DE625117C - Schloss, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene sektorfoermige, unter Vermittlung von Schiebern o. dgl. durch den Schluessel einstellbare Zwischenglieder gesperrt ist - Google Patents
Schloss, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene sektorfoermige, unter Vermittlung von Schiebern o. dgl. durch den Schluessel einstellbare Zwischenglieder gesperrt istInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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Description
Die Erfindung1 bezieht sieh auf eine weitere
Ausbildung des durch das Patent.568 387 geschützten Zuhaltungsschlosses. Beim Schloß
nach dem Hauptpatent greift sowohl das für gewöhnlich von den Zuhaltungen in seiner
Sperrstellung gesicherte Sperrglied als auch der Schlüsselbart bzw. die Mitnehmernase
einer Schlüsselführungsbüchse unmittelbar am Riegel an. Das Sperrglied ist dabei durch
mit Randeinschnitten versehene sektorförmige Zwischenglieder gesperrt, die unter
Vermittlung von plattenförmigen Schiebern durch einen Schlüssel eingestellt werden.
Demgegenüber besteht die Verbesserung gemäß der Erfindung. darin,, daß diese ate sektorförmige Scheiben ausgebildeten Zwischenglieder gleichachsig mit einer an sich bekannten, die Riegelbewegung vermittelnden Drehscheibe angeordnet sind, an deren Außenumfang einerseits keilförmige Sperr- ■ rasten für das Zusammenwirken mit dem federbelasteten Sperrglied, anderseits Zahneinschnitte für den Angriff des S.chlüsselbartes oder die Mitnehmernase einer Schlüsselführungsbüchse angebracht sind. Durch diese neue Ausbildung des Schloßeingerichtes ist erreicht, daß bei geringstem Platzbedarf ein mehrtouriges Schloß- hergestellt werden kann, das infolge seiner größeren Tourenzahl eine erhöhte Sicherheit gegen unbefugtes öffnen bietet. Weiterhin ist die vorteilhafte Möglichkeit geschaffen, das auf einen sehr kleinen Raum zusammengedrängte Schloßeingerichte in einem getrennten Schloßkasten unterzubringen, der als Einsatzschloß bei den gewohnlichen Riegelsehlössern erforderlichenfalls sogar nachträglich eingebaut werden kann, so daß die einfachen Schlösser sich leicht in Sicherheitsschlösser umwandeln lassen.
Demgegenüber besteht die Verbesserung gemäß der Erfindung. darin,, daß diese ate sektorförmige Scheiben ausgebildeten Zwischenglieder gleichachsig mit einer an sich bekannten, die Riegelbewegung vermittelnden Drehscheibe angeordnet sind, an deren Außenumfang einerseits keilförmige Sperr- ■ rasten für das Zusammenwirken mit dem federbelasteten Sperrglied, anderseits Zahneinschnitte für den Angriff des S.chlüsselbartes oder die Mitnehmernase einer Schlüsselführungsbüchse angebracht sind. Durch diese neue Ausbildung des Schloßeingerichtes ist erreicht, daß bei geringstem Platzbedarf ein mehrtouriges Schloß- hergestellt werden kann, das infolge seiner größeren Tourenzahl eine erhöhte Sicherheit gegen unbefugtes öffnen bietet. Weiterhin ist die vorteilhafte Möglichkeit geschaffen, das auf einen sehr kleinen Raum zusammengedrängte Schloßeingerichte in einem getrennten Schloßkasten unterzubringen, der als Einsatzschloß bei den gewohnlichen Riegelsehlössern erforderlichenfalls sogar nachträglich eingebaut werden kann, so daß die einfachen Schlösser sich leicht in Sicherheitsschlösser umwandeln lassen.
Zweckmäßig kann die Drehscheibe mit dem Riegel in einfachster Weise gekuppelt
sein durch einen an ihrer Rückseite befestigten exzentrischen Mitnehmerzapfien, der in
ein quer zur Riegelvorschubrichtung liegendes. Langloch des Riegelschaftes eingreift.
