DE530850C - Lichtempfindliche Schicht - Google Patents

Lichtempfindliche Schicht

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Publication number
DE530850C
DE530850C DE1930530850D DE530850DD DE530850C DE 530850 C DE530850 C DE 530850C DE 1930530850 D DE1930530850 D DE 1930530850D DE 530850D D DE530850D D DE 530850DD DE 530850 C DE530850 C DE 530850C
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DE
Germany
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solution
parts
weight
photosensitive layer
light
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Expired
Application number
DE1930530850D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gottlieb Von Poser
Dr Maximilian Paul Schmidt
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Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
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Filing date
Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/52Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
    • G03C1/54Diazonium salts or diazo anhydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

  • Lichtempfindliche Schicht Es wurde gefunden, daß die Reaktionsprodukte, die durch Einwirkung von Diazoverbindungen auf aliphatische Aminoverbindungen entstehen, ausgezeichnet zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten brauchbar sind. Zu diesem Zweck trägt man die Verbindungen, denen vermutlich die folgende Konstitution zukommt (x - aromatischer Rest, substituiert oder nicht, RI - Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy, Aralkyl, substituiert oder nicht, RII - Alkyl, Aralkyl), entweder allein oder zusammen mit Azokornponenten auf eine Unterlage auf. Bei der Belichtung hinter einer Vorlage werden, falls die Kupplungsprodukte der Diazoverbindungen mit den aliphatischen Aminoverbindungen allein angewendet werden, an den Stellen, die vom Licht getroffen werden, die oben gekennzeichneten Verbindungen ohne Farbstoffbildung zerstört; das Bild kann hierauf durch Einwirkung von Säuren oder von verdünnten Säuren, denen eine Azokomponente zugegeben werden kann, hervorgerufen werden. Man erhält also von einem Positiv wieder ein Positiv. Sind den Verbindungen. Azokomponenten beigemengt, so entsteht dagegen bei der Belichtung hinter einer Vorlage an den vom Licht getroffenen Stellen ein Farbstoff. Die nicht umgesetzten Substanzen werden durch Auswaschen entfernt. Man erhält in diesem Falle von einem Positiv ein Negativ oder bei Verwendung von einem Negativ als Vorlage ein positives Bild.
  • Die Bilder können in den verschiedensten Farben: von Gelb über Rot und Blau bis Schwarz erhalten werden. Die Farbe ist abhängig sowohl von der zur Umsetzung mit aliphatischen Aminen gebrachten Diazover= bindung als auch von der der Schicht beigegebenen Azokomponente. Im allgemeinen ist es günstig; wenn die lichtempfindliche Substanz neutral oder schwach alkalisch auf die Unterlage aufgebracht wird. Man kann die in der Diazotypie oder Photographie gebräuchlichen Mittel zur Haltbarmachung der Schichten und der Bilder hier ebenfalls anwenden. Auch unterstützen im allgemeinen hygroskopische Stoffe die Hervorrufung der Bilder. Die Bilder können, wie üblich, mit Metallsalzen getont werden. Auch können mit den oben-gekennzeichneten lichtempfindlichen Stoffen Gerbbilder unter Verwendung von Bichromat oder ähnlich wirkenden Stoffen und einem Kolloid erhalten werden.
  • Es hat sich weiter die Verwendung von Verbindungen, die in dem aliphatischen Aminorest eine löslichmachende Gruppe, wie z. B. die Carboxyl-, Sulfo- oder Aminogruppe, enthalten, als zweckmäßig erwiesen. Als Unterlage für die lichtempfindliche Schicht können die verschiedensten Materialien, z. B. Film, Papier usw., dienen. Auch können die lichtempfindlichen Substanzen mit Kolloiden z. B. auf Gelatinefilme gegossen werden. Durch Tränken von Filmen, wie z. B. Cellulosehydratfilmen, kann man auch die lichtempfindlichen Stoffe in die Unterlagen einverleiben.
  • Beispiel i i Mol tetrazotiertes Berizidin wird zu einer sofiaalkalischen Lösung von 2 Mäl Sarkosinnatrium langsam zugetropft. Am Schluß soll keine Farbstoffbildung mit Azofarbstoffkomponenten mehr eintreten. Es ist darauf zu achten, daß die Lösung alkalisch bleibt. Nach kurzem Stehen kristallisiert das Natriumsalz des Reaktionsproduktes in glänzenden Blättchen aus.
  • Eine wäßrige Lösung-des Natriumsalzes wird auf Papier gestrichen und unter einer Vorlage bis zur Zerstörung der Verbindung an den lichtgetroffenen Stellen . belichtet. Durch nachträgliche Behandlung mit Essigsäure entsteht an den unbelichteten Stellen ein braunes oder durch Behandlung -mit schwach mineralsaurer R-Salzlösung ein violettes Azofarbstoffbild. In letzterem Fall kann- durch Nachbehandlung. mit Alkali -die Farbstoffbildung- beschleunigt werden. Auf diesem Wege wird von einem Positiv ein Positiv erhalten.
