DE53400C - Sicherheitsschlofs - Google Patents

Sicherheitsschlofs

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Publication number
DE53400C
DE53400C DENDAT53400D DE53400DA DE53400C DE 53400 C DE53400 C DE 53400C DE NDAT53400 D DENDAT53400 D DE NDAT53400D DE 53400D A DE53400D A DE 53400DA DE 53400 C DE53400 C DE 53400C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vexir
disks
key
locking bar
pin
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53400D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. D. LE COCQ CALDER in New-York, V. St. A
Publication of DE53400C publication Critical patent/DE53400C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B21/00Locks with lamelliform tumblers which are not set by the insertion of the key and in which the tumblers do not follow the movement of the bolt e.g. Chubb-locks
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B67/00Padlocks; Details thereof
    • E05B67/06Shackles; Arrangement of the shackle
    • E05B67/22Padlocks with sliding shackles, with or without rotary or pivotal movement

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Sicherheitsschlors.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1889 ab.
Das Sicherheitsschlofs vorliegender Erfindung soll im geschlossenen Zustande nicht erkennen lassen, welche seiner Vexirscheiben beim Schliefsen des Schlosses betha'tigt wurden und welche in ihrer Lage blieben, da an sämmtlichen Vexirscheiben des Schlosses, ob gedreht oder nicht, die Haupt- oder Nebenlücken dem Schlüssel bezw. Dietrich sich darbieten.
Auf den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt durch das Schlofs mit in den Bügel eingeschnapptem Bolzen.
Fig. 2, 3 und 4 sind Seitenansichten verschiedener Schlüssel, welche bei besagtem Schlofs Verwendung finden können.
Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt durch das Schlofs nach x-x der Fig. 1, und zeigt die Anordnung des Schliefsriegels in zurückgezogener Stellung,
Fig. 6 ein ähnlicher Schnitt mit eingeschnapptem Riegel,
Fig. 7 ein Horizontalschnitt nach y-y bei zurückgezogenem Schliefsriegel,
Fig. 8 die Oberansicht einer Vexirscheibe in Eingriff mit der Schliefsstange und
Fig. 9 eine Seitenansicht der Schliefsstange.
Das Schlofs besteht aus dem Gehäuse A, der Schliefsplatte £ und dem Bügel C. Derselbe besitzt einen langen Schenkel C1 und einen kurzen Schenkel C2. Der lange Schenkel kann in der Schliefsplatte gleiten und sich drehen, während der kurze Schenkel C2 nur in eine an der oberen Seite der Schliefsplatte befindliche Oeffhung eingreift.
Der lange Schenkel besitzt einen Einschnitt C3, um das Ende des Schliefsriegels D aufzunehmen, und an seinem Ende eine Verstärkung C4, um zu verhindern, dafs er ganz aus dem Gehäuse herausgezogen wird.
Der Mechanismus ist ist in dem Gehäuse A eingeschlossen, und besteht aus dem Schliefsriegel D, der Schliefsstange i?, den auf dem Stift G angeordneten Vexirscheiben und der um den Stift M drehbaren Zuhaltung P.
Der Schliefsriegel D gleitet unmittelbar unterhalb der Schliefsplatte B und wird mit zwei länglichen Schlitzen D1, Fig. 1, 2 und 3, an den Stiften E und E\ die die Endplatte F mit der Schliefsplatte B verbinden, geführt. Der Schliefsriegel D ist ferner mit zwei Rasten für die auf den Stiften E" E'" angeordnete Feder F1 und mit dem Schlüsselangriff d versehen.
