DE53208C - Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen - Google Patents

Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen

Info

Publication number
DE53208C
DE53208C DENDAT53208D DE53208DA DE53208C DE 53208 C DE53208 C DE 53208C DE NDAT53208 D DENDAT53208 D DE NDAT53208D DE 53208D A DE53208D A DE 53208DA DE 53208 C DE53208 C DE 53208C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silk
tannic acid
dyeing
innovation
metal salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53208D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Firma FAURE & BLANC in Lyon, Frankreich, 67 Cours d'Herbouville
Publication of DE53208C publication Critical patent/DE53208C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/34General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using natural dyestuffs
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/07Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof
    • D06M11/11Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with halogen acids or salts thereof
    • D06M11/20Halides of elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table, e.g. zirconyl chloride

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Stoffen.
Seit langer Zeit wendet man beim Färben von Seide, und besonders beim Schwarz- oder Dünkelfärben, zum Beschweren der Seide Bäder von Gerbsäure (Katechu, Dividivi, Galläpfel, Sumach) an, welchen man Zinnsalz oder Zinnchlorür zusetzt. Dieses .Verfahren, welches fast unentbehrlich ist, wenn man die Seide bedeutend beschweren und doch .schöne Nuancen erzielen will, wird allgemein folgendermafsen für schwarze Seide in Anwendung gebracht:
Nachdem die Seide je nach dem Ergebnifs, welches man erzielen will, den einleitenden Operationen unterworfen worden ist, wird sie mit Kalium- oder Natriumeisencyanür behandelt und dann in Strähnen auf Spannstäben in einem heifsen Katechubade schnell hin- und herbewegt (lisirt).
Sodann nimmt man die Seide aus dem Bade heraus, setzt letzterem Zinnchlorür zu und zieht dann die Seide wieder durch das Bad. Oder man setzt auch direct dem Katechubade Zinnchlorür zu, um das erste Lisiren im reinen Katechubade zu vermeiden.
Dieser Zusatz von Zinnchlorür zum Katechubade verursacht eine hellgelbe Färbung und das Ausfallen eines reichlichen Niederschlages von gerbsaurem Zinn, welcher für den Arbeitsprocefs als verloren zu betrachten ist, und wenn man die vorher gebläute Seide hindurchführt, so fixirt sich dasselbe ebenfalls in ziemlich grofser Menge direct auf der Seidenfaser. Dieses Verfahren hat daher einen grofsen Verlust an Gerbsäure und Zinnsalz zur Folge. Um diesen zu vermeiden, werden nach dem neuen Verfahren beide Chemikalien getrennt von einander zur Wirkung gebracht.
Zu diesem Zweck wird ein besonderes, sogenanntes Reductionsbad hergestellt, welches aus einer Salzlösung besteht, welche auf einen genügend hohen Grad concentrirt ist, um dem Zinnchlorür zu gestatten, sich darin, ohne einen Niederschlag zu bilden, aufzulösen. Das zur Bildung der Salzlösung angewendete Salz kann, da es nur als Träger des Zinnchlorürs dient, ein beliebiges Salz, ζ. B. ein Blei-, Wismuth-, Nickel-, Kupfer-, Mangan- oder Antimonsalz sein, wenn es nur mit dem Zinnchlorür eine hinreichend klare Flüssigkeit bildet und auf die Seide keinen schädlichen Einflufs ausübt. Einen geringen Niederschlag oder eine schwache Trübung nach Zusatz des Zinnchlorürs beseitigt man leicht durch einige Tropfen Säure oder durch Auflösung des Zinnchlorürs in hinreichend angesäuertem Wasser.
Die Patentinhaber, wenden als Lösungsmittel vorzugsweise ein Chlorid, nämlich Chlormagnesium an.
Man kann auch das Zinnchlorür durch irgend ein anderes lösliches Zinnsalz ersetzen. Aber die in diesen letzteren Fällen erhaltenen Ergebnisse scheinen nicht dieselben Vortheile wie das erstere Verfahren zu bieten.
Zur Ausführung des Verfahrens verfährt man in folgender Weise:
Nachdem man die Seide gebläut, gewaschen und getrocknet hat, bringt man sie in das zweckmäfsig kalte Reductionsbad, in welchem auf der Seide infolge der stark reducirenden Wir-
kung der Lösungen der Zinnsalze Zinn fixirt und das Berlinerblau verändert wird. Wenn man die Operation beendet glaubt, so hebt man die Seide aus der Flotte, preist sie stark aus, wäscht sie gründlich in klarem Wasser und trocknet sie, worauf sie nunmehr für das Katechubad geeignet ist.
In diesem lisirt man die Seide ungefähr Y2 Stunde bei 700, nimmt sie wieder heraus, erhitzt dann die Flotte bis auf den Siedepunkt, bringt die Seide,wieder hinein und lisirt sie noch so lange, wie bei dem gewöhnlichen Verfahren.
Nach der Behandlung in dieser Flotte ist dann die Seide in jeder Hinsicht ebenso mit Gerbsäure und Zinn beschwert, wie wenn sie in der gewöhnlichen Weise behandelt worden wäre.
Das' neue Verfahren zeichnet sich vor letzterer u. a. durch folgende Vortheile aus:
ι. Eine erhebliche Ersparnifs an Zinnsalz infolge der Anwendung einer besonderen Flotte, welche durch Ersatz der verbrauchten Mengen Zinnsalz beständig in derselben Beschaffenheit erhalten und immer wieder gebraucht werden kann.
2. Ebenso eine beträchtliche Ersparnifs an Katechu.
3. Leichtes Waschen und Ersparnifs an Seife bei den später mit der Seide vorzunehmenden Operationen.
4. Bessere Erhaltung der Geschmeidigkeit und Haltbarkeif der Seide, wenn das Zinn auf kaltem Wege fixirt wird, als beim gewöhn-, liehen Verfahren, bei welchem es in dem Katechubade auf warmem Wege fixirt wurde.
Bei dem oben· angeführten Beispiel wird die Seide vor ihrem Eintritt in das Reductionsbad gebläut, aber in dem Falle, wo sie einfach rouillirt (in einem Eisenoxydsalzbade behandelt) und geseift wird, sind die erzielten Resultate dieselben, da die Wirkung des Reductionsbades in diesem Falle gleich der auf das Berlinerblau ausgeübten ist.
Das Verfahren kann sowohl beim Schwarz- und Dunkelfärben als auch beim Hellfärben, und zwar auf Seide in jeglicher Gestalt: in Strähnen, Schnüren u. dergl., sowie auch auf Gewebe aus reiner Seide oder Halbseide angewendet werden und erfordert keinen besonderen Apparat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen, darin bestehend, dafs man die bisher in demselben Bade vereinigten Chemikalien, nämlich einerseits Zinn-, Blei-, Wismuth-, Nickel-, Kupfer-, Mangan- oder Antimonsalze und andererseits Katechu, Dividivi, Galläpfel, Sumach oder andere gerbsäurehaltige Stoffe in getrennten Bädern verwendet, zur Vermeidung von Verlusten durch Niederschlagsbildung.
DENDAT53208D Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen Expired - Lifetime DE53208C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE53208C true DE53208C (de)

