DE1174516B - Ofen und Verfahren zur Herstellung von Aluminium durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents
Ofen und Verfahren zur Herstellung von Aluminium durch SchmelzflusselektrolyseInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C22d
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 40 c-3/12
M 31239 VI a/40 c
25. Juli 1956
23. Juli 1964
25. Juli 1956
23. Juli 1964
Die neue Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Aluminium durch Elektrolyse von in einem
Bad von geschmolzenen Salzen gelöstem Aluminiumoxyd mit einer zur Horizontalen unter einem Winkel
stehenden (also vertikalen oder geneigten) Kathodenfläche und auf einen Ofen mit einer solchen Kathode.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Verbesserung der Öfen und Verfahren, wie sie in dem älteren
Patent 1154 948 und in den älteren Patentanmeldungen M 25809 VIa/40c und M 30696 VI a/40 c
beschrieben sind.
Die Erfindung bezweckt in erster Linie die Erhöhung der Stromausbeute, vorzugsweise über 85 bis
90 0Io, und die Verminderung des kathodischen Spannungsabfalles,
somit die Verminderung des spezifischen Energieverbrauches und der Gesamtspannung
der Zelle. Insbesondere in mehrzelligen Öfen mit stationären Anoden kann der spezifische Energieverbrauch
in bisher nicht erreichtem Maß verringert werden.
Die Erfindung bezweckt ferner die Verbesserung des Betriebsverhaltens der Kathode in elektrischer,
elektrochemischer und chemischer Hinsicht, damit diese Kathode in ihrer Tiefe und auch an ihrer Oberfläche
wirksam ist und damit die Kathodenkohle zur Verlängerung ihrer Lebensdauer geschützt wird.
In der folgenden Beschreibung der Erfindung versteht man unter dem Begriff »Kohle« im Zusammenhang
mit den Elektroden irgendeine kohlenstoffhaltige, üblicherweise bei Schmelzelektrolyse verwendete,
sogenannte Elektrodenkohle, unter anderem also die sogenannte amorphe Kohle, vorgebackene
und auch selbstbackende Elektrodenpasten und auch Graphit; es versteht sich, daß die Anoden vorzugsweise
gebackener Paste aus amorphem Kohlenstoff und die Kathoden aus Graphit hergestellt werden.
In den Zellen mit stationären Elektroden der Öfen, die in den erwähnten älteren Patenten beschrieben
sind, besteht die Kathode aus einer geneigten ebenen Fläche aus Elektrodenkohlenstoff oder Graphit, auf
welcher das Aluminium unter Schwereeinwirkung in der Form von Tropfen oder in der Form eines
Filmes abrinnt, um sich in einer Kammer zu sammeln, deren Wandung aus elektrisch isolierendem
Material besteht. Das auf dem Boden der Zelle befindliche Aluminium steht aber mit der Kathodenkohle
in elektrisch leitender Verbindung.
Demgegenüber ist bekanntlich in den gebräuchlichen Elektrolyseöfen zur Herstellung von Aluminium,
welche vorgebackene oder selbstbackende Anoden aufweisen, die Kathode zur Hauptsache aus
einer horizontalen Lage von flüssigem Aluminium geOfen
und Verfahren zur Herstellung von
Aluminium durch Schmelzflußelektrolyse
Aluminium durch Schmelzflußelektrolyse
Anmelder:
MONTECATINI Soc. Gen. per l'Industria
Mineraria e Chimica,
Giuseppe de Varda, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Dr. phil. Dr. techn. J. Reitstötter,
Patentanwalt, München 15, Haydnstr. 5
•Als Erfinder benannt:
Giuseppe de Varda, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 28. Juli 1955 (10 958)
bildet, das den Boden der Ofenwanne bedeckt, wobei die Innenseite der Ofenwanne mit einem geeigneten
kohlenstoffhaltigen Konglomerat verkleidet ist. Dabei können aber die vertikalen oder geneigten, mit
dem Boden in elektrischer Berührung stehenden Innenoberflächen der Verkleidung auch als Kathoden
wirken. Somit kann die elektrolytische Trennung eines gewissen Anteiles der Aluminium- und Natriumkationen
sowie der sonstigen Kationen auch auf diesen Oberflächen stattfinden. Die Metallmenge, die
sich an diesen Wänden abtrennt, hängt von mannigfachen Faktoren ab und kann einem gewichtigen Anteil
des Gesamtstromes entsprechen. Unter den eben erwähnten Faktoren sind besonders wichtig die
Stromstärke, das Verhältnis der Abstände zwischen Anode und Aluminiumkathode einerseits und
zwischen Anode und vertikaler Kohlenkathode andererseits, ferner das Verhältnis zwischen den als Elektroden
wirksamen vertikalen und horizontalen Flächenanteilen, dann auch die Zusammensetzung, die
Temperaturen und das Wärmegefälle im Schmelzbad und auch die Abmessungen und der Betriebszustand
der Kathodenkohlenstoffwände.
In den zur industriellen Aluminiumherstellung dienenden Elektrolyseöfen ist der Abstand zwischen der
unteren Basisfläche der einstellbaren Kohlenstoffelektrode (Anode) und der darunterliegenden und eingetauchten
Lage flüssigen Aluminiums von der Größenanordnung von einigen Zentimetern, während
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der Abstand zwischen der Anodenkohle und der entsprechenden Wand aus Kathodenkohle von der
Größenordnung von einigen Dezimetern ist. Auch entspricht die Stromdichte im Raum zwischen der im
Schmelzbad eingetauchten Kohlenstoffanode und der entsprechenden Wand aus kathodischer Kohle üblicherweise
einem kleinen Bruchteil der Stromdichte im Raum, der sich in der horizontalen interelektrodischen
Lage bildet, welche sich von der eingetauchten Anodenbasis zur. darunterliegenden, den Boden
überdeckenden Lage aus geschmolzenem Aluminium erstreckt. Immerhin kann in den gebräuchlichen öfen,
also denjenigen mit horizontalen Lagen, der Anteil des Stromes, der direkt von der Anode zu den kathodischen
Kohlenwänden fließt, einen hohen Prozentsatz des gesamten Stromes ausmachen.
Es ist wohl bekannt, daß Wände aus Kathodenkohle eine kürzere Lebensdauer haben als die übrigen
Ofenteile. Nach einer Betriebsdauer von einigen Monaten, die im Einzelfall von den konstruktiven
und betrieblichen Charakteristiken des Ofens abhängt, werden die Kohlenwände von selbst nach und
nach durch Schichten ersetzt, die zur Hauptsache aus erstarrten Badbestandteilen bestehen. Dieser Prozeß
beruht wahrscheinlich auf chemischen, elektrochemischen, mechanischen und thermischen Vorgängen.
Es wurde daher auch eine Ofenbauart vorgeschlagen, bei der die Kathode aus V-förmig stehenden schrägen
Platten aus Titaniumcarbid oder aus Zirkoniumcarbid gebildet wird, denen ebenfalls V-förmig geneigte
Arbeitsflächen der prismatischen Anode gegenüberstehen.
Erfindungsgemäß sollen die erwähnten Zwecke dadurch erreicht und die erwähnten Nachteile der bekannten
Verfahren dadurch beseitigt werden, daß für Öfen zur Herstellung von Aluminium durch Schmelzflußelektrolyse
mit geneigter Kathodenarbeitsfläche, auf der das abgeschiedene flüssige Aluminium abrinnt,
eine Kathode vorgesehen wird, deren Arbeitsfläche entweder Vertiefungen regelmäßiger Gestalt
und Verteilung oder eine schwammartige Oberfläche wesentlich gleichmäßiger Struktur zum Zurückhalten
von flüssigem Aluminium aufweist. Bei letzterer Ausführungsform soll selbstverständlich diese Oberflächenschicht
in guter mechanischer und elektrischer Verbindung mit dem gewöhnlichen kompakten
Kohlenstoff der Kathode stehen.
In einer anderen und bevorzugten Ausführungsform des Ofens bestehen die Vertiefungen aus horizontal
verlaufenden Rinnen, die ein solches Profil haben, daß sich im Betrieb darin das abgeschiedene
flüssige Aluminium mit freier horizontaler Oberfläche sammelt. An Stelle der Rinnen können auch eine
Vielzahl von Löchern in der Oberflächenschicht der Wand vorgesehen werden, die eine Vielzahl von Behältnissen
für das flüssige Aluminium bilden. Die kathodischen Oberflächenabschnitte, die aus den
freien Oberflächen des in den Vertiefungen gesammelten und mit dem Schmelzbad in Berührung
stehenden Aluminiums bestehen, können zusammen 30 bis 50% und mehr der entsprechenden vertikalen
oder geneigten anodischen Oberfläche ausmachen.
Die kathodische Wandoberfläche zwischen den Rinnen oder Löchern kann einen Belag von kompaktem,
inertem und elektrisch isolierendem Material aufweisen, das weder durch das Salzschmelzbad noch
durch das geschmolzene Aluminium angegriffen wird, derart, daß im Betrieb die Elektrolyse nur an den
besagten freien Oberflächen des in den Rinnen oder Löchern befindlichen flüssigen Aluminiums vollzogen
wird als zusätzlicher Schutz für die Kathodenkohle. Der Belag kann z. B. aus dem gleichen Material bestehen,
aus dem üblicherweise die Schutzverkleidung des Mantels von Elektrolysezellen und die Verkleidung
der Aluminium-Sammelkammern nach den erwähnten älteren Patenten hergestellt wird, z. B. aus
ίο elektrisch geschmolzenen Magnesium- oder Aluminiumoxyd.