Auf dem ebenfalls Endplatte und Schliefsplatte verbindenden Stift G sind eine Reihe drehbarer Vexirscheiben angebracht, welche zwischen je zwei L-förmigen Leitplatten liegen und je mit einer auf den Stiften E" E'" angeordneten Feder J in Eingriff stehen. An jeder Vexirscheibe ist eine Hauptzahnlücke a und zwei Nebenlücken b ausgespart, welche letzteren als blinde Richtungslücken dienen, und verhindern sollen, dafs mittels eines Drahtes oder Dietrichs die normale Lage der Vexirscheiben herausgefühlt werden kann. Jede Vexirscheibe besitzt aufserdem zwei Rasten g und h, Fig. 7, für die Federn / und ist mit einem hervorstehenden Zahn X und einem Ansatz L versehen. Werden die Vexirscheiben gedreht, so stöfst der Ansatz L gegen den Stift E, sind sie dagegen in ihrer normalen Stellung, so liegen die Zähne K beim Stift. M an; die Stifte E und M begrenzen also die
Bewegung der Vexirscheiben nach beiden Richtungen hin. Die L-förmigen Leitplatten N sind ebenfalls auf dem Stift G angeordnet und besitzen eine halbrunde Aussparung zur Aufnahme des Stiftes E3. Auf dem Stift M ist die Zuhaltung P, Fig. 5 und 6, drehbar angebracht. Ihr Knaggen P1 legt sich in der Sperrlage gegen die Abschrägung O des Schliefsriegels D, und verhindert diesen, zurückzugehen.
In den zwischen den Knaggen P1 und P3 liegenden Ausschnitt P2 greift der Daumen Q, Fig. i, 5 und 6, der Schliefsstange R ein, welcher mit seinem Zapfen R1 in der Schliefsplatte B und der Endplatte F gelagert ist.
An der Schliefsstange R, Fig. 7, sind der Länge nach die Rasten S und S1 für die Feder T vorgesehen, die auf dem aus der Endplatte F hervorragenden Zapfen T1, Fig. 1 und 7, angeordnet ist und sich mit ihrem abgekehrten Ende gegen die Schlüsselführung V legt. Diese Feder dient sowohl zur Festhaltung der Schliefsstange R in ihren verschiedenen Stellungen, als auch zur Beschleunigung ihrer Bewegung. Auf der Schliefsstange befinden sich ferner eine der Länge nach durchgehende Aussparung W, an welche sich die schräge Fläche W1 anschliefst.
Der Führungscylinder V1 ist in der Schliefsplatte B und in dem Boden des Gehäuses A dergestalt gelagert, dafs er sich drehen kann und durch die Endplatte F hindurchreicht (Fig. i). ■
Die Barte der bei vorliegendem Sicherheitsschlofs zu benutzenden Schlüssel sind so angeordnet, dafs sie durch die Lücken der Vexirscheiben hindurchgreifen und eine oder mehrere derselben, auch wenn sie neben einander liegen, bethätigen können.
Ist das Schlofs geöffnet, so haben die Vexirscheiben die in Fig. 7 gezeigte Stellung, d. h. die Hauptlücken ä liegen alle in einer Linie unter einander. Wird nun ein Schlüssel in den Scblüsselcylinder V1 eingeführt und in Richtung des Pfeiles x, Fig. 7, gedreht, so greift der Endbart des Schlüssels in den Angriff d des Schliefsriegels (Fig. 5) und bewegt diesen in der Richtung des Pfeiles x\ Fig. 7. Das vordere Ende des Riegels D greift dabei in die Aussparung C 3 des Bügelfufses C \ Fig. 6. Wird nun der Schlüssel weitergedreht, so drehen die verbleibenden Schlüsselbärte h, welche in den Hauptlücken einiger Vexirscheiben stehen, letztere in Richtung des Pfeiles x2, Fig. 7, wobei die gedrehten Vexirscheiben die in Fig. 8 dargestellte Lage einnehmen, die nicht schraffirt ist. Während die Vexirscheiben aus der in Fig. 7 gezeichneten Lage in die der Fig. 8 übergehen, treten die Daumen K der gedrehten Vexirscheiben in den Ausschnitt W der Schliefsstange -R, wobei die letztere in Richtung des Pfeiles x3, Fig. 7, gedreht wird und ebenfalls aus der Stellung Fig. 7 in die der Fig. 8 übergeht.
Bei Drehung der Schliefsstange R in der Richtung des Pfeiles λ:3 wird der Daumen Q, Fig. i, 5 und 6, der auf derjenigen Seite der Schliefsstange sitzt, welche an die Unterseite der Schliefsplatte B grenzt, in derselben Richtung bewegt und bethätigt den Knaggen P1 der Zuhaltung P und schwingt ihn gegen die Abschrägung O des Schliefsriegels D, wobei sie denselben in der Verschlufsstellung hält.
