DE528349C - Stromwandler - Google Patents
StromwandlerInfo
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- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
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- H01F38/20—Instruments transformers
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- H01F27/42—Circuits specially adapted for the purpose of modifying, or compensating for, electric characteristics of transformers, reactors, or choke coils
- H01F27/422—Circuits specially adapted for the purpose of modifying, or compensating for, electric characteristics of transformers, reactors, or choke coils for instrument transformers
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AH
29. JUNI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE^21 elGRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Stromwandler Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. August 1925 ab
Im allgemeinen zeigen Stromwandler mit niedrigen Amperewindungszahlen ziemlich
große Übersetzungs- und Stromfehler. Besonders bei Einleiter-Stromwandlern für
niedrige Stromstärken wachsen die Fehler bald so stark an, daß die Wandler für genaue
Messungen unbrauchbar werden. Man kann zwar die Fehler verkleinern, dadurch, daß
man die Eisenquerschnitte sehr groß macht.
ίο Indessen nimmt das Eisen dann bald solche
Dimensionen an, daß die Verwendung solcher Einleiter-Stromwandler praktisch'nicht
mehr in Frage kommt.
Durch die Erfindung sollen nun diese Übelstände vermieden und ein Stromwandler
geschaffen werden, der für alle Verhältnisse gut brauchbar ist. Sie beruht auf der Erkenntnis,
daß die betreffenden Schwierigkeiten mit der bisherigen Berechnungsmethode der Stromwandler zusammenhängen. Wenn
man nämlich wie bisher die Leerlaufverluste des Stromwandlers durch Anwendung möglichst
kleiner Induktion klein macht, so wird der sogenannte Fehlwinkel verhältnismäßig
groß und je nach den Betriebsverhältnissen stark veränderlich. Dadurch ändert sich
auch die Größe der an sich kleinen Übersetzungsfehler in unzulässiger Weise. Außerdem
arbeitet man dann auf einem stark gekrümmten Zweig der Magnetisierungskurve, wo keinerlei Proportionalität zwischen den
Amperewindungen und den erzeugten Kraftlinien besteht. Dadurch sind weitere Veränderungen
der Übersetzungsfehler bedingt. Im Gegensatz hierzu geht die Erfindung von dem Gedanken aus, daß es auf die absolute Größe
des Übersetzungsverhältnisses nicht ankommt, sondern daß man den Übersetzungsfehler,
wenn er nur konstant ist, an sich beliebig groß machen und dann in bekannter Weise durch Abgleichen der Windungszahl,
d. h. durch Hinzufügen oder Abnehmen von Windungen, kompensieren kann. Eine solche
Konstanz des Übersetzungsfehlers läßt sich nun dadurch erreichen, daß man im Gegensatz
zu den bisherigen Ausführungen des Stromwandlers den inneren Scheinwiderstand des Wandlers erheblich größer macht
als die sekundäre Belastung, für welche der Wandler bestimmt ist, und daß man gleichzeitig
den Phasenverschiebungswinkel zwischen dem zur Erzeugung des Flusses dienenden Leerlaufstrom und der induzierten
sekundären Spannung ungefähr oder genau gleich dem inneren Widerstandswinkel macht. Dadurch wird zwar der innere Spannungsabfall
im Verhältnis zur Nennsekundärspannung sehr groß, aber es wird der Fehlwinkel sehr klein und unveränderlich und damit
auch der Übersetzungsfehler nahezu konstant. Dadurch wird der weitere Vorteil erreicht,
daß man auch mit der Induktion des
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hugo VaM in Berlin-Charlottenburg.
Wandlers erheblich in die Höhe gehen kann, daß man hierdurch an Eisen, Eisengewicht
und Raum erheblich spart und daß man hierdurch in den nahezu geradlinigen Ast der
Magnetisierungskurve hineinkommt und bessere Proportionalität zwischen Amperewindungen
und induzierter Spannung erreicht. Zur Erläuterung ist in Abb. ι das Diagramm
der bisher bekannten Wandler, in ίο Abb. 2 das Diagramm eines Wandlers nach
der Erfindung, in Abb. 3 die Magnetisierungskurve des Eisens dargestellt.
