DE558441C - Schutzschaltung fuer Dreiphasenleitungen - Google Patents
Schutzschaltung fuer DreiphasenleitungenInfo
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- DE558441C DE558441C DES92752D DES0092752D DE558441C DE 558441 C DE558441 C DE 558441C DE S92752 D DES92752 D DE S92752D DE S0092752 D DES0092752 D DE S0092752D DE 558441 C DE558441 C DE 558441C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H1/00—Details of emergency protective circuit arrangements
- H02H1/0038—Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
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- Protection Of Transformers (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM
7. SEPTEMBER 1932
7. SEPTEMBER 1932
Es ist bekannt, zum Schutz von Dreiphasenleitungen die Differenz der Ströme der Phasenleiter
und die verketteten Spannungen in Quotientenrelais derart zur Wirkung zu bringen,
daß die Relais den Widerstand eines Phasenleiters von der Relaisstelle bis zum Fehlerort
messen. Die Relais vermögen dann sowohl bei Zweiphasenkurzschluß wie auch bei Dreiphasenkurzschluß
richtig- zu arbeiten. Zu dem Zweck sind die Stromwandler in Dreieck geschaltet worden. Die Dreieckschaltung der Stromwandler
ist aber nicht immer anwendbar, z. B. dann nicht, wenn an dieselben Wandler auch ein Erdschlußschutz
angeschlossen werden soll, der bei Auftreten eines Summenstromes anspricht.
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, mit Hilfe derselben Wandler einen Leitungsschutz
gegen -Kurzschluß als auch gegen Erdschluß zu schaffen, und zwar werden erfindungsgemäß
die Relais für den Kurzschlußschutz von der Differenz je zweier sekundärer Phasenströme
in Stern geschalteter Wandler beeinflußt. Bei Kurzschluß zwischen zwei Phasen wird ein Relais
von dem Fehlerstrom jeder der beiden Phasen durchflossen, während die beiden anderen Relais
nur von dem Fehlerstrom der einen oder der anderen der beiden kranken Phasen durchflossen
wird. Die Relaisspulen enden in einem Sternpunkt, der mit dem Sternpunkt der Wandler
verbunden werden kann. In dieser Verbindungsleitung fließt nur bei Auftreten eines Erdschlusses
Strom, der zur Betätigung eines Erdschlußrelais herangezogen werden kann.
Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens dienen die beispielsweise gegebenen Abbildungen.
In Abb. ι sind die zu schützenden Drehstromleiter mit R, S, T bezeichnet. Der Strom dieser
Leiter erregt drei Stromwandler, deren Sekundärwicklungen mit i, 2 und 3 bezeichnet sind. Diese
Wandlerwicklungen sind in Stern geschaltet. Die freien Enden der in Stern geschalteten
Wandler sind mit Relaisspulen 10, 20 bzw. 30 verbunden. Jedes Relais besitzt außer der
Stromwicklung 10, 20 bzw. 30 noch eine weitere Stromwicklung 11, 21, 31. Die Stromspulen der
Relais sind untereinander so verbunden, daß der Strom, welcher die Relaisspule 10 durchfließt,
auch die Relaisspule 21 durchfließen muß und entsprechend der Strom der Spule 20 die
Relaisspule 31 und der Strom der Spule 30 die Relaisspule 11. Die von denselben Strömen
durchflossenen Spulenpaare 10, 21 und 20, 31
und 30,11 befinden sich in verschiedenen Relais, so daß in jedem Relais der Strom zweier Phasen
wirksam wird. Die Schaltung ist so getroffen, daß in jedem Relais die Stromdifferenz zur
Wirkung kommt. Durch die Spule 10 fließt der Strom des Wandlers 1 der Phase R. Durch die
Spule 11 des gleichen Relais fließt der Strom des Wandlers 3 der Phase Γ. Bei einem Kurz-Schluß
zwischen den Phasen 1 und 3 bricht die Spannung zwischen diesen Phasen zusammen.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Joachim Sorge in Berlin.
Die Relaisspulen ίο und ΐΐ wirken in dem dargestellten
Beispiel mit einer Spannungsspule ι zusammen, welche die verkettete Spannung
zwischen den Phasen R und T mißt. In entsprechender Weise wirken die Relaisspulen 20 und
2i, welche von den Phasenströmen der Leitungen S und R erregt werden, mit der Spannung
der Phasen R und S zusammen und die Spulen 30 und 31 mit der Spannung zwischen
den Phasen 5 und T. Die Relais beherrschen Kontakte 13, 23 bzw 33. Bei Schließen dieser
Kontakte schaltet ein Schalter 38 die Leitungen ab.
Der Sternpunkt der Wandler 1, 2 nnd 3 ist mit dem Sternpunkt der Relaisspulen durch
eine Leitung 39 verbunden. In der Verbindungsleitung liegt ein Relais 40, welches seine
Kontakte 41 schließt, sobald ein Summenstrom auftritt, d.h. ein Erdschluß entstanden ist.
Relais 40 kann auch ein wattmetrisches Gerät sein, obwohl es in der Darstellung der Einfachheit
halber nur als Stromrelais gezeichnet ist. Ob das Netz geerdeten Nullpunkt besitzt oder
nicht, ist für die Erfindung nicht wesentlich. Auch können die von Strom und Spannung
abhängigen Relais für Kurzschlußschutz durch nur vom Strom abhängige Relais ersetzt werden,
beispielsweise durch stromabhängige Zeitrelais. Der Gedanke der Erfindung wird dadurch nicht
verlassen.
In Abb. 2 ist zur Erläuterung der Arbeitsweise der Einrichtung die Schaltung des Stromverlaufs
für den Fall eines Kurzschlusses zwischen den Phasen R und 5 durch Pfeile dargestellt.
In den Sekundärwicklungen der Stromwandler 1 und 2 fließt dann ein gleich großer Strom, aber
in entgegengesetzter Richtung, so wie die Pfeile andeuten. Der Strom nimmt seinen Weg aus
der Sekundärwicklung des Wandlers 3 über die Relaisspulen 20 in der Richtung von oben nach
unten, Relaisspule 31 in Richtung von unten nach oben, Relaisspule 21 in Richtung von oben
nach unten und Relaisspule 10 schließlich von unten nach oben. Es ergibt sich also, daß das
Relais mit den Spulen 20 und 21 von gleichgerichteten Strömen in beiden Spulen erregt
wird. Kontakt 23 dieses Relais wird also geschlossen. Auch durch je eine Spule der beiden
anderen Relais fließt Strom; aber die Erregung dieser Relais ist nur halb so stark wie bei dem
einen. Weil in Abb. 1 die Relais außer vom Strom auch noch von der Spannung abhängig
sind, können die beiden äußeren Relais ihre Kontakte nicht schließen, weil die Spannung an
ihren Spannungsspulen nicht zusammenbricht. Auf diese Weise läßt sich also erreichen, daß nur
das den Widerstand eines Phasenleiters bis zur Kurzschlußstelle messende Relais anspricht. Bei'
einem dreiphasigen Kurzschluß werden alle drei Relais in gleicher Weise erregt und infolgedessen
die Kontakte 13, 23 und 33 geschlossen.
An Stelle eines einzigen Stromwandlersatzes läßt sich auch eine Anordnung von zwei Stromwandlersätzen
verwenden, beispielsweise wenn diese Stromwandlersätze bereits für andere
Zwecke, etwa für Meßzwecke, vorhanden sind.
In Abb. 3 ist die entsprechende Schaltung wiedergegeben. Die Relaisspulen 10, 20 und 30
werden von den Sekundärströmen der Wandler i, 2 und 3 durchflossen, die Relaisspulen 11,
21 und 31 dagegen von den Sekundärströmen der Wandler i1, 21, 31. Die Anschlüsse der Relaisspulen
an die Phasen sind derart vertauscht, daß beispielsweise in Relaisspule 10 der Strom
der Phase R, in Relaisspule 11 desselben Relais
der Strom der Phase T fließt. Dementsprechend werden die Spulen 20 und 21 von den Strömen
der Phasen 5 und R, die Spulen 30 und 31 von den Strömen der Phasen T und S durchflossen.
Die Sternpunkte der beiden Wandlersätze sind durch eine Leitung 45 miteinander verbunden.
Die Sternpunkte der Relaisspulen sind untereinander und durch eine Leitung 46 mit den
Wandlersternpunkten verbunden. In Leitung 46 ist ein Erdschlußrelais eingefügt, welches vom
Summenstrom erregt wird. Die geometrische Differenz zweier Phasenströme kann statt durch
Relais mit zwei Stromspulen auch durch Zwischen transformatoren gebildet werden, an welche Relais
mit nur einer Stromspule angeschlossen werden.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Schutzschaltung für Dreiphasenleitungen mit Relais, die von der geometrischen Differenz je zweier sekundärer Phasenströme von in den betreffenden Phasen liegenden Stromwandlern beeinflußt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärseiten der drei Stromwandler in Stern geschaltet sind.2: Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Relais zwei Stromspulen besitzt, welche von dem Strom je einer Phase durchflossen werden, und daß diese Stromspulen in Stern geschaltet sind, wobei in die Verbindungsleitung dieses Sternpunktes mit dem Sternpunkt der Wandler ein Erdschlußrelais eingeschaltet ist.3. SchutzschaltungnachAnspruchioder2, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais außerdem von der Spannung zwischen denjenigen Phasenleitern beeinflußt werden, deren Ströme die Relais durchfließen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES92752D DE558441C (de) | 1929-07-12 | 1929-07-12 | Schutzschaltung fuer Dreiphasenleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES92752D DE558441C (de) | 1929-07-12 | 1929-07-12 | Schutzschaltung fuer Dreiphasenleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558441C true DE558441C (de) | 1932-09-07 |
Family
ID=7517439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES92752D Expired DE558441C (de) | 1929-07-12 | 1929-07-12 | Schutzschaltung fuer Dreiphasenleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558441C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3965394A (en) * | 1975-05-19 | 1976-06-22 | Ltv Aerospace Corporation | Apparatus for protecting a multiphase power transmission line from intermembral faults |
-
1929
- 1929-07-12 DE DES92752D patent/DE558441C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3965394A (en) * | 1975-05-19 | 1976-06-22 | Ltv Aerospace Corporation | Apparatus for protecting a multiphase power transmission line from intermembral faults |
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