Ein Dietrich oder falscher Schlüssel wird nun bei seiner Einführung auf die Hauptlücken der Vexirscheiben treffen, welche nicht gedreht sind, und auf die Nebenlücken der gedrehten Vexirscheiben.
Wird ein mit Wachs versehener blinder Schlüssel in das Schlofs eingeführt, um zu forschen, welche Vexirscheiben gedreht sind, so trifft derselbe beim Drehen auf die Hauptlücken der nicht gedrehten Vexirscheiben und auf die Nebenlücken der gedrehten Vexirscheiben. Erstere können in Richtung des Pfeiles x2 weitergedreht werden und auch ein wenig zurück, da der Daumen K der Vexirscheibe ein wenig von dem Stift M absteht. Auch die gedrehten Vexirscheiben können noch nach beiden Richtungen hin sich ein wenig weiterbewegen, da einestheils der Knaggen L von dem Stift E, anderentheils der Knaggen K von dem Ausschnitt W der Schliefsstange ein wenig absteht.
Es geht hieraus hervor, dafs die auf dem Wachs gewonnenen Eindrücke für alle Vexirscheiben gleich sein müssen, und ein solcher Schlüssel keinen Äufschlufs zu geben vermag, welche Vexirscheiben gedreht sind.
Würde auf irgend eine Art eine der gedrehten Vexirscheiben in die dem Pfeil x2 entgegengesetzte Richtung gedreht, so würde der Daumen K derselben die Schliefsstange R in die dem Pfeil x3, Fig. 7, entgegengesetzte Richtung bewegen und die Abschrägung der Schliefsstange R sich gegen die Daumen K der übrigen gedrehten Vexirscheiben legen und deren Zurückdrehen hindern. Es folgt hieraus, dafs die Schliefsstange R auf diese Weise nicht zurückgedreht werden kann, sondern nur mittelst der Barte des Schlüssels, mittelst dessen sie gedreht wurde. Wird aber derselbe Schlüssel benutzt, mit dem das Schlofs bethätigt wurde, so trifft er nur auf die Hülfslücken b der gedrehten Vexirscheiben, aber für die nicht gedrehten Vexirscheiben sind keine Barte vorhanden. Dieser Schlüssel wird daher lediglich die beim Einschnappen des Riegels gedrehten Vexirscheiben wieder in ihre normale Lage bringen, nämlich so, dafs alle
Hauptlücken a wieder in einer Richtung liegen. Hierbei haben nun die Daumen K die Schliefsstange R und folglich auf den auf der Schliefsstange angeordneten Daumen Q. in die dem Pfeil x3 entgegengesetzte Richtung gedreht. Der Daumen Q hat den Knaggen P3 der Zuhaltung herum- und dadurch den Knaggen P1 von der Schulter O des Schliefsriegels D hinweggeschwungen, so dafs der am Schlüsselende befindliche Bart durch Eingreifen in den Ausschnitt d den Schliefsriegel D zurückzuziehen vermag. Die Bethätigung des Schliefsriegels D erfolgt also durch den am Ende des Schlüssels befindlichen Bart n, die übrigen Barte, welche die Vexirscheiben drehen, können,, wie Fig. 2, 3 und 4 zeigen, verschiedene Lagen haben, aber immer kann das Schlofs nur mit dem Schlüssel geöffnet werden, der beim Schliefsen gewisse Vexirscheiben gedreht hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Sicherheitsschlofs, gekennzeichnet durch die auf dem Stift G zwischen Leitplatten N angeordneten, durch Federn / in Stellung erhaltenen und mit den Zahnlücken α und b und Daumen K und L versehenen Vexirscheiben, von denen einige bei Bethätigung des Schlosses gedreht werden und die Schliefsstange R mit dem Daumen Q mitdrehen, wodurch die Zuhaltung P bethätigt wird und den Schliefsriegel D feststellt, während ein Zurückdrehen der Schliefsstange nur möglich ist, wenn die Vexirscheiben alle in ihre normale Lage zurückgedreht werden und ein etwaiger, mittelst falschen Schlüssels gewonnener Wachsabdruck dadurch unschädlich gemacht wird, dafs die Vexirscheiben nach beiden Seiten bis zu den Stiften M und E ein wenig nachgeben können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT53400D Sicherheitsschlofs Expired - Lifetime DE53400C (de)

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