DE528293C - Verfahren zum Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen mit Wasser - Google Patents

Verfahren zum Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen mit Wasser

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DE528293C
DE528293C DES95258D DES0095258D DE528293C DE 528293 C DE528293 C DE 528293C DE S95258 D DES95258 D DE S95258D DE S0095258 D DES0095258 D DE S0095258D DE 528293 C DE528293 C DE 528293C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/03Electric current

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Description

  • Verfahren zum Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen mit Wasser Das übliche Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen in Wasser hat den Übelstand, daß die Instrumente dabei angegriffen werden, sie bekommenRostflecken und werden stumpf. Das tritt auch dann auf, wenn destilliertes Wasser verwendet wird. Durch Zusatz von Soda kann das Übel nur gemindert, nicht aber beseitigt werden. Verwendet man hartes Leitungswasser, dann entstehen überdies noch weiße Flecken von Calciumcarbonat auf den Instrumenten.
  • Nach vorliegendem Verfahren bleiben die Instrumente frei von Korrosion, Flecken und Niederschlägen, die Schneiden und Spitzen behalten ihre Schärfe, und der Zweck der Sterilisierung wird in vollkommener Weise und ohne die bisherigen Nachteile erreicht. Man erzielt diese Erfolge dadurch, daß während des Auskochens ein schwacher elektrischer Strom durch das Wasserbad hindurchgeschickt wird. Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens verbindet man die Instrumente selbst oder das Metallgestell, auf dem sie ruhen, mit dem Minuspol des Stromkreises. Zur Anode macht man entweder das Sterilisiergefäß selbst oder eine Platte, die man hineinlegt.
  • Das Verfahren kann beispielsweise, wie folgt, ausgeführt werden. In einem Sterilisator wird das Instrumentengestell (Sterilisationssieb) eingesetzt, und die zu sterilisierenden Instrumente werden mit diesem leitend verbunden. Das Einklemmen in Metallfedern genügt. Bei chirurgischen Nähnadeln und Kanülen ist ein Einklemmen in eine Spiralfeder vorteilhaft. Jetzt wird das Gestell mit dem negativen Pol einer Spannungsquelle verbunden. Es genügt ein einfacher Akkumulator von d. bis 6 Volt Spannung. Den positiven Pol verbindet man mit einer in den Sterilisator gelegten, vom Gestell isolierten Metallplatte, z. B. aus Nickel. Dann füllt man die Flüssigkeit, am besten destilliertes Wasser, ein, man kann aber auch Leitungswasser mit oder ohne Sodazusatz nehmen. Nun kocht man in der üblichen Weise, aber unter elektrischer Spannung, aus. Durch Anbringung einer Kontrollampe kann das Durchfließen des Stromes betätigt werden.
  • Man hat bereits die Metallplatten und Metallröhren von Dampfkesseln, Kondensatoren u. dgl., die also auch mit Flüssigkeiten in Berührung stehen, durch den elektrischen Strom vor den schädigenden Wirkungen des Sauerstoffs zu schützen gesucht. Nach der Erfindung handelt es sich dagegen um ein ganz anderes Anwendungsgebiet, nämlich um das Sterilisieren chirurgischer Instrumente, um diese sauber und scharf zu erhalten. Diese Anwendung des elektrischen Stromes war durch die bekannten elektrochemischen Verfahren im Dampfkesselbetrieb keineswegs nahegelegt. -a

Claims (1)

  1. PÄTENTANSPRUCH: Verfahren zum Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen mit Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß während des Auskochens ein schwacher elektrischer Strom durch das Wasserbad hindurchgeschickt wird, wobei die Instrumente selbst oder das Metallgefäß, auf dem sie ruhen, mit dem Minuspol einer Stromquelle verbunden werden.
DES95258D 1929-11-28 1929-11-28 Verfahren zum Sterilisieren chirurgischer Instrumente durch Auskochen mit Wasser Expired DE528293C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1510226A3 (de) * 2003-08-18 2005-04-06 Mont.El. S.r.l. Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren der Oberflächen von Gegenständen wie chirurgische Instrumente, Prothesen oder Aehnlichem

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1510226A3 (de) * 2003-08-18 2005-04-06 Mont.El. S.r.l. Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren der Oberflächen von Gegenständen wie chirurgische Instrumente, Prothesen oder Aehnlichem

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