In diesem Fall erfolgt der notwendige Kontakt zwischen Aluminium und Kohlenstoff ausschließlich
an den Wandungen der Vertiefungen (Behältnisse), z. B. der Rinnen, in denen sich das flüssige
Aluminium bis zum vollständigen Füllen sammelt.
In einer beispielsweisen Durchführungsart des zur Erfindung gehörenden Verfahrens wird bereits vor
dem Einschalten der öfen flüssiges Aluminium eingeführt, um die besagten Vertiefungen mit Aluminium
ao zu füllen und auf diese Weise Schutzzentren zu bilden.
Die Abstände zwischen benachbarten Schutzzentren können größenordnungsmäßig etwa 1 bis 20 cm
betragen.
Vom Betriebsstandpunkt aus gesehen ist es vorteilhaft, das zu elektrolysierende Aluminiumoxyd in
geschmolzenem Elektrolyt gelöst zuzuführen oder dann das zu elektrolysierende pulverisierte Aluminiumoxyd,
in Abstand von der Kathodenfläche zuzuführen, um die Verstopfung der Behältnisse mit
pulverisiertem Aluminiumoxyd zu vermeiden, das schwerer ist als flüssiges Aluminium.
In den gebräuchlichen Ofentypen mit horizontalen Anoden- und Kathodenflächen stehen die vertikalen
Kohlenstoffwände in elektrischer Berührung mit dem flüssigen Aluminium, das sich auf dem leitenden
Bodenteil sammelt. In den Zellen der offen, die in einem der erwähnten älteren Patente beschrieben
sind, sammelt sich das metallische Aluminium unter jeder Zelle in einer Kammer, deren Wand aus inertem
Material besteht. Gewöhnlich ist das in dieser unteren Kammer gesammelte Aluminium in leitender
Verbindung mit dem kathodischen Kohlenstoff und somit ungefähr auf gleicher Spannung. Um die
Dauerhaftigkeit dieser Verbindung zu gewährleisten, kann in Zellen mit geneigten Elektroden, wie sie in
den erwähnten älteren Patenten beschrieben sind, der kathodische Kohlenstoff so weit nach unten reichen,
daß er bis in die zum Sammeln des metallischen Alu-So miniums dienende Kammer hineinreicht, und zwar
auf der ganzen Breite oder nur auf Teilen derselben. Die Zeichnungen stellen einige Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Kathode dar.
F i g. 1 ist ein teilweiser Schnitt eines Ausführungsbeispieles
vom Typ mit horizontalen Lagen;
F i g. 2 ist ein ähnlicher Vertikalschnitt eines Ausführungsbeispiels,
das einen Ofentyp mit mehreren Zellen und geneigten stationären Elektroden bildet;
F i g. 3 zeigt im Vertikalschnitt eine Einzelheit der kathodischen Oberfläche eines anderen Ausführungsbeispiels;
F i g. 4 bis 9 zeigen in Vertikalschnitten andere Ausführungsarten
der kathodischen Oberfläche;
Fig. 10 und 11 zeigen in Ansicht zwei weitere
Ausführungsmöglichkeiten der kathodischen Oberfläche;
Fig. 12 und 14 sind Schnitte nach den Linien A-A von Fig. 10 bzw. B-B von Fig. 11, und
Fig. 13 und 15 zeigen in den den Fig. 12 und 14
entsprechenden Schnitten zwei weitere Ausführungsmöglichkeiten.
Der in F i g. 1 teilweise dargestellte Elektrolyseofen entspricht dem bekannten Typ mit Soderberg-Anoden,
einer kathodischen kohlenstoffhaltigen Innenauskleidung 2, deren mit dem Schmelzbad in
Berührung stehende Oberfläche 1 Behältnisse (Vertiefungen 3) besitzt, die aus langen, zum Sammeln
von Aluminium dienenden Rinnen 4 bestehen. Der Vollständigkeit halber ist in F i g. 1 auch der Metallmantel
6 der Anode 5, das Salzschmelzbad 7, das auf dem Boden gesammelte Aluminium 8, die zur Speisung
der Kathode dienende Stromschiene 9 und die feuerbeständige und isolierende Auskleidung 10 des
Metallgehäuses 11 angedeutet.