Soll das Schloß mit· einem Wechsel ausgerüstet sein, so empfiehlt es sich, die. Drehscheibe
mit einer Anschlagnase auszustatten, die nach vollständiger Zurückschließung des
Riegels gegen die in ihrem Schwenkbereich liegende Nase eines zum Wechsel gehörigen
Schiebers bewegt wird.
• Um die Abmessungen des Schloßeingerichtes möglichst klein zu halten und dadurch, das
Schloß, insbesondere wenn es als Einsatz-'
schloß ausgebildet· ist, für "die angegebenen
Zwecke noch geeigneter zu machen, kann das Schloßeinger-iehte vorteilhaft derart auSgebildet
sein, daß auf der Achse der Drehscheibe
über dieser eine sektorförmige Scheibe schwingbar gelagert ist, die eine das Sperrglied umschließende Mittenaussparung.' mit
einem oder mehreren Rasteneinschnitten zur ίο Aufnahme eines Ansatzes des Sperrgliedes
besitzt, 'und daß· dabei die Sektorscheibe durch ein vorteilhaft ins Große übersetzendes
Zahngetriebe mit der Schwenk- bzw. Schiebezuhaltungsplatte des Eingerichtes gekuppelt
ist.. Dadurch ist nicht nur eine besonders; gedrungene Bauart des Schloßeingerichtes, sondern
zugleich auch der Vorteil erzielt, daß bei der verhältnismäßig großen Winkeldrehung
der Sektorscheibe durch Vermehrung der Anzahl der Rasteneinschnitte die Zahl der
Schließungen beliebig vergrößert werden kann und daß trotzdem ausreichende Sicherheit
gegen unbefugtes Nachschließen sowie unbedingt genaues^ Arbeiten der Teile des
Eingerichtes gewährleistet ist.
Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit kann das Schloßekigerichte auch so ausgeführt
werden, . daß auf ein und derselben Achse mehrere Sektorscheiben mit gegeneinander
versetzten Einschnitten übereinandergelagert sind und jeder Sektor scheibe eine
besondere Schiebe- oder Schwenkzuhaltung • ,zugeordnet ist, wobei die verschiedenen Zuhaltungen
durch einen passend abgestuften Schlüsselbart so eingestellt werden können,
daß im Augenblick des Weiterschließens der ; Drehscheibe ■ bzw. des Riegels Einschnitte
sämtlicher Sektorscheiben sich überdecken. Damit ergibt sich zugleich eine gewaltige
Vermehrung der Schlüsselverschiedenheiten. Da das neue Schloß eine außergewöhnlich
' große Tourenzahl hat, ist es 'für ein schnelleres Schließen des Schlosses empfehlenswert,
zum Bewegen des Schloßeingerichtes einen Mehrbartschlüssel zu verwenden, und zwar
in der Weise, -daß bei jeder Schlüsselumdrehung ein der Anzahl der Schlüsselbärte entsprechender
mehrtöur-iger Vorschub des Riegels stattfindet. Die Zahl der Schlüsselverschiedenheiteri
wttd dadurch noch-weiterhin gesteigert.
Auf der Zeichnung ist der Ernndungsgegenstand in zwei " Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigen Fig. ι ein mit einem Einsatzschloß ausgestattetes
Türschloß mit Wechselfalle bei abgenommener Schloßdecke und zurückgeschlosseriem
Riegel,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-A in
Fig. i, *--■"■.."
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel, und zwar ein für einen Zweibartschlüssel bestimmtes
und mit zwei Zuhaltungsteilen ausgerüstetes Einsatzschloß für sich allein in
Ansicht bei abgenommener Schloßdecke und gesperrten Zuhaltungen,
■ Fig. 4 und 5 die gleiche Ansicht des Schlosses
mit zwei verschiedenen Hubstellungen der beiden Zuh al tungs elemente,
Fig:'6 das-Schloß bei herausgenommenen
Zuhaltungen,.
Fig.-7 einen Längsschnitt nach der Linie
B-B in Fig. 3,
Fig, 8 und 9 eine Seitenansicht des Schlüssels
zur Betätigung des in Fig. 3 dargestellten Schlosses in zwei um 90° gegeneinander
gedrehten Stellungen.