In Abb. ι bedeutet 0 G den sekundären
Strom, O C den Ohmschen inneren Spannungsabfall, C D den induktiven inneren
Spannungsabfall, DA die sekundäre Klemmenspannung bei einer bestimmten sekundären
Bürde und bei einem sekundären Phasenverschiebungswinkel φ«= O, DB die sekundäre
Klemmenspannung bei der gleichen sekundären Bürde und einem sekundären Phasenverschiebungswinkel
φ., = 90°. Dann ist O A
bzw. O B die in der sekundären Wicklung erzeugte elektromotorische Kraft bei einem
as Phasenverschiebungswinkel von ο bzw. 900.
Der Vektor O /, der senkrecht auf O A steht, stellt den Magnetisierungsstrom bei <p2 = o°
dar. JE ist der dem Eisenverlust entsprechende
Leerlaufstrom, O E der gesamte Leerlaufstrom. O F ist der Leerlauf strom
bei φ2 = 900. Die Summe aus dem sekundären
Strom O G und dem Leerlaufstrom O E bzw. O F ist der auf die Sekundärseite
bezogene Primärstrom O H bzw» O K. Der
Winkel GOH bzw. GOK ist der Fehlwinkel
O1 bzw. δ2. Durch Projektion der Punkte
H und K auf den Vektor O G erhält man den Übersetzungsfehler G L bzw. G M.
Wie man aus der Zeichnung erkennt, ist der Fehlwinkel bei Ohmscher Belastung sehr
groß und wird bei stark induktiver Belastung sehr klein. Er ändert also stark seine Größe
und damit ändert sich auch die Größe des Übersetzungsfehlers.
In Abb. 2 ist das gleiche für einen Stromwandler nach der Erfindung dargestellt. Die
Bezeichnungen sind dieselben wie in der Abb. i, jedoch mit dem Unterschiede, daß
die entsprechenden Buchstaben mit einem Strich versehen sind.
Es ist angenommen, daß der Strom O' G' gleich dem Strom O G und die sekundäre
Klemmenspannung D' Ä bzw. D' B' gleich der Spannung D A bzw. D B ist. Während jedoch
bei dem Wandler nach Abb. 1 der innere sekundäre Spannungsabfall O D kleiner
ist als die sekundäre Klemmenspannung D A, ist nach dem Wandler nach Abb. 2 der innere
Spannungsabfall O' D' erheblich größer als die Klemmenspannung D' Ä. Außerdem ist
für den neuen Wandler wesentlich, daß der Winkel A' O' E', also die Phasenverschiebung
zwischen Leerlaufstrom und induzierter Spannung, nahezu gleich ist dem inneren Widerstandswinkel D' O' C. Es muß also
auch der Winkel D' O' C nahezu gleich sein dem Winkel O' E T', d. h. es müssen sich die
Ohmschen Kupfer Verluste zu den induktiven
Verlusten verhalten wie die Eisenverluste zu den durch den Magnetisierungsstrom bedingten
Verlusten. Dies erreicht man dadurch, daß man entweder die Sekundärwicklung mit extrem großer Streuung ausführt oder daß
man an den sonst normalen Wandler in an sich bekannter Weise sekundär eine Drosselspule
in Reihe mit den Meßinstrumenten schaltet. Durch die Vergrößerung des inneren Widerstandes wird zunächst erreicht, daß
der Winkel A' O' B' verhältnismäßig klein wird und daß infolge der steilen Lage des
Vektors O' A' der Punkt E' an sich schon nahezu die gewünschte Lage einnimmt, ohne
daß es besonderer Maßnahmen bedarf. Man erkennt aus der Figur ohne weiteres den wesentlichen
Vorteil der Erfindung, der darin besteht, daß der Fehlwinkel bei beliebigen Werten des sekundären Phasenverschiebungswinkels
<p2 sehr klein ist und daß der Übersetzungsfehler
G' L' bzw. G' M', der an sich größer ist als auf Abb. 1, bei allen Werten
von φ., nahezu konstant ist und also in bequemer Weise kompensiert werden kann.
Man braucht nur, wenn beispielsweise O' G' einen Strom von 5 Amp., O' L' einen Strom
von 6 Amp. darstellt und die Primär stromstärke des Einleiter-Stromwandlers gleich
500 Amp. ist, die sekundären Windungen, die ohne Berücksichtigung des Übersetzungsfehlers
100 betragen würden, auf 500Z6 = Ss1 \'3
herabzusetzen.
Zum Schluß soll noch das Verhalten des neuen Wandlers bei Veränderung des Primärstromes
und bei Veränderung der sekundären Belastung unter Berücksichtigung der Tatsache
betrachtet werden, daß die Stromwandler bisher etwa zwischen den Punkten O 2 der
Abb. 3 arbeiten, während gemäß der weiteren Erfindung der neue Stromwandler in dem Bereich
O 4 der Magnetisierinigskurve arbeiten
soll. Hierbei möge angenommen sein, daß no die in den Abb. 1 und 2 dargestellten Diagramme
dem Punkte 2 bzw. 4 der Abb. 3 entsprechen. Sinkt nun der Primärstrom auf die Hälfte, so werden sich sämtliche Spannungen
und mit Ausnahme des Leerlaufstromes auch sämtliche Ströme des Diagramms auf die
Hälfte verringern. Man kann also das Diagramm der Abb. 1 und 2 auch für den halben
Primärstrom beibehalten, wenn man nur den Maßstab auf das Doppelte vergrößert und
wenn man nur die Punkte EF bzw. die hiermit im Zusammenhang stehenden Punkte
528
HK entsprechend verlegt. Die Verlegung
der Punkte EF rührt daher, daß, wenn die Induktion des Eisenkerns auf die Hälfte verringert
wird, also wenn im Punkte ι bzw. 3 der Magnetisierungskurve gearbeitet wird,
die notwendigen Amperewindungen nicht auf die Hälfte herabgehen. Man erkennt aber,
daß der Mehrverbrauch an Amperewindungen beim Zurückgehen vom Punkte 2 auf den
ίο Punkt ι sehr erheblich ist, während er beim
Zurückgehen vom Punkte 4 auf den Punkt 3 verhältnismäßig sehr klein ist. Die Veränderung
der primären Stromstärke bedingt also bei den bekannten Wandlern nach Abb. 1 eine
weitere Veränderung des Übersetzungsfehlers, während sie bei dem neuen Wandler nach Abb. 2 so gut wie gar nichts ausmacht.
Auch bei Veränderung der sekundären Belastung bzw. der sekundären Klemmenspan-
ao nung wirken die nach der Erfindung zu treffenden
Maßnahmen in dem Sinne, daß der Fehler verkleinert wird.
Claims (2)
1. Stromwandler, insbesondere Einleiter-Stromwandler
für niedrige Amperewindungszahlen, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Scheinwiderstand des
Wandlers ein Vielfaches der sekundären Nennbelastung beträgt und daß der Phasenverschiebungswinkel
zwischen dem zur Erzeugung des Flusses dienenden Leerlaufstrom und der induzierten sekundären
Spannung annähernd gleich dem inneren Widerstandswinkel ist.
2. Stromwandler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Induktion
des Eisenkerns auf dem steilsten Ast der Magnetisierungskurve liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Berlin. gediu'Ckt in der
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA45651D DE528349C (de) | 1925-08-05 | 1925-08-05 | Stromwandler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA45651D DE528349C (de) | 1925-08-05 | 1925-08-05 | Stromwandler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE528349C true DE528349C (de) | 1931-06-29 |
Family
ID=6934831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA45651D Expired DE528349C (de) | 1925-08-05 | 1925-08-05 | Stromwandler |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE528349C (de) |
-
1925
- 1925-08-05 DE DEA45651D patent/DE528349C/de not_active Expired
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