DE710693C - Vorrichtung zum elektrolytischen Beizen von Blechen - Google Patents

Vorrichtung zum elektrolytischen Beizen von Blechen

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DE710693C
DE710693C DES137808D DES0137808D DE710693C DE 710693 C DE710693 C DE 710693C DE S137808 D DES137808 D DE S137808D DE S0137808 D DES0137808 D DE S0137808D DE 710693 C DE710693 C DE 710693C
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DE
Germany
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sheet metal
sheets
pickling
drum
circumference
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Expired
Application number
DES137808D
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English (en)
Inventor
Martin Kirchner
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic removal of material from objects; Servicing or operating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum elektrolytischen Beizen von Blechen Das. Beizen von Blechen. erfolgt vielfach in Salzsäure oder Schwefelsäure durch rein chemische Behandlung, und man benutzt hierfür bekannte Einrichtungen, wie Schat%kelbeizen oder auch Radbeizen bzw. Vorrichtungen, die sich endloser Bänder zur Beförderung des Beizgutes bedienen. Während bei der Schaukelheize die Bleche paketweise eingelagert werden, werden bei Radbeizen und ähnlichen Vorrichtungen die Bleche einzeln durch. die Beizflüssigkeit bewegt, so daß im letzteren Falle die volle Oberfläche eines Bleches der Einwirkung der Beinflüssigkeit zugänglich ist. Im allgemeinen jedoch @erfordert bei Anwendung von Schwefelsäure das Beizen eine recht beträchtliche Zeit, und es gelingt in vielen Fällen nicht, durch rein chemische Beinverfahren eine so intensive Wirkung zu erreichen, daß auch die Pore. in den Blechen zunderfrei gemacht werden. Namentlich in solchen Fällen., in denen warmgewalzte starke Bleche nach dem Beizen kalt weitergewalzt bzw. fertig gewalzt werden sollen, ist .es, tun die Tiefziehfähigkeit dieser Bleche nicht zu beeinträchtigen, von größter Wichtigkeit, Beizungen zu erhalten, bei denen der Zunder auch ,aus den Poren der Bleche entfernt wird.
  • Diese Forderung hat dazu geführt, das Beizen immer mehr auf elektrolytischem Wege vorzunehmen, und zwar so, daß das Beingut ,entweder kathodis:ch oder anodisch geschaltet oder auch dem wechselnden Einfluß beider Stromrichtungen ausgesetzt wird. je nach der in Betracht kommenden Leistung kann man für die :elektrolytische Beize verschiedenartige Vorrichtungen verwenden, doch ist die Wirtschaftlichkeit des Beinvorganges dann am größten, wenn die zu beizenden Bleche erfindungsgemäß am Umfang einer sich um ihre Längsachse drehenden Trommel befestigt und durch Drehung dieser Trommel. durch die Be izflüssigkeit bewegt werden.
  • Der Erfindung lag also die Aufgabe zugrunde, für die elektrolytische Beize eine Vorrichtung zu schaffen, die in einfachster und damit auch wirtschaftlichster Weise die Behandlung der Bleche im Beizbad sicherstellt. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Beizen mit Hilfe einor Vorrichtung durchgeführt wird, di. eine drehbare Trommel darstellt, auf deren Umfang abwechselnd Anoden und Kathoden :angebracht sind.
  • Die Abbildung dient zur näheren Erläuterung des Erfindungsgedankens. In einem Beizbottich i ist eine Trommel 2 um eine Achse 3, die im Lager .4 gelagert ist, drehbar .angeordnet. Der Elektromotor 5 b cwirkt unter Vermittlung eines Getriebes 6 eine gleichmäßige Umdrehung der Beiztromm.el2 in der gewünschten Richtung. Am Umfang der Trommel sind Bleche 7 und Blechhalter 8 abwechselnd angeordnet. An Stelle von vollen Blechen können auch gelochte Bleche oder Drahtgeflechte angewendet werden. In. die Blechhalter 8 werden die zu beizenden Bleche 9 .eingeklemmt. Sämtliche Bleche 7 sind untereinander elektrisch leitend verbunden. Ebenso stehen alle Blechhalter 8 leitend miteinander in Verbindung. Es ist dadurch ohne Schwierigkeiten möglich, beispielsweise alle Bleche 7 als Kathoden zur Anwendung zu bringen und die Blechhalter 8 mit dem positiven Pol der Stromduelle zu verbinden, so daß die zu beizenden Bleche g beim Eintauchen in das Beizbad Anoden sind. Zwischen je zwei Blechen 7 befindet sich immer ein Blechhalter 8, .d. h. die: Strom-%vege, die im Bade auftreten, sind die denkbar kürzesten, und der Energieaufwand, der für die elektrolytische Beize erforderlich ist, ist .auf diese Weise nur sehr gering. Es sind gewissermaßen .am Umfang der Trommeleine Anzahl von elektrolytischen Badeinrichtungen, deren jede für sich eine Kammer bilden, angebracht, die durch Drehung der Tromni°l und Eintauchen eines Teils derselben in die Beinflüssigkeit jeweils ahweichselnd in gleiclimäßiger Reihenfolge zur Wirkung kommen. Das Befestigen der Bleche in den Blechhaltern ist in einfachster Weise durchführbar. Stromverheilung und elektrocfemisclic Wirkung sind über den ganzen Umfang der zu behandelnden Bleche gleich groß, so daß eine vollkommen gleichmäßige Beizwirkung, die .auch ein sicheres Entfernen des Zunders aus den Poren der Bleche zur Folge hat, gewährleistet ist.
  • Es macht selbstverständlich keine Schwierigkeiten, die Stromrichtungen. periodisch umzukehren. Die Zuführung des Stromes kann z. B. an der Trommelwelle durch Schleifringe und Bürsten erfolgen.

Claims (3)

  1. PATI1NTANSPRÜ CI'lll. i. Vorrichtung zum elektrolytischen Beizen von Blechen, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Umfang einer uni ihre Längsachse drehbaren Trommel mit dem einen Pol der Stromquelle verbundene Elektrodenbleche sowie mit dem anderen Pol der Stromquelle verbuiidccne Blechhalter für die. zu beizenden Bleche abwechselnd in größerer Zahl a=inähernd radial und in einem Abstand voneinander so,angeordnet sind, d.aß durch zwei aufeinanderfolgende Elektrodenbleche Kammern entstehen, in deren Mitte ein Blechhalter angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kathoden- oder Anodenräume am Umfang der Trommel .elektrisch in sich parallel oder untereinander in Serie geschaltet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da:ß die Stromzuführung zu den Blechen bzw. Blechhaltern mittels auf der Trommelwelle angeordneten Schleifringen und Bürsten geschieht. q.. Vorrichtung nach einem der v orhergehe nden Ansprüche, gekennzeichnet durch Anwendung ,eines Kommutators, der eine periodisch wechselnde kathodische bzw. anodische Stromzuführung zum Beingut gestattet.
DES137808D 1939-07-12 1939-07-12 Vorrichtung zum elektrolytischen Beizen von Blechen Expired DE710693C (de)

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