DE395752C - Verfahren zur vollstaendigen oder teilweisen Beseitigung von Salzen aus Waser auf elektroosmotischem Wege - Google Patents

Verfahren zur vollstaendigen oder teilweisen Beseitigung von Salzen aus Waser auf elektroosmotischem Wege

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DE395752C
DE395752C DEE27808D DEE0027808D DE395752C DE 395752 C DE395752 C DE 395752C DE E27808 D DEE27808 D DE E27808D DE E0027808 D DEE0027808 D DE E0027808D DE 395752 C DE395752 C DE 395752C
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water
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ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
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ELEKTRO OSMOSE AG GRAF SCHWERIN GES
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/42Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
    • B01D61/427Electro-osmosis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D2311/00Details relating to membrane separation process operations and control
    • B01D2311/04Specific process operations in the feed stream; Feed pretreatment

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Description

  • Verfahren zur vollständigen oder teilweisen Beseitigung von Salzen aus Wasser auf elektroosmotischem Wege.
  • Zusatz zum Patent 383666.
  • Im Hauptpatent 383666 ist erwähnt worden daß der elektroosmotischen Entsalzung eine chemische vorausgeken kann, um Strom zu sparen. Es lassen sich z. B. die Karbonate eines Wassers weitgehend durch Zusätze einer berechneten Menge Kalkwasser entferen.
  • Dieser Zusatz des Kalkwassers zu dem zu entsalzenden karbonathaltigen Wasser wurde bisher vor der Osmose außerhalb der elektroosmotischen Apparatur in einem geeigneten Bottich vorgenommen, aus dem das entkarbonisiertc Wasser nach dem Absetzen der Karbonate zur weiteren Entsalzung in den Dreizellenapparat floß.
  • Diese Entkarbonisierung durch Kalkwasser läßt sich nun bei vielen Wässern vermeiden, und zwar bei allen denen, die neben Karbonaten noch andere Kalksalze, wie Gips (Ca SO4) oder Kalziumchlorid (CaCl2) usw., enthalten.
  • Wird ein derartiges Wasser der Wirkung des elektrischen Stromes im Dreizellenapparat ausgesetzt, so bildet sich im Kathodenraum Kalziumhydroxyd.
  • Da in den Elektrodenräumen mit dem gewöhnlichen Karbonatgipswasser gespült wird, wirkt das gebildete Kalziumhydroxyd sofort auf die Bikarbonate des Spülwassers ein und bringt diese zur Ausscheidung. Durch Regulierung der Spülwassermenge kann man die Entkarbonisierung auf denselben Endwert -etwa 4 g Karbonat (Ca CO3) im Hektoliter -wie durch Zusatz von Kalkwasser bringen.
  • Das im Kathodenraum entkarbonisierte Wasser läßt man in einem Sammelgefäß von den Karbonatflocken absetzen und schickt es dann zur vollkommenen Entsalzung durch den Mittelraum des Dreizellenapparates, wo, infolge des restlichen Kalkgehalts dieses Wassers, sich dasselbe Spiel im Kathodenraum erneuert.
  • Eine zur Ausübung des neuen Verfahrens geeignete Vorrichtung in schematischer Darstellung zeigen die Abb. 1 und 2. Die Apparatur besteht aus einem Elektroosmoseapparat und zwei übereinander angeordneten Absatzbottichen A und B, die miteinander verbunden werden können und einer kleinen Pumpe C. Aus folgendem Ausführungsbeispiel ergibt sich die Wirkungsweise dieser Apparatur.
  • Ausführungsbeispiel.
  • I. Beispielsweise habe ein Wasser einen Gehalt von I4 g CaCO3 im Hektoliter, so spielt sich der Vorgang folgendermaßen ab: Eine gewisse Menge des Wassers wird im Absitzbottich A in bekannter Weise mit Kalkwasser entkarbonisiert, und zwar so weit, daß noch etwa 7 g Ca CO3. CO2 im Hektoliter gelöst bleiben. Nach dem Absitzen läuft das Wasser aus Bottich A nach B, und von diesem in den Mittelraum M des Elektroosmoseapparates. Unter der Einwirkung des Stromes erfolgt die Zerlegung des restierenden Kalziumkarbonates und es bildet sich im Kathodenraum Ca(OH),. Wählt man die Spülwassermenge des Kathodenraumes so, daß sie gleich ist der in der Zeiteinheit durch den Apparat fließenden Mittelraumwassermenge, so reicht das Kalziumhydroxyd gerade aus, um das Kathodenspülwasser von 15 g Ca CO3 im Hektoliter auf 7 g herunterzubringen. Das Kathodenwasser wird durch die Pumpe C in den Bottich A zum Absitzen gepumpt und dann, nachdem der Bottich B entleert ist, in diesen fließen gelassen. Dieser Kreislauf wiederholt sich.
  • 2. Hat beispielsweise ein Wasser einen Cchalt sowohl von 14 g Ca CO3 und außerdem noch Gips, z. B. 6 g Ca SO4, im Hektolita, so spielt sich der Vorgang in ganz ähnlicher Weise ab, nur daß der an der Kathode auftretende Kalk des Gipses noch weitgehender entkarbonisierend auf das Spülwasser wirkt.
  • Es stellt sich erst allmählich (oft erst nach Tagen) bei gegebener Mittelraumwassermenge und Kathodenwassermenge eine Konstanz ein.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur vollständigen oder teilweisen Beseitigung von Salzen aus Wasser auf elektroosmotischem Wege nach Patent 383666 in Anwendung bei neben Karbonaten noch andere Kalksalze enthaltenden Wässern, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Wässer zur Entkarbonisierung zunächst dem Kathodenraum zuführt dann zwecks Absetzung der Karbonat flocken in ein Sammelgefäß leitet ui hierauf der elektroosmotischen Behandlung im Mittelraum des Dreizdlenapparates unterwirft.
DEE27808D 1922-03-09 1922-03-09 Verfahren zur vollstaendigen oder teilweisen Beseitigung von Salzen aus Waser auf elektroosmotischem Wege Expired DE395752C (de)

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