, diesen Schaltarm in einem Zuge von
dem Segment f auf das Segment b stellt. Das ist auf folgende Weise erreicht: Der
Motor 15 treibt durch die Schnecke 16 das Schneckenrad =7. Auf der Achse 18 des
Schneckenrades 17 sitzt ein Ritzel rg, das in das Zahnrad 2o eingreift. Dieses
Zahnrad ist auf der Welle xo des Schaltarmes g und der Nockenscheibe 13 befestigt.
Das Verhältnis der Halbmesser des Ritzels zg und des Zahnrades 2o ist = zu B. Infolgedessen
wird der Schaltarm g um den Teilungswinkel der Kontaktbahn 8, nämlich 45 Grad, verstellt,
wenn das Schneckenrad 17 eine volle Umdrehung ausführt. Das Schneckenrad
17 trägt einen Stift 2=, in dessen Bahn das keilförmig gestaltete Ende 29,
eines bei 23 gelagerten Schalters 24 hineinragt. Der Schalter 24 trägt jenseits
des Drehpunktes 23 ein Kontaktstück 25, durch das die Kontakte 26 und 27 leitend
miteinander verbunden werden können. Dieser Schalter ist mittels der Leitungen 28,
29 in den Stromkreis der Haltespulen 30, 31 zweier Schütze V, R eingeschaltet, von
denen das erste den Motor =5 für Vorwärtslauf, das zweite den Motor für Rückwärtslauf
einschaltet. Die Schütze werden mittels der Druckknöpfe 32, 33 und der Steuerspulen
34, 35 gesteuert.
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Wird der Druckknopf 32 niedergedrückt, der das Schütz V ansprechen
und den Motor =5 vorwärts laufen läßt, so möge die Welle xo im Uhrzeigersinn umlaufen.
Bei der gezeichneten Grundstellung des Schneckenrades 17 ist der Schalter 24 noch
geöffnet; dreht sich aber das Schneckenrad z7 um einen kleinen Winkel, so schließt
sich der Schalter 24, und nun hält die Spule 3o das Schütz V geschlossen, auch wenn
. der Druckknopf 32 losgelassen wird. Nach einer vollen Umdrehung des Schneckenrades
17 wird aber der Schalter 24 durch Einwirkung des Stiftes 21 auf den Keil 22 wieder
aufgehoben, die Haltespule 30 stromlos, so daß das Schütz T' abfällt und
der Motor =5 zum Stillstand kommt.
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Beim Übergang des Schaltarmes g auf das Segment g wird nun das Stromloswerden
der Haltespule 3o verhindert durch Schließung eines Schalters, der parallel zu dem
Schalter 24 an die Leitungen 28 und 29 gelegt ist. Dieser Schalter besteht aus den
beiden Kontaktfedern 36 und 37, die in einem festen Block 38 aus Isoliermaterial
befestigt sind und miteinander leitend verbunden -werden können durch Kontaktstücke
39, 40, 41. Diese Kontaktstücke sind isoliert auf dem Zahnrad 2o befestigt.
Das Kontaktstück 39 steht unter den Federn 36,.37, wenn der Schaltarm g seine
Mittelstellung auf dem Segment g einnimmt. Die Kontaktstücke 40, 41 sind gegen das
Kontaktstück 39
um 45 Grad bzw. go Grad entgegen dem Uhrzeigersinn versetzt
angeordnet. Es werden darum die Kontaktfedern 36 und 37 auch dann miteinander verbunden,
-wenn der Schaltarm. g seine Mittelstellung auf den Segmenten h und a einnimmt.
Der Motor 15 dreht also den Schaltarm g in einem Zuge vom Segment f auf das Segment
b, -weil die Vorrichtung, die ihn nach einem vollen Umlauf des Schneckenrades x7
stillsetzen könnte, durch die Schalteinrichtung am Zahnrad 2o zeitweilig unwirksam
erhalten ist.
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Wird der Druckknopf 33 betätigt, so spielen sich die beschriebenen
Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab.