DE531046C - Verfahren zur Herstellung von Pektin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pektin

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DE531046C
DE531046C DESCH81580D DESC081580D DE531046C DE 531046 C DE531046 C DE 531046C DE SCH81580 D DESCH81580 D DE SCH81580D DE SC081580 D DESC081580 D DE SC081580D DE 531046 C DE531046 C DE 531046C
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Schwartauer Werke GmbH and Co KGaA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0045Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid alpha-D-Galacturonans, e.g. methyl ester of (alpha-1,4)-linked D-galacturonic acid units, i.e. pectin, or hydrolysis product of methyl ester of alpha-1,4-linked D-galacturonic acid units, i.e. pectinic acid; Derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Pektin Die Herstellung von Pektin erfolgt insbesondere aus Äpfeln, die auf einer Kelter zerquetscht oder gemahlen und dadurch von ihrem Saft befreit werden. Die nach dieser Auspressung anfallenden Rückstände können bis zur Verarbeitung auf Pektin getrocknet und aufbewahrt werden.
  • Zur Herstellung von Pektin werden alsdann die Rückstände in kaltem Wasser eingeweicht und im Kochprozeß unter Zusatz organischer Säuren extrahiert. Die so durch Kochen gewonnenen Extrakte werden filtriert und gegebenenfalls entfärbt, worauf sie unter Vakuum eingedickt bzw. getrocknet werden können.
  • Das vorliegende Verfahren geht von den gleichen Rohstoffen aus und benutzt ebenfalls Wasser als Extraktionsmittel, weicht jedoch in verschiedenen Punkten von der üblichen Arbeitsweise ab. Die von ihrem Saft befreiten und zerkleinerten Früchte oder anderen Vegetabilien werden zunächst einem Auslaugeverfahren in der Kälte unterzogen, um neben einer Entfernung von Fruchtzucker, Mineralstoffen u. dgl. eine weitgehende Entfernung von kaltwasserlöslichen Farbstoffen und mechanischen Verunreinigungen (Sand u. dgl.), die bei einer Trocknung und Lagerung entstehen können, zu bewirken. Zu diesem Zweck wird das Gut in ununterbrochener Folge in kaltem Wasser abwechselnd gerührt und ausgepreßt, bis sich keinerlei kaltwasserlösliche Fruchtbestandteile mehr in dem Abwasser zeigen, ein Kennzeichen dafür, daß nunmehr auch die Fruchtzellen frei von den genannten kaltwasserlöslichen Bestandteilen sind. Diese kalte Vorextraktion erfolgt nach der Erfindung mit angesäuertem Wasser, um die in den Fruchtzellen enthaltene Fruchtsäure wieder zu ersetzen.
  • Das so vorbereitete Gut wird nun in bekannter Weise einer zwei- oder mehrfachen fraktionierten Heißextraktion mit einer Weinsäurelösung, die nach der Erfindung eine wesentliche Rolle spielt, unterzogen. Statt Weinsäure können auch andere organische Säuren mit ähnlicher Affinitätskonstante, z. B. Zitronensäure, Milchsäure o. dgl., verwendet werden. Die erhaltenen Fraktionen werden in geeigneter Weise geklärt und gegebenenfalls gebleicht und je nach dem Verwendungszweck, wofür Farbe und Pektingehalt maßgebend sind, getrennt oder vereinigt unter Vakuum eingedickt oder getrocknet.
  • Durch die mehrfach wiederholte Heißextraktion wird neben einem hohen Reinheitsgrad zugleich eine für die Gelierung notwendige Wasserstoffionenkonzentration dadurch erreicht, daß deren Einstellung von den Pufferungsverhältnissen in den einzelnen Heißfraktionen durch bestimmte Zusätze geeigneter organischer Säuren abhängig gemacht wird.
  • Die bekannten mehrfachen Heißextraktionen wurden bisher mit einem für alle Extraktionen gleichmäßig angesäuerten Wasser durchgeführt. Die Säurekonzentration wird hierfür beispielsweise auf o,a °/o angesetzt. Diese Art mehrfacher Heißextraktionen hat keinen praktischen Erfolg gehabt. Ein Erfolg ist nur dann gegeben, wenn ein bestimmtes Pufferungsverhältnis bei jeder Fraktion zum Extraktgehaft und Säuregehalt entsprechend dem jeweils veränderten_,Extraktgehalt und Säuregehalt beobachtet wird.
  • Wenn beispielsweise das Extraktionsgut nach vorheriger Untersuchung io o% Pektin enthält, so wird das Pufferungsverhältnis zwischen Extrakt (Pektin) und Säure etwa io : i gewählt, d. h. es wird bei io o% Pektin i 01, Säure genommen. Wenn unter diesem Verhältnis die erste Heißextraktion eine Ausbeute von etwa 5 lo Pektinstoffe geliefert hat, so muß bei der zweiten Heißextraktion dasselb.e Puferungsverhältni.s zwischen: Extraktgehalt und Säuregehalt gewahrt bleiben, d. h. man muß auf die restlichen 5 lo Pektinstoffe o,5 % Säure zugeben. Wenn bei der zweiten Heißextraktion alsdann eine Ausbeute von 3 % Pektinstoffe, bezogen auf den Anfangsgehalt, erzielt wird, so bleibt in dem Extraktionsgut noch ein Rest von a % Pektinstoffen, und die dritte Extraktion wird wieder in dem gleichen Pufferungsverhältnis z : o,a angesäuert. Dadurch wird in allen Fraktionen ein gleichwertiger Auszug erzielt.
  • In der Pektinlösung befindet sich auch nichtggelierfähiges Pektin, das durch eine geeignete Filtration von den gelierfähigen Pektinstoffen getrennt werden kann, wobei die wertvollen Pektine auf dem Filter bleiben, während die wertlosen Pektine hindurchgehen.
  • Die gelierfähigen Pektine können dann entweder in jeder gewünschten Konzentration kolloidal gelöst oder unter Vakuum eingedickt oder getrocknet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Pektin aus Äpfeln und anderen Früchten oder Vegetabilien, bei dem das Rohmaterial durch Auslaugen in der Kälte von wasserlöslichen Bestandteilen; insbesondere allem Zucker, befreit und hierauf mehrfach heiß extrahiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die kalte Vorextraktion der Früchte mit angesäuertem Wasser erfolgt und bei den Heißextraktionen der an sich bekannte Säurezusatz von den Pufferungsverhältnissen in den einzelnen Heißfraktionen abhängig gemacht wird, so daß die erhaltenen Pektinlösungen hierdurch auf eine für eine günstige Gelierung notwendige Wasserstoffionenkonzentration. gebracht wer-_ . den.
DESCH81580D 1927-02-02 1927-02-02 Verfahren zur Herstellung von Pektin Expired DE531046C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762206C (de) * 1934-08-28 1953-08-31 Gen Foods Corp Verfahren zur Herstellung von Pektin
DE757237C (de) * 1940-07-30 1953-12-07 Walter Fischer Fraktioniertes Pektinextraktionsverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762206C (de) * 1934-08-28 1953-08-31 Gen Foods Corp Verfahren zur Herstellung von Pektin
DE757237C (de) * 1940-07-30 1953-12-07 Walter Fischer Fraktioniertes Pektinextraktionsverfahren

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