DE433112C - Einrichtung zur Verhinderung von Fehlschaltungen bei Doppelerdschluss - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung von Fehlschaltungen bei Doppelerdschluss

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DE433112C
DE433112C DES68306D DES0068306D DE433112C DE 433112 C DE433112 C DE 433112C DE S68306 D DES68306 D DE S68306D DE S0068306 D DES0068306 D DE S0068306D DE 433112 C DE433112 C DE 433112C
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earth fault
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earth
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DES68306D
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Siemens Schuckertwerke AG
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Siemens Schuckertwerke AG
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0038Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
    • H02H1/0046Commutating the detecting means in dependance of the fault, e.g. for reducing their number

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

€rcm
• DEUTSCHES REI
AUSGEGEBEN AM 23. AUGUST 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE
(S 68306VIIl\2ic*)
Firma Siemens-Schuckertwerke G. m. b. H. in Berlin-Siemensstadt
Einrichtung zur Verhinderung von Fehlschaltungen bei Doppelerdschluß. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4 Januar 1925 ab.
In elektrischen Leitungsnetzen, die durch Erdschlußrelais gesichert sind, können beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer Erdschlüsse in verschiedenen Phasen unter Umständen Erdschlußrelais nach der falschen Seite ausschlagen und zu Fehlschaltungen oder Fehlanzeigen Veranlassung geben. Zur Vermeidung dieses Nachteiles sind bereits Einrichtungen bekannt geworden, die mittels der bei mehrfachen Erdschlüssen verschiedener Pha-
sen auftretenden Überströme durch deren Einwirkung auf Überstromrelais die Erdschlußrelais unwirksam machen. Diesen Einrichtungen haftet der große Nachteil an, daß unter Umständen zu Zeiten schwacher Zentralenleistung der für das Ansprechen der Überstromrelais erforderliche Strom nicht erreicht wird und somit die beabsichtigte Wirkung ausbleibt.
ίο Die Einrichtung gemäß der Erfindung bringt den Vorteil, daß ein Versagen der Wirkung infolge mangelnder Zentralenleistung ausgeschlossen ist. Dies wird dadurch erreicht, daß bei Spannungsverminderung die zu den betreffenden Leitungsabschnitten gehörigenErdschlußrelais unwirksam gemacht werden, und diese Spannungsverminderung tritt erst dann ein, wenn mehr als eine Phase Erdschluß hat.
Aus den Abb. 1 bis 4 sind Ausführungsformen der Erfindung ersichtlich. Die Hilfsrelaisu, 12 und 13 werden durch die Spannungen zwischen den drei Leitern des Dreileitersystems beeinflußt. Über ihre drei Kontaktpaare (s. Abb. 1) ist die Spannungsspule 16 des Erdschlußwattrelais 14 angeschlossen und in bekannter Weise an die Erdschlußspannung gelegt. Die Stromspule 15 wird in bekannter Weise von dem Summenstrom gespeist. Der Kontakt 17 des Erdschlußrelais liegt in dem Hilfsstromkreis, der die dem Erdschluß entsprechende Wirkung, z. B. Abschalten des kranken Netzteiles, auszulösen hat. Die Wirkungsweise der Anordnung beruht darauf, daß bei einphasigem Erdschluß des Leiters, an dem beispielsweise das Hilfsrelais 11 mit dem einen Pol angeschlossen ist, dieses unbeeinflußt bleibt und seine Kontakte geschlossen hält. Tritt jedoch auch noch in der zweiten Phase ein Erdschluß ein, so bricht die Spannung zwischen den beiden Phasen zusammen, und das Hilfsrelais 11 öffnet seine Kontakte und unterbricht dadurch die Zuleitung zur Spannungsspule 16 des Erdschlußrelais 14.
Die Ausführungsform gemäß Abb. 2 weist gegenüber der in Abb. 1 beschriebenen den Unterschied auf, daß beispielsweise das Hilfsrelais 11 bei Erdschluß der beiden Phasen, an die es angeschlossen ist, Kontakte schließt und dadurch die Stromspule 15 des Erdschlußrelais 14 kurzschließt und dadurch das Erdschlußrelais ebenfalls unwirksam macht.
In der Abb. 3 ist eine Ausführungsform, wiedergegeben, bei der beispielsweise das Hilfsrelais 11 den von dem Erdschlußrelais gesteuerten Hilfsstromkreis unterbricht, wodurch eine Auslösung durch Relais 14 nicht erfolgen kann.
In der Abb. 4 ist eine Ausführungsform wiedergegeben, bei der die drei Spannungen gegen Erde 22 die drei Hilfsrelais 11, 12 und 13 speisen. Die Kontakte der drei Relais sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, so angeordnet, daß, wenn je zwei dieser Relais spannungslos werden und dadurch ihre Kontakte schließen, der Stromkreis über die Batterie 21 und das Relais 18 geschlossen wird. Letzteres kann bei Anziehen seines Ankers zwei Funktionen erfüllen. Entweder schließt es den oberen Kontaktsatz 20 und schließt dadurch entsprechend der Ausführungsform der Abb. 2 die Stromspule des Erdschlußrelais (in der Abb. 4 nicht dargestellt) kurz, oder es öffnet die beiden unteren Kontakte 19 und macht dadurch entsprechend den Ausführungsformen der Abb. 1 und 3 das Erdschlußrelais unwirksam, oder es erfüllt beide Funktionen gleichzeitig.
Die Hilfsrelais können naturgemäß über Spannungswandler angeschlossen werden. Für Gleichstromnetze kann die Erfindung in entsprechender Weise Verwertung finden.
Nach dem Unwirksamwerden der Erdschlußrelais wird der fehlerhafte Netzteil durch normale selektive Überstromschutzeinrichtungen abgeschaltet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung zur Verhinderung \ron Fehlschaltungen bei Doppeierdschluß in Schutzanordnungen für elektrische Leitungsnetze mit Erdschlußrelais, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den betreffenden Leitungsabschnitten gehörigen Erdschlußrelais durch die Spannungsverminderung zwischen zwei Phasen unwirksam gemacht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES68306D 1925-01-04 1925-01-04 Einrichtung zur Verhinderung von Fehlschaltungen bei Doppelerdschluss Expired DE433112C (de)

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