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Holznagelmaschine Bei den bekannten Holznagelmaschinen mit Vorstechahle
und Vorschubglied dringt die Ahle teilweise in das Werkstück ein und schiebt dieses
gemeinsam mit der Vorschubvorrichtung um den Nagelabstand vor. Hiernach dringt sie
von der- bereits eingenommenen Stellung im Werkstück aus noch tiefer in dieses ein
und durchbohrt es ganz, um das für den einzutreibenden Holzstift nötige Loch zu
bilden. Geht die Ahle dann, in ihre höchste Stellung zurück, so geht auch meistens
gleichzeitig das Vorschubglied hoch, und das Werkstück, das bisher zwischen der
unteren Fläche des Vorschubgliedes und der Hornkappe des nach oben federnden Hornes
eingeklemmt war, wird nunmehr zwischen der Unterseite einer am Maschinenkopf befestigten
Druckplatte und der Hornkappe eingeklemmt. Da das Werkstück bei diesem Übergang
von der einen Einklemmung zur anderen sich leicht verschiebt, so kommt es vor, daß
das vorgestochene Loch nicht mehr genau über Mitte Hornkappe und unter Mitte Hammerführung
liegt. Der vom Hammer einzutreibende Nagel trifft daher nicht genau auf das vorgestochene
Loch, bleibt vielmehr an dessen Rand hängen und wird vom Hammer zerdrückt.
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Diesen die Arbeit hindernden Übelstand soll die den Gegenstand der
Erfindung bildende Holznagelmaschine umgehen. Dies wird dadurch erreicht, daß die
Ahle nach vollzogenem Vorschub das Werkstück, in (las sie teilweise eingedrungen
ist, nicht weiter durchbohrt, sondern erst noch einmal in ihre oberste Stellung
gehoben wird und aus dieser heraus nach dem Wechsel der Einklemmung unabhängig von
der Lage des zum Vorschub verwendeten Einstiches das Werkstück nunmehr ganz -durchbohrt.
Es wird also, wenn sich das Werkstfick während des Wechsels der Einklemmung verschoben
haben sollte, noch einmal -ein neues Loch gebildet, das nicht immer auf den zum
Vorschub verwendeten Einstich trifft, das aber stets genau über Mitte Hornkappe
und genau unter Mitte Hammerführung liegen muß, weil es erst nach vollzogenem Wechsel
der Einklemmung, d. h. nachdem das Werkstück seine endgültige Lage eingenommen hat,
gebildet wird. Auf diese Weise wird erreicht, daß dem vom Hammer einzutreibenden
Holzstift der obere Eingang des Loches immer genau passend dargeboten wird, so .daß
der Holzstift nicht am Rande des Loches hängenbleiben und auch nicht vom, Hammer
zerdrückt werden kann.
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In. allen neun Abbildungen der beiliegenden Zeichnung bedeuten: i
das Horn, 2 die Hornkappe, 3 das Werkstück, q., 5 und 6 Holzstifte, 7 den Vorschubeinstich,
8 das durchstochene Loch, 9 die Druckplatte, io .das Vorschubglied, i i die Ahle,
12 die Hammerführung, 13 den Hammer.
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Die Arbeitsweise der neuen Holznagelmaschine ist folgende: Abb, i.
Das Werkstück 3 ist zwischen der Hornkappe 2 des Hornes i, welches nach oben federt,
und der am Maschinenkopf festgelafierten
Druckplatte 9 eingeklemmt.
Vorschubglied io und Ahle ii sind in ihrer höchsten Stellung. Der Hammer 13 hat
soeben den Holzstift 4 eingetrieben und ist wieder in der Hammerführung 12 nach
oben gegangen. Vor dem Holzstift 4 war bereits der Holzstift 5 eingetrieben worden.
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Abb. 2. Das Vorschubglied io und die Ahle i i sind abwärts gegangen,
die Ahle i i ist in das Werkstück 3 teilweise eingedrungen. Das Vorschubglied io
hat das Werkstück 3 von der Druckplatte 9 abgedrückt, so daß dieses nein zwischen
dem nach oben federnden Horn i mit Hornkappe 2 und der unteren Fläche des Vorschubgliedes
io eingeklemmt ist.
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Abb. 3. Das Vorschubglied io und die Ahle i i haben das Werkstück
3 nach links um den Nagelabstand verschoben, so daß die Mitte der Ahle i i über
der Mitte der Hornkappe 2 steht. Die Hammerführung i2, welche mit dem Vorschubglied
io auf dem gleichen beweglichen Teile des Maschinenkopfes seitlich hin und her bewegt
wird, ist ebenfalls in der linken Seitenlage angelangt.
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Abb. 4. Das Vorschubglied io ist in seine obere Stellung gehoben worden.
Das federnde Horn i hat daher das Werkstück nach oben gegen die Druckplatte 9 gepreßt.
Gleichzeitig ist auch- die Ahle wieder hochgegangen und ganz aus dem Werkstück ausgetreten.
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Abb. 5. Aus ihrer obersten Stellung heraus hat sich die Ahle noch
einmal nach unten bewegt und hat nunmehr das Loch durch das Werkstück 3 ganz durchgestochen.
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Abb. 6. Die Ahle i i ist wieder in ihre oberste Lage zurückgekehrt,
in dem Werkstück 3 ist das vorgestochene Loch 8 sichtbar geworden.
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Abb.7. Die Ahle mit dem Vorschubglied io und die Hammerführung 12
sind gemeinsam wieder nach rechts bewegt -worden, wobei die Mitte der Hammerführung
12 Tiber der Mitte des Horns i zu liegen kommt, über der auch das vorgestochene
Loch 8 liegt. Unter dem Hammer 13 sieht man den neuen Holzstift 6 in der Hammerführung
schweben, den der Hammer 13 nunmehr in das vorgestochene Loch 8 eintreiben wird.
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Abb.8 und 9 sollen den Unterschied in dem Ergebnis der früheren Arbeitsweise
und derjenigen der neuen Holznagelmaschine erklären. Hatte sich bei der früheren
Arbeitsweise der Holznagelmaschinen mit Vorstechahle und Vorschubglied das Werkstück
beim Wechsel der Einklemmung etwas verschoben, so stand das vorgestochene Loch nicht
mehr genau unter der Hammerführung, denn die Ahle hatte das Loch schön vorgestochen,
ehe der Einklemmwechsel vor sich ging. Bei der neuen Holznagelmaschine verläßt aber
die Ahle das Werkstück noch einmal, um es nach vollzogenem Klemmungswechsel noch
einmal neu von der oberen Stellung aus zu durchbohren. Das vorgestochene Loch 8
befindet sich daher stets genau unter dem Hammer 13. Der Holzstift 6 kann am Lochrande
nicht festhängen bleiben und wird somit auch vom Hammer 13 nicht zerdrückt. Neben
dem vorgestochenen Loch 8 sieht man den Rest 7 des Einstiches, den die Ahle zum
Vorschub in das Werkstück 3 eingegraben hatte.