DE53284C - Verfahren zur Entbitterung von Lupinen und Herstellung von Lupinenkuchen - Google Patents

Verfahren zur Entbitterung von Lupinen und Herstellung von Lupinenkuchen

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DE53284C
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A. ARENDT auf Dom. Ober-Zibelle, Post Zibeile
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/70Germinated pulse products, e.g. from soy bean sprouts

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Description

PATENTAMT.
KAISERLICHES
Die bisher bekannten Verfahren zur Entbitterung von Lupinen sind mit grofsen Verlusten an Nährstoffen verknüpft, ohne dafs sie eine gleichmäfsige und sichere Entfernung des Lupinengiftes gewährleisten. Sie alle beruhen darauf, die Lupinenkörner durch Dämpfen zu erweichen und in Brei zu verwandeln und diesen Brei in warmem oder kaltem Wasser auszulaugen. Da jedoch beim Dämpfen selbst bei niederem Druck ein sehr erheblicher Theil der stickstoffhaltigen Nährstoffe in lösliche Verbindungen übergeht, so werden auch diese beim Auslaugen verloren gehen, abgesehen von den Verlusten, welche durch Eiweifszersetzung beim Dämpfen selbst hervorgerufen werden.
Einen ganz anderen Weg schlägt das vorliegende Verfahren ein. Dasselbe beruht im wesentlichen darauf, einen Theil des Stärkemehles der Lupinen durch den Keimprocefs in Maltose überzuführen, wobei gleichzeitig das Lupinengift theilweise zersetzt wird, ferner darin, durch nachheriges Dämpfen den Keimprocefs zu unterdrücken, bezw. eine weitere Aufschliefsung des Stärkemehls zu bewirken und schliefslich nach vorherigem Darren und Schroten die erhaltene Masse zu rösten und unter Zusatz von Salz in Kuchen zu pressen.
Wie ersichtlich, wird ein Auslaugen nach dem Dämpfen durchaus vermieden, und trotzdem zeichnet sich nach der Angabe des Erfinders der so gewonnene Lupinenkuchen durch Wohlgeschmack und hohen Nährwerfh vor dem nach anderen Verfahren entbitterten Lupinenfutter aus.
Die Ausführung des so skizzirten Verfahrens ist folgende:
Die Lupinen werden in Quellbottichen mit Wasser von 12 bis 160C eingeweicht, um den Körnern die zum Keimen nöthige Feuchtigkeit zu. geben, wobei gleichzeitig eine theilweise Auslaugung des Lupinengiftes bewirkt wird. Es wird so viel Wasser zugesetzt, dafs es die Lupinen gerade bedeckt, und das Wasser mufs etwa alle 2 Stunden abgelassen und durch frisches ersetzt werden. Nach zweitägigem Belassen im Quellbottich werden die Lupinen herausgenommen und nach dem Abtropfen in mäfsig hohen Haufen auf dem Fufsboden einer geneigten Tenne oder auf einem Sieb ausgebreitet, damit das überflüssige Wasser ablaufen kann. Währenddessen beginnt die Keimung und damit die Spaltung des Stärkemehls in Maltose und Dextrine. Man läfst die Keimung etwa 2 bis 3 Tage andauern, weil nicht beabsichtigt ist, das ganze Stärkemehl umwandeln zu lassen, sondern einen Theil durch Dämpfen aufzuschliefsen. Das Dämpfen, welches unter niedrigem Druck stattfindet, um Eiweifszersetzungen zu verhüten, bezweckt gleichzeitig die Aufhebung des Keimprocesses. Gedämpft wird etwa 2 Stunden, wobei in dem entsprechenden Gefäfs (wozu zweckmäfsig ein gedeckter Holzbottich genommen werden kann) eine kleine verschliefsbare Oeffnung in der Nähe des Bodens sich befindet, durch welche das Niederschlagwasser abgelassen werden kann, welches häufig noch Bitterstoffe enthält. Weiterhin werden die so behandelten Lupinen auf

Claims (1)

  1. einem luftigenBoden ausgebreitet zum Trocknen. Dieses kann auch durch künstliche Wärme erreicht werden; die getrockneten Körner werden durch Stampfen oder Mahlen in Schrot verwandelt und dieses Schrot unter Zusatz von Salz mit wenig Wasser angerührt, in kupfernen Pfannen tüchtig angewärmt, bis er anfängt zu rösten, und der so erhaltene dicke Brei zwischen Filtertüchern zu flachen, runden Kuchen geprefst. Diese Lupinenkuchen besitzen nach mehrfachen Versuchen einen Nährwerth, der demjenigen des Erdnufskuchens nahezu gleichkommt. Das Futter ist sehr schmackhaft und leicht verdaulich und wird von Hausthieren der verschiedensten Art gern angenommen.
    Paτεnt-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Entbitterung von Lupinensamen , bestehend in der Hervorrufung eines Keimpro cesses, zur Zerstörung des Lupinengiftes.
DENDAT53284D Verfahren zur Entbitterung von Lupinen und Herstellung von Lupinenkuchen Expired DE53284C (de)

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