DE532011C - Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe von Widerstandsrelais - Google Patents
Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe von WiderstandsrelaisInfo
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- DE532011C DE532011C DES73475D DES0073475D DE532011C DE 532011 C DE532011 C DE 532011C DE S73475 D DES73475 D DE S73475D DE S0073475 D DES0073475 D DE S0073475D DE 532011 C DE532011 C DE 532011C
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-
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
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- H02H1/0038—Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
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Description
AUSGEGEBEN AIH
24. AUGUST 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 532011 KLASSE 21 c GRUPPE
Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung
mit Hilfe von Widerstandsrelais
Es ist bekannt, zum Schütze elektrischer
Leitungen Fehlerortrelais anzuordnen, die im Falle 'eines Kurzschlusses den "Widerstand des
Kurzschlußkreisies messen. Durch diese werden die Schalter nur dann geöffnet, wienm der
gemessene "Widerstand unterhalb einer bestimmten Grenze liegt. Da der Widerstand
des Kurzschlußkreises aus dem "Widerstand der beiden kurzgeschlossenen Leitungen von
ίο der Überwachungsstelle bis zur Fehlerstelle
und dem im Verhältnis dazu kleinen "Widerstand des Kurzschlusses selbst besteht, also
im wesentlichen von der Entfernung der Fehlerstelle von der Überwachungsstelle abhängt,
*5 kann man die Widerstandsgrenze so einstellen,
daß die Schalter geöffnet werden, wenn der Fehler innerhalb der zu schützenden Leitungsstrecke
liegt. Man kann außerdem, die Fehlerortrelais so ausbilden, daß man aus
ihrer Widerstandsmessung die Entfernung des Fehlerortes mit zufriedenstellender Genauigkeit
ablesen kann.
Nun kann aber ein Kurzschluß zweier Leitungen auch dadurch entstehen, daß beide
Leitungen gleichzeitig von eimern Erdschlußfehler betroffen werden. Die beiden Erdschlüsse
brauchen nicht dicht beieinander zu liegen, sondern es kann vorkommen, daß der eine Erdschluß in der dem 'einen Fehlerortrelais
zugewiesenen Leitungsistrecke Hegt, der andere Erdschluß in einer anderen Leitungsstrecke, die möglicherweise weit entfernt ist.
In diesem Falle kann der Widerstand des Kurzschlußkreises so groß sein, daß überhaupt
keins der Fehlerortrelais anspricht. Durch die Erfindung soll auch in diesem
Falle ein einwandfreier Leitungsschutz sichergestellt werden.
Erfindungsgemäß werden bei eimer Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elekirischen
Leitung mit Hilfe von Widerstandsrelais, welche den Widerstand des Kurzschlußkreises
messen und bei Unterschreitung einer bestimmten Widerstandsgr<enze ansprechen,
die Spannungsspulen der Widerstandsrelais bei Auftreten 'eimer Spannung zwischen
Stempunkt und Erde, welche nicht größer ist als die halbe Stemspannung, derartig umgeschaltet,
daß die Spulen entsprechend der Spannung der einzelnen Leiter gegen Erde erregt werden.
Das Schaltungsschema eines Ausführungsbeispiels für Dreiphasenleitung ist in der
Zeichnung dargestellt.
r, 2, 3 sind die drei Phasenleitungen 'einer zu schützenden Leitungsstrecke, die durch die
Ölschalter 4 und 5 an ihren beiden Enden abgetrennt werden kann. Die Ölschalter 4
können durch 'eine Auslösespule 6 geöffnet werden, die lediglich der Übersichtlichkeit
der Leitungsführung wegen am unteren Ende der Zeichnung dargestellt ist statt dicht am
Ölschalter 4. Die Auslösespule 6 wird durch eine Stromquelle 7 erregt, sobald einer der
Kontakte 8, 9, 10 der drei Fehlerortnelais 11,
12, 13 und außerdem der Schalter 14 des
Richtungsrelais 15 geschlossen wird. Die Stromspulen der Fehlerortrelais 11, 12, 13
und des Richtungsrelais 15 sowie die Überstromrelais
27, 28, 29 werden durch die Stromwandler 16 gespeist. Die Spannungsspulen
17, 18, 19 der Fehlerortrelais, können
durch die genannten Überstromrelais mit ihrem einen Pol an die Phasenleitungen 1, 2, 3
angelegt werden; ihr anderer Pol ist zu einem Sternpunkt 20 geführt. Die drei Spannungsspulen des Richtungsrelais 15 sind ebenfalls,
ausgehend von den Phasenleitungen, zu einem
Stempunkt vereint. "Wenn durch einem Kurzschluß
beispielsweise bei Ιζ der Strom in den beiden Phasenleitungen 1 und 2 stark anwächst,
so werden durch die Überstromrelais 28 und 29 die Fehlerortrelais 12 und 13 in
Tätigkeit gesetzt. Sie messen einen Widerstand, der geringer ist als der 'eingestellte
Mindestwert, und schließen infolgedessen, ihre Schalter 9 und 10. Gleichzeitig; gibt das Richtungsrelais
an, daß die Fehlerenergie über die Ölschalter 4 in die zu " überwachende
Strecke hineinfließt, schließt also auch den Schalter 14. Die Auslösespule 6 erhält daher
Strom, und die Ölschalter 4 werden geöffnet. Für den Fall aber, daß es sich um einen
doppelten Erdschluß handelt, ist ein weiteres Relais 21 angeordnet, das zwei Spannungsspulen
22 und 23 enthält. Diese liegen mit ihrem 'einen Pol an der Leitung 24, die zum
Nullpunkt der zu schützenden Leitung, also beispielsweise zum Sternpunkt des Leistungstransformators, führt. Mit ihrem anderen Pol
liegen beide Spannungsspulen an Erde. Sobald die Spule 22 Spannung erhält, schließt
sie den Kontakt 25, durch, den der Sternpunkt 20 an Erde gelegt wird. Die Spule 23 öffnet
ihren Kontakt 26 erst dann, wann sie eine Spannung erhält, die größer ist als die halbe
Sternspannung der Phasenleitungen 1, 2, 3. Über diesen Kontakt führt die Leitung der
Spule 22, die also nur dann erregt werden kann, wenn die Spule 23 nicht erregt ist, d. h.