  • Beispiele Eine wäßrige Lösung des in Beispiel i beschriebenen Umsetzungsproduldes aus tetrazotiertem Benzidin und Sarkosinnatrium wird unter Zusatz von Natriümacetat und R-Salz auf Papier gestrichen und unter einem Negativ belichtet. Nach kurzer Zeit ist eine violette, positive Kopie erzeugt, die durch Auswaschen von den. an den unbelichteten Stellen haftenden Verbindungen befreit wird.
  • Beispiel 3 Zu einer ätzalkalischen Lösung von Guanidin wird- unter Kühlung eine Benzoldiazoniumchloridlösung getropft. Es entsteht ein gelber Niederschlag. Zugleich verschwindet langsam das Kupplungsvermögen der Lösung mit Azofarbstoffkomponenten. Das -ausgeschiedene Triazen von der vermutlichen Formel - -@-N=N-NH-C-NH2vomF.P.114"0 NH kann aus Alkohol -.uml#,ristallisiert werden. Die verdünnte, schwach all k alische Lösung kann mit Azokomponenten gemischt werden, ohne daß Farbstoffbildung eintritt.
  • Löst man io Gewichtsteile des so entstandIenen Triazens in wäßrigem Alkohol (i : i) unter Zusatz von 3 Gewichtsteilen Phloroglucin, streicht diese Lösung auf "Papier, so erhält man nach Belichtung unter einer Vorlage an den belichteten Stellen einen gelben Farbstoff.
  • Beispiel 4 Zu einer wäßrigen` Suspension von 5 Gewichtsteilen 5-Diazo-2-oxy-i-benzoesäure (p-Diäzosalicylsäure) läßt man unter Kühlung und Rühren eine 3o°/oige Lösung von Dimethylämin langsam zufließen. Es entsteht eine dunkle Lösung. Man wendet einen überschuß von Dimethylainin an. Mit Kochsalz kann das farblose Natriumsalz der neuen Verbindung aüsgesalzen werden, dessen wäßrige Lösung sehr lichtempfindlich ist.
  • Eine Lösung von a45 Gewichtsteilen des Triazens wird unter Zusatz von 35 Gewichtsteilen R-Salz in 35o Gewichtsteilen Wasser aufgestrichen. Nach Belichtung unter einer negativen Vorlage erhält man ein positives rotes Bild.
  • _B_eispiel.5 5 Gewichtsteile Guanidinnitrat werden unter Zusatz von 4o Raumteilen 2 n-Natronlauge in Wasser gelöst und unter Rühren mit einer Diazoniumlösung aus 6 Gewichtsteilen 4-Methyl-3-chlor-i-amidobenzol versetzt. Der braune Niederschlag wird abgesaugt, aus= gewaschen und aus Alkohol kristallisiert. Gelbe, glänzende Blättchen, deren Analyse auf die Formel __NH" CH3-0-N-N NH-C-NH2 Cr -stimmt. -Trägt man eine wäßrig-alkoholische Lösung von 2o- Gewichtsteilen der gelben Verbindung und 3 Gewichtsteilen Resorcin auf eine Unterlage auf,. so erhält man nach Belichtung unter einer negativen Vorlage ein gelbbraunes positives Bild. - " _ Beispiel 6 - Zu einer ätzalkalischen Lösung von 1a Gewichtsteilen Sarkosin läßt man unter Kühlung eine Diazoniumlösung aus '/" Mol a-Naphthylamin zutropfen. Die-dunkle Lösung wird durch Schütteln mit Tierkohle aufgehellt; dann wird durch vorsichtigen Kochsalzzusatz das Natriumsalz der Diazoaminoverbindung gefällt. In- schwach alkalischer Lösung ist es am lichtempfindlichsten. 23,5 Gewichtsteile des Natriumsalzes werden zusammen mit 35 Gewichtsteilen R -Salz in 6oo Raumteilen Wasser gelöst unter Zusatz von Soda, bis schwach alkalische Reaktion eintritt. Damit bestrichenes Papier färbt sich an den belichteten Stellen rotviolett. Beispiel ? Zu einer 3o°/oigen Lösung von überschüssigem Dimethylamin gibt man langsam eine mit Soda neutralisierte Lösung von z r Gewichtsteilen Diazosulfosalicylsäure (3, 5, a, i) zu. Die starke Färbung der Diazosäure verschwindet, ebenso das Kupplungsvermögen. Wird die Lösung, mit z g Phlor oglucin versetzt, auf eine Unterlage gebracht und diese Unterlage unter einer Vorlage belichtet, so erhält man ein braunes positives Bild. Ohne Zusatz einer Azokomponente wird im Licht 2o ein roter Farbstoff gebildet.
  • Die Farbstoffe können, wie aus der Diazotypie bereits bekannt, durch Metallsalze im Ton verändert werden.
  • 25

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLICFI: Lichtempfindliche Schicht, gekennzeichnet durch den Gehalt an Verbindungen, die durch Umsetzung von 3o Diazoverbindungen mit aliphatischen Aminoverbindungen entstehen.
DE1930530850D 1930-04-01 1930-04-01 Lichtempfindliche Schicht Expired DE530850C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE530850T 1930-04-01

Publications (1)

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DE530850C true DE530850C (de) 1931-08-01

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ID=34109831

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DE1930530850D Expired DE530850C (de) 1930-04-01 1930-04-01 Lichtempfindliche Schicht

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