Family

ID=327874

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT53208D Expired - Lifetime DE53208C (de) Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE53208C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0455055B1 (de) Färben mit Reaktivfarbstoffen aus stehenden Bädern nach dem Ausziehverfahren
DE53208C (de) Neuerung beim Färben und Beschweren von Seide mit Metallsalzen und gerbsäurehaltigen Stoffen
DE1066987B (de) Verfahren zum Färben oder Bedrucken von cellulosehaltigen Materialien faseriger Struktur
DE2444649A1 (de) Verfahren zum faerben und bedrucken bzw. optischen aufhellen von cellulosematerialien
DE78928C (de) Verfahren zum Färben von Wolle mit Nitro-, Chlor- und Brom Derivaten von Alizarinfarbstoffen
DE661136C (de) Verfahren zum Faerben von Faserstoffen mit Kuepenfarbstoffen
DE948594C (de) Verfahren zum Faerben von Verformungsprodukten (Fasern oder Folien) von Polyacrylnitril und acrylnitrilhaltigen Mischpolymerisaten
DE665365C (de) Verfahren zur Verbesserung der Lichtechtheit von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf den mit Titandyoxyd spinnmattierten Kunstseiden aus Cellulose
DE153640C (de)
DE548201C (de) Verfahren zur Herstellung oder zum Abziehen von Kuepenfaerbungen
DE238253C (de)
EP1266069A1 (de) Mediatorsysteme auf basis gemischter metallkomplexe zur reduktion von farbstoffen
AT211781B (de) Verfahren zum Färben mit hochdispersen Küpenfarbstoffpigmenten
DE617718C (de) Praeparate aus Salzen der Leukoschwefelsaeureester von Farbstoffen, die sich vom Benzanthron ableiten
CH385392A (de) Färbendes Waschmittel
CH361559A (de) Zur Fertigstellung von Textilfärbungen geeignetes beständiges Präparat
DE611921C (de) Verfahren zur Erhoehung der Aufnahmefaehigkeit von Celluloseestern fuer Farbstoffe
DE137947C (de)
DE950545C (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von synthetischen Materialien
DE45998C (de) Verfahren der Anwendung von chromsaurem Chromoxyd oder Chromchromat als Beizmittel in der Färberei und Zeugdruckerei
DE568003C (de) Verfahren zum Faerben und Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen
DE2917961A1 (de) Verfahren zum faerben von cellulosefasern mit kuepenfarbstoffen
DE177952C (de)
AT152808B (de) Verfahren zum Färben von Faserstoffen.
DE1444262A1 (de) Verfahren zur Herstellung von vielfarbigem Wollmaterial