DE847285C - Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren - Google Patents

Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren

Info

Publication number
DE847285C
DE847285C DEB10052D DEB0010052D DE847285C DE 847285 C DE847285 C DE 847285C DE B10052 D DEB10052 D DE B10052D DE B0010052 D DEB0010052 D DE B0010052D DE 847285 C DE847285 C DE 847285C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disks
cell
cathode
mercury
carrying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB10052D
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Dipl-Ing Dr Honsberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB10052D priority Critical patent/DE847285C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE847285C publication Critical patent/DE847285C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B11/00Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • C25B11/02Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by shape or form
    • C25B11/033Liquid electrodes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Elektrolyse von Metallsalzlösungen nach dem Amalgamverfahren Bei der elektrolytischen Erzeugung von Alkalilaugen nach dem Amalgainverfahren ist es bereits bekannt, als Kathoden mit Quecksilber bzw. Amalgam bedeckte, sich drehende Scheiben zu verwenden, deren untere Hälfte in ein Quecksilber- bzw. :lmalgaml)ad eintaucht, während der aus dem Quecksilber- bzw. Amalgambad herausragende Teil der Scheiben in dein mit dem Elektrolyt gefüllten oberen Teil der Zelle beiderseitig von den Anoden umgeben ist. Ferner ist vorgeschlagen worden, mehrere Kathodenscheiben auf einer gemeinsamen Welle zu befestigen. Man läßt die sich drehenden Kathodenscheiben bis über ihre Achse in das N'1etallbad eintauchen, um das auf ihnen neu gebildete .lmalgam durch die Drehbewegung mit dein Quecksilber- bzw. Amalgambad auszutauschen und neue für Alkalimetall aufnahmefähige Quecksilbermengen auf die in das Quecksilberbad nicht eintauchende Scheibenoberfläche mitzunehmen. Bei dieser Anordnung kann etwa die Hälfte der Scheibenfläche als wirksame Elektrodenfläche ausgenutzt werden. Dabei erreicht das Quecksilber- bzw. Amalgambad jedoch eine beträchtliche Tiefe und beansprucht daher eine erhebliche Menge Quecksilber.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich wesentliche Verbesserungen sowohl in bezug auf die ausnutzbare Kathodenfläche als auch die in: der Zelle benötigten Quecksilbermengen ergeben, wenn man dafür sorgt, daß konzentrisch abgegrenzte Teile der Scheibenoberfläche vom Quecksilber und Elektrolyt nicht bedeckt werden. Diese Teile können gemäß Erfindung entweder durch konzentrische Ausschnitte oder durch Bedeckung mit elektrisch nicht leitenden Stoffen als stromleitende Fläche ausgeschaltet werden.
  • Zur näheren Erläuterung des Erfindungsgedankens sei auf die Abt). i verwiesen.
  • Bei einer Eintauchtiefe der Kathodenscheibe entsprechend dem Scheibenhalbmesser R würde die gestrichelteLinie die Badoberfläche darstellen,. Taucht man nun die Scheibe nur bis zu einer Tiefe ein, die dem Unterschied zwischen dem Scheibenhalbmesser R und dem Halbmesser y des beispielsweise ringförmig durchgeführten Ausschnittes entspricht, so fällt einerseits der waagerecht gestrichelte Teil der Scheibenfläche als Unterlage überhaupt fort, und andererseits wird durch das Tieferlegen des Radspiegels der bisher bedeckte, schräg gestrichelte Flächenteil der Scheibe frei. Das Verhältnis der gewonnenen zu der verlorengegangenen Fläche hängt von dem Verhältnis zwischen den beiden Kreishalbmessern R und r ab. Die Zunahme der Elektrodenfläche und die Ersparnis an Quecksilber durch Verlängerung der Einrtauchtiefe (Vergrößerung des kreisförmigen Ausschnitts) ergibt sich beispielsweise für eine Scheibe vorn i8o cm Durchmesser aus folgender Zusammenstellung:
    Scheiben- Ausschnitt- Nutzbare Höhe
    durchmesser durchmesser Elektroden- des Bades
    in cm in cm fläche in m2 in cm
    180 0 2,54 9o
    T80 20 2,82 80
    180 40 2,98 70
    180 50 3,00 65
    180 6o 2,98 6o
    Durch die Ausbildung der Elektrodenflächen als ringförmige Scheiben (Ringplatten) wird also eine Vergrößerung der ausnutzbaren Kathodenoberfläche und damit der Stromkapazität der damit ausgerüsteten Zelle erzielt. Gleichzeitig wird der Quecksilberbedarf für die Zelle gesenkt.
  • Die Abb. 2 und 3 zeigen einen waagerechten und einen senkrechten Schnitt durch eine Zelle, in der mehrere Kathodenscheiben mit konzentrischen, beispielsweise kreisförmigen Ausschnitten nebeneinander in einer Ebene in Richtung des Quecksilberdurchflusses angeordnet sind. Es bedeutet i den Zellenbehälter, 2 einen abnehmbaren Deckel, 3 die hintereinander angeordneten Kathodenringscheiben, die durch einen nicht gezeichneten Antrieb von außen her in Umdrehung versetzt werden. Die nur für eine der Kathodenringscheiben gezeichneten Anoden 4 sind seitlich durch die Behälterwand hindurchgeführt. Bis zur Höhe 5-5 ist die Zelle mit Quecksilber, bis zur Höhe 6-6 mit dem über dem Quecksilber befindlichen Elektrolyt gefüllt.
