DE52856C - Stöpsel für Fernsprechschaltungen - Google Patents

Stöpsel für Fernsprechschaltungen

Info

Publication number
DE52856C
DE52856C DENDAT52856D DE52856DA DE52856C DE 52856 C DE52856 C DE 52856C DE NDAT52856 D DENDAT52856 D DE NDAT52856D DE 52856D A DE52856D A DE 52856DA DE 52856 C DE52856 C DE 52856C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plug
line
connection
contact
earth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52856D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. GEISSLER in Berlin N., Lottumstrafse 5
Publication of DE52856C publication Critical patent/DE52856C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R24/00Two-part coupling devices, or either of their cooperating parts, characterised by their overall structure
    • H01R24/58Contacts spaced along longitudinal axis of engagement
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R2103/00Two poles

Landscapes

  • Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
PAUL GEISSLER in BERLIN. Stöpsel für Fernsprechschaltungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stöpsel für Fernsprechleitungen, mittelst dessen die Verbindung zwischen zwei Fernsprechanschlufsstellen unter . gleichzeitiger Unterbrechung der Erdleitung bewirkt wird; hierbei ist für die Verbindung zweier Theilnehmer nur je ein Stöpsel erforderlich, indem die zu demselben führende Stöpselschnur zwei von einander isolirte Leitungen enthält, von denen die eine zur Theilnehmerleitung, die andere indessen zum Klappenmagneten und von da zur Erde führt. Die beiden zum Stöpsel führenden Enden stehen mit je einem von dem anderen isolirten Metällcontact in Verbindung; diese Contacte legen sich jedoch infolge von Federwirkung oder dergleichen gegen einander und bilden auf diese Weise Contact, so lange der Stöpsel nicht in das Stöpselloch eingefügt ist. Durch das Einführen des Stöpsels wird der so gebildete Contact selbstthätig unterbrochen; der von der- Theilnehmerleitung kommende Strom wird dann nicht mehr durch den Klappenmagneten zur Erde abgeleitet, sondern er tritt in bekannter Weise in die Leitung des gerufenen Theilnehmers ein.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des neuen Stöpsels dargestellt.
Fig. ι zeigt einen solchen Stöpsel im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt. In den Fig. 3 bis 5 ist ein anderer Stöpsel für selbstthätige Auslösung und in Fig. 6 ein Stöpsel dargestellt, bei dem die Auslösung von Hand erfolgt. In Fig. 7 ist ein Stöpsel dargestellt, bei welchem eine Blattfeder die Bildung und Unterbrechung des fraglichen Contactes bewerkstelligt.
Bei dem Stöpsel Fig. 1 gleitet in dem aus nichtleitendem Material bestehenden Gehäuse a der metallische Kolben b an einer nach beiden Seiten von demselben ausgehenden Kolbenstange c. Innerhalb des nichtleitenden Stöpsels befindet sich eine Bohrung d, in welcher der Kolben b verschiebbar ist. i Am vorderen Ende dieser Bohrung ist der metallische Ring e angebracht, gegen welchen der Kolben b im Ruhezustand unter dem Einflufs einer Feder f geprefst wird. Am vorderen Ende des Stöpsels a ist eine Einkerbung g zum Eingriff einer selbstthätig wirkenden Auslösevorrichtung vorgesehen. Inmitten der Stöpselhülse ist ein metallischer Stift h angeordnet, gegen welchen die Kolbenstange c bei Einführung des Stöpsels in das Stöpselloch trifft. Hierbei wird der Kolben b unter Spannung der Feder f zurückgetrieben, wodurch der bis dahin bestehende Contact zwischen b und e unterbrochen wird.
Mit dem metallischen Ring e steht die über den Klappenmagneteh zur Erde führende Leitung E und mit dem Kolben b durch Vermittelung der Kolbenstange c oder einer Feder/ die Theilnehmerleitung T in Verbindung.
Ruft nun der betreffende Theilnehmer bei unbenutztem Stöpsel, so geht der Strom durch Tf b e E zum Klappenmagneten und von da zur Erde. Dann wird der Stöpsel in die Stöpselöffnung des angerufenen Theilnehmers eingeführt, wobei der Contact zwischen b und e in der beschriebenen Weise selbstthätig unterbrochen und dabei ein Contact zwischen c
und h herbeigeführt wird. Während also der Klappenmagnet ausgeschaltet und die Erdleitung unterbrochen wird, erfolgt gleichzeitig der Anschlufs der Theilnehmerleitung des Angerufenen.
Erfolgt dann die Auslösung des Stöpsels auf elektromagnetischem oder sonstigem Wege, so wird in demselben Augenblick, wo die stattgehabte Verbindung unterbrochen wird, auch die Verbindung der Leitung des Rufenden mit der Erde unter gleichzeitiger Einschaltung des Klappenmagneten wieder bewirkt.
Ganz analog ist die Herstellung und Wirkungsweise der in Fig. 3 bis 5 dargestellten Vorrichtung.
In dem cylindrischen Gehäuse α ist der Kolben b verschiebbar, der auf der einen Seite den metallischen Ansatz / und auf der anderen Seite den nichtleitenden Ansatz η besitzt. Am einen Ende ist der metallische Ring e angebracht, an den die über den Klappenmagneten führende Erdleitung angeschlossen ist.