45. wenn die Nullpunktspannung des Netzes kleiner ist als die halbe Sternspannung.
Es sei der Fall angenommen, daß die Phase 1 innerhalb der zu schützenden Strecke
bei E von einem Erdschluß betroffen wird und die Phas"e2 bei der Stelle F, die aber so
weit außerhalb der zu schützenden Strecke liegen möge, daß der Widerstand der Leitung
2 von der dargestellten Überwachungsstelle bis zur Fehlerstelle/7· weit größer ist
als derjenige Widerstand, bei dem die Fehlerortrelais
ansprechen würden. Der doppelte Erdschluß hat nun aber zur Folge, daß die Nullpunktspannung des Netzes, die vorher
gleich Null war, bis angenähert auf die halbe Sternspannung ansteigt. Die Spule 23 bleibt
■ unerregt, die Spule 22 dagegen schließt ihren
Kontakt 25 und legt dadurch den Sternpunkt 20 an Erde. An den Spanmungsspulen 18 und
■ 19 liegt daher jetzt die Spannung, welche die
Phase 1 bzw. die Phase 2 gegen Erde hat. Infolgedessen mißt das Fehlerortrelais 13 den
Widerstand, der aus dem Widerstand des Leiters ι bis zur Fehlerstelle E, des Fehlers
selbst und der Rückleitung durch die Erde besteht. Da dieser Widerstand kleiner ist als ^0
der 'eingestellte Mindestwert, tritt das Relais 13 in Tätigkeit. Es öffnet die Ölschalter 4
und zeigt gleichzeitig die Lage des Erdschlusses E angenähert richtig an. Das Fehlerortrelais
12 dagegen tritt überhaupt nicht in Tätigkeit, da die Fehlerstelle F nicht in der
zu schützenden Strecke liegt.
Die Fehlerortrelais werden vorzugsweise derartig gebaut, daß sie erst dann in Tätigkeit
treten, wenn durch eine andere Einrieb,-rung
ein Fehler in der Leitung festgestellt ist, wie dies bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel durch die Überstromrelais 27, 28, 29
geschieht. Statt dessen kann man bei 'entsprechender Änderung der Schaltung auch
Spannungsabfallrelais oder weitere Widerstandsmeßgeräte verwenden. Sämtliche Spannungsspulen
sind, um ein möglichst einfaches Schaltschema zu erhalten, unmittelbar an die
Leitungen 1, 2, 3 angeschlossen. Der An- go
Schluß kann selbstverständlich auch in üblicher Weise über Spannungswandler vorgenommen
werden. Auch die Nullpunktspannung des Netzes kann über .einen Spannungswandler
auf die Relaisspulen 22 und 23 einwirken.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe lop von Widerstandsrelais, welche den Widerstand des Kurzschlußkreises messen und bei Unterschreitung !einer bestimmten Widerstandsgrenze ansprechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsspulen log der Widerstandsrelais bei Auftreten einer Spannung zwischen Stempunkt und Erde, welche nicht größer ist als die halbe Sternspannung, derart umgeschaltet werden, daß die Spulen entsprechend der Spannung ■ der einzelnen Leiter gegen Erde erregt werden.' Hierzu ί "Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES73475D DE532011C (de) | 1926-02-26 | 1926-02-26 | Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe von Widerstandsrelais |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES73475D DE532011C (de) | 1926-02-26 | 1926-02-26 | Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe von Widerstandsrelais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE532011C true DE532011C (de) | 1931-08-24 |
Family
ID=7503934
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES73475D Expired DE532011C (de) | 1926-02-26 | 1926-02-26 | Einrichtung zur Abschaltung einer fehlerhaften elektrischen Leitung mit Hilfe von Widerstandsrelais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE532011C (de) |
-
1926
- 1926-02-26 DE DES73475D patent/DE532011C/de not_active Expired
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