  • Anstatt die nicht in das Bad eintauchenden Teile der Elektrodenscheiben durch Ausschnitte zu entfernen, kann man diese Teile der Vollscheibe auch gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung aus nicht stromleitenden Stoffen herstellen oder aber die für .die Stromleitung nicht vorhandenen Scheibenteile mit solchen Stoffen abdecken. Eine Ausführungsform der letzten Art ergibt sich beispielsweise, wenn man-, wie dies in den Abt). 4 und 5 im Längs- und Querschnitt dargestellt ist, mehrere Kathodenscheiben 9 nebeneinander in fester Verbindung mit einer durch .Welle 7 angetriebenen Walze 8 aus niicht leitendem Werkstoff anordnet. Im Oberteil der Zelle sind die Anoden io vorgesehen, zwischen denen die Kathodenscheiben 9 umlaufen. Das Bad durchströmt in Richtung i i-i i die Zelle, wobei eine dauernde Reinigung der letzteren im Sinn der Patentschrift 686551, die sowohl die Zuführung des frischen Metalls als auch dessen Abführung an der Oberfläche des ?Metallbades beschreibt, bewirkt wird.
  • Man kann aber auch die Walze aus einem stromleitenden Werkstoff, vorzugsweise aus einem oberflächlich zur Amalgambildung befähigten Stoff, z. B. aus Eisen, herstellen, wobei jedoch die das Bad 12 nicht berührenden, vom Elektrolyt bespülten Teile der Walze, nämlich ihre Stirnfläche 13 und die Welle 7, aus nicht leitendem Stoff bestehen oder mit solchen Stoffen abgedeckt sind.
  • Das vorliegende Verfahren kann allgemein bei Elektrolysen nach dem Amalgamverfahren benutzt werden, sofern. das kathodisch abzuscheidende Metall eine genügende Löslichkeit im Quecksilber aufweist, wie dies beispielsweise bei Natrium, Kalium und Zink der Fall ist. Beispiele i. In einer Elektrolysierzelfe von rechteckigem Querschnitt sind zwei von außen drehbare Kathodenringe von i4o cm Außendurchmesser, 4o cm Innendurchmesser und 20 mm Dicke in einer Ebene hintereinander angeordnet. Im Unterteil der Zelle befindet sich ein Quecksilbersumpf von 5 i cm Höhe, dessen Spiegel fortlaufend d'arch Zu- und Abfluß auf der gleichen Höhe gehalten wird. Dieser Sumpf und damit die sich drehenden Ringe sind mit dem negativen,Pol der elektrischenStromzuführung verbunden, während davont isoliert in der Zellenwand Graphitanoden angeordnet sind, deren Größe der der Kathodenfläche auf der Ringscheibe entspricht. Diese Anoden stehen mit dem positiven Pol der Stromzuführung in Verbindung. Über dem Quecksilber befindet sich die zu elektrolysierende Natriumchloridlösung. Die Scheibenringe drehen sich mit io Umdrehungen in der Minute bei einer Strombelastung der Zelle mit gooo A. Man erhält ein Amalgam mit o,5 % Natrium bei einer Stromausbeute von 970/0. Das aus der Zelle abfließende Amalgam wird in Zersetzerrinnen, die sich an den Längswänden der Zelle befinden, zu Natronlauge umgesetzt. 2. EineElektrolysierzelle von rechteckigemQuerschnitt enthält auf einer gemeinsamen Welle vier Eisenringe von i 8o cm äußerem und 5o cm innerem Durchmesser. Da: Quecksilber bildet im unteren Teil der Zelle einen Sumpf von 66 cm Höhe, wobei der Quecksilberspiegel etwa in der Höhe des unteren Randes des kreisförmigen Kathodenausschnitt, liegt. Auf beiden Seiten von jeder sich um ihre Querachse drehenden Kathode sind die Grahliitanoden angeordnet. Die Zelle wird mit einem Strom von 30000 :1 betrieben, wobei jede der scheihenfö rinigen Kathoden 7 Umdrehungen in der Minute ausführt. Die Temperatur des Elektrolyts erreicht 8o°, und die Konzentration des die Zelle verlassenden Amalgams liegt bei o,8% Natrium. Das in der Zelle gebildete Chlor enthält als Verunreinigung lediglich 0,30/0 Wasserstoff.
  • 3. In einer der in den vorangehenden Beispielen beschriebenen Zellen wird eine aus einem Gemisch von Natriumchlorid und Zinkchlorid bestehende Lösung elektrolysiert. Das gebildete Zinkamalgam enthält o,_#% Zink.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRVCHE: i. \"erfahren zur Durchführung von Elektrolysen nach dein Anialgamverfahren unter Anwendung sich drehender, teils von einem Quecksilberbad, teil, vorn Elektrolyt umspülter Kathodenscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß die Eintauchtiefe der Kathodenscheiben in das Ouecksill>er kleiner als der Scheibenhalbmesser gehalten wird und daß auf der Scheibe oder den Scheiben konzentrisch gelegene Oberflächenbereiche angeordnet werden, die den elektrischen Strom nicht leiten. ?.
  2. Zelle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrisch gelegenen Oberflächenbereiche der Scheiben durch zweckmäßig kreisförmige Ausschnitte entfernt sind.
  3. 3. Zelle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrisch gelegenen Oberflächenbereiche der Scheiben aus nicht stromleitenden Stoffen bestehen oder mit solchen Stoffen abgedeckt sind. .
  4. Zelle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Außen- und Innendurchmesser der durch die Scheiben gebildeten Kathodenringplatten in einem solchen auf dem Versuchswege ermittelten Verhältnis gewählt sind, daß die größtmögliche wirksame Oberfläche der Kathodenanordnung erreicht ist.
  5. 5. Zelle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Elektrodenscheiben nach einem der vorangegangenen Ansprüche im Sinne des Quecksilherdurchflusses hintereinander angeordnet sind.
  6. 6. Zelle zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere F--lektrodenscheiben nebeneinander auf einer Walze angeordnet sind, bei der mindestens die das Quecksilberbad nicht berührenden, vom Elektrolyt bespülten Teile aus nicht stromleitenden Stoffen bestehen oder mit solchen Stoffen abgedeckt sind. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.68655i, 789o6.
DEB10052D 1941-10-02 1941-10-03 Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren Expired DE847285C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB10052D DE847285C (de) 1941-10-02 1941-10-03 Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE231705X 1941-10-02
DEB10052D DE847285C (de) 1941-10-02 1941-10-03 Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE847285C true DE847285C (de) 1952-08-21