Der Kolben wird in seiner Ruhelage durch eine Feder f gegen den genannten metallischen Ring e geprefst, Fig. 4, und so im Ruhezustand eine Verbindung des Theilnehmers zum Klappenmagneten und zur Erde hergestellt. Zur Einführung des Kolbens und der Spiralfeder ist das cylindrische Gehäuse a am vorderen Ende mit einem eingeschraubten Deckel 0 versehen. Behufs Einführens des Stöpsels in das Stöpselloch wird der Ansatz η in das Gehäuse geschoben, so dafs der Ansatz I aus demselben heraustritt und in das Stöpselloch gesteckt werden kann. Hierbei wird der Contact zwischen b und e unterbrochen (Fig. 3) und dafür eine Verbindung der Theilnehmerleitung T durch Vermittelung von fb I und den Anschlufsapparat mit der Leitung des gerufenen Theilnehmers bewirkt. Ebenso wie in Fig. 1 wird der Stöpsel beim Schlufszeichen selbsttätig ausgelöst, indem ein in die Einkerbung g greifender Sperrhaken zurücktritt.
Diese Art der selbstthätigen Auslösung ist jedoch für den angemeldeten Stöpsel unwesentlich, da dieselbe auch auf beliebige andere Weise von Hand erfolgen kann. Ein solcher Stöpsel ist z. B. in Fig. 6 dargestellt; in der Wand des cylindrischen Gehäuses ist eine federnde Sperrklinke χ angeordnet, welche bei der Einführung des Stöpsels in die betreffende Hülse in leicht verständlicher Weise hinter den Kolben b greift und so die Feder f in gespanntem Zustande erhält, während der Contact ■zwischen b und e unterbrochen ist.
Soll dieser Contact wieder hergestellt werden, so genügt dazu ein Druck auf das freie Ende der Sperrklinke x, worauf der Kolben b mit seinen Ansätzen η und Z durch den Einflufs der Spiralfeder f sofort zurückschnellt.
Die Stöpsel sind sämmtlich so ausgeführt, dafs ihre leitenden Theile im Ruhezustande von nichtleitenden völlig umgeben sind, so dafs eine Störung durch unbeabsichtigte Contactbildung der Stöpsel unter einander völlig ausgeschlossen ist.
Die Doppelschnur wird zweckmäfsig an einem Ende des Stöpsels angebracht, so dafs auch eine Verwickelung der Stöpsel in den anderen Stöpselschnuren möglichst ausgeschlossen ist.
In Fig. 7 wird die Contactbildung und Unterbrechung vermittelst einer beim Einführen des Stöpsels in die Stöpselhülse bethätigten Blattfeder bewirkt.
In dem nicht leitenden Gehäuse ^ ist einerseits der Metallstreifen y und andererseits die Blattfeder x1 angeordnet; die letztere ist an ihrem freien Ende so gebogen, dafs sie an der Spitzey1 des Metallstreifens y anliegt, so lange der Stöpsel sich nicht in dem Stöpselloch befindet. Mit der Blattfeder x1 ist die Theilnehmerleitung T und mit dem Metallstreifen y die Erdleitung E verbunden, so dafs also, -wenn der Stöpsel sich nicht in dem Stöpselloch befindet, der von dem Theilnehmer kommende Strom in die Erdleitung übergeht. Wird aber der Stöpsel in die Hülse eingefügt, so wird das freie Ende der Blattfeder niedergedrückt und der Contact zwischen xl undy1 unterbrochen. Der Strom geht dann in die Anschlufshülse des angerufenen Theilnehmers über.
Bei allen beschriebenen Stöpseln kann die eine Leitung der Stöpselschnur entweder direct oder unter Einschaltung des Klappenmagneten zur Erdleitung geführt · werden, ohne dafs dadurch am Wesen der Erfindung etwas geändert wird.
Zweckmäfsig wird man jedoch den Klappenmagneten in die Erdleitung einschalten, da derselbe dann während des Gesprächs stets selbstthätig ausgeschaltet und bei der Auslösung des Stöpsels unmittelbar selbstthätig wieder eingeschaltet wird.
Der Ring e kann auch durch einen Schleifcontact an der Innenwand des Gehäuses ersetzt werden, welchen man so lang ausführen kann, dafs er den Contact mit b fast so lange aufrecht erhält, bis der Stöpsel in das Stöpselloch ganz eingeschoben ist. Hierdurch erreicht man, dafs b erst kurz vor vollendeter Stöpselung den Contact verläfst, was dann zur Folge hat, dafs die beiden Leitungen T und E unmittelbar nach Freigabe des Stöpsels wieder verbunden werden, noch ehe der Stöpsel das Stöpselloch verläfst. Es kann dieser Umstand manchmal von ganz aufserordentlicher Wichtigkeit sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.
    i. Für Fernsprechanschlufsstellen, bei denen jeder Stöpsel durch eine Doppelschnur mit seiner Theilnehmerleitung und mit der Erd-
    leitung verbunden ist, ein Stöpsel, gekennzeichnet durch ein nicht leitendes Gehäuse (a) mit eingelegtem event, durch den Klappenmagneten und sonstige Vorrichtungen an die Erdleitung angeschlossenen Contactstück (e) und einem durch Federkraft gegen letzteres geprefsten Metallkolben oder Schieber b, mit welchem die Theilnehmerleitung in leitender Verbindung steht, zu dem Zweck, beim Einfüriren des Stöpsels die Verbindung der Anschlufsleitung mit dem Klappenmagneten und der Erdleitung , zu unterbrechen und beim Heraustreten des Stöpsels aus dem Stöpselloch diese Verbindung sofort wieder herzustellen.
    Bei dem durch Anspruch ι. gekennzeichneten Stöpsel der Ersatz des durch Federkraft gegen ein Contactstück geprefsten Metallkolbens durch eine an ihrem freien Ende gebogene Blattfeder (x1), durch welche der Contact zwischen Theilnehmerleitung (T) und Erdleitung (E) beim Einführen des Stöpsels in das Stöpselloch selbsttätig unterbrochen wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52856D Stöpsel für Fernsprechschaltungen Expired - Lifetime DE52856C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE52856C true DE52856C (de)

