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Schützenantrieb für Rundwebstühle Die Erfindung betrifft einen Schützenantrieb
für Rundwebstühle. Derartige Antriebe, bei denen die Schützen an ihrem hinteren
Ende eine lose drehbare Reibscheibe besitzen, die von einer Antriebsscheibe angetrieben
wird, sind an sich bekannt; desgleichen wurde auch schon vorgeschlagen, die Antriebsscheibe
auf einer um die Webstuhlachse umlaufenden, radial gerichteten Achse zu befestigen,
wobei sich die Antriebsscheibe auf einem ortsfesten Antriebskranz abrollt.
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Die Erfindung zeichnet sich den bekannten Einrichtungen gegenüber
dadurch aus, daß auf einer um ein Kugelgelenk schwingbaren Achse sowohl die Antriebsscheibe
für den Schützen als auch die konische Reibrolle befestigt ist, die sich unter Federwirkung
an dem ortsfesten konischen Reibkranz abrollt.
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Hierdurch werden die Vorteile erzielt, daß Stöße und Erschütterungen
vermieden werden, daß die Abnutzung herabgesetzt wird und daß, ohne daß Schmiermittel
nötig sind, ein leichter und gleichförmiger Antrieb für die Schützen erzielt wird,
was von großer Bedeutung ist; denn gerade zwischen der treibenden und angetriebenen
Reibscheibe treten die meisten Fadenbrüche auf, die durch den Antrieb gemäß der
Erfindung wesentlich vermindert sind. Ein besonderer Vorteil wird noch dadurch erzielt,
daß die am Schützen befestigte konische Reibrolle sich unter Federwirkung an dem
ortsfesten konischen Reibkranz abrollt und das Bestreben hat, auf die durch Reibung
wirkenden Antriebsmittel einen Druck auszuüben.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es bedeutet Abb. z einen senkrechten Schnitt durch den Rundwebstuhl,
Abb.2 eine Sonderdarstellung des Schützenantriebes im vergrößerten Maßstabe, Abb.
3 einen Schnitt nach Linie C-C der Abb. 2, und Abb. 4. zeigt schematisch die Abwälzung
der Schützenreibscheibe auf der Antriebsscheibe.
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Der Rahmen 3 (Abb. z) trägt eine feste Hauptachse 15, die an ihrem
unteren Teil durch eine konische Muffe unter Verwendung einer Mutter und Gegenmutter
17 befestigt ist.
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An ihrem oberen Teil trägt die Achse z5 eine kreisrunde Scheibe 18.
Dieser Teil zeigt die Form eines Pilzes mit umgelegtem Rand, der radiale Schlitze
erhält, um die einzelnen Kettenfäden in ihrer unteren Laze ordnunL-smäßig
führen
zu können. Diese Scheibe 18 trägt ferner an ihrer Unterseite einen konischen Reibkranz
2o.
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Auf der feststehenden' Achsei 5 ist eine Muffe io drehbar auf Kugellagern
gelagert, die sich an ihrem oberen Ende erweitert, um eine Platte 24 (Abb. i) zu
bilden, die die Stoß- oder Fortschieberollen für die Schützen aufnimmt.
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Der Schützenantrieb wird von den Antriebsscheiben 41 aus bewirkt,
die von der Platte 24 (Abb. i und 2) getragen werden. Diese Reibscheiben sitzen
auf Wellen 42, die mit Reibkegeln oder konischen Reibrollen 43 (Abb. 2) versehen
sind und mit dem Reibkranz 2o zusammenarbeiten.
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Jede Welle 42 ruht in einem Kugelgelenklager 44, das neben der Scheibe
41 vorgesehen ist, und wird andererseits durch einen Block 45 (Abb. 2 und 3) abgestützt,
der unter der Einwirkung einer Feder 46 steht.
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Die Reibscheibe 41 steht mit @ der anzutreibenden Reibscheibe 4o des
zugehörigen Schützens in Eingriff, und zwar an einer Stelle, die am hinteren und
unteren Ende des Schützens liegt. Wie aus Abb. 4 ersichtlich, stößt die Scheibe
41 gegen die Scheibe 40 und dadurch auch gegen den Schützen, wobei gleichzeitig
die Scheibe 4o gedreht wird. Trifft der Schützen einen Kettenfaden 47 der unteren
Kettenfadenlage, dann wird der Faden zwischen den Scheiben oder Rollen 40 und 41
ergriffen und bewegt sich darauf über die Rolle 41, bevor er niederfällt und freigegeben
wird. Ist die Geschwindigkeit der Rolle 41 richtig gewählt, dann rollt die Rolle
sozusagen unter den Kettenfäden, ohne diese nennenswert aus ihrer waagerechten Lage
zu bringen. Außerdem wird die durch die Treibrolle 41 in Bewegung gesetzte Rolle
4o durch das Beharrungsvermögen eine Winkelgeschwindigkeit erhalten, die im allgemeinen
gleich bleibt, obgleich die Bewegungsbahn durch die aufeinanderfolgenden Kettenfäden
bei deren Berührung mit den Rollen unterbrochen wird.
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Um Erschütterungen zu vermeiden, wird jede Scheibe 41 (Abb. 2) mit
einer Felge 48 aus bartem Stahl versehen, die auf einem. Kautschukring 49 aufruht,
der auf der Oberfläche der Scheibe 41 vorgesehen ist.
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Der Druckwiderstand beim Drücken der Rolle 41 gegen die Rolle 4o hat
das Bestreben, die Rolle 41 zu senken und dadurch die Welle 42 auf dieser Seite
zu neigen, was durch das Kugelgelenklager 44 möglich ist. Dadurch wird der Druck
der konischen Rolle 43 gegen den Reibkranz 2o (Abb. 2) in vorteilhafter Weise erhöht.