In den anderen Figuren sind entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In F i g. 2 ist mit 2' die Kathodenkohle eines vielzelligen Ofens mit bipolaren stationären Elektroden
bezeichnet, die je eine erneuerbare anodische Oberfläche 5 haben. Die bipolaren Elektroden sind
zwischen Teilen 12 einer Schutzverkleidung aus inertem und durchlässigem Material angeordnet; über
ihnen befindet sich der abnehmbare, feuerbeständige und isolierende Deckel 13 für die Zellen. Der Einfachheit
der Darstellung halber zeigt die Zeichnung nicht die möglichen Verbindungskanäle zwischen den
Zellen und auch nicht andere Einzelheiten, die in der Patentanmeldung M 30696 VI a/40c beschrieben
sind. Die Kohlenstoffkathoden 2' können in das sich in den unteren Kammern sammelnde flüssige Aluminium
8 auf ihrer ganzen Breite 2" oder nur mit schmäleren Verlängerungen 2"' hineinragen. Diese
beiden Varianten sind zusammen m F i g. 2 dargestellt, obwohl sie nicht in zwei benachbarten Zellen
des gleichen Ofens angewendet würden.
F i g. 3 zeigt eine Ausführungsart, in welcher die kathodische Oberflächenschicht 1' aus einer Lage
porösen schwammartigen Kohlenstoffes 14 besteht, in dessen Zellengängen IS sich das elektrolytisch ab^
geschiedene flüssige Aluminium bis zur vollständigen Füllung derselben gesammelt hat. Die Dicke der Lage
kann z. B. zwischen 1 und 4 cm betragen.
Die Fig.4, 6 und 8 zeigen mögliche Querschnittsformen
der horizontal verlaufenden, rinnenförmigen Behältnisse, wie sie in den F i g. 1 und 2
sichtbar sind. Die F i g. 5, 7 und 9 zeigen ähnliche Ausführungsarten solcher rinnenförmigen Behältnisse,
die zusammen mit einer Schutzschicht 12' auftreten, welche vorzugsweise aus dem gleichen inerten
und undurchlässigen Material besteht, wie die in F i g. 2 gezeigten Teile; die Schutzschicht erstreckt
sich nur über jenen Oberflächenabschnitten, die mit dem flüssigen Aluminium nicht in dauernder Beruhrung
stehen.
Die Fig. 10 und 11 zeigen Abschnitte von
Kathodenoberflächen, bei denen die Behältnisse für das kathodische Aluminium in einem aus kurzen
Rinnen 3' und im anderen Fall aus runden Löchern3" bestehen; die Fig. 12 und 14 zeigen die
Form dieser Behältnisse im vertikalen Querschnitt, und die Fig. 13 und 15 zeigen im entsprechenden
Querschnitt Ausführungsvarianten mit einer Schutzschicht 12'.
Zellen der in Fig. 1 und 2 dargestellten Art bilden, abgesehen von der Ausbildung der Kathode,
nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Claims (8)
1. Für Öfen zur Herstellung von Aluminium durch Elektrolyse geeignete Kathode, deren mindestens
eine Arbeitsfläche mit der Horizontalen einen rechten oder einen solchen Winkel bildet,
daß das abgeschiedene flüssige Aluminium auf der Arbeitsfläche abrinnt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsfläche entweder Vertiefungen regelmäßiger Gestalt und Verteilung oder eine schwammartige Oberfläche wesentlich
gleichmäßiger Struktur zum Zurückhalten von flüssigem Aluminium aufweist.
2. Ofen mit Kathode bzw. Kathoden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen
(3) aus horizontal verlaufenden Rinnen (4) bestehen, die ein solches Profil haben, daß
sich im Betrieb darin das abgeschiedene flüssige Aluminium mit freier horizontaler Oberfläche
sammelt.
3. Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandoberfläche zwischen den
Rinnen eine Schutzschicht (12') aus kompaktem, inerten und elektrisch isolierendem
Material aufweist.
4. Ofen mit Kathode bzw. Kathoden nach Anspruch 1, mit Zellen, die durch geneigte stationäre
Elektroden gebildet sind und unten über eine Sammelkammer für das Aluminium in Verbindung
stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenkohle (2') sich so weit nach unten erstreckt,
daß sie im Betrieb in das in der Sammelkammer befindliche, flüssige Aluminium (8) hineinragt.
5. Verfahren zur Herstellung von Aluminium durch Schmelzflußelektrolyse mit Kathoden und
in Öfen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolysestrom, der von
einer Wand einer entsprechenden Kohlenstoffanode durch das Bad zur Kathodenoberfläche
fließt, mindestens zum größten Teil vom Bad durch das Aluminium in den Vertiefungen in die
Kathodenkohle übertritt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einschalten der Öfen
flüssiges Aluminium eingeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zu elektrolysierendes, pulverisiertes
Aluminiumoxyd in Abstand von der Kathodenfläche zugeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß zu elektrolysierendes Aluminiumoxyd
in geschmolzenem Elektrolyt gelöst zugeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 061 906.
Französische Patentschrift Nr. 1 061 906.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
409 637/322 7.64
ι Bundesdruckerei Berlin
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