6 ist der Schloßboden, 7 der Stülp, 8 der
im Stülp und zwischen zwei festen Führungskanten 10, 10 geführte mehrtourige. Riegel.
11 bezeichnet die in ähnlicher Weise wie der
Riegel geradlinig am Schloßboden geführte Schloßfalle, die, wie üblich, entweder durch
die Drückernuß 12 oder über einen Wechsel 13, 14 mit Hilfe des Schlüssels zur Betätigung
des weiter unten ausführlich beschriebenen Schloßeingerichtes zurückgezogen werden
kann.
Der Wechsel 13, 14 besteht aus einem auf
einer Achse 15 schwenkbar gelagerten dop- go
pelarmigen Hebel 13, der mit dem oberen
Ende seines längeren Armes an einer Aussparung des Fallenschwanzes angreift und
gegen dessen unteren Arm ein Schieber 14 wirkt, der seinerseits mit einer abwärts gerichteten
Nase 14' in den Schwenkbereich der
Gegennase einer zum. Schloßeingerichte gehörigen, verzahnten Drehschieibe kommt, sobald
der Riegel 8 vollständig zurückgeschlossen ist und der Schlüssel im Sinne des Zurückschließens
noch weiter gedreht wird.
Während bei dem im Haüptpatent beschriebenen Schlosse 4er Schlüsselbart unmittelbar
am Riegelschaft angreift, ist bei dem neuen Schloß erfindungsgemäß jede unmittelbare-Einwirkung
des Schlüssels auf den Riegel vermieden. Zu diesem Zwecke ist
im Schloßeingerichte auf einer Achse 31 eine auf dem größten Teil ihres Umfanges verzahnte
Drehscheibe 32 vorgesehen, welche durch eine mit Hilfe eines Schlüssels zu verdrehende
und mit einer Mitnehmernase 34' ausgestattete Schlüsselnuß 34 weitergedreht werden kann. Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten
Schloß sind für den Eingriff der- Mitnehmernase
34' fünf Zahnlücken 35 angeordnet, und zwar die ersten vier Zahnlücken zum
Angriff der Mitnehmernase 34' bei Weiterbewegung des viertourigen Riegels 8, die
fünfte Zahnlücke 35' zum Eingriff der Mitn'ehmernase 34' bei Betätigung des vorbeschriebenen
Wechseifälles.
Nach jeder Schaltung wird die Drehscheibe 32 durch ein keilförmiges Sperrglied 37 in
ihrer jeweiligen Stellung gesichert. Für den Sperrkeil sind am Außenumfang der Drehscheibe
32 hinter den Zahnlücken 35 schräge Ausschnitte 36 angebracht, in welche der Sperrkeil 37 unter Federwirkung hineingedrückt
wird. Der Sperrkeil sitzt auf einer dünnen Blechplatte 37', die mit einem gegabelten
Ende die Achse 31 umgreift und am anderen Ende mit einer schmalen Zunge 37"
(s. Fig. 1) in einem Schlitz am Umschweif des das Schloßeingerichte aufnehmenden
Schloßkastens 38 geführt ist. Eine um die Zunge herumgewundene Druckfeder 39 ist
bestrebt, den Sperrkeil gegen den Umfang der Drehscheibe 32 zu pressen. Bei Weiterschaltung
der Drehscheibe 32 wird der an seiner rückwärtigen Fläche mit einem dünnen, plattenförmigen Ansatz 40 ausgestattete
Keil 37 gewaltsam aus der jeweiligen Zahnlücke verdrängt, worauf er, von der Feder 39
wieder vorgeschoben, sofort in die nächstfolgende Lücke 36 einspringt und bis zur
nächsten Schaltung die Drehscheibe 32 wieder sperrt.
Eine Weiterdrehung der Drehscheibe 32 ist nur möglich bei gleichzeitiger richtiger Einstellung
einer oder mehrerer Zuhaltungsteile.