Family

ID=25764920

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB10052D Expired DE847285C (de) 1941-10-02 1941-10-03 Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE847285C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE78906A (de) * 1893-12-15 A. SlN-DING-LARSEN, Christiania, Norwegen, Carl-Johansgade 25 Verfahren und Vorrichtung zur Elektrolyse mit Quecksilber - Kathode
DE686551C (de) * 1938-05-21 1940-01-11 I G Farbenindustrie Akt Ges i- oder Erdalkaliverbindungen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE78906A (de) * 1893-12-15 A. SlN-DING-LARSEN, Christiania, Norwegen, Carl-Johansgade 25 Verfahren und Vorrichtung zur Elektrolyse mit Quecksilber - Kathode
DE686551C (de) * 1938-05-21 1940-01-11 I G Farbenindustrie Akt Ges i- oder Erdalkaliverbindungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2523950A1 (de) Elektrochemische vorrichtung und ihre verwendung
DE2445058A1 (de) Elektrolysezelle zur erzeugung von chlorgas
DE2321417A1 (de) Verfahren zur elektrolyse und elektrolytische zelle zu dessen durchfuehrung
DE692954C (de) Senkrecht angeordnete Quecksilberkathode fuer die Elektrolyse von Salzloesungen
DE1182211B (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung eines Bleidioxydueberzugs auf einer Graphitanode
DE847285C (de) Elektrolyse von Metallsalzloesungen nach dem Amalgamverfahren
DE489869C (de) Vorrichtung zur elektrolytischen Raffinierung des Aluminiums
DE1174516B (de) Ofen und Verfahren zur Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse
DE953161C (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Elektrolyse von waessrigen Alkalichloridloesungen
DE1077497B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Niederschlagen einer Metallschicht
DE2819475C2 (de) Verfahren zur elektrolytische Gewinnung von Zinn aus zinnhaltigen Sekundärrohstoffen und Elektrolyseur zur Durchführung dieses Verfahrens
DE325154C (de) Verfahren zur Herstellung von Bleisuperoxyd- oder Mangansuperoxydelektroden
DE860281C (de) Verfahren zur Herstellung von Beryllium
DE574434C (de) Elektrolytische Zelle zur Herstellung von Magnesium
AT129031B (de) Elektrolytische Zelle für Halogenalkali- und -erdalkalielektrolyse nach dem Amalgam-Verfahren.
DE184516C (de)
DE934045C (de) Elektrodenanordnung fuer elektrolytische Zellen
DE686551C (de) i- oder Erdalkaliverbindungen
DE506584C (de) Reduktionsofen fuer die Aluminium-Erzeugung
DE1204834B (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von sulfosalzbildenden Metallen, insbesondere von Antimon, Arsen, Quecksilber oder Zinn
DE531672C (de) Verfahren zur Gewinnung reiner Hydroxyde der Schwermetalle
DE1184966B (de) Schmelzflusselektrolysezelle nach Downs zur Herstellung von geschmolzenem Metall, insbesondere von Natrium
DE567542C (de) Elektrolyseur fuer die Durchfuehrung elektrolytischer Oxydationsprozesse mit zersetzlichen Endprodukten
DE401917C (de) Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung geschmolzener Metallsalze
DE2101332A1 (de) Galvanisiertrommel und Verfahren