Family

ID=327537

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT52856D Expired - Lifetime DE52856C (de) Stöpsel für Fernsprechschaltungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE52856C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE52856C (de) Stöpsel für Fernsprechschaltungen
DE143033C (de)
DE623233C (de) Schnurloser Vermittlungsschrank
DE230537C (de)
DE145382C (de)
DE868926C (de) Schaltungsanordnung zur Kennzeichnung einer bestimmten Leitung aus einer Anzahl von Leitungen
DE108355C (de)
DE238692C (de)
DE224200C (de)
DE151507C (de)
DE117547C (de)
DE250687C (de)
DE100462C (de)
DE241166C (de)
DE590760C (de) Signalanlage, insbesondere Waechterkontrollanlage
DE31484C (de) Fernsprechsystem nebst Apparat, um ein „direktes" Anrufen zwischen den Theilnehmern zu ermöglichen
DE174433C (de)
DE567280C (de) Schaltungsanordnung fuer den Fernvermittlungsverkehr in mit Verstaerkern betriebenenFernsprechanlagen
DE61697C (de) Vorrichtung zum selbstthätigen doppelten Verzeichnen von Ferngesprächen
DE168032C (de)
DE971937C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Anrufsuchern
DE173644C (de)
DE79914C (de)
DE118549C (de)
DE70704C (de) Vielfachschaltung für Fernsprechanlagen