Im Beispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist nur ein
Zuhaltungsteil vorgesehen, bestehend aus einem an der Achse 31 schwenkbar gelagerten
sektorförmigen Scheibe 41 und einer am Schloßgehäuse 38 geradlinig verschiebbar geführten
Zuhaltungsplatte 42. Scheibe und Platte sind durch eine Verzahnung 43 miteinander
gekuppelt, derart, daß schon eine geringe Verschiebung der Platte 42 einen verhältnismäßig
großen Winkelausschlag der Sektorscheibe 41 herbeiführt.
Die Scheibe 41 weist auf ihrem mittleren
Teil einen Ausschnitt 44 auf zum Durchtritt des über die Scheibenoberfläche hinausragenden Sperrkeiles 37, 40. Die der Keilrückseite
zugekehrte Randkante des Scheibenausschnittes 44 ist als Kreisbogen ausgeführt und so
gelegt, daß der Keil 37, 40 für gewöhnlich
durch seinen Ansatz 40 verhindert ist, aus den schrägen Rasten 36 der Drehscheibe 32
herauszutreten. An einer ganz bestimmten Stelle der Kreisbogenkante ist nun ein schmaler
Einschnitt 45 von der Länge und Breite des Ansatzes 40 angeordnet. Um · die Drehscheibe
32 um eine Zahnteilmg weiterdneliein
zu können, ist es erforderlich, die Scheibe 41 so zu drehen, daß der Einschnitt 4.5 dem Ansatz
40 des Sperrkeiles 37 genau gegenübersteht. Diese Stellung wird dadurch erreicht,
daß beim Drehen der Schloßnuß 34, 34' ein Schlüssel mit der richtigen Barthöhe an einer
unteren kreisbogenförmig gekrümmten Führungskante 42' der Zuhaltungsplatte 42 angreift
und die Platte um· den-erforderlichen
Betrag nach oben verschiebt. . "
Die Zuhaltungsplatte 42 ist .mit einem Langioch 46 an einem am Boden des Einsatzschlosses
festen Bolzen 47 geführt und mit einer oberen schmalen Zunge zwischen der seitlichen Wand des Umschweifes 38 und
einem zweiten Führungsbolzen 48 abgestützt. In einer seitlichen Aussparung49 der Platte
ist eine dünne Blattfeder 50 eingestemmt, welche anderends am Schloßumschweif 38 angreift
und- bestrebt ist, die Zuhaltungsplatte in ihrer unteren 'Endstellung zu halten.
Wie bereits erwähnt, sind alle Teile des Eingerichtes in einem besonderen Schloßkasten
38 untergebracht. Der Kasten ist am Boden 6 des Hauptschlosses angeschraubt,
während der Riegelschaft hinter dem Boden des Einsatzschloßkastens in einer Führungsrille
10 des Schloßkastens 38 und vor dem Boden 6 des Türschlosses geführt ist. Der
Riegel 8 ist mit der Drehscheibe 32 gekuppelt durch einen an deren Rückseite befestigten
und durch ein kreisbogenförmiges Loch 51 im Boden des Einsatzschloßkastens 38 Mndurchgreifenden
exzentrischien Zapfen 52,
der in ein quer zur Riegelvorschubrichtung angebrachtes Langloch 53; im Riegelschaft 8 go
eingefügt ist. Die auf der Achse 31 gelagerten Teile des Schloßeingerichtes sind durch
einen in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Stellring 54 gegen ungewolltes Lösen gesichert.
Ebenso ist die ordnungsmäßige Lage der Zuhaltungsplatte 42 durch einen kleinen
Stellring 55. gegen. Abspringen vom Füll-rungsbolzen
47 gesichert. Die im Boden des Einsatzschloßkastens gelagerte Schlüsselbüchse 34 ist durch ein am unteren Um- iOo
schweif 38 angeschraubtes, nicht mitgezeichnetes Winkelblech gehalten, während der
obere Umschweif die obenerwähnte Schieberstange 14 führt, deren abwärts gerichtete
Anschlagnase 14' durch einen Schlitz des Umschweifes m das Innere des Schloßkastens
hineinragt.
Die Wirkungsweise des Schlosses nach Fig. ι und 2 ist folgende: Bei der Stellung
des Schloßeingerichtes nach Fig. 1 ist eine Drehung der Drehscheibe 32 und damit eine
Bewegung des Riegels 8 nicht möglich, weil der Sperrkeil 37, 40 mit einer schrägen Raste
36 der Drehscheibe in Eingriff ist und gegen Zurückdrücken aus der Raste durch die Sektorscheibe4i
gesichert ist. Erst mit Hilfe eines der Zuhaltung entsprechend abgestuften
Schlüssels ,kann die Zuhaltungsplatte42 so
weit gehoben werden, dfaß die mit ihr durch,
eine Zahnübersetzung 43 gekuppelte Sektorscheibe eine genau bestimmte Winkel drehung
ausführt, derart, daß der Einschnitt 45 dem
plattenförmigen Ansatz 40 des Sperrkeiles 37
gegenübersteht. Wird nun durch den Schlüssel- die Schlüsselnuß 34 weitergedreht, so
greift ihre Mitnehmernase 34' in die nächstliegende
Zahnlücke 35 der Drehscheibe ein und schiebt letztere um eine Zahnteilung weiter,
wobei der Sperrkeil aus der Randaussparung 36 der Drehscheibe herausgedrückt und
mit. seinem Ansatz 40 in den Einschnitt 45 der Sektorscheibe 41 eingeschwenkt wird. Ist
der Riegel 8 auf diese Weise um ,eine Tour
vorgeschlossen und die Zuhaltungsplatte 42 vom Schlüssel .wieder freigegeben, so wird
die Platte von der Feder 49 in ihre untere Ausgangsstellung zurückgeschoben. . Gleichzeitig
wird der Sperrkeit 37,40 von seiner Feder 39 in die ihm jetzt zugekehrte Raste 36
der Drehscheibe 32 hineingedrückt und durch Zurückschwingen der Sektorscheibe in seiner
neuen Stellung gesperrt, so daß der von der Drehscheibe angetriebene Riegel gegen jede
weitere Verschiebung- gesichert ist. Erst
durch erneutes Drehen des Schlüssels kann in. der gleichen Weise, wie beschrieben, der
Schloßriegel urn eine weitere Tour vorgeschlossen oder auch um. die vorgeschlossene
Tour zurückgeschlossen werden.
Im Beispiel gemäß Fig. 1 und 2 der Zeichnung is.t das Schloß viertourig ausgebildet.
Ist der Riegel .vollständig zurückgeschlossen • (vgl· Fig- 1)) so wird bei weiterem Drehen
des Schlüssels im Sinne des Zurückschließehs die Zuhaltung 41, 42 ausgelöst, während die
gleichzeitig weitergedrehte Scheibe 32 mit einer.Nase 56 gegen die Anschlagnase 14' an
der Schieberstange 14, des Wechsels 13, 14
drückt und dadurch den Wechsel anhebt. Der.
Schieber bewirkt dann ein Schwenken des Wechselhebels 13, wodurch die Falle 11 zurückgezogen
wird. Beim Zurückdrehen des Schlüssels kehren sämtliche Teile des Eingerichtes in ihre ursprüngliche Stellung zurück.
...
Bei dem in Fig. 3 bis 7 dargestellten Einsatzschloß,
sind im Gegensatz zum ersten' Ausführungsbeispiel zwei Zuhaltungsteile 41,
42 angeordnet. Beide Teile sind durch ein Zwischenblech 57 voneinander getrennt. Statt
einer geradlinig verschiebbaren Platte ist hierbei; bei jedem Teil ein Schwenkhebel 42
angebracht, der einen an der Verzahnung 43 der Sektorscheibe 41 angreifenden Zahnkranz
43' besitzt. Auch hier ist die Anordnung der schwenkbaren Zuhaltungshebel 42 und der
Schloßscheiben 41 so getroffen, daß schon eine verhältnismäßig geringe Drehung der
unter Wirkung der Drehfedern 50 stehenden Zuhaltungshebel 42 ^ bei der Sektor scheibe
einen großen Winkeläusschlag bewirkt. Jede
der beiden Sektorscheiben 41 ist mit - zwei
Einschnitten 45, 45 ..zur Aufnahme des am Sperrkeil 37 befindlichen Steges 40 ausgerüstet,
so daß jeweils zwei verschiedene Abstufungen des Schlüsselbartes möglich sind.
Das zweite Ausführungsbeispiel weist fer- 6g ner die Besonderheit auf, daß das Einsatzschloß
für einen Zweibartschlüssel eingerichtet ist. Der in Fig. S und 9 gezeichnete
Schlüssel 33 ist im Beispiel so ausgebildet, daß wechselweise der in Fig. 3 rechte Einschnitt
45 der oberen Sektorscheibe 41 mit dem linken Einschnitt 45 der unteren Sektorscheibe
41 und·der linke Einschnitt der unteren
Scheibe mit dem rechten Einschnitt der oberen. Scheibe übereinanderliegen (vgl.
Fig. 4 und S), wenn die Zuhaltungen durch den einen oder anderen Schlüsselbart ausgehoben
sind. Der Zweibartschlüssel bietet den Vorteil, daß die Drehscheibe 32 und der
damit gekuppelte Schloßriegel 8 bei jeder Schlüsseldrehung gleich um zwei Zahne. 35,
35 bzw. Touren weiterbewiegt wird. Zu diesem
Zwecke sind, da die Schlüsselbärte nicht unmittelbar an der Drehscheibe angreifen,
sondern durch Mitnehmernasen 34' der Schlüsselbüchse 34 auf die Drehscheibe 32
einwirken, an der Schlüsselbüchse entsprechend der Lage der Schlüsselbärte zwei Mit- ■
nehmernasen 34', 34 anstatt einer angebracht. Selbstverständlich könnte der Schlüssel mit go
seinen Barten aber auch unmittelbar an der Drehscheibe angreifen. Auch könnte die Anzahl
der Barte beliebig vermehrt werden, insbesondere wenn es darauf ankommt, einen
möglichst großen Riegelvorschub zu erzielen. Um die Sicherheit des Schlosses noch zu verbessern
und die Anzahl der Schlüsselverschiedenheiten beliebig zu vergrößern, könnten weiterhin statt einer auch zwei oder meh- ~-
rere Zuhaltungsgruppen mit je einem oder mehreren Zuhaltungsteilen angeordnet werden.
Dabei müßte für jede Zuhaltungs.gruppe
eine getrennte Drehscheibe 32 vorgesehen werden, so daß sich auf -diese Weise ein
Mehrfachschloß ergibt. Die verschiedenen Zuhaltungsgruppen könnten hierbei nacheinander
von einem Schlüssel mit nur einem Bart oder gleichzeitig von einem Mehrbartschlüssel
eingeordnet und geschlossen werden. In letzterem Falle ist es möglich, sämtliche
Drehscheiben mit dem Schloßriegel zu kuppeln und so ein Mehrfachsicherheitsschloß
herzustellen.
In den übrigen Teilen entspricht das in Fig. 3 bis. 7 dargestellte Schloß im wesentliehen
dem beschriebenen ersten Beispiel. Anwendung und Arbeitsweise des Einsätzschlosses
mit zwei Zuhaltungsteilen sind aus dem Vorhergehenden ohne weiteres verständlich.
Wie bei Anordnung mehrerer Zuhaltungsteile 41, 42 die verschiedenen Sektorscheiben
während jeder Aushebung der Zuhaltun-
gen gegeneinander eingestellt werden, ist von der Ausbildung der Bartform abhängig.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt, vielmehr
sind auch andere Ausführungen sowie mancherlei Abänderungen möglich. Insbesondere
könnte die Übertragung, der Drehbewegung der Drehscheibe bzw. Drehscheiben auf
den Schloßriegel statt durch einen Mitnehmerzapfen auch anders erfolgen, beispielsweise
durch einen Zahnstangentrieb oder durch eine Hebelkonstruktion. Das Schloß kann, wie in den beiden Beispielen erläutert,
als Einsatzschloß ausgeführt und gegebenenfalls auch nachträglich bei jedem beliebigen
.Riegelschloß mit oder ohne Wechselfalle eingebaut werden. Selbstverständlich ist es aber
auch möglich, das Sicherheitsschloß ohne besonderen Schloßkasten von vornherein mit im
Hauptschloß unterzubringen.
Claims (6)
- Patentansprüche:.
- i. Schloß, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene ■sektorförmige, unter Vermittlung von Schiebern o'. dgl. durch den Schlüssel einstellbare Zwischenglieder gesperrt ist, nach Patent 568 387, dadurch gekennzeichnet, daß diese als sektorförmige Scheiben ausgebildeten Zwischenglieder (41) gleichachsig mit einer an sich bekannten, die Riegelbewegung vermittelnden Drehscheibe (32) angeordnet sind, an v; deren Außenumfang einerseits - keilförmige Sperrasten (36) für das Zusammenwirken mit dem federbelasteten Sperrglied (37), anderseits Zahneinschnitte (35) für den Angriff des Schlüsselbartes oder die Mitnehmernase (34') einer Schlüsselführungsbüchse (34) angebracht sind.
2. Schloß nach" Anspruch I^ dadurch gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (32) eine Anschlagnase (56) trägt, die nach vollständiger Zurückschließung des Riegels (8) gegen die in^ ihrem Schwenkbereich ragende Nase (14') eines mit dem Wechsel (13, 14) zusammengehörigen Schiebers (14) bewegt wird. - 3. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, -daß auf der Achse (31) der Drehscheibe (32) über dieser eine sektorförmige Scheibe (41) schwingbar gelagert ist, die eine das Sperrglied (37) umschließende Mittenaussparung (44) mit radialen Einschnitten (45) besitzt, und daß dabei die Sektorscheibe durch ein vorteilhaft ins Große übersetzendes Zahngetriebe (43) mit der Schwenk- oder Schiebezuhaltungsplatte (42) des Eingerichtes gekuppelt ist.
- 4. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein und derselben Achse (31) mehrere Sektorscheiben (41) Θ5 mit gegeneinander versetzten Einschnitten (45) übereinandergelagert sind und jeder Sektorscheibe eine besondere Schiebe- oder Schwenkplatte (42) zugeordnet ist.
- 5. Schloß nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines Mehrbartschlüssels (23), durch dessen Barte die Zuhaltungen in an sich bekannter Weise in verschiedene Freigabestellungen geschwenkt werden und der Riegel jeweils um eine Tour wieitergeschlossen wird, jede Schloßscheibe (41) an ihrer das Sperrglied (37) umschließenden Mittenaussparung (44) mehrere radiale Einschnitte (45) besitzt.
- 6. Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Schloß mehrere Zuhaltungsgruppen (41, 42) mit je einer besonderen Drehscheibe (32) angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER88608D DE625117C (de) | 1933-08-23 | 1933-08-23 | Schloss, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene sektorfoermige, unter Vermittlung von Schiebern o. dgl. durch den Schluessel einstellbare Zwischenglieder gesperrt ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER88608D DE625117C (de) | 1933-08-23 | 1933-08-23 | Schloss, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene sektorfoermige, unter Vermittlung von Schiebern o. dgl. durch den Schluessel einstellbare Zwischenglieder gesperrt ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE625117C true DE625117C (de) | 1936-02-04 |
Family
ID=7418010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER88608D Expired DE625117C (de) | 1933-08-23 | 1933-08-23 | Schloss, bei welchem ein Sperrglied durch mit Randeinschnitten versehene sektorfoermige, unter Vermittlung von Schiebern o. dgl. durch den Schluessel einstellbare Zwischenglieder gesperrt ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE625117C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0096229A1 (de) * | 1982-06-04 | 1983-12-21 | Gretsch-Unitas GmbH Baubeschläge | Schloss für eine Tür, ein Fenster od. dgl. |
| EP0792980A1 (de) * | 1996-02-29 | 1997-09-03 | DORMA GmbH + Co. KG | Schloss |
-
1933
- 1933-08-23 DE DER88608D patent/DE625117C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0096229A1 (de) * | 1982-06-04 | 1983-12-21 | Gretsch-Unitas GmbH Baubeschläge | Schloss für eine Tür, ein Fenster od. dgl. |
| EP0792980A1 (de) * | 1996-02-29 | 1997-09-03 | DORMA GmbH + Co. KG